HARTZ 4 : Wenn Krankheit zum Verdacht wird

Kaum ist das Hartz IV-Jubiläum vorbei, wird der Druck auf die Betroffenen weiter erhöht.
„Jagd auf kranke Hartz IV-Empfänger“ titelte Bild und gab vor, einen neuen Geheimplan der
Bundesagentur für Arbeit enthüllt zu haben. Danach soll sich eine siebenseitige interne
Anweisung der Bundesanstalt für Arbeit besonders Hartz-IV-Empfängern widmen, die häufiger krank sind.

Besonders verdächtigt macht sich demnach, wer sich auffällig häufig oder auffällig häufig nur für
kurze Dauer krankmeldet, „am Beginn oder am Ende einer Woche“ krank wird, Einladungen zu Meldeterminen
beim Arbeitsamt wegen Krankheit versäumt, eine Maßnahme oder einen neuen Job wegen Krankheit nicht
antreten kann, sich krankmeldet, nachdem er bei einem Streit mit dem Sachbearbeiter seine Abwesenheit
ankündigt oder keinen Urlaub genehmigt bekommen hat, oder am Ende des Urlaubs krank wird.

Die aufgeführten Punkte machen eigentlich nur deutlich: Verdächtig ist jeder Hartz-IV- Empfänger,
der sich krankmeldet. Dass es nicht nur Erwerbslose betrifft, wird dabei gerne vergessen.
Auch die zahlreichen Hartz-IV-Aufstocker, die trotz einer Lohnarbeit nicht genug verdienen,
um damit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, sind davon betroffen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Telepolis