Es riecht nach Meer, die Wellen der Nordsee klatschen leise im immer gleichen
Rhythmus an den breiten Sandstrand, die Sonne strahlt und der Wind umschmeichelt
sanft die Spaziergänger, die sich an der Wasserkante entlang auf dem Weg von
Wenningstedt nach Westerland begeben.
Da, wo andere Urlaub machen, steht die ehemalige DAK – Fachklinik “Haus Quickborn”,
die noch vor einem halben Jahr bis zu 64 Kinder und Jugendliche mit Übergewicht und
Antipositas beherbergte. Das Gebäude, das von außen einen durchweg modernen und
intakten Eindruck macht, mußte sich einer Bauprüfung unterziehen und durfte aus
versicherungstechnischen Gründen keine Patienten mehr aufnehmen.
Das ist jedenfalls die offizielle Version. Doch werden sich noch einige an einen
handfesten Skandal erinnern, der durch die Medien ging: es soll dort zu sexuellen
Übergriffen gekommen sein, und bei diesem Thema reagiert doch so mancher künftige
Patient mit “Zurückhaltung”.
Sylt´s nunmehr ehemalige Bürgermeisterin Petra Reiber (parteilos), die am 30.4.2015
aus dem Amt geschieden ist, machte ihrer Trauminsel zum Abschied noch ein ganz
besonderes Geschenk, das Einwohner und Touristen nicht so schnell vergessen werden.
Sie ließ die ehemalige DAK – Klinik beschlagnahmen, um mehr Asylbewerber aufnehmen
zu können! Wenn man sich nun die Bilder der eng aneinandergedrängten Asylantenmassen
auf den Flüchtlingsbooten aus Afrika und die tägliche Randale der Migranten in den
in kürzester Zeit verwahrlosten Aufnahmestätten vor Augen führt, dann wird schnell
klar, dass die High – Society – Insel Sylt und Horden von Migranten absolut nicht
zusammenpassen!
Petra Reiber, die sich nach 24 Jahren aus dem Amt verabschiedet hat, erwartet Mitte
nächster Woche eine Reaktion des jetzigen Besitzers der Klinik. “Und dann müßte man
uns eigentlich die Schlüssel übergeben”, so die forsche Bürgermeisterin voller Optimismus.
Die Gemeinde hatte sich schon vor Monaten dazu entschlossen, die Privatklinik zu kaufen,
doch die DAK stellte sich quer. Sie veräußerte das Gebäude an einen süddeutschen Investor.
Doch dieser sah sich plötzlich einem Problem gegenüber, denn im Bebauungsplan
ist die Nutzung zur Kinder- und Jugendstätte genau festgeschrieben.
Da der Investor andere Pläne hatte, war er auf eine Änderung des Bebauungsplanes und
damit auf das Wohlwollen der Gemeinde angewiesen. Doch – oh Wunder – dazu war man in
Westerland nicht bereit. Das Gebäude kann also vom Investor nicht in seinem Sinne
genutzt werden. Doch wird die Gemeinde einer vorgeschriebenen Nutzung zur Kinder- und
Jugendstätte gerecht, wenn sie männliche afrikanische Asylbewerber und Sinti und Roma
aufnimmt? Ach nein, sie können ja flugs den Bebauungsplan ändern.
So nobel, wie die wohlhabenden Touristen, die auf der Insel residieren, so konfortabel
werden es auch die sogenannten Flüchtlinge haben. So verfügt die Klinik über eine
Gymnastikhalle, einen Fitnessraum, ein großes Schwimmbad, ein Outdoor – Sport- und
Spielgelände, eine Lehrküche, eine Bibliothek und eine Diskothek.
Malta empfängt die Asylsuchenden, indem man sie für Monate ins Gefängnis steckt,
bis das Asylverfahren abgeschlossen ist. In anderen Ländern gibt es noch nicht
mal eine Wolldecke zur Begrüßung, geschweige denn “Begrüßungsgeld” und Sozialhilfe.
Aber Sylt war ja schon immer gediegen und nur für die Besserverdienenden. Da dürfen
die Armutsflüchtlinge natürlich nicht zurückstehen, die sonst nur Wohnwagen oder
Lehmhütten bewohnt haben…. Übrigens begründet Frau Reiber ihre Beschlagnahme von
Privateigentum mit “Gefahrenabwehr”. “Da alle Asylantenunterkünfte bereits belegt
sind, droht den neu ankommenden Flüchtlingen die Obdachlosigkeit, und dieses würde
eine Gefahr für die Sicherheit darstellen….”, so die Bürgermeisterin.
Bitte?! Gefahrenabwehr, wenn man arme Menschen mit unermesslichem Reichtum konfrontiert?
Das weckt Begehrlichkeiten. Hinzu kommt, dass Sylt eine recht freizügige Insel ist, auf
der sich gerade homosexuelle Paare wohlfühlen (siehe u.a. Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole
van Beust). An den Stränden wird vielerorts nackt gebadet, in die Strand-Café´s geht man
oft nur mit Bikini und Badehose. Musik dröhnt abends aus den vielen Lokalen, Alkohol
fließt in Strömen, Liebespaare vergnügen sich abends in den Strandkörben.
Glaubt man allen Ernstes, dass sich dort Muslime wohlfühlen? Für sie ist das dortige
Leben eine einzige Provokation! Ich habe auf Sylt 20 Jahre gelebt, ich kenne die Insel
und – leider auch die Methoden der Bürgermeisterin – von allen Seiten.
Übrigens ist die Beschlagnahme der Luxus – Klinik nicht der erste Coup der Sylter
Bürgermeisterin in Sachen Flüchtlingsunterkunft. So drohte sie im Februar ebenfalls
eine Beschlagnahme der Keitumer Polizeistation an. Reiber hatte dem Finanzministerium
eine Frist gesetzt, um das seit 3 Jahren leerstehende Gebäude zu übergeben.
Doch Gemeinde und Land konnten sich nicht auf einen Preis einigen, denn die zuletzt
geforderten 1,6 Millionen € waren der Gemeinde zu hoch. Also drohte man mal wieder
erfolgreich mit Beschlagnahme. In dem reetgedeckten Doppelhaus wohnten bis 2011 Polizeibeamte.
Es ist bekannt, dass auf der Insel bezahlbarer Wohnraum fehlt. Warum müssen nun auch
noch Hunderte von Asylbewerbern auf Sylt untergebracht werden? 3 Jahre stand das
Polizeihaus leer, – warum hat Frau Reiber keine Anstalten gemacht, dieses Haus schon
früher für die Obdachlosen auf der Insel anzumieten?
Weil man mit ihnen kein Geld verdienen kann, wie mit den Flüchtlingen? Vor Jahren mussten
die Obdachlosenunterkünfte wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Seitdem hausen sie in
Containern, sowie auch etliche Saisonkräfte. Die Aufgabe einer Bürgermeisterin ist es,
zunächst den eigenen Bürgern zu helfen, bevor man Wildfremden den Vorzug gibt.
Übrigens ist die Anzahl der Einbrüche in den letzten Jahren drastisch gestiegen.
Besonders Banden aus Rumänien tun sich da besonders hervor.
In der Zeitung stand übrigens, dass Bürgermeisterin Reiber mit der Entscheidung der
Beschlagnahme der beiden Häuser für die Asylsuchenden den Syltern aus dem Herzen sprach.
Ich habe noch Zeiten auf Sylt erlebt, wo keiner seine Tür abschloss, wenn er das Haus
verließ. Das hat sich ja nun wohl endgültig erledigt. Diejenigen, die nur in den Ferien
in ihren Häusern wohnen, werden keine ruhige Minute mehr haben, die Infrastruktur wird
zusammenbrechen, viele Saisonkräfte verlieren ihren Arbeitsplatz, weil Touristen ausbleiben,
die Asylanten werden auf der Insel der Reichen keine berufliche Perspektive haben,
aber das wird Frau Reiber nicht mehr kümmern.
Von Renate Sandvoß
Quelle : Journalistenwatch