Arbeit darf sich für Arbeitnehmer nicht mehr lohnen

Ach sie haben noch reguläre Arbeit? Wie ist ihnen dass denn passiert? So ähnlich dürften demnächst viele Unterredungen in Deutschland beginnen. Während der eine schon mit Hartz gevierteilt wird, darf die nächste noch prekär und ohne Pinkelpause im Einzelhandel schuften und der dritte macht 50 Wochenstunden bei Niedriglohn und kann trotzdem nicht davon leben. Der freie Markt oder das freie Spiel der Kräfte wird am Ende schon alle hinrichten.

Die IG Metall frohlockt über ihren scheinbaren Sieg gegen die Sklavenarbeit und will damit doch nur bemänteln, dass dies kein Sieg, ja nicht einmal der Gewinn einer Schlacht ist, weil zum einen die Leiharbeiter einfach ausgetauscht werden, bevor das Tarifrecht greift und zum anderen über das Konstrukt des Werkvertrages längst Wege gefunden wurden auch den lächerlichen Mindestlohn in der Zeitarbeit noch auszutricksen.

Aber nicht alleine über betrügerische Vertragsgestaltung zu Lasten der Arbeitnehmer werden in Deutschland die Löhne gesenkt. Wie das Beispiel Opel zeigt, werden die Belegschaften solange erpresst wie sich ihre Löhne noch absenken lassen. Danach wird dann eben die Produktion ins Ausland verlagert wenn die dortigen Arbeitnehmer zu noch mehr Nachlässen bereit sind. Ein ähnliches Vorgehen zeigt ja seit längerem die Lufthansa die jetzt damit droht 1000 Mitarbeiter im Catering zu entlassen, wenn die nicht zu weiteren Lohnkürzungen bereit sind. Am Ende werden sie zustimmen und trotzdem wird dann ein Jahr später der ganze Teil über Werkverträge abgewickelt die zu noch mieseren Löhnen erfolgen.

Es lohnt sich auch nicht wirklich in die eigene Ausbildung zu investieren. Von den 22 Prozent der Beschäftigten die in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeiten haben die Hälfte eine Ausbildung oder gar ein Studium. Tatsächlich aber werden Ausbildungsordnungen und Berufsbezeichnungen so schnell gewechselt, dass die meisten Leute schon wenige Jahre nach ihrer Ausbildung praktisch ohne Beruf dastehen. Das ist natürlich ein probates Mittel die Leute in den Niedriglohnsektor zu drücken. Selbstverständlich gibt es keine Pflicht die Leute auf die neuen Berufsbilder weiterzubilden.

Die Wirtschaft hat auch gar kein Interesse an Weiterbildung. Ihr Interesse besteht nur daran billig Leute zur Ausbeutung zu bekommen. Aktuell möchte man billige Fachkräfte aus dem Ausland haben und redet beständig über den angeblichen Fachkräftemangel. Früher haben sich die Firmen noch selbst die Fachleute ausgebildet, andere beim Studium unterstützt.

Heute hofft man auf Dumme die für kleines Geld zum Arbeiten nach Deutschland kommen sollen um hier auch die Löhne der Hochqualifizierten noch weiter zu drücken:

Hochkarätige Wissenschaftler, Ärzte und Forscher brauchen nun nur noch nachzuweisen, dass sie Brutto 3734 Euro im Monat verdienen und schon dürfen sie ins Land. Bei Ingenieuren reichen sogar 2909 Euro im Monat. Welch wunderbare Nachricht.

Aber es kommt noch besser. In seiner unnachahmlichen Güte hat der deutsche Bundestag ebenfalls beschlossen, dass diese Zuwanderer spätestens nach drei Jahren eine ständige Niederlassungserlaubnis erhalten und wenn sie sogar noch ein paar Brocken Deutsch können geht das schon nach zwei Jahren.

Als die Verbrecher aus der Wirtschaft das letzte Mal Gastarbeiter nach Deutschland holten, dauerte es nur wenige Jahre bis diese nicht mehr gebraucht wurden. An den Folgekosten der unter falschen Voraussetzungen ins Land geholten Menschen zahlen die Arbeitnehmer noch heute. Allerdings besteht diesmal keine Gefahr. Niemand will für derartig miese Löhne nach Deutschland kommen. Selbst die Spargelstecher aus Polen und die Gurkenflieger aus Rumänien bleiben langsam aber sicher aus, weil sich die harte Arbeit für das bisschen Geld einfach nicht lohnt.

Statt dessen gehen deutsche Ärzte, Handwerker, Ingenieure und Facharbeiter ins Ausland weil sie dort besser verdienen, die Arbeits- und Lebensbedingungen viel besser sind und sie ihr Selbstwertgefühl behalten dürfen. In Deutschland steigen statt dessen die Fälle von Burn-Out Problemen. Dies hat zumindest eine Studie bei den Dax-Unternehmen ergeben, wobei davon auszugehen ist, dass es in diesen wirtschaftlich starken Unternehmen noch zivilisierter zugeht, als in den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen die sich in einem ständigen Kampf ums Überleben befinden.

Die DGB-Gewerkschaften haben sich längst mit dem Großkapital arrangiert, die Politik hat sich kaufen lassen und die Medien die dem Großkapital gehören tun alles um die arbeitenden Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Wenn man die Dinge ehrlich analysiert, gibt es keine Hoffnung. Die Menschen müssen anfangen sich zu solidarisieren. Es ist ihre einzige Chance.

 

 

http://duckhome.de/tb/archives/10120-Arbeit-darf-sich-fuer-Arbeitnehmer-nicht-mehr-lohnen.html

Jetzt mal Klartext – Noch mehr brutal ehrliche Antworten auf Fragen im Bewerbungsgespräch

Kein Bewerbungsgespräch ohne Personalerfragen.
Weit über 100 davon finden Sie in diesem Blog.
Viele davon sind sinnvoll, andere so geistreich wie alkoholfreies Bier.
Lehrbuchfragen mit pseudo-psychologischem Hintergrund, deren Antworten so
vorhersehbar sind wie Vollmond.
Reine Zeitverschwendung also. Es sei denn, eine(r) hätte mal den Mut,
die ungeschminkte, nackte Wahrheit auf den Tisch zu packen.
Die will zwar keiner wirklich hören, aber erfrischend wäre es.
Deshalb, daher und darum (und weil der erste Teil gut ankam) gibt es heute
noch mehr brutal ehrliche Antworten auf typische Bewerbungsfragen –
die wir aber nicht zur Nachahmung empfehlen. Nicht wirklich.

Was wäre für Sie eine ideale Arbeitssituation?

Ich habe inzwischen herausgefunden, ideal wäre, gar nicht zu arbeiten.
Oder zumindest nur Anweisungen zu geben und den lästigen Kram zu delegieren.
Geradezu begeistert bin ich, wenn der Job ein hohes Gehalt und Prestige
mitbringt und sich dennoch in wenigen Stunden erledigen lässt.
Vertrauensarbeitszeit finde ich übrigens ganz wichtig. Ebenso freies Internet.
Bei meinem bisherigen Arbeitgeber konnte ich bis zum Jahresgespräch einige
dieser Ziele erfolgreich erreichen.
Jetzt möchte ich das weiterentwickeln und suche nach einer neuen Herausforderung…

Warum sollten wir Sie einstellen?

Ich dachte, das wäre ein feiner Zug, nachdem ich in meiner Masterarbeit
eine Studie für Sie erstellt habe, die Sie an Ihre Kunden verkaufen
konnten und ich die letzten zwei Jahre als Praktikantin für 600 Euro
den Job von Frau Meier mitmachen durfte, die jüngst wegen Burnouts gekündigt hat…

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin schwanger.

Was motiviert Sie?

Geld. Je mehr, desto mehr. Mit Bier ist es dasselbe.
Aber das dauert länger und man(n) bekommt davon Brüste.
Sex funktioniert natürlich auch. Aber keine Sorge:
Sie sind definitiv nicht mein Typ. Nicht mal mit Bier.

Erzählen Sie mir davon, wie Sie einen Kollegen kritisieren mussten.

Das ist interessant, dass Sie das fragen.
Erst kürzlich habe zu meinem Büronachbarn gesagt:
“Wenn du mir noch mal meine Idee klaust und im Meeting als deine verkaufst,
bekommt das Controlling einen anonymen Brief,
Sie sollen deine Spesenabrechnung vom Dezember noch mal checken.
Insbesondere den Punkt: Kundenakquise in Budapest.”
Tschakalaka hat der geguckt!
Aber seitdem macht der Männchen, wenn er mich sieht.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich habe Ihnen geschrieben, dass mich meine fünfjährige Erfahrung
im Optimieren von Abläufen in die Lage versetzt, auch in Ihrem Unternehmen
zahlreiche Kosten zu sparen und die Produktion kontinuierlich zu verbessern.
Und Sie haben das geglaubt.

Was reizt Sie an unserem Unternehmen?

Ehrlich? Nichts. Der Laden ist so langweilig wie Toast.
Aber sechs Monate Arbeitslosigkeit sind auch nicht gerade Ferien auf Saltkrokan.
Außerdem klang die Stellenbeschreibung nach einem lauen Job, und ich müsste
dafür nicht einmal umziehen. Wenn jetzt noch das Gehalt stimmt,
könnte ich sogar zwei Mal im Jahr Urlaub machen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Karrierebibel.de

Die ESM – Falle umgehen

Wer noch nicht weiss was es mit dem ESM auf sich hat kann einfach hier schauen:

Das können wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen, was unsere gewählten Volksvertreter mit uns vorhaben. 

80 Cent von 1 €uro (incl. der versteckten Steuern und Abgaben), den wir erarbeiten, reichen dem Staat oder besser: den EU-Staaten nicht mehr aus. 

Nein, im Bedarfsfall – wer definiert den eigentlich – dürfen wir uns enteignen lassen.

 

Hier ein kurzer Infofilm (3:51 min.), nur für den Fall dass Sie wenig Zeit haben:

http://www.youtube.com/watch?v=8kmcloVZu1o

 

 

MUST SEE !!! Bitte am besten diesen Film ganz ansehen, deshalb hier die ausführlichsten Informationen (56:45 min.) zum ESM Vertrag:

http://www.alpenparlament.tv/playlist/473-schuldenunion-machtergreifung-der-eu-junta

 

 

Weitere Infos zu Beatrix von Storch und deren Arbeit die ich sehr schätze hier:

http://www.freiewelt.net/blog-3321/lesen-sie-hier-den-vertragstext-des-esm-vertrags!.html

http://www.freiewelt.net/video-28/interview-mit-beatrix-von-storch-zum-esm-vertrag%3A-stoppt-eu-schuldenunion!.html

 

 

 

Was können wir selbst tun?

Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)! auf Abgeordneten-Check.de


Die EU droht sich in eine schuldenbasierte Transferunion, eine Haftungsgemeinschaft, zu verwandeln. Außerdem soll das Haushalts- und Budgetrecht der nationalen Parlamente an einen EU-Gouverneursrat abgegeben werden. Grundlage hierfür ist der erst vor kurzem bekannt gewordene Vertragsentwurf zum sog. „Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)“, über den die Mitglieder des Deutschen Bundestages vermutlich nach der Sommerpause noch 2011 entscheiden werden. Deutsche Steuergelder sollen für die Schuldenpolitik anderer EU-Länder geradestehen. Wir sollen arbeiten, damit die Banken keine Verluste machen. Dem Steuerzahler wird Zwangssolidarität verordnet. Die Banken sind auf freiwilliger Basis dabei. Uns Bürgern gesteht man diese Freiwilligkeit nicht zu. Wir müssen zahlen. Der ESM-Vertrag darf deshalb den Deutschen Bundestag nicht passieren!

http://www.abgeordneten-check.de/karte.html?c=69