Deutlich mehr Einbürgerungen im vergangenen Jahr

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Insgesamt erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 106.900 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft. 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2009 stiegen die Einbürgerungen um 11,2 Prozent.

Den größten Anteil stellen mit 26 Prozent (28.100 Personen) türkische Staatsangehörige. Es folgen Personen aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo (6.309), dem Irak (4.790) und Polen (4.281). Die Eingebürgerten waren im Durchschnitt 30 Jahre alt und lebten seit etwa 16 Jahren in Deutschland.

Afrikaner wollen deutsche Staatsbürgerschaft

Die meisten Ausländer (74 Prozent) erwarben die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund eines mindestens achtjährigen Aufenthalts in der Bundesrepublik. In 10.800 Fällen (zehn Prozent) wurden ausländische Ehegatten und minderjährige Kinder miteingebürgert. An dritter Stelle folgten Einbürgerungen von Ausländern, die einen deutschen Ehe- oder Lebenspartner haben.

Von den seit mehr als acht Jahren in Deutschland lebenden Ausländern nahmen 2011 2,3 Prozent das Angebot war, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die höchsten Werte hatten dabei Einwanderer aus Kamerun mit 29,6 Prozent, dem Irak (21 Prozent) und Nigeria (14 Prozent).

 

 

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