Halle (Saale): Anwohner gegen Linksextreme

  • Das „HaSi“ bleibt weiterhin wichtigste Anlaufstelle für die radikale Antifa-Szene in Halle (Saale).
  • Anwohner starten Initiative: „Kein Platz für linke Extremisten!“

Das „HaSi“ in Halle (Saale) ist berüchtigt. Es gilt als ein Epizentrum der linksextremen Szene in Deutschland. Der Einfluss linker Altparteien ist beachtlich. Umso besorgniserregender ist die unverhohlene Zusammenarbeit mit offen extremistischen Gruppen des Antifa-Spektrums. Eine Bürgerinitiative will jetzt auf die linksextremen Machenschaften des „HaSi“ aufmerksam machen.

Freiraum für Linksextreme

Die Geschichte des „HaSi“ ist ein gutes Beispiel für die weitreichenden linken Netzwerke, die in Halle (Saale) existieren. Denn ohne das großzügige Entgegenkommen durch die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) sowie die Unterstützung von SPD, „Grünen“ und Linken wäre es nie so weit gekommen.

Am 5. Januar 2016 besetzen Antifaschisten ein Gebäude in der Hafenstraße 7. Der Eigentümer HWG duldet die Besetzer und schließt wenig später gar einen Nutzungsvertrag mit dem „Capuze e.V.“ – fortan fungiert das „HaSi“ als Freiraum für die linke Szene, der immer wieder von den einschlägigen Parteien in Schutz genommen wird.

Trotz der „harmlosen“ Außendarstellung wird die Hafenstraße bald zur Anlaufstelle für zahlreiche vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppen, darunter die „Rote Hilfe“, das „Offene Antifaplenum“ sowie die „Interventionistische Linke“ (IL).

Immer mehr Anwohner beschweren sich in Bürgerstunden über Lärm, Schmutz und das Klientel im Umfeld des „HaSi“. Obwohl sich die gesamte linke Szene in Halle mit den Autonomen solidarisiert, wächst der Unmut gegenüber dem „HaSi“ und seinen Bewohnern. Die HWG verlängert den Nutzungsvertrag nicht. Doch die Besetzer leisten Widerstand. Ihre Unterstützer organisieren Demonstrationen und Kundgebungen. Ihr Motto: „HaSi bleibt!“

Räumung scheitert

Die HWG beschreitet den Rechtsweg. Am 19. Oktober 2018 bekommt die Eigentümergesellschaft vor dem zuständigen Landgericht Recht. Zur geplanten Räumung am 21. November 2018 rücken 700 Polizisten an. Unklar ist zu dem Zeitpunkt, wie viele Personen sich im Gebäude aufhalten und ob sie bewaffneten Widerstand leisten würden.

Zur Räumung kommt es nicht: Ein juristischer Vertreter des „Capuze e.V.“ gibt bekannt, dass die Personen, die geräumt werden sollen, nicht anwesend seien. Daraufhin muss die Polizei den Einsatz aufgrund nicht geklärter rechtlicher Umstände abbrechen. Die Kosten belaufen sich auf 100.000 Euro.

Der Bürgermeister hilft

Am 14. Dezember übergeben die Besetzer das Gebäude in der Hafenstraße freiwillig der HWG. Grund: Dank des Engagements des parteilosen Bürgermeisters Bernd Wiegand können die Linksradikalen ein städtisches Gebäude in der Straße Am Galgenberg 2a beziehen. In der Diskussion um das „HaSi“ bezog Wiegand nie Position – sein Einsatz für die Umsiedlung entlarvt ihn jedoch eindeutig als Unterstützer der Antidemokraten.

Als Pächter tritt der Verein „Haushalten e.V.“ in Erscheinung, der mit dem „Capuze e.V.“ eine Nutzungsvereinbarung getroffen hat. Der „grüne“ Stadtrat und Landtagsabgeordnete Wolfgang Aldag betreibt in unmittelbarer Nachbarschaft ein Gartenbauunternehmen. Er sympathisiert selbstverständlich mit dem „HaSi II“, reagierte jedoch verschnupft, als die Bewohner des Objekts sich an seinen Holzbeständen vergriffen. Der letzte verbliebene Mieter wurde weder gefragt noch informiert. Er musst ausziehen.

Erste Übergriffe und linksextreme Kampfsportler

Nur wenige Wochen nach dem Umzug kam es in der Nähe des neuen Objekts zu einem Überfall mutmaßlicher Linksextremisten. Am 18. Januar attackierten zehn bis 15 Personen – nach Zeugenaussagen Angehörige der linken Szene – einen 16-Jährigen und zwei Freunde. Sie schlugen dem Opfer ins Gesicht und zwangen den Jugendlichen dazu, sein Oberteil auszuziehen. Der Grund: Das Opfer trug die falsche Kleidung. Die Täter entkamen unerkannt.

Ende Februar wurde über das offen linksextreme Twitter-Profil „Andi Buletten“ die Gründung eines Kampfsportgyms mit linksradikaler Ausrichtung angekündigt. Mithilfe von Crowdfunding sammelte das „Redore Gym“ innerhalb weniger Wochen fast 10.000 Euro für die Ausstattung. Die Eröffnung ist für den 2. Mai geplant.

Diese Entwicklung ist besorgniserregend: Sie zeigen, dass das linke Milieu sich weiter radikalisiert und aufrüstet. Dass jetzt in Halle auch noch ein dezidiert linkes Kampfsportzentrum eröffnen soll, deutet auf eine Professionalisierung der bislang durch überfallartige Gewaltmobs in Erscheinung getretene Antifa-Szene hin.

Kein Viertel für Linksextreme

Jetzt hat sich eine Gruppe von Anwohnern zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen die Etablierung der Antifa im Paulus-Viertel zu setzen. Man wolle über die Verstrickungen des „HaSi“ mit gewaltbereiten Extremisten aufklären, heißt es aus Kreisen der Bürgerinitiative. Dadurch solle verhindert werden, dass die Linken in dem Viertel Fuß fassten. Man wolle die Aktionen der Linken genau verfolgen und alle kriminellen Vorkommnisse dokumentieren. Gleichzeitig solle das informelle Netzwerk der Linken in Halle ans Tageslicht geholt werden. Im Paulus-Viertel sei für Linksextreme kein Platz, so die Aktivisten.

Gerade in Wahlkampfzeiten dürfte das Interesse an den Vernetzungen zwischen linken „Aktivisten“, dem noch Oberbürgermeister und Parteifunktionären groß sein. Es ist deshalb umso wichtiger, vor Ort zu recherchieren. Wir werden in Zukunft besonders genau hinsehen, wenn es am Galgenberg wieder laut werden sollte.

https://www.einprozent.de/blog/linksextremismus/halle-saale-anwohner-gegen-linksextreme/2462

Europas Wildnis – Alte Buchenwälder Deutschlands

 

Black Forest Collective

Am 13.10.2016 veröffentlicht

Fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland wurden im Juni 2011 in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen: der Grumsiner Forst in Brandenburg, der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen, der Nationalpark Jasmund und der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Nationalpark Hainich in Thüringen.

Es sind die wertvollsten verbliebenen Reste naturnaher Tiefland-Buchenwälder, die es weltweit nur noch in Deutschland gibt, sowie einzigartiger Mittelgebirgs-Buchenwälder.

Es entstand ein Film, der die Einzigartigkeit und Vielfalt der Buchenwälder in emotionaler Weise wiedergibt und dazu mehr die Bilder als eine erklärende Stimme sprechen lässt. Kein Lehrfilm sollte entstehen, sondern ein Film der berührt und inspiriert.

Israelische Forscher drucken erstmals Mini-Herz aus menschlichem Gewebe

Israelische Forscher drucken erstmals Mini-Herz aus menschlichem Gewebe

Israelische Forscher drucken erstmals Mini-Herz aus menschlichem Gewebe
Israelische Wissenschaftler haben mit einem 3-D-Drucker zum ersten Mal in der Geschichte den Prototyp eines biologischen Herzes aus menschlichem Gewebe erzeugt. Das Organ, das etwa die Größe eines Hasenherzens besitzt, wurde am Montag Journalisten vorgestellt.

Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über Kammern, allerdings könnten sich seine Zellen noch nicht synchron zusammenziehen, sagte Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv. Es sei vergleichbar mit dem Herzen eines menschlichen Fötus. Die Forscher stellen ihre Entwicklung im Fachblatt Advanced Science vor.

„Wir entnehmen per Biopsie Fettgewebe eines Patienten“, erläuterte der Biotechnologe Dvir den Prozess. Dann würden zelluläre und nicht-zelluläre Bestandteile getrennt. „Die Fettzellen werden zu Stammzellen umprogrammiert, diese differenzieren sich wiederum in Herzzellen, Endothelzellen und andere.“ Das extrazelluläre Material wie etwa Strukturproteine wurde demnach zu Hydrogelen verarbeitet, die dann mit den verschiedenen Zelltypen vermischt wurden. Aus diesen „Bio-Tinten“ erzeugte der 3-D-Drucker dann das Mini-Herz.

Israelische Forscher drucken erstmals Mini-Herz aus menschlichem Gewebe

Israelische Forscher drucken erstmals Mini-Herz aus menschlichem Gewebe

„Das Herz ist komplett kompatibel mit dem Patienten, weil es aus seinem eigenen Gewebe geschaffen wurde, und wird deshalb keine Immun-Gegenreaktion auslösen“, sagte Dvir. „Es ist das erste Mal, dass ein ganzes Herz mit Zellgewebe und Blutgefäßen gedruckt wurde.“ Bei ähnlichen Versuchen seien bisher nur synthetische Stoffe oder anderes natürliches Gewebe verwendet worden.

Nun wollen die Forscher den Prototypen in einem speziellen Bioreaktor reifen lassen. Binnen eines Jahres sollen solche Herzen in Tierversuchen an Hasen oder Ratten getestet werden. Bis zu einem möglichen klinischen Einsatz beim Menschen dauere es noch viele Jahre, sagte Dvir.

Mehr zum Thema – Organe aus dem Weltall: Russische Wissenschaftler züchten erstmals Mäuse-Schilddrüse auf der ISS

 

 

(dpa)

https://deutsch.rt.com/viral/87219-israelische-forscher-drucken-erstmals-mini-herz-aus-menschlichem-gewebe/

“Katastrophale Situation”: Alle vier Tage bringt sich ein französischer Polizist um

von https://derwaechter.org

Von Demonstranten gehasst, von der Regierung im Stich gelassen Quelle: Reuters © Stephane Mahe

 

Seit Anfang 2019 begeht durchschnittlich alle vier Tage ein französischer Polizist Selbstmord. 2018 lag die Selbstmordrate bei Polizisten im Schnitt um 36 Prozent höher als in der Gesamtbevölkerung. Die Wut der Polizeiverbände auf die Regierung wächst.

von Timo Kirez

Als Philippe Capon, Generalsekretär der Gewerkschaft UNSA Police, RT France 2018 ein Interview gab, sagte er, dass 90 Prozent der Polizisten ihren Kindern davon abraten, Polizist zu werden. Seitdem scheint sich die Situation der französischen Gesetzeshüter nicht verbessert zu haben. Im Gegenteil. Auf der Facebook-Seite “Citoyen Solidaire” (“Solidarische Bürger”) gibt es den sogenannten “Compteur de la honte” (“Zähler der Schande”). Laut diesem “Zähler” töteten sich im vergangenen Jahr 88 Polizisten. Im laufenden Jahr 2019 beträgt die Zahl der Selbstmorde bereits 31.

Am Wochenende des 6. April töteten sich innerhalb von 24 Stunden zwei Polizisten. Im ersten Fall handelt es sich offenbar um eine Polizistin aus Yvelines. In der Nacht von Samstag auf Sonntag tötete sich die Beamte mit ihrer Dienstwaffe. Im zweiten Fall soll es sich um einen 49-jährigen Polizisten einer örtlichen Polizeistation im Südosten der Stadt Alès handeln. Der Sprecher der Union der Nationalen Unabhängigen Polizeibeamten (UPNI), Jean-Pierre Colombies, ist wenig optimistisch, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessert:

Was die Selbstmorde von Polizisten betrifft, so ist die Situation katastrophal. Ein Todesfall alle vier Tage, das hat es praktisch so nicht gegeben. Es ist für uns unerträglich, dieses Phänomen durch ‘persönliche Probleme’ erklärt zu sehen. Als der Direktor für öffentliche Ordnung und Verkehr [DOPC], Alain Gibelin, nach einem größeren Burn-out zurücktrat, wurde uns gesagt, dass es die Arbeitsbelastung war, die seine Krankheit verursachte, aber wenn es ein Polizist ist, wird uns erzählt, dass es der persönliche Kontext war, der zum Selbstmord führte. Man ist also gezwungen, die Anerkennung des beruflichen Drucks je nach Rang variabel einzuschätzen.

Der pensionierte Polizist ergänzt:

Christophe Castaner [französischer Innenminister, Anmerkung der Redaktion] hat der Association des Femmes des Forces de l’ordre en Colère [FFOC; Organisation der wütenden Ehefrauen und Lebenspartner von Polizeikräften] im November 2018 eine Anhörung zu diesem Thema verweigert. Das ist sehr vielsagend, und wir befinden uns in einem derartigen sozialen Spannungsverhältnis, dass wir uns keine grundlegende Maßnahme in unserer sklerotischen Verwaltung vorstellen können. In der Zwischenzeit müssen wir uns auf den Polizeistationen im Klaren sein, dass die Beamten nicht wissen, inwieweit sie ihrem Minister vertrauen können. Das sind die Gedanken und Meinungen, die uns gerade vom Feld [Polizisten im Einsatz, Anmerkung der Redaktion] zurückgemeldet werden.

Die Selbstmorde der Polizisten wird in Frankreich mit jener von Landwirten verglichen. Ebenfalls eine Berufsgruppe, die stark unter Druck steht. Laut einem im Juni 2018 veröffentlichten Senatsbericht ist die Selbstmordrate bei der Polizei um 36 Prozent höher als in der Gesamtbevölkerung. Bei den Landwirten lag diese Quote bei 20 bis 30 Prozent über dem Durchschnitt der französischen Bevölkerung, wie aus einer Studie der französischen Gesundheitsbehörde aus dem Jahr 2016 hervorgeht. Ein ähnlicher Trend also, aber mit einem deutlichen Unterschied im Fall der Polizisten und Gendarmen: Sie alle haben denselben Arbeitgeber, den Staat, und denselben Chef, Christophe Castaner.

Die Pläne, die in der Vergangenheit zur Eindämmung des Problems entwickelt wurden, insbesondere im Mai 2018 unter der Schirmherrschaft von Gérard Collomb [Bürgermeister der Stadt Lyon, Anmerkung der Redaktion], werden von den Polizisten, die das “tägliche Unbehagen” und den “sozialen Kontext, der derzeit in vielen sozio-professionellen Bereichen angespannt ist”, am eigenen Leib erfahren, nicht als ausreichend angesehen, so Colombies. Er sieht in dieser Situation eine Form von “hysterischem Blätterteig”, eine Metapher für ein vielschichtiges Problem mit bitterem Beigeschmack:

Selbstmord ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir sehen nicht, dass es auch eine Kohorte von Beamten gibt, die sehr krank und an den Grenzen ihrer Belastbarkeit sind und dennoch ihre Arbeit gut machen wollen. Angesichts dessen reagiert die Regierung nur mit vereinzelten, kosmetischen Maßnahmen, ohne eine substantielle Analyse.

Auch wenn er selbst es als “utopisch” einstuft, schlägt Colombies vor, das Verhältnis zwischen Polizei und Gesellschaft sowie zwischen Verwaltung und Polizei grundsätzlich zu überdenken. Manchmal funktioniere dies, es gebe gute Vorgesetzte, er selbst habe solche schon erlebt. Es gebe allerdings auch einige echte “Krebsgeschwüre”, destruktive Menschen, die oft den Dialog zwischen der Polizei und der Verwaltung unterbrechen. “In diesen Fällen, wenn beruflicher Druck zu persönlichen Problemen hinzukommt, brechen einige Leute zusammen. Das haben wir in unserem Film gezeigt”, so der Funktionär.

Die GAP-IDF [Unabhängige Organisation der Polizeikräfte in Île-de-France], die seit mehreren Jahren mit der UPNI zusammenarbeitet, um das Unbehagen und das Schweigen über Selbstmord bei der Polizei anzuprangern, drehte im März dieses Jahres einen Kurzfilm, der die Öffentlichkeit dazu einlädt, sich in die Lage eines Polizisten zu versetzen.


Am 12. März veranstalteten mehrere Polizeiverbände, darunter auch die UPNI, eine Nachtversammlung in den Straßen von Paris, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Trotz der Präsenz einiger Medien, darunter RT France, zweier Minderheitsgewerkschaften (VIGI und France Police) und zweier politischer Persönlichkeiten (Senator François Grosdidier und Nicolas Dupont-Aignan) reagierte die Regierung nicht auf diese neuerliche Einladung zum Dialog.

Die Minderheitsgewerkschaft Alternative Polizei-CFDT erklärte in einem Kommuniqué:

Obwohl die Gründe für die Taten [Selbstmorde, Anmerkung der Redaktion] multifaktoriell bleiben zwischen privaten Problemen und der komplizierten beruflichen Situationen, leiden Polizisten zweifellos darunter, täglich mit sozialer Armut, hierarchischem Druck und aufeinanderfolgenden Missionen ohne regelmäßige Ruhezeiten konfrontiert zu sein.

Die Organisation beklagt, dass “konkrete Maßnahmen, um die Geißel der Selbstmorde einzudämmen, sehr selten bleiben”. Eine der Folgen ist, dass das französische Innenministerium zunehmend Probleme hat, Nachwuchs zu rekrutieren. Es wurde sogar eine millionenschwere Werbekampagne geschaltet, die allerdings von der UPNI unter dem Motto “Überlegen sie noch mal, bevor sie zu uns kommen” sogleich auf Facebook ins Ironische gezogen wurde:

© Facebook/PECNational

 

Dabei hat eine für den französischen Nachrichtensender BFMTV durchgeführte Elabe-Umfrage gezeigt, dass eine große Mehrheit der Franzosen zu ihrer Polizei steht. 74 Prozent der Befragten gaben an, ein positives Bild von der Polizei zu haben. Und 76 Prozent, erklärten, dass sie der Polizei vertrauen.

Von solchen Zustimmungswerten kann die augenblickliche Regierung höchstens träumen.

Quelle: rt.com

https://derwaechter.org/katastrophale-situation-alle-vier-tage-bringt-sich-ein-franzosischer-polizist-um

Gesinnungs-Hilfs-Polizisten

von https://sciencefiles.org

Die Helden des Alltags, sie haben sich verändert.

Früher waren Helden des Alltags Menschen, die etwas Produktives, etwas für andere Hilfreiches getan haben. Heute sind diejenigen, die sich für Helden des Alltags halten, die sich auf die Schulter schlagen und dafür auch noch Zuspruch erwarten, Verbalakrobaten, selbstgerechte Krieger für das von Ihnen verkündete Heil, Streiter gegen alle Ismen, gegen die Opposition verspricht, Browniepoints einzubringen und vor allem: nicht mit Unannehmlichkeiten verbunden zu sein.

Während man Helden des Alltags in früherer Zeit oft bewundern konnte, kann man die modernen Helden des Alltags nur verachten:

Da feiert sich einer dafür, dass er ein „Rentnerpärchen“ in der Berliner U-Bahn belauscht hat. Er feiert sich dafür, dass er sie nicht nur belauscht, sondern nach seiner Version auch zurechtgewiesen hat, weil ihm das, was er erlauscht hat, nicht gefallen hat. Diese Erweiterung zur DDR-Tradition der Blockwarte lässt ungute Erinnerungen an ein Gesetz aufkommen, das im März 1933 durch Verordnung des Reichspräsidenten vorbereitet und im Dezember 1934 unter der Bezeichnung „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei …“ verabschiedet wurde:

„(1) Wer öffentlich gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP, über ihre Anordnungen oder die von ihnen geschaffenen Einrichtungen macht, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben, wird mit Gefängnis bestraft. (2) Den öffentlichen Äußerungen stehen nichtöffentliche böswillige Äußerungen gleich, wenn der Täter damit rechnet oder damit rechnen muß, daß die Äußerung in die Öffentlichkeit dringen werde.“

Es hat viele wissenschaftliche Autoren fasziniert, wie einfach es im Dritten Reich gewesen ist, Bürger gegen Bürger in Stellung zu bringen. Den einen als Überwacher, den anderen als Überwachten. Den einen als Volksgenosse, den anderen als Volksschädling, den einen als Denunziant, den anderen als Denunzierten. Sie alle haben nicht wirklich eine Antwort auf die Frage gefunden, warum es manchen Deutschen so großen Spaß zu machen scheint, sich bei dem, was sie für die Obrigkeit halten, anzudienen.

Und gut 85 Jahre später stehen wir vor derselben Frage.

Vielleicht finden wir dieses Mal eine Antwort. Was bringt einen Menschen dazu, andere Menschen in der U-Bahn nicht nur zu belauschen, sondern sie darüber hinaus wegen einer Gesinnungsstraftat anzupöbeln, einer, von der er offenkundig denkt, dass sie von „niedriger Gesinnung“ zeuge und dazu geeignet sei, das „Vertrauen des Volkes zur politisch“-korrekten Gesinnung zu unterminieren?

Es ist wohl eine sozialpsychologische Erklärung, die man in Ansatz bringen muss, eine, die bei den Robbers Cave Experimenten von Muzafer Sherif ansetzt. Sherif konnte zeigen, dass es sehr einfach ist, eine Gruppe kleiner Jungen, die aufgrund ihres Alters noch nicht in der Lage waren, eine personale Identität auszubilden, mit einer sozialen Identität, einer Zugehörigkeit zu einer Gruppe auszustatten, der Gruppe der Rattlers oder der Eagles. Ist die Gruppe erst einmal konstituiert, kann man denjenigen, deren Persönlichkeit über die Gruppe determiniert wird, schnell einen gemeinsamen Sinn und einen gemeinsamen Feind geben und dafür sorgen, dass sie den Gruppensinn in einem Symbol ausdrücken, einer Fahne, einem Fetisch, was auch immer, den sie gegenüber Fremdgruppen verteidigen. Im nächsten Schritt werden Übergriffe auf die Fremdgruppe zu Akten, die Status in der Eigengruppe verschaffen und fertig ist der Antagonismus der Jungengruppen, der bei Sherif so heftig wurde, dass er vorzeitig und schlichtend in sein Experiment eingreifen musste.

Offenkundig sind manche heute nicht über das Stadium hinausgelangt, in dem sich die Jungen bei Sherif, die alle um die 12 Jahre alt waren, befunden haben.

Das Belauschen anderer mit dem Zweck, sie bei Gesinnungsverbrechen zu ertappen und dann zurechtzuweisen, soll sozialen Status verschaffen. Damit der soziale Status auch erreicht wird, muss die Aktion über soziale Medien verbreitet werden, in der Hoffnung, dass sie aufgenommen und gefeiert wird.

Zwangsläufig ist derjenige, der mit solchen Aktionen sozialen Status erzielen will, niemand, der es bislang geschafft hat, eine personale Identität zu entwickeln. Er ist vollständig vom Zuspruch seiner Eigengruppe abhängig, und dieser Zuspruch wird ihm auch zuteil, denn er hat sich als folgsamer kleiner Junge erwiesen, der brav tut, was die Gruppe von ihm erwartet, was ihm erst seine soziale Identität gibt.

Das ist natürlich kein Verhalten, das ein erwachsener Mensch zeigt, es ist ein retardiertes Verhalten, das jemand zeigen muss, der im sozialen Leben keinen Fuß auf den Boden bringt, wenn er sich nicht als freiwilliges Mitglied der Gesinnungspolizei andient. Dass er sich dabei leichte Opfer sucht und sich nicht etwa mit Muslimen oder mit Rechtsextremen oder mit Linksextremen anlegt, zeigt die Verzweiflung, mit der die soziale Identität gebaut werden muss.

Wir haben die Hypothese, dass der Erfolg faschistischer Organisationen darauf zurückzuführen ist, dass sie denen Heimat geben, die es nicht schaffen, sich eigenständig im Leben zu verorten, die auf vorgegebene kollektive Inhalte und Angebote zurückgreifen müssen, um ein Bild von sich selbst zu entwickeln. Dass dieses Bild von sich selbst dann notwendig kein eigenständiges, sondern ein geliehenes Gruppenbild ist, macht sie einfach zu steuern und für Faschisten aller Art so hilfreich.

Politikwissenschaftlich betrachtet sind Personen, die ihre Aufgabe darin sehen, als Hilfs-Gesinnungspolizist durch die Städte zu ziehen, um andere bei einem Gesinnungsverbrechen zu ertappen, eine Katastrophe. Demokratische politische Systeme leben nicht nur von der Pluralität und der Vielfalt der Meinungen, sie leben vor allem davon, dass diejenigen, die sich in politischen Positionen finden, kontrolliert werden. Politische Systeme, in denen die Bürger sich gegenseitig, nicht aber die Inhaber politischer Positionen kontrollieren, sind der optimale Nährboden für politische Korruption und Totalitarismus. Daher haben politische Akteure ein Interesse daran, Bürger gegeneinander in Stellung zu bringen, und natürlich haben sie ein Interesse daran, Organisationen zu finanzieren, zu unterhalten, die Bürger bestärken, deren Lebenssinn darin besteht, andere zu überwachen.

Was die Frage aufwirft, wer eigentlich die Neuen Deutschen Medienmacher finanziert.

https://sciencefiles.org/2019/04/16/gesinnungs-hilfs-polizisten/

Russische Kirche trauert um Notre-Dame-Kathedrale

Die Russisch-orthodoxe Kirche hat mit Trauer auf den verheerenden Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris reagiert.

Der Brand sei „eine Tragödie für die gesamte christliche Welt“, sagte ein Vertreter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats im Sputnik-Gespräch. Er verwies darauf, dass in der Notre-Dame-Kathedrale die Dornenkrone, eine für alle Christen heilige Reliquie, aufbewahrt wird.

 

Der schwere Brand in der Notre-Dame-Kathedrale war am Montagnachmittag aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen und hatte das historische Bauwerk im Zentrum von Paris schwer beschädigt. Der Spitzturm der Kathedrale und das Dach brachen zusammen. Menschen wurden ersten Erkenntnissen zufolge nicht verletzt.

Vermutlich hing der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammen. Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Großbrand in Notre Dame de Paris   © Sputnik

 

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20190415324709680-russische-kirche-reagiert-auf-notre-dame-brand/