Katastrophe(n)Journalismus „Investoren können von Chemnitz / Köthen abgeschreckt werden“

von https://sciencefiles.org

Also Investoren, Investoren, das sind ja ganz zarte Blümchen. Wenn man denen sagt, dass es in Chemnitz eine Hetzjagd gegeben hat, dann rennen die mit ihrem Geld woanders hin. Und wenn sie dann noch wissen, dass in Köthen Rechte ab und an die Straße rauf und die Straße runter laufen, dann kommen die nicht wieder. Weil Investoren, die nehmen Abstand, wenn sie Bilder wie die aus Köthen oder Chemnitz sehen. Dann investieren die nicht.

Das sagt Axel Plünnecke in der ARD. Nicht wörtlich, aber vom Inhalt her. Axel Plünnecke muss es wissen, denn er arbeitet am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, und wer am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln arbeitet, der weiß, Rechte in Chemnitz und in Köthen, die sind schlecht für Investoren, denn die Investoren, die „könnten Abstand nehmen“.

Weil, für Investoren ist die Frage, ob in Köthen und Chemnitz Rechte marschieren oder nicht, viel wichtiger als die Frage, ob dort Deutsche von Ausländern umgebracht werden und noch viel wichtiger als die Gründe, die die Weltbank als diejenigen Ansieht, die Investoren zum Investieren bringen oder davon abhalten.

Bei der Weltbank wird alle zwei Jahre eine Rangreihe der Einfachheit des Investierens gebildet. Deutschland liegt derzeit auf Platz 20 (von 190): hinter Neuseeland (1), Singapur (2), Dänemark (3), Südkorea (4), Hong Kong (5), den USA (6), dem Vereinigten Königreich (6), Norwegen (7), Georgien (8), Schweden (9), Mazedonien (10), Estland (11), Finnland (12), Australien (13), Taiwan (14), Litauen (15), Irland (17), Kanada (18) und Lettland (19).

Die Bedingungen für Investoren werden in Deutschland seit Jahren schlechter. Nicht wegen der Rechten. Die interessieren bei der Weltbank niemanden, nein, wegen der Verwaltung: Ein Unternehmen zu gründen ist in Deutschland so schwierig, wie sonst fast nirgends. Auf Platz 113 rangiert Deutschland, in unmittelbarer Nachbarschaft von Malaysia (111), San Marino (112), Peru (114) und Dschibuti (115). Bei der Möglichkeit, als Eigentümer eingetragen zu werden, sieht es nur wenig besser aus. Auf Platz 77 rangiert Deutschland, Paraguay (75), Montenegro (76), San Marino (78) und die Dominikanische Republik (79) bilden dieses Mal die unmittelbare Nachbarschaft. Schließlich hat man als Investor, wenn man in Deutschland investiert, schlechte Karten, wenn man ein so genannter „Minority Investor“ ist. Mit den Entscheidungsrechten ist es dann nicht weit her, wie Platz 62 auf der Skala der 190 zeigt. Direkte Nachbarn sind dieses Mal Rumänien und Chile (57) sowie Botswana und Serbien (72).

Aber natürlich hat das alles nicht den gleichen Effekt, wie die wenigen Rechten aus Köthen und Chemnitz die weltweit die Entscheidung von Investoren, in Deutschland zu investieren, beeinflussen. Bevor ein Investor an die Einfachheit und die Sicherheit seiner Investitionen denkt, denkt er natürlich an die Rechten in Chemnitz und Köthen. Plünnecke muss das wissen, der arbeitet beim Institut der deutschen Wirtschaft.

Indes, betrachtet man die Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen seit 2005, dann fragt man sich unwillkürlich, wo die Rechten, die Nazis in den Jahren 2008 und 2014 marschiert sind und wieso der Brexit, der doch so schlecht für alles und jedes sein soll, ausländische Investoren geradezu zum Investieren animiert zu haben scheint. Vielleicht interessiert Investoren ja doch etwas anderes bei ihren Entscheidungen als das, was politisch-korrekte Nachschwätzer für relevant halten.

https://sciencefiles.org/2018/09/17/katastrophenjournalismus-investoren-konnen-von-chemnitz-kothen-abgeschreckt-werden/

Der Anfang ist gemacht – Putin gibt offiziell bekannt: ‚Die Zeit ist gekommen,… sich vom US-Dollar zu verabschieden‘

In einer Art Vergeltung für die wachsende Liste der Sanktionen, welche die USA gegen Russland verhängt haben, hat das Land angekündigt, den Dollar „loszuwerden“.

Während die Vereinigten Staaten weiterhin die Liste von Sanktionen gegen Russland erweitern, wehrt sich das Land, indem es den US-Dollar aufgibt.

Nachdem Russland nun schon seit Jahren seinen Wunsch zum Ausdruck bringt, sich von der Hegemonie des US-Petrodollars und der globalen Dollar-basierten Zahlungssysteme zu lösen, sagte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in der vergangenen Woche, man werde diese Bemühungen nun beschleunigen, um „den Dollar loszuwerden“.

„Die Zeit ist gekommen, in der wir von Worten zu Taten übergehen und vom Dollar als Mittel zur gegenseitigen Verrechnung freikommen und nach anderen Alternativen suchen müssen“, sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift International Affairs.

Deutschland, Türkei & Iran wollen sich ebenfalls vom US-Dollar lösen

Die Präsidenten Hassan Rouhani aus dem Iran, Tayyip Erdogan aus der Türkei und Vladimir Putin aus Russland posieren vor ihrem Treffen in Ankara, Türkei – via Reuters

In der vergangenen Woche haben sich die Führer der Türkei, des Iran und Russlands erneut getroffen, um Strategien zu diskutieren, wie man den US-Dollar beim Handel loswerden könnte. Es gibt sogar Gespräche über die Schaffung staatlich kontrollierter Krypto-Währungen ähnlich wie Bitcoin.

In derselben Woche hat Deutschland ein von den USA unabhängiges neues globales Zahlungssystem gefordert.  In einem verblüffenden Ausdruck von “Misstrauen“ gegen das US-Monopol über die globale Zahlungsinfrastruktur forderte der deutsche Außenminister Heiko Maas die Schaffung eines neuen, von den USA unabhängigen Zahlungssystems, das es Brüssel ermöglichen würde, seine Finanzgeschäfte unabhängig von Washington gestalten zu können.

Über 60 Prozent der globalen Reserven und 80 Prozent der globalen Zahlungen werden derzeit in US-Dollar angegeben, so James Rickards, Autor von Currency Wars. Dies gibt den USA eine extreme Kontrolle über die Importe und Exporte anderer Länder und sie sind in der Lage, andere Länder durch Sanktionen zur Unterwerfung zu zwingen.

Allerdings scheinen diese Tage der globalen Währungskontrolle zu Ende zu gehen, zumal auch andere Länder neben Russland den US-Dollar aufgeben.

„Gott sei Dank, das geschieht, und wir werden diese Arbeit beschleunigen“, sagte Ryabkov und erklärte, dass dieser Schritt zusätzlich zu anderen „Vergeltungsmaßnahmen“ als Antwort auf eine wachsende Liste von US-Sanktionen kommen werde. Der russische Energieminister Aleksandr Novak stellte kürzlich fest, dass eine wachsende Zahl von Ländern daran interessiert seien, den Dollar als Medium im globalen Ölhandel und anderen Transaktionen zu ersetzen, so RT.

„Es besteht Einigkeit darüber, dass wir uns für unsere Verrechnungen auf die Verwendung der nationalen Währungen zubewegen müssen. Es gibt dafür eine Notwendigkeit, sowie den Wunsch der Parteien,“ sagte Novak.

In diesem Jahr hat die russische Regierung zudem bereits ihre Bestände an US-Staatsanleihen drastisch reduziert, wobei der russische Besitz an US-Anleihen von 96,1 Milliarden Dollar im März auf 48,7 Milliarden Dollar im April zurückging – und dann ihre Bestände im Mai weiter auf nur noch 14,9 Milliarden Dollar reduzierte, was ein 11-Jahres-Tief bedeutet.

Gold kann einfach auf Paletten geladen und in einen anderen Staat verschifft werden, um eine Zahlung zu leisten, wodurch gezielte Wirtschaftssanktionen umgangen werden, die derzeit von den Vereinigten Staaten als Mittel benutzt werden, um die geopolitische Einhaltung durch Russland und andere Länder zu erzwingen. Die strategische Bedeutung von Gold ist so groß, dass selbst als der Ölpreis und die russischen Finanzreserven im Jahr 2015 zusammenbrachen, sie weiterhin Gold erwarben.

Darüber hinaus sind die USA das einzige Land mit Vetorecht beim Internationalen Währungsfonds, der als globaler Kreditgeber letzter Instanz bekannt ist. So ist Gold eine der wichtigsten Waffen, die Russland in seinem Kampf benutzt, um sich von der Hegemonie des Petrodollars zu befreien.

Da der Petrodollar von den USA in einer Zeit zunehmender Wirtschaftskriege als Waffe eingesetzt wird, ist Gold eindeutig ein Mittel, um die US-Sanktionen zu umgehen.

Darüber hinaus hat sich China, wie bereits berichtet, dazu entschlossen, den US-Dollar zu umgehen, indem es Anfang des Jahres den Petro-Yaun auf den Markt gebracht hat.

Die chinesische Regierung plant Berichten zufolge, dass der in Yuan gehandelte Rohölterminkontrakt vollständig in Gold umgewandelt werden kann.

Wie TFTP berichtete, wird der Vertrag nicht nur als Sicherungsinstrument für chinesische Unternehmen dienen, sondern auch eine verstärkte Nutzung des Yuan in der Handelsabwicklung ermöglichen.

Diese Verträge werden es den chinesischen Handelspartnern ermöglichen, mit Gold zu bezahlen oder Yuan in Gold umzuwandeln, ohne dass sie Geld in chinesischen Vermögenswerten halten oder in US-Dollar umwandeln müssen, so Bloomberg. China hat bereits erklär, den US-Dollar im Welthandel nicht mehr zu verwenden.

Der neue Bezugswert wird es Exporteuren wie Russland, Iran oder Venezuela ermöglichen, US-Sanktionen zu vermeiden, indem sie Öl in Yuan handeln, der in Gold umgewandelt werden kann – und damit die Hegemonie des Petrodollars negieren.

Es scheint, dass die USA allmählich ihre Macht verlieren, andere Länder zu sanktionieren, und das auf Kosten seiner Bürger. Während andere Länder damit beginnen, sich des US-Dollar zu entledigen, um Sanktionen durch Amerika zu entgehen, wird es dort zu einer unvermeidlichen Inflationskrise kommen, und die Überheblichkeit der Regierung könnte eine neue große Depression auslösen.

„Für die USA ist es eher eine Art Wendepunkt. Sobald andere Nationen eine echte glaubwürdige Alternative zum US-Dollar haben, können sie Dollar ausgeben und zum Yuan wechseln, was eine Dollarkrise auslösen könnte. Wenn das geschieht, wird es nicht nur eine Inflation von Tarifen geben, sondern auch durch die Flut des Dollar,“ so Ann Lee, außerordentlicher Professor für Volkswirtschaft und Finanzwesen an der New York Universität und Autor des Buches ‘Was die USA von China lernen können‘.

 

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Verweise

 

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DHL : Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird nicht geahndet ?

Es geht um eine Ausschreibung der Agentur für Arbeit bei DHL,
in der ausdrücklich erwähnt wird, ich zitiere wörtlich:

„Achtung: Nur für ANERKANNTE FLÜCHTLINGE,
keine EU-Bürger oder Drittstaatler oder Deutsche.“

Nur Flüchtlinge dürfen sich auf diese
Stelle bei der Deutsche Post DHL bewerben.

Andere werden nicht berücksichtigt.

Das ist Rassismus pur.

Es sollen andere Ethnien ausgeschlossen werden.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird mit Füßen getreten.

Kein FAKE !

Stellenauschreibung : Arbeitsagentur

Gesichert  : PDF Stellenangebot

„Trump-Wunder“ – Millionen Arbeitsplätze werden leichter zugänglich

Epoch Times

Amerikanische Arbeitslosenquoten purzeln auf historische Werte. Unternehmen sind gezwungen, die Anforderungen an Bewerber zu senken, um neues Personal zu finden.

Das Logo des Chipherstellers Intel.Foto: Ritchie B. Tongo/Illustration/dpa

 

Wer heute in den USA als Programmierer bei Intel oder Github tätig sein möchte, braucht kein Studium mehr. Ein Abitur und autodidaktische Programmierkenntnisse reichen für eine Anstellung aus. Viele andere Unternehmen senken aufgrund von Arbeitskräftemangel ebenfalls die Anforderungen an ihre Bewerber, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Die Bewerber hätten heute so viele Optionen, meint Amy Glaser, Senior Vizepräsident von Adecco Group, einem Personaldienstleister mit rund 10.000 Firmenkunden.

“Wenn ein Unternehmen einen Abschluss, zwei Bewerbungsrunden und einen Test für Fähigkeiten benötigt, können Kandidaten [einfach] die Straße herunter zu einem anderen Arbeitgeber gehen, der ihnen an diesem Tag [noch] ein Angebot macht”, zitiert das WSJ Glaser.

Seit Anfang des Jahres hätten schätzungsweise 25 % aller Arbeitgeber-Kunden der Adecco Group drastische Einschnitte in ihren Anforderungen an die Bewerber gemacht. Immer weniger Arbeitgeber verlangen Drogentests oder ein Führungszeugnis. Die Anforderungen an die Ausbildung werden ebenfalls gesenkt. Ein Abitur oder akademische Leistungen werden immer seltener gefordert.

Am ehesten werden die Anforderungen in den Gegenden mit der niedrigsten Arbeitslosenquote gesenkt, wie Dallas und Louisville. Die am meisten betroffenen Jobs sind die in Callcentern oder in logistischen Lagern wie bei Walmart oder Amazon.

Arbeitserfahrung von mehr als drei Jahren forderten 2012 noch 29 % der Arbeitgeber. Nun sind es nur noch 23 %. Dadurch wurden 1,2 Millionen Jobs für viele Menschen leichter zugänglich.

Jobs wie Analyst für E-Commerce, Einkaufsassistent und Vorschullehrer verlangten seit Ende letzten Jahres keine Berufserfahrung mehr, was die Messlatte für die Bewerber bei einer Million Jobs senkt.

Rodny Apple von der SCM Talent Group, ebenfalls ein Personaldienstleister sagt, der Mangel an talentierten Arbeitskräften sei so groß, wie er es seit 20 Jahren nicht mehr erlebt habe.

Zu seinen Geschäftskunden, die nicht bereit sind bei ihren Anforderungen an Bewerber auf niedrige Löhne, Berufserfahrung oder Ausbildungsanforderungen zu verzichten, sagt er laut WSJ:

„Es tut mir leid, aber wir können Ihnen nicht helfen, nach den wenigen unterbezahlten oder ahnungslosen Bewerbern zu fischen“.

Namhafte Unternehmen finden neue Wege

Die Bank of America lockert derzeit ihre Anforderungen an Bewerber. Immer weniger Stellen setzen einen Bachelor-Abschluss voraus. Laut WSJ sagte der Sprecher Andy Aldridge, dass von den weltweit 7.500 Jobs derzeit weniger als 10 % einen akademischen Titel benötigten. Eine große Anzahl der Jobs könnten von Nicht-Absolventen besetzt werden. Mitarbeiter, die Kunden- und Betrugsschutzanrufe von Karteninhabern bearbeiten und die Mehrzahl der Bankangestellten.

Die Bank plant außerdem, 10.000 weitere Stellen in den nächsten 5 Jahren zu schaffen, welche ebenfalls zum Teil von nicht-Absolventen besetzt werden können.

Git Hub, eine bekannte Online-Plattform für Softwareentwickler, sagte, sie hätten für die meisten Stellen seit Jahren bereits keinen College-Abschluss mehr gefordert.

Bei dem Chiphersteller Intel wären akademische Abschlüsse für einige Mitarbeiter mit Erfahrungen keine Voraussetzung mehr. Intel hat die Kategorie “Technik-Absolvent” eingeführt. In die Kategorie fallen Angestellte, die ihre Fähigkeiten durch Arbeitserfahrung oder in Ausbildungslagern erworben haben, ohne einen akademischen Abschluss.

Hintergrund – „Trump-Wunder“

Die von der Trump-Regierung verabschiedete Steuer- und Deregulierungsreform sowie die eingerichteten Einfuhrzölle, kurbeln die US-Wirtschaft kräftig an. Freitag wurde bekannt gegeben, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2018 satte 4,1 % Betrug. Trump rechnet damit ein durchschnittliches Wachstum von 3 % etablieren zu können.

Gewinne werden von amerikanischen Unternehmen im Ausland repatriiert, Gelder fließen nach Amerika zurück und neue Fabriken werden in den USA gebaut. Die Arbeitslosigkeit erreicht in vielen Bereichen noch nie dagewesene Tiefstwerte. Einige Medien sprechen vom „Trump-Wunder“. (tp)

https://www.epochtimes.de/politik/welt/trump-wunder-millionen-arbeitsplaetze-werden-leichter-zugaenglich-a2507111.html

Der Donald, Theresa und der “Goldstandard“

von: N8Waechter

Manche mögen sich fragen, was eigentlich genau auf dem NATO-Gipfel besprochen wurde. Offiziell ging es wohl um die Finanzierung, doch abgesehen von einem Ischias-trunkenen Juncker gab es kaum nennenswertes über den Gipfel zu berichten.

Ebenso geht es den Spottdrosseln in Bezug auf Trumps England-Besuch bei der Queen und bei Theresa May. Ein wahrer Skandal wurde hochgekocht, denn so wie Trump sich gegenüber Theresa May verhalten habe, so geht es nun wirklich nicht. Eine insgesamt sehr schwache Darbietung im sommerlöchrigen Illusionstheater.

Jedoch reibt sich der geneigte Beobachter die Augen über einen kleinen Nebenaspekt des Treffens von May und Trump, dies aufgrund zweier Worte, welche den Meisten offenbar entgangen sind: “Gold“ und “Standard“.

Deutsche Medien, wie tagesschau.de und n-tv.de erwähnen sie, doch setzen sie sie in Anführungsstriche und liefern zudem praktisch keine Zusammenhänge mit. Was also wurde denn genau bei der Pressekonferenz von May und Trump gesagt? Politico liefert den vollen Text und Auszüge geben einige sehr pikante Hinweise:

Theresa May: »Keine zwei Länder tun mehr gemeinsam als unsere, um ihre Völker sicher und wohlhabend zu halten. Und wir wollen diese Zusammenarbeit noch weiter vertiefen, um den gemeinsamen Herausforderungen, vor denen wir heute und in den kommenden Jahren stehen, gerecht zu werden. […]

Im Hinblick auf unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit, bei der wir gegenseitig bereits über 1 Billion Dollar investieren, wollen wir noch weiter gehen. Wir haben heute vereinbart, dass wir, wenn Großbritannien die Europäische Union verlässt, ein ehrgeiziges Freihandelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien anstreben werden.

Das in der vergangenen Woche erzielte Abkommen von Chequers bietet die Plattform für Donald und mich, um eine ehrgeizige Vereinbarung zu treffen, die für beide Länder in unseren Volkswirtschaften funktioniert. Ein Abkommen, das auf der unabhängigen Handelspolitik Großbritanniens aufbaut, Zölle senkt, einen Goldstandard bei der Zusammenarbeit bei Finanzdienstleistungen bietet und – als zwei der fortschrittlichsten Volkswirtschaften der Welt – die Gelegenheiten neuer Technologien ergreift.«

Was also sagt Theresa May hier? Das Vereinigte Königreich plant zum 29. März 2019 aus der EU auszutreten (… sofern diese dann überhaupt noch existiert) und strebt eine »unabhängige Handelspolitik« an, welche auf einem »Goldstandard« im Finanzbereich basieren soll. Und niemandem klingeln da die Glocken?

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

http://n8waechter.info/2018/07/der-donald-theresa-und-der-goldstandard/

 

 

Altes Ziel, neue Methode – Die Dekonstruktion des deutschen Volkes

von https://der-dritte-weg.info

 

Die „Vogelschiss“-Rede von Alexander Gauland hat die zu erwartenden Reaktionen hervorgerufen. In einem Staat, der Auschwitz als Gründungsmythos (Joschka Fischer) zelebriert, kommt jede Abweichung vom quasi-religiösen Dogma des Holocaust als über der Geschichte stehendem Menschheitsverbrechen einem Sakrileg gleich. Bezeichnenderweise muss man sich für ein derartiges Gedankenverbrechen nicht einmal in die Niederungen des Revisionismus begeben, eine historisierende Einordnung wie die Gaulandsche genügt völlig. Auf den immer absurdere Züge annehmenden Schuldkult muss hier nicht näher eingegangen werden. Die Sieger von 1945 haben aus den Fehlern von 1918 gelernt und Deutschland am 8. Mai nicht zum Zweck seiner Befreiung besetzt, sondern als besiegten Feindstaat, wie es in der US-amerikanische Besatzungsdirektive JCS 1067 so treffend heißt. Zeitgleich wurden die Strategien der Umerziehung in Kraft gesetzt, wie sie bereits während des Krieges entwickelt worden waren.
Die Charakterwäsche sollte erst abgeschlossen sein, wenn die Deutschen diese in eigener Regie betreiben würden. Treffender lässt sich der bundesdeutsche Umgang mit der eigenen Geschichte nicht bezeichnen. Der Rest ist bekannt – der Holocaust wurde eine „Industrie“ zur politisch-finanziellen Erpressung der Deutschen, der Vorwurf des Antisemitismus zur politischen Waffe. Nolte, Jenninger, Homann, Höcke – auch für die Gauland-Affäre gilt „in der BRD nichts Neues“.

Und doch gibt es im Windschatten des Erwartbaren einen Unterschied zu den vorangegangenen Affären. Neben das Beharren auf dem Schuldkult tritt ein neues Phänomen, um die geschichtspolitisch Widerspenstigen zu zähmen – die Dekonstruktion der Deutschen als Ganzes. „Warum es keinen homogenen deutschen Volkskörper gibt“  betitelte der SPIEGEL einen unlängst erschienenen Beitrag von Armin Langer, einem jüdischen Publizisten in Deutschland. Die von Gauland angestrebte historische Einordnung in die 1000 Jahre Deutschland vor 1933 sei bereits deshalb unsinnig, weil es eine geschichtliche Kontinuität der Deutschen als Volk gar nicht gebe. Deutschland, das sei schon immer ein Einwanderungsland gewesen, dessen einzige Klammer die gemeinsame Sprache gewesen sei. Oder kürzer ausgedrückt: Ein deutsches Volk gab und gibt es nicht, sondern nur eine Ansammlung von Menschen, die die deutsche Sprache sprechen, ohne ein ethnisches Zusammengehörigkeitsgefühl aufzuweisen.

Der Jude Langer haut damit in die gleiche Kerbe, wie zuvor bereits die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD). Diese hatte in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel behauptet, dass „eine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar sei. Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt“.

Natürlich soll die Minimierung des ethnischen Begriffs auf die Sprache nur bei den Deutschen erfolgen. Für Langer steht es nämlich außer Frage, dass sich die Zuschreibungen „englisch“ oder „französische“ von Beginn an auf die Völker der Angel-Sachsen und Franken bezogen hätten, von Juden, Türken oder anderen ganz zu schweigen.
Nur die Deutschen seien schon immer eine multikulturelle Einwanderungsnation gewesen.
Als Kronzeugen müssen erwartungsgemäß Hugenotten und Ruhrpottpolen herhalten – kein Wunder, denn andere signifikante Einwanderungswellen hat es in den letzten 1500 Jahren auf deutschem Boden auch gar nicht gegeben.

Özoguz und Langer lasse den politisch und historisch zumindest laienhaft Bewanderten sprachlos zurück – handelt es sich um pure Dummheit oder plumpe Propaganda? Ein jüdischer Theologe und die Integrationsbeauftragte des Bundes sollten es eigentlich besser wissen.

Ein Blick in ein Standardgeschichtswerk zur deutschen Geschichte beschreibt die Volkwerdung der Deutschen ein wenig anders.
Nach dem Tod Karls des Großen zerfällt das Frankenreich aufgrund innerer Widersprüche in anfangs drei, später zwei Teile. Der von mehreren germanischen Großstämmen besiedelte Ostteil erhielt im Laufe des 9. Jahrhunderts die Bezeichnung deutsch (althochdeutsch diutisc) als Bezeichnung der weiter germanisch Sprechenden, während in den westfränkischen Gebieten romanisch gesprochen wurde.

Es trifft zu, dass „deutsch“ ursprünglich kein klar definiertes Volk, sondern eine Sprachgemeinschaft bezeichnete. Es sind jedoch Völker, die sich eine Sprache schaffen und nicht Sprachen, die sich Völker suchen.
Vor etwa 1000 Jahren siedelten im heutigen Deutschland jene Germanenstämme, die schon zuvor dort seßhaft waren – Sachsen, Thüringer, Bajuwaren (Bayern), Sueben (Schwaben), Friesen, Chatten (Hessen), (West-)Falen – und deren Namen noch heute die betreffenden Gebiete benennen.
Franken und Angelsachen brachen aus ihren germanisch-deutschen Stammlanden auf, um Frankreich (Frankenreich) und England (Angel-Sachsenland) zu begründen – in Frankreich und England sollen sie zu ethnisch definierbaren Völkern geworden sein, ihre in der alten Heimat verbliebenen Stammesbrüder jedoch nicht?

Nach der Trennung von den Westfranken 817 wird Ludwig der Deutsche, ein Enkelsohn Karls des Großen, der erste König des neu gebildeten ostfränkischen Reiches. 911 erlischt die ostfränkisch-karolingische Linie und die (germanisch-deutsch) sprechenden Herzöge der im ehemals ostfränkischen Reich lebenden Germanenstämme wählen mit dem Frankenherzog Konrad I. einen der ihren zum König des neuen deutschen Reiches.
Germanisch-deutsch ist die Sprache des Reiches, überwiegend germanisch ist auch das dort heimische Reichsvolk – Einwanderung und Multikulti Fehlanzeige.

Daran hat sich bis heute wenig geändert. Fremdes Kriegsvolk – Hunnen, Ungarn und die Heere des dreißig-jährigen Krieges – zog durchs Land, hinterließ vereinzelt seine Spuren und zog weiter. Nennenswerte Einwanderung gab es bis zur Neuzeit nicht, die mittelalterliche-Feudalgesellschaft hätte es auch nicht zugelassen.

Was die Neuzeit angeht, so vermischen die Propagandisten der Einwanderungsnation geschickt Fakten und Fiktion. Wer die Tragweite von Einwanderungsbewegungen erfassen will, der muss sich vor allem mit den Faktoren Quantität und Qualität auseinandersetzen – je geringer die Zahl der Einwanderer und je größer die Ähnlichkeit zum aufnehmenden Volk, desto unproblematischer verläuft die Integration.
Wenden wir uns vor diesem Hintergrund den bis zum 20. Jahrhundert einzigen beiden größeren Einwanderergruppen zu.

Mit dem Edikt von Potsdam 1685 gestattete der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm I. 20 000 französischen Hugenotten, sich in Brandenburg anzusiedeln. Sein Enkel, der „Soldatenkönig“, ließ weitere 20 000 Protestanten aus dem Salzburger Land nach Ostpreußen und etwa 10 000 weitere Hugenotten aus Frankreich zogen nach Württemberg, Hessen, Hamburg und Lüneburg. Zahlenmäßig spielten jene 50 000 Einwanderern, von denen 20 000 ohnehin Deutsch-Österreicher waren, angesichts der damaligen Einwohnerzahl von mehreren Millionen keine große Rolle. In qualitativer Hinsicht waren die 30 000 Franzosen den Deutschen nicht nur ethnisch-kulturell verwandt, sondern trugen als Handwerker und Gewerbetreibende zum Wohl ihrer Gastländer bei. Dennoch dauerte es rund 100 Jahre, bis ihre Assimilation, nicht Integration, abgeschlossen war.

Vergleichbares ist über die Ruhrpottpolen zu sagen. Ihre Zahl ging in die Hunderttausende, allerdings hatte das Deutsche Reich zum damaligen Zeitpunkt ca. 80.000.000 Einwohner, was ihre quantitative Bedeutung deutlich einschränkt. Die meisten stammten aus der preußischen Provinz Posen und gehörten damit staatsrechtlich ohnehin zum Deutschen Reich.

Langer hat Recht, wenn er auf die Namen der AfD-Vorstände Georg Pazderski und Stephan Protschka, sowie auf Heinz Buschkowsky, Oskar Lafontaine oder Thilo Sarrazin verweist. Die Namen sind allerdings auch das Einzige, an dem man die Einwanderungsgeschichte einiger ihrer Vorfahren ablesen kann, was man in 300 Jahren von den Nachfahren der hereinströmenden Araber, Afrikaner und Asiaten nicht wird behaupten können. Ein paar zehn- oder hunderttausend eingewanderte Franzosen und Polen mit der neuen Völkerwanderung des 20. und 21. Jahrhunderts in Zusammenhang zu setzen, erinnert an den sprichwörtlichen Vergleich von Äpfel und Birnen.

Langers Quintessenz lautet: „Die Realität der Einwanderungsgesellschaft Deutschland fordert auch eine Neudefinition des Deutschseins. Diese Auseinandersetzung dürfen wir aber nicht den Rechtspopulisten überlassen. Sonst würde sich endgültig ein ethnisch-definierter Nationenbegriff durchsetzen, der die Geschichte unserer schon immer multikulturell gewesenen deutschen Gemeinschaft leugnet.“

Die Wahrheit ist, wir Deutschen sind seit mehr als 1000 Jahren ein Volk, keine Bevölkerung und wir haben eine angestammte Heimat, kein für alle verfügbares Siedlungsgebiet.

Nachdem die Fremdarbeiter der 50er Jahre Fremde blieben, der Traum von Multikulti nur zum Steckenpferd für ein paar wohlstandsverwöhnte Intellektuelle taugte und die Willkommenskultur wegen überlasteter Sozialsystem und brutaler Verbrechen gegen das Gastvolk jeden Tag mehr zerbröselt, wird die Umvolkung mit dem propagandistischen Holzhammer vorangetrieben.

Deutsche, haltet den Mund, wenn man euch austauscht – es hat euch nämlich nie gegeben. Und es gibt uns doch.

https://der-dritte-weg.info/2018/07/01/altes-ziel-neue-methode-die-dekonstruktion-des-deutschen-volkes/?pk_campaign=feed&pk_kwd=altes-ziel-neue-methode-die-dekonstruktion-des-deutschen-volkes

Abkehr von Weltleitwährung: Welche Länder sich des US-Dollars entledigen wollen – und warum

Die Europäische Union erwägt, die Zahlungen vom US-Dollar auf den Euro umzustellen, nachdem Washington damit gedroht hatte, im Iran tätige europäische Firmen ins Visier zu nehmen. Auch andere Länder denken über ähnliche Schritte nach oder bereiten sie vor.

Diese Maßnahme könnte der EU helfen, einen der größten Märkte der Welt zu erhalten, der nach dem historischen Atomabkommen zwischen Teheran und den P5+1-Mächten (China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA und Deutschland) im Juni 2015 für den Handel geöffnet wurde.

Die Idee, den Dollar im internationalen Zahlungsverkehr zu beseitigen, ist nicht neu. Neben der EU haben eine Reihe von Nationen darüber nachgedacht. RT diskutierte mit Analysten darüber, wie realistisch die Aussicht auf eine Abstoßung des US-Dollars ist.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen steht der Iran am stärksten unter Druck, den Dollar fallenzulassen, da Teheran den Handel ohne die US-Währung teilweise angepasst habe, erklärte Alexandre Kateb, Präsident von Competence Finance SAS, gegenüber RT.

Als der Iran von 2012 bis 2015 unter Sanktionen stand, etablierte er neue Mechanismen wie den Tauschhandel, um US-Finanzinstitutionen zu umgehen und den Dollar durch andere Währungen wie den Yuan im bilateralen Handel mit China oder den Euro im Handel mit europäischen Ländern zu ersetzen“, sagte der Ökonom.

Gleichzeitig wird Chinas jüngste Maßnahme, Öl in Yuan zu handeln, als ein erster Schritt gesehen, um die Dollar-Dominanz in Frage zu stellen, erklärte Stephen Innes, Leiter des FX-Handels für OANDA im asiatisch-pazifischen Raum, gegenüber RT und betonte, dass sich die bilateralen Handelsabkommen, die zwischen den asiatisch-pazifischen Ländern unterzeichnet wurden, in Yuan einpendeln würden. Er fügte hinzu:

Auf dem Festland wird der Grundstein für die Neue Seidenstraße gelegt, und China versüßt diese sogar, indem es lokalen Ländern Tauschmöglichkeiten anbietet, um die Verwendung des Yuan zu fördern.

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Experten sind sich einig, dass bi- und multilaterale Pakte zwischen verschiedenen Nationen die Hauptantriebsquellen auf dem Weg zur Verringerung der Abhängigkeit von der US-Währung im internationalen Handel werden könnten.

„Das hängt von der Hebelwirkung ab, die die EU, das Vereinigte Königreich, Russland und China ausüben. Das wahrscheinliche Szenario ist Diversifizierung – bilaterale Vereinbarungen zwischen Handelspartnern oder regionale Vereinbarungen, die multilaterale Vereinbarungen ersetzen, die die Dollar-Dominanz unterstützen“, sagte Ramaa Vasudevan, außerordentlicher Professor der Wirtschaftsfakultät der Colorado State University, zu RT.

Schwieriges Unterfangen: Ablösung des US-Dollars als Weltleitwährung 

Gleichzeitig geben die Analysten zu, dass es keine leichte Aufgabe ist, den Dollar loszuwerden. Der US-Dollar brauchte fast ein Jahrhundert, um das britische Pfund zu verdrängen, das im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die globale Reservewährung war.

„Alte Gewohnheiten sind schwer zu brechen, da die meisten globalen Absicherungen immer noch an US-Börsen wie Nymex oder ICE durchgeführt werden“, sagt Innes. Er führte weiter aus:

Die Probleme sind die Ermittlung der Faktoren des Verhältnisses zwischen Lieferbarkeit und Absicherung, die viele davon abhalten könnten, mit einer langfristige Abwicklung in US-Dollar zu brechen.

„Der US-Dollar ist nach wie vor, aus vielen Gründen, die internationale Handels- und Reservewährung der Wahl“, so Kateb. „Das gesamte internationale Finanzsystem ist derzeit um die Vereinigten Staaten und um die zentrale Rolle des Dollars herum strukturiert.“

Der Experte stellte jedoch fest, dass sich das internationale System dramatisch verändern werde. Die rasante Entwicklung der Blockchain-Technologie zusammen mit der Verwurzelung virtueller Währungen solle den Wandel herbeiführen.

„Schließlich wird die Entwicklung des globalen Finanzwesens sehr stark mit der Entwicklung des globalen Kräftegleichgewichts zusammenhängen“, sagte der Ökonom gegenüber RT. „Das wird nicht von heute auf morgen passieren. Es wird Zeit brauchen und noch viele weitere Krisen und Gleichgewichtsverschiebungen. Keiner weiß wirklich, wie das neue System aussehen wird.“

Die Experten waren sich einig, dass die Verdrängung des US-Dollars von seiner beherrschenden Stellung im internationalen Währungssystem viel mehr Aufwand erfordere, als ihn nur durch den Euro oder andere Währungen zu ersetzen.

Die Dominanz des Dollars hängt nicht nur von seiner Verwendung zur Bezeichnung des Handels ab, sondern auch von seiner Rolle als Dreh- und Angelpunkt des internationalen Finanzsystems – die Tatsache, dass etwa 88 Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes von Devisen in Dollar abgewickelt wird, im Gegensatz zum Anteil des Euro, der nur etwa 31 Prozent beträgt“, sagte Vasudevan.

Der Forscher betonte, dass der jüngste Impuls, die US-Währung zu verdrängen, ein Symptom für eine breitere Unzufriedenheit mit den Regeln des Dollarsystems sei, aber keine Heilung für das Dollarproblem darstelle.

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https://deutsch.rt.com/wirtschaft/70188-welche-laender-sich-dollars-entledigen-wollen-und-warum/

Goldjunge

Trump hat es getan. Wir haben darauf gewartet und es erhofft und Trump hat einmal mehr nicht enttäuscht.

Das Theaterstück um den Iran-Deal ist meisterlich inszeniert. Zunächst war die schwere Geburt des Deals, in Zusammenarbeit von Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Eine Zusammenarbeit von Russland und China auf der einen Seite und den USA und der EU auf der anderen Seite. Diese beiden gegeneinander kämpfende Blöcke decken die größten und wichtigsten Machtzentren der Welt ab. In der Frage des iranischen Atomprogramms konnten sich diese feindlichen Blöcke einigen, was bemerkenswert erscheint. Der Deal wurde als riesiger Erfolg für alle Beteiligten und die gesamte Welt verkauft. Wir haben also etwas, das von allen Machtzentren der Welt als großer, teuer erkaufter Erfolg bewertet wird.

Dann taucht Trump auf der Bühne auf. Er stellt den Deal von Anfang an infrage. Er wettert dagegen, droht immer wieder mit dem Ausstieg der USA. Russland und China sind ganz entspannt, sie unterhalten ohnehin gute Beziehungen zum Iran. Die EU aber wird zunehmend nervös. Die EU braucht neue Märkte und der Iran ist ein solcher Markt. Europäische Banken und Großkonzerne stehen in Teheran Schlange, um Verträge abzuschließen. Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran als Teil des Deals ist der Türöffner für Europa in dieses große, von Großkonzernen relativ unbefleckte Land, das gigantische Gewinne verspricht. Der Ausstieg der USA bedeutet konkret die Wiedereinführung von Sanktionen. Und dass die USA ihre Vasallen zwingen, bei US-Sanktionen mitzumachen, haben die Europäer in den letzten Jahren sehr schmerzvoll und kostenintensiv am eigenen Leib erfahren. Trumps Ausstiegs-Drohung war ein Horror-Szenario für die EU – wenn denn alles nach den alten Herr-Vasall-Regeln gelaufen wäre. Aber diese Regeln wurden bereits gebrochen, die EU gehorcht nicht mehr. Unter diesen Umständen bedeutet der Ausstieg der USA, der mit schmerzhaften Forderungen an die EU verknüft ist, entweder die erneute bedingungslose Unterwerfung der EU samt Geißelung oder eine dramatische Vertiefung des transatlantischen Bruchs, der sich seit 2014 bereits aufgetan hat. Wobei die bedingungslose Unterwerfung als unrealistischer Traum einzustufen ist und eine zunehmende Abspaltung der ohnehin sich abspaltenden Vasallen als unausweichliche Realität. Vor die harte Wahl gestellt hat die EU praktisch keine Wahl. Aber das heißt nicht, dass die EU vor diese Wahl gestellt werden möchte. Jedenfalls offiziell nicht, denn offiziell sind EU und USA doch noch enge Freunde, strategisch verbunden, mit gemeinsamen Werten usw.

Die EU redet offen auf Trump ein, nicht aus dem Deal auszusteigen. Hunderte europäische Parlamentarier schreiben einen offenen Brief an den US-Kongress. Sie drohen damit auch. Ein Ausstieg bedeutet Schaden an der Glaubwürdigkeit des Westens. Und:

Aber eines ist klar: Falls das Abkommen scheitert, wird es nahezu unmöglich sein, noch einmal ein großes und geschlossenes Bündnis zur Sanktionierung des Iran zu schmieden.

Das ist die klare Ansage, dass Europa sich erneuten Sanktionen gegen den Iran verweigern wird. Dann gibt es da noch solche Sätze:

Es liegt im ureigensten Interesse Europas und der USA, (…) das transatlantische Bündnis als verlässliche und glaubwürdige Gestaltungskraft der Weltpolitik zu erhalten.

Damit wird unzweideutig klargestellt, was ein Ausstieg der USA zerstören würde – das transatlantische Bündnis.

Trump ließ sich nicht beirren. Die EU versuchte weiter ihr Glück. Macron und Merkel besuchten kurz aufeinander Trump und bei beiden war einer der wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung der Versuch, Trump vom Ausstieg aus dem Iran-Deal abzuhalten.

Was hat all dieses Theater gebracht? Es hat dazu geführt, dass sich USA und EU deutlich gegeneinander positioniert haben, mit ultimativen Ansagen und roten Linien. Dieses Theater hat die Kompromisslosigkeit in der Frage des Iran-Deals öffentlich bekundet. Die EU hat vor aller Welt klargestellt, dass sie den USA im Ausstieg aus dem Iran-Deal nicht folgen werden.

Das mag vielleicht zufällig wirken, aber das ist es nicht. Die Zuspitzung der Positionen, die keinen Raum für Kompromisse lässt, ist hart erarbeitet, von beiden Seiten des Atlantiks.

Und dann hat Trump den Ausstieg der USA aus dem Iran-Deal verkündet.

Mögliche Sanktionen könnten laut Trump auch für die Länder gelten, die Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran unterhalten.

Da ist die Drohung von US-Seite an die EU. Trump droht der EU Sanktionen an. Großartig!

Die EU reagiert, wie sie reagieren muss – die EU werde den Deal nicht aufkündigen und sie bittet auch den Iran darum, den Deal weiterlaufen zu lassen:

In einer gemeinsamen Erklärung schrieben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May an Teheran: “Wir ermuntern Iran, mit Augenmaß auf die US-Entscheidung zu reagieren.” Merkel sagte außerdem: “Wir werden diesem Abkommen verpflichtet bleiben und alles daran setzen, dass auch Iran seine Verpflichtungen einhält.”

Die EU wird angepeitscht vom Iran, der sich gerade in einer herrlichen Lage befindet und ganz neue Spielräume bekommt:

Rohani drängte die europäischen Partner laut der Nachrichtenagentur Isna zur Eile: “Unter den aktuellen Umständen hat Europa eine sehr limitierte Gelegenheit, das Atomabkommen zu bewahren”, sagte Rohani demnach. Europa müsse “so schnell wie möglich” seine Position klarstellen und seine Absichten in Bezug auf seine Verpflichtungen genau darlegen.

Teheran hat außerdem einem Regierungssprecher zufolge einen Plan ausgearbeitet, um mit dem Rückzug der USA aus dem Atomabkommen umzugehen. Einzelheiten gab der Sprecher nicht bekannt.

Köstlich! Teheran hat einen “Plan”, wie der Ausstieg der USA für die übrigen Vertragspartner zu regeln ist. Einzelheiten werden den EU-Diplomaten hinter verschlossenen Türen zur Unterschrift vorgelegt! Der West-Block des Deals in Gestalt der USA rüttelt am Deal und der West-Block des Deals in Gestalt der EU wird dafür bezahlen müssen. Ein Teil der zukünftigen Gewinne von EU-Konzernen und EU-Banken wird dem Iran und/oder den anderen Vertragspartnern überschrieben werden. Beachten Sie, wie die EU bei diesen Forderungen des Iran keinen Spielraum hat, denn die EU hat sich im Theater mit Trump bereits klar darauf positioniert, dass der Iran-Deal so wahnsinnig wichtig ist, dass man ihn auf keinen Fall aufkündigen darf. Die EU bekommt jetzt von beiden Seiten auf die Fresse, von der einen Seite von Trump und von der anderen Seite vom Iran.

Derweil goss der gerade erst ins Amt getretene neue US-Botschafter in Deutschland kräftig Öl ins Feuer und rief deutsche Unternehmen auf, Geschäfte mit dem Iran umgehend zu beenden. Die Reaktionen fielen allseits feindlich aus, stellvertretend die von Wolfgang Ischinger, dem Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz:

Aber sagen Sie dem Gastland nie, was es zu tun hat, wenn Sie keinen Ärger wollen. Deutsche hören gern zu, aber Anweisungen werden sie übelnehmen.

So redet man nicht mit seinem Herren. Aber die USA sind auch kein Herr mehr. Schon lange nicht, aber zunehmend kann und will man das nicht mehr vor den Massen verbergen. Dem US-Botschafter war es egal, er hat weiter nachgetreten, er wolle einfach ehrlich sein. Kein Ausrutscher eines unerfahrenen Diplomaten, nein nein, Deutschland, beende deine gewinnträchtigen Geschäfte! Die USA wollen die Eskalation mit Deutschland und der EU.

Und die bestellte Konfrontation ist da. Die Medien sind kriegslüstern gegen die USA. “Europas Stunde”, heißt es etwa, und im Beitrag steht unter anderem:

Und schließlich geht es um die über Jahrzehnte wichtigste, verlässlichste und, ja, beste Konstante europäischer Außenpolitik: die Partnerschaft mit den USA, das transatlantische Verhältnis.

(….)

Dieser Konflikt hat das Potenzial, zu einer echten Konfrontation zwischen Europa und den USA zu eskalieren, im schlimmsten Fall würde Trump die Europäer vor die Wahl stellen: Wir oder Iran. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns.

Die EU wird vor die Wahl zwischen USA und Iran gestellt. Und die EU entscheidet sich für Iran. Merken Sie, wie grundlegend sich die Welt in den letzten vier Jahren verändert hat? Bei der Wahl zwischen USA und Iran entscheidet sich die EU für den Iran.

Nachdem sich die Redakteure gesammelt, die Anweisungen von oben verdaut und sich beraten haben, wurde der Ton noch schriller:

Der Westen existiert nicht mehr. Donald Trumps Iran-Entscheidung zerstört das transatlantische Bündnis. Europa muss sich wehren.

Und das sind alles Zitate aus der deutschen CIA-Pressestelle. Offensichtlich hat Trump die CIA gut unter Kontrolle gebracht und die Clintonisten gründlich ausgemistet.

Das ist aber nicht nur der Tenor der Presse. Neben der oben bereits erwähnten gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien hat die europäische Spitzenpolitik weitere Duftmarken gesetzt. Zum Beispiel Merkel:

Europas Beitrag zu Frieden und Stabilität hängt von unseren Fähigkeiten ab, gemeinsam zu handeln und international mit einer Stimme zu sprechen. Nach Jahrzehnten ist es uns in den letzten Monaten gelungen, eine Ständige Strukturierte Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungspolitik zu erreichen. Das ist ein Riesenschritt, den es lange nicht gab. Aber seien wir ehrlich: Bezüglich der gemeinsamen Außenpolitik steckt Europa noch in den Kinderschuhen. Diese wird aber existenziell notwendig sein. Denn die Art der Konflikte hat sich seit dem Ende des Kalten Krieges vollständig verschoben. Sehr viele große globale Konflikte finden vor der Haustür Europas statt. Und es ist nicht mehr so, dass die Vereinigten Staaten von Amerika uns einfach schützen werden, sondern Europa muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das ist die Aufgabe der Zukunft.

Die USA schützen die EU nicht mehr. Die EU muss ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen. So sieht sie aus, die transatlantische Scheidung. Und wer treibt die Scheidung voran? Trump. Er ist der Mann, der den Drecksjob machen muss und sich von allen Seiten mit verbaler Gülle übergießen lassen muss. Trump ist großartig darin, wie er das aushält und seinen Job pflichtbewusst weiter führt. Das ist wahrlich kein Zuckerschlecken für ihn und Dank ist ihm nicht gewiss. In den europäischen Geschichtsbüchern könnte er als der Dumme und Böse enden, und die wahren Dummen werden glauben, dass ihre Unabhängigkeit von den USA sich zufällig ergeben hat. Die EU wird sich unabhängig von den USA machen und Trump gebührt ein Großteil der Ehre dafür.

Juncker hat in einer Rede vor dem flämischen Regionalparlament gefordert, die USA als Supermacht zu ersetzen. Die Haltung der EU ist also eindeutig und geschlossen hinsichtlich der Iran-Frage. Und obwohl es angeblich um den Iran geht, geht es zufälligerweise darum, dass die USA kein verlässlicher Partner und kein Beschützer mehr sind und dass die EU sich schleunigst selbstständig machen muss. Wem hat die EU zu verdanken, dass sie sich so klar zur Selbstständigkeit und gegen die USA positionieren kann, und dass dabei die Transatlantiker keine Chance zum Aufmucken haben? Trump.

http://analitik.de/2018/05/11/goldjunge/