Kostenfalle Wärmedämmung

Viele Hausbesitzer wollen Heizkosten sparen und investieren Unsummen in Fassadendämmungen. Aber anstelle einer Ersparnis steigen die Heizkosten sogar, sagen Kritiker. Was Immobilienbesitzer wissen sollten.

 

http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/umstrittene-ersparnis-kostenfalle-waermedaemmung/7243848.html

Das verpasste Sonnenmaximum: Unser Klima kühlt sich ab

Auf der Sonne geschieht derzeit Merkwürdiges. Nach einem ungewöhnlich
ausgedehnten Minimum zeigte sie einige Aktivität, doch jetzt wird es wieder
ruhig auf unserem Stern. Hat sich das längst erwartete Maximum bereits ereignet?
Driftet die Sonne in eine anhaltende Ruhephase? Dann könnte es auf der Erde
wieder kühler werden. Die Anhänger der These von der Erderwärmung hören das
nicht gerne.

 

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/andreas-von-r-tyi/das-verpasste-sonnenmaximum-unser-klima-kuehlt-sich-ab.html;jsessionid=0655DCEA9473A0F2727D94141883D011

Die Welt zu Chemtrails

http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,115197,115197#msg-115197

 

Diese „Wissenschaftler“ spinnen. – CO2 ist KEIN Klimakiller!

 

http://finanzcrash.com/forum/read.php?1,115197,115203#msg-115203

 

noch ein Kommentar aus dem Finanzcrash-Forum:

 

„…Die ganze Klimalüge basiert auf einem abgekarteten Spiel der Internationalen Finanzmafia um Millardengewinne durch den Zertikifatehandel zu generieren, um nicht zu sagen, zu erpressen.

Keine Regierung kann sich da dem herrschenden Bankenkartell entziehen. Alle Regierungen sind da nur Marionetten der einflussreichen Banken….“

Pedition – Stoppt den Palmöl-Terror in Honduras

Der weltweite Palmölboom hat auch in Honduras fatale Auswirkungen.
Durch die Nachfrage und die hohen Weltmarktpreise wachsen die Palmöl-Ausfuhren
des mittelamerikanischen Landes sprunghaft.
Im vergangenen Jahr exportierte Honduras 200.000 Tonnen Palmöl, vor allem nachnMexiko.

Die Kehrseite: Immer mehr Palmölplantagen breiten sich aus und zerstören die Natur
und die bäuerliche Landwirtschaft. Im Nordosten des Landes im Bezirk Colón werden
vor allem die ökologisch sehr wichtigen Feuchtgebiete an der Karibik-Küste und im Tal des
Aguán-Flusses trockengelegt. Die artenreichen Lebensräume weichen den öden Monokulturen aus Ölpalmen.

Die Industrie will die Anbaufläche von derzeit rund 135.000 Hektar fast verdoppeln.
Schon jetzt hat Honduras mit drei Prozent eine der weltweit höchsten Entwaldungsraten.
Durch illegale Abholzung und die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen verliert das Land
jedes Jahr 80.000 bis 120.000 Hektar Regenwald – für immer.

Die Einwohner leiden unter dem Landhunger. Kriminelle Banden im Dienste der
Palmölindustrie terrorisieren die Kleinbauern, die Schwarzen und indigenen
Minderheiten, so die Klagen. Allein am Unterlauf des Aguán-Flusses wurden in
den letzten zwei Jahren schon 60 Menschen getötet.

Viele von ihnen hatten die Proteste der Bevölkerung angeführt und friedliche
Besezungen der Palmöl-Plantagen organisiert.

Die Menschen am Aguán-Fluss und die Dörfer der schwarzen Minderheiten (Garifunas)
bitten um internationale Unterstützung. Sie fordern von den honduranischen Behörden,
dass ihre Landrechte eingehalten und sie vor den bewaffneten Gruppen geschützt werden.

Die Pedition findet Ihr hier : Regenwald.org

Meister des guten Gewissens – Die Grünen sind für den Hunger in der Welt verantwortlich

Seit eine globale Hungerkatastrophe droht, auch weil wir immer mehr Nahrungsmittel nicht mehr essen, sondern durch den Auspuff jagen, sind alle gegen Biosprit – vorneweg die Grünen. Dabei sind es Spitzenleute der Ökopartei, die für dieses Debakel mitverantwortlich sind.

Wo sind eigentlich die Mahnwachen vor der Parteizentrale der Grünen? Wo bleiben die Demonstranten, die nach der Ablösung von Jürgen Trittin und Renate Künast rufen und dazu Plakate mit dem Slogan „E 10 tötet“ hochhalten? Okay, das hört sich jetzt vielleicht etwas drastisch an, aber ernste Zeiten erfordern nun einmal drastische Maßnahmen. Erinnert sich noch jemand, was nach Fukushima vor dem Kanzleramt los war?

Die Lage ist ernst, jedenfalls für all die Leute, deren größte Sorge nicht die Frage ist, wo der nächste Bioschlachter aufmacht, sondern wie sie bis zum Abend an einen Teller Reis kommen. Also etwa eine Milliarde Menschen. Innerhalb weniger Wochen sind die Getreidepreise um fast die Hälfte gestiegen, und daran ist, neben der Dürre in den Kornkammern Amerikas, zu einem nicht ganz unwesentlichen Teil der Boom der Bioenergie schuld, der es für viele Bauern sehr viel attraktiver macht, ihre Ernte in die Ethanolanlage zu fahren als auf den Großmarkt.

 

Ausgerechnet den braven Deutschen fällt dabei eine Vorreiterrolle zu. Kaum ein Land ist bei der Umstellung der Nahrungsmittelproduktion auf Energiegewinnung in kurzer Zeit so weit gekommen wie die Bundesrepublik. Ein Drittel der hiesigen Maisernte landet heute schon im Biogastank statt auf dem Teller. In wenigen Jahren wird fast ein Viertel der 16,7 Millionen Hektar deutschen Ackerbodens für den Anbau von Energiepflanzen reserviert sein, wenn man den Fachleuten glauben darf.

Mit deutschem Biogas für den Weltfrieden

Wer nach den Verantwortlichen für diese Revolution der Agrotechnik fragt, bei der man vieles von dem, was man essen kann, nicht mehr verspeist, sondern lieber verbrennt, landet unweigerlich bei den Grünen, auch wenn diese davon heute nichts mehr wissen wollen. Keiner Bewegung verdankt die Biogasindustrie so viel wie dem parlamentarisch organisierten Umweltbewusstsein. Es ist nicht lange her, dass Jürgen Trittin den Biosprit als „Kraftstoff für unsere Zukunftsfähigkeit“ pries, da war er noch Bundesumweltminister und Herr über etliche Fördermillionen. „Der Acker wird zum Bohrloch des 21. Jahrhunderts, der Landwirt wird zum Energiewirt“, verkündete er im November 2005 auf dem Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe, unter dem Beifall der anwesenden Lobbyvertreter und sonstigen Nutznießer.

Wenn es um den Fortschritt geht, mag niemand bei den Grünen abseits stehen. „Wir wollen Landwirten den Weg für den Einsatz von Biokraftstoffen ebnen und deren Markteinführung beschleunigen“, erklärte die damalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast im selben Jahr. Die NRW-Windturbine Bärbel Höhn ging sogar soweit, die Förderung von Bioenergie zu einer Frage der nationalen Sicherheit zu machen: Weil Öl ein Rohstoff sei, um den immer wieder Kriege geführt würden, sei die Förderung alternativer Energien auch unter dem Gesichtspunkt globaler Sicherheitsfragen „für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung“. Mit deutschem Biogas für den Weltfrieden: Auch so lässt sich aus der Geschichte lernen.

So viel Enthusiasmus war selten, so viel Subvention ebenfalls. 2003 wurde reiner Biodiesel und reines Bioethanol von der Steuer befreit, ein Jahr später folgte die Steuerbegünstigung für die Mischung mit fossilen Brennstoffen. Dazu kamen der Technologiebonus, der Güllebonus, der Landschaftspflegebonus, was Strom aus Biomasse zum Teil noch teurer als Solarstrom macht.

Man muss im Rückblick sagen: Selten hat eine Reform so durchschlagenden Erfolg gehabt wie die Energiewende vom Acker. Gut, nicht alle habe gleichermaßen profitiert. Seit sich die Kraftstoffpflanzen auf deutschem Mutterboden wie Weißklee verbreiten, gehen die Bienen ein, auch weil sie unter der Monokultur leiden, und die Schafe finden keine Weide mehr, auf der sie grasen könnten. Dafür erstreckt sich nun im Frühjahr überall leuchtendes Gelb und im Herbst die Maiswüste.

Jetzt ist die Bestürzung groß, am Tod afrikanischer Kinder will niemand schuld sein. Schon steht ein vorläufiger Verkaufsstopp des Biobenzins E 10 im Raum, so hat es jedenfalls Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel gefordert. Wer nun allerdings eine Entschuldigung der Verantwortlichen erwartet oder wenigstens ein Eingeständnis, dass man sich in seinem Bio-Optimismus übernommen habe, der kennt die Grünen schlecht. Gegen das immergrüne gute Gewissen kommt auch die härteste Wirklichkeit nicht an.

Die Grünen wollen jetzt den Strom aus Wildkräutern stärker fördern

„Wir waren immer gegen E10“, ließ sich Frau Künast gerade im ARD-Morgenmagazin vernehmen. Das nennt man dann wohl Chuzpe, oder, um dieses schöne jiddische Wort nicht zu sehr zu missbrauchen, steindeutsche Dummdreistigkeit. Wenn es ein Ritterkreuz für notorische Selbstgerechtigkeit gäbe, die amtierende Fraktionschefin der Grünen hätte beste Aussicht, dieses verliehen zu bekommen.

Bei einer anderen Partei würde man der Spitze nach einem vergleichbaren Debakel den kollektiven Rücktritt empfehlen. Das wäre ein Zeichen für einen moralischen Neuanfang, wie ihn gerade die Grünen gerne fordern. Stattdessen bewerben sich dieselben Leute, die nach jetziger Lage einen der folgenschwersten Ökoirrtümer der jüngeren Geschichte zu verantworten haben, dafür, ihre Partei in den Wahlkampf und, wenn alles gut geht, wieder an die Regierung zu führen.

 

Als Renate Künast im besagten ARD-Interview am vergangenen Freitag gefragt wurde, wie es denn um ihre Ambitionen auf eine Spitzenkandidatur stehe, erwiderte sie, jetzt gehe es erst einmal um inhaltliche Dinge, „zum Beispiel beim Welthunger“. Am Nachmittag hatte sie es sich offenbar anders überlegt: Da erklärte sie ihre Kandidatur für den Führungsposten, trotz des Elends in Afrika. Das überlässt man, bis zur Klärung der Kandidatenfrage, vorerst Dirk Niebel.

Eine gute Nachricht, immerhin, zum Schluss: Bärbel Höhn will jetzt den Strom aus Wildkräutern stärker fördern. „Blumenwiesen statt Mais“, lautet die neue Devise. Hoffen wir, dass dies nicht gleich wieder in ein staatliches Reformprogramm mündet. Sonst steht in naher Zukunft das Pflücken von Löwenzahn unter Strafe – wegen Verstoß gegen die Energiesicherheit der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/irrweg-biosprit-gruenen-tragen-verantwortung-fuer-debakel-a-851607.html

Strompreis Wucher wegen Solar-Förderung

Umweltminister Altmaier erwartet höhere Strompreise im Herbst als Folge der Solarförderung.  Der CDU-Minister will deshalb die teure Förderung der Solarenergie schon früher beenden als bisher geplant.

 

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) rechnet im Herbst mit einem Preisanstieg um fünf Prozent als Folge des zu schnellen Ausbaus der Solarenergie. „Die Preise legt die Energiewirtschaft fest“, sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

„Experten erwarten aber fünf Prozent.“  Der CDU-Minister will deshalb die teure Förderung der Solarenergie schon früher beenden als bisher geplant. „Die Förderung des Solarstroms wird ganz auslaufen, wenn wir das Ziel von 52 Gigawatt an Leistungskapazität erreicht haben. Das ist für 2020 vorgesehen.

Falls wir das Ziel früher schaffen, läuft die Förderung entsprechend früher aus“, sagte der Politiker. Zugleich solle  der Preis für die vergütete Kilowattstunde Solarstrom von derzeit 18,5 auf zwölf Cent fallen, so Altmaier. Auch die Förderung der übrigen erneuerbaren Energien will der Umweltminister absenken. „Wir haben in den vergangenen Jahren mehr Windkraftanlagen, Biomasse-Reaktoren und Solarzellen gebaut als geplant.

Deshalb rede ich in den kommenden Wochen mit Energieversorgern, Umweltverbänden und Herstellerunternehmen, wie wir den Zubau begrenzen und auf die vorhandenen Netze abstimmen können“, sagte Altmaier.

 

http://www.mmnews.de/index.php/etc/10674-strompreis-wucher-wg-solar

Plastic Planet

Werner Boote reist um die Welt, beobachtet und befragt Menschen bei
ihrem Leben inmitten von Plastik: von Familien in ihren Einfamilienhäusern
in Österreich und den USA bis hin zu solchen in einfachsten Hütten in Kolkata.
Er führt Interviews mit Sprechern der Kunststoffindustrie und mit Wissenschaftlern,
die über die gesundheitlichen Gefahren von
Zusatzstoffen insbesondere Weichmachern sprechen.

Die Plastikmüll-Apokalypse in den Weltmeeren

Es geht im Zürcher Museum für Gestaltung um Plastik und darum,
was der Mensch damit anstellt, wenn er es nicht mehr braucht.
Er wirft es weg und vieles davon gelangt ins Meer – mit verheerenden Folgen.

Die Zahlen und Fakten:

PLASTIK, PLASTIK, PLASTIK

Plastik (Kunststoff) gehört zu unserem Leben.
Er hat ein geringes Gewicht, ist säureresistent und biegsam.
Ausserdem ist die seine Herstellung kostengünstig.

Pro Sekunde werden weltweit 8000 Kilo Kunststoffe hergestellt.

WORAUS BESTEHT PLASTIK?

Kunststoffe bestehen aus langen Molekülketten, sogenannten Polymeren,
die durch die Verkettung des immer gleichen Bausteins (Monomer) entstehen.

Synthetisch hergestellte Kunststoffe werden aus Erdöl, Kohle oder Erdgas gewonnen.
Insgesamt werden 4 Prozent der globalen Öl- und Gasproduktion dafür verwendet.

Kunststoffe lassen sich durch das Beimischen von Zusatzstoffen, sogenannten Additiven,
modifizieren und den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Bei einigen der Stoffe gibt
es happige Bedenken bezüglich Gesundheit (Krebs) und Umwelt.

Als besonders problematisch gelten gewisse Phtalate (Weichmacher),
Bisphenol A und verschiedene Flammschutzmittel.

Herkömmliche Kunststoffe sind biologisch nicht abbaubar.

WEGWERFPRODUKT PLASTIKTÜTE

Pro Kopf und Jahr beträgt der Plastikverbrauch global 35 Kilo;
in Westeuropa sind es 92 Kilo; in der Schweiz 120 Kilo.
Der grösste Teil sind Verpackungen (ein Drittel Industrie, zwei Drittel Haushaltungen)

Pro Jahr werden weltweit 600 Milliarden Plastiktüten hergestellt.
Das sind 20 000 Stück pro Sekunde. Jeder in Europa braucht 500 Plastiktüten pro Jahr.

AB MIT DEM MÜLL INS MEER

Weltweit werden jährlich über 250 Millionen Tonnen Plastik produziert.

Plastikmüll verschmutzt über Jahrzehnte bis Jahrhunderte die Umwelt.
Im Wasser werden die Teile in immer kleinere Stücke aufgebrochen.
Sie gelangen auf diese Weise in die Nahrungskette und wieder auf unsere Teller.

Über 6 Millionen Tonnen Plastikmüll kommen schätzungsweise jährlich in die Meere.
80 Prozent dieser Abfälle wird über die Flüsse vom Land ins Meer geschwemmt.

70 Prozent des Mülls sinkt auf den Meeresboden, 15 Prozent treibt auf der Oberfläche,
weitere 15 Prozent des Schwemmguts landet irgendwann an den Küsten.

Textilien aus synthetischen Fasern oder speziell aus Fleece verlieren bei jedem Waschgang
bis zu 1’900 Kunststofffasern. Gleiches gilt für Peelingprodukte, die oft Plastikkügelchen
aus Polyethylen enthalten.
Diese Partikel passieren die Kläranlagen und gelangen ungefiltert ins Wasser.

Am «International Coastal Cleanup Day 2010» wurden 41’420 Plastikspielzeuge
und 32’224 Ballone in den USA von Stränden eingesammelt. Ballone, die bei Wettbewerben
mit Heliumgas gefüllt und mitsamt Schnüren in den Himmel entlassen werden,
können im Meer zu tückischen Fallen für Tiere werden.

Es gibt keinen Quadratkilometer Meerwasser mehr, der frei ist von Plastikteilen.
Mikroplastik ist ein zentraler Teil des Problems. Diese Mikropartikel (kleiner als 5 mm)
gelangen auf unterschiedlichen Wegen in die Meere. Neben dem Zerfall von Plastik durch Reibung
und UV-Strahlung, sind Plastikpellets, die als Rohstoff für die Herstellung von
Kunststoffprodukten dienen, ein gewichtiger Anteil dieser Müllsorte.

In den Weltmeeren rotieren fünf gigantische Plastikmüllstrudel. Zum Beispiel der
«Great Pacific Garbage Patch»: Die Strömungen im nördlichen Pazifik verlaufen so,
dass früher oder später jedes schwimmende Objekt, das von den Küsten Japans Chinas,
Russland, Koreas, den USA und Kanadas ins Meer gelangt, in Hawaii stranden könnte –
auch Schwemmgut aus der AKW-Katastrophe von Fukushima.

Geschätzte Abbauzeiten von Schwemmgut: Papiertuch 2-4 Wochen; Zeitung 6 Wochen;
Kartonverpackung 2 Monate; Milchkarton 3 Monate; Zigarettenkippe 1-5 Jahre;
Wollsocken 1-5 Jahre; Plastiktüte 10-20 Jahre; Styroporbecher 50 Jahre;
Konservendose 50 Jahre; Schaumstoffboje 50 Jahre; Aludose 200 Jahre;.
Sixpackringe 400 Jahre; Einwegwindel 450 Jahre;
Plastikflasche 450 Jahre; Angelschnur 600 Jahre;

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : infosperber.ch

Äcker gedüngt, Wasser vergiftet

Gewässer an deutschen Äckern sind teilweise massiv mit giftigen Insektiziden belastet. Die Messwerte hätten die prognostizierten Mengen zum Teil um das Zehn- bis Tausendfache überschritten. Dabei handele es sich um Insektizide wie Chlorpyrifos, Cypermethrin und Fenvalerate.

 

Gewässer an deutschen Äckern sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen teilweise massiv mit giftigen Insektiziden belastet. Das geht aus einer Studie der Universität Koblenz-Landau hervor. Die Giftbelastung liegt demnach teilweise um ein Vielfaches über den vorausberechneten Werten, heißt es in der Studie. Dabei haben die EU und Deutschland erst 2009 das Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft novelliert.

Für die Untersuchung hat ein Team um den Umweltwissenschaftler Ralf Schulz in 122 Fällen Insektizid-Mengen in Gewässern um Äcker gemessen und mit den Werten verglichen, die im Zulassungsverfahren vorhergesagt worden waren. „Das Ergebnis ist besorgniserregend“, sagte Schulz zu SPIEGEL ONLINE. „In bis zu vier von zehn Fällen ist die tatsächliche Belastung der Gewässer höher als vorausberechnet. Bei neuen Insektiziden liegt diese Quote sogar darüber.“

Die Messwerte hätten die prognostizierten Mengen zum Teil um das Zehn- bis Tausendfache überschritten. Dabei handele es sich um Insektizide wie Chlorpyrifos, Cypermethrin und Fenvalerate. Wie groß die Gesundheitsgefahr genau ist, lässt sich allerdings nur schwierig sagen. Denn anders als für Trinkwasser gibt es für Oberflächengewässer laut Schulz keine Insektizid-Grenzwerte.

Insektenvernichtungsmittel sind äußerst toxisch. Gelangen größere Mengen zum Beispiel durch Regen in Flüsse und Seen, können sie dort Tiere absterben lassen und auch für Menschen zur Gefahr werden. Um das zu verhindern, wird bei neuen Insektiziden vor der Markteinführung in einem Zulassungsverfahren ermittelt, wie und in welcher Dosierung sie aufgebracht werden müssen. Laborergebnisse und Freilanderhebungen werden mit Hilfe eines mathematischen Modells zu einer Prognose über die erwartete Insektizidbelastung verrechnet.

Das kann aber offenbar nicht verhindern, dass hohe Mengen der giftigen Stoffe in die Natur gelangen. „Das Modell hat nichts mit der Realität zu tun“, betont Schulz. „Die bisherigen Validierungen sind nicht imstande, das Ganze richtig zu bewerten.“

Bis die Ursachen für die erhöhten Messwerte eindeutig geklärt sind, sollten beim Zulassungsverfahren die derzeit gültigen Werte für die vorhergesagten Insektizid-Konzentrationen vorsichtshalber um das Zehnfache erhöht werden, fordern Schulz und seine Kollegen. Dies würde bei den Prognosen einen Sicherheitspuffer einführen und die Gewässer schützen.

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/etc/10561-aecker-geduengt-wasser-vergiftet