Wider die CO2-Schleudern: „Fridays for Future“ legt sich mit Vulkanismus an

von https://www.politplatschquatsch.com

CO2-Bilanz Vulkane
Zutritt verboten: Wegen hoher CO2-Werte rund um die Caldera mussten in der Vergangenheit schon mehrfach Vulkane für Dienstfahrzeuge gesperrt werden.

Am Ende wollen sie schweigen. 24 Stunden lang, in der Kälte, für das Klima – und gegenden philippinischen Vulkan Taal, der seit Tagen nicht nur Asche bis zu 15 Kilometer hoch in die Atemluft von Milliarden Menschen schleudert, sondern auch zusätzliche Riesenmengen an klimafeindlichem CO2 emittiert. Bisher völlig ungestört, denn die Bundesregierung fühlte sich trotz der Warnungen der Vulkanbeobachtungsstelle in Manila nicht einmal bemüßigt, die philippinische Regierung zu raschen Schritten zur Einhaltung der Klimaziele von Paris aufzufordern.

Die Aktivist*innen von „Fridays for Future“ wollen das nicht länger hinnehmen. Mit einer Demo und einer anschließenden Mahnwache wollen sie gegen die Tatenlosigkeit der Regierung, der EU und der Wirtschaft protestieren, die trotz der aktuellen „Umweltsauerei“ dort, wie es ein zwölfjähriger Aktivist nennt, Milliardenexporte auf die Philippinen plant. Nötig seien entschlossene Maßnahmen, die den Ausstoß von klimaschädlichem CO2, Schwefeldioxid und Asche, die beim Herabregnen den Effizienzgrad vieler Solaranlagen in der Region beeinträchtigen könnte, zu beenden, fordern die Klimaschützer.

Die Existenz von Vulkanen steht bei Umweltaktivisten schon länger in der Kritik,,allerdings hatten Wissenschaftler und Forscher lange Zeit auf einen Konsens verwiesen, wonach der menschengemachte Anteil am CO2-Ausstoß mit bis zu 319 Millionen Tonnen pro Jahr der CO2-Produktion durch die Nutzung fossiler Brennstoffe mit 29 Milliarden Tonnen pro Jahr (EIA 2007) weit nachsteht. Allein Deutschland, darauf hatte sich die Wissenschaft geeinigt, produzierte rund dreimal so viel CO2 wie alle Vulkane der Welt zusammen.

Doch dann kündigten Vulkanzweifler diesen Konsens und sie verwiesen auf rund 1.100 vulkanische Seen weltweit, die für eine zusätzliche globale Abgabe von 117 Megatonnen CO2 pro Jahr verantwortlich sein sollen. damit liegt der vulkanische Beitrag zur Erderwärmung etwa doppelt so hoch wie der des gesamten Verkehrs auf deutschen Straßen. Verglichen mit dem Flugverkehr in Deutschland ist er sogar zehnmal so hoch.

Keineswegs also Petitessen, gegen die die Klimaschützer*innen (m/w(/d) jetzt so vehement angehen. Es ist das erste Mal, dass sich „Fridays for Future“ gezielt in einer bundesweiten Aktion gegen eine vermeintlich natürlich Klimaursache richtet – FFF-Aktivisten haben dafür gleichzeitig eine Petition gestartet, die den vulkangemachten Klimabeitrag anprangert und von den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens fordert, mit baulichen Maßnahmen gegen die natürlichen Klimaschleudern vorzugehen. Sie wurde mittlerweile von fast 58 000 Menschen unterschrieben.

Kritik an der Ausweitung des Klimakampfes kommt allerdings von FFF-Gruppen aus der Dritten Welt. Die meisten Unterzeichner der Petition seien weiß und als Mittelschichtskinder in einer geologisch vergleichsweise befriedeten Region noch nie mit aktiven Vulkanen konfrontiert gewesen, heißt es in einer internen Mail von philippinischen Aktivisten „an unsere deutschen Freunde“. Demonstrationen, auf denen Schilder mit Sprüchen wie „Rodrigo Duterte – Schür kein Feuer“ oder „Es brennt genug – wie brauchen keine Lava“ stehen, seien kontraproduktiv. Rodrigo Duterte ist Staatschef der Philippinen, ihm wird vorgeworfen, die verheerenden Wirkungen des Taal-Ausbruches zu verharmlosen.

Argumente, die die Anti-Vulkan-Bewegung bisher unbeeindruckt lassen. Viele der Menschen, die überall in Deutschland gegen Taal und die mutmaßlich weiteren 1500 aktiven Vulkane weltweit auf die Straße gehen, sind jung, es sind aber auch Vertreterinnen von „Omas gegen rechts“ da, Leute von „Fridays for Hubraum“, die GEZ-Kritiker von „Rechte für Kinderchöre“ und Vertreter der MLPD, die in China hergestellte bunte Fahnen schwingen, und einzelne AfD-Anhänger mit Hütchen und braunen Fahnen.

Ein älterer Mann trägt ein Plakat mit der Aufschrift „Oldies for Youngsters“, ein junge Mädchen eines mit „Wir sind keine Vulkanier“. Der 23-jährige René aus Sachsen ist gekommen, weil er „endlich Ergebnisse sehen will“, wie er sagt. „Was gerade passiert, ist sehr sehr wichtig. Es sollten sich viel mehr Menschen engagieren“, betont der gelernte Schweißer, der gern in München leben würde, sich aber die Miete nicht leisten kann. Dass die phillipinische Regierung sich auf Gespräche mit den Aktivist*innen einlässt, glaubt er zwar nicht. „Aber sie sollen wissen, dass wir da sind.“

René will auch Mahnwache mitmachen, die 24 Stunden lang vor dem philippinischen Konsulat ausharren will, um ein aktives Eingreifen der Bundesregierung und der EU auf den Philippinen zu fordern. Technologisch wäre es möglich, den Taal mit Betonkugeln zu verschließen, heißt es im Camp, so war es vor Jahren bereits gelungen, die heißen Massen zu bremsen, die die Region um die zweitgrößte Stadt Indonesiens, Surabaya, bedroht hatten.

Bis es soweit ist, wollen die Aktivist*innen schweigend protestieren. Sie haben einen Pavillon aufgestellt, den Boden mit Bio-Paletten abgedeckt und sich Nudeln mit veganer Gemüsesoße gekocht. Gegen die Januarkälte gibt es Tee – und viele Isomatten und Schlafsäcke. Keine Heizstrahler, keine Heizdecken, keine Hotelzimmer. „Es soll auch uns selbst wehtun, hier zu sein“, formuliert René, der Schweißer aus Sachsen. So lasse sich am besten mitfühlen, wie schlimm es denen gehe, die noch härter vom Klima getroffen würden.

4 Kommentare zu “Wider die CO2-Schleudern: „Fridays for Future“ legt sich mit Vulkanismus an

  1. Das kann eigentlich nur Satire sein. Falls nicht, sind diese Gestalten hochgradig geisteskrank und gehören in eine geschlossene Psychiatrie weggesperrt.

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