Eurovision Song Contest (ESC) 2012 – Die große Grand-Prix-Nation Schweden

Schweden ist der Gewinner des Eurovision Song Contest (ESC). Russland Zweiter, Serbien Platz 3 – Deutschland Platz 8. Man kann ja unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob der Schwede mit „Euphoria“ das wirklich verdient hat.

 

Schweden ist nicht nur das Land von Ikea, Volvo, Astrid Lindgren („Pippi Langstrumpf“) und Königin Silvia, sondern auch eine große Grand-Prix-Nation. Mit dem heurigen Sieg hat das Land bereits fünfmal den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen: 2012, 1999, 1991, 1984 und 1974. Dazwischen zählte das skandinavische Land meist zu den Favoriten. Der erste Sieg in den 70er Jahren war der wohl berühmteste in der Geschichte des ganzen Wettbewerbs: ABBA mit „Waterloo“ im englischen Seebad Brighton.

Nach den bisherigen Siegen ging der ESC bis dato viermal in Schweden über die Bühne: 1975 und 2000 in der Hauptstadt Stockholm, 1985 in Göteborg und 1992 in Malmö.

Schweden hat neuneinhalb Millionen Einwohner. Ein großer Teil der Bevölkerung sieht jedes Jahr den ESC-Vorentscheid im Fernsehen an: Er heißt „Melodifestivalen“ und besteht aus mehreren TV-Shows, mit deren Hilfe die eurovisionsbegeisterten Skandinavier ihren Teilnehmer küren.

Schwedische Songwriter schreiben übrigens nicht nur für ihr eigenes Land Lieder. Sie gehören zu den eifrigsten Komponisten beim ESC. Auch der Siegertitel 2011 – „Running Scared“ – stammte aus Schweden.

Im vergangenen Jahr in Düsseldorf kam das Land mit Eric Saade („I Will Be Popular“) immerhin auf Platz drei. Im Jahr davor erlebte Schweden jedoch eine große Enttäuschung, als es im Halbfinale scheiterte.