Teurer Weihrauch für Polit-Hochämter: ARD zahlt 10 Millionen Euro an Jauch

Der Talk am Sonntag mit Günter Jauch ist das teure Hochamt der Selbstdarstellung der Parteien. Der Gebührenzahler muss für nur 43 Sendungen mehr als 10 Millionen Euro auf den Tisch legen. Warum kosten diese simplen Diskussions-Runden eigentlich so viel Geld? Die Antwort: Hier feiert sich das System selbst – da ist das Beste gerade gut genug.

Wenn Politik auf Fernsehen trifft: Im Hochamt der politischen Talk-Show werden dem GEZ-Zahler 10,5 Millionen Euro aus der Tasche gezogen - für ein einfaches Studio, ein paar weiche Fragen und jede Menge Phrasen. (Foto: dpa)

Wenn Politik auf Fernsehen trifft: Im Hochamt der politischen Talk-Show werden dem GEZ-Zahler 10,5 Millionen Euro aus der Tasche gezogen – für ein einfaches Studio, ein paar weiche Fragen und jede Menge Phrasen. (Foto: dpa)

Wir alle erinnern uns noch an Martin Sonneborns Interview mit einem Pressesprecher der Deutschen Bank, in der die Banke dem Interviewer gleich die Antworten zu den noch nicht gestellten Fragen mitgelieferter hat (hier).

Bei Günter Jauch geht es da am Sonntagabend in der ARD vergleichsweise kritisch zu: Jauch stellt seine eigenen Fragen.

Doch die Antworten der teilnehmenden Politiker, Freunde von Politikern, Lobbyisten, Abo-Gäste, Berufs-Provokateure, Sportler und Sternchen sind immer dieselben Hülsen.

Doch Talkshows, in denen die Partei-Sprecher nicht miteinander diskutieren, sondern ihre gedrechselten, unverständlichen und selbstbezogenen Floskeln absondern, sind komplett überflüssig: Für diese Art der Debatten wurde der vom Steuerzahler finanzierte  Deutsche Bundestag erfunden. Dort sollen die Parteien diskutieren, öffentlich, frei und vielleicht sogar verständlich.

Es ist natürlich sinnvoll, die Sprechblasen der Politiker für den Eigentümer des Staates – den Bürger – zu interpretieren: Dafür gibt es den mit Zwangsgebühren finanzierten Ereigniskanal Phoenix, wo dann Politologen, Experten und Seher zu Wort kommen.

Doch die ARD zahlt nun, wie der Tagesspiegel meldet, 10,5 Millionen Euro an Günter Jauch, damit dieser 43 Talk-Sendungen moderiert.

Was kostet an diesen Sendungen 10 Millionen Euro? Die meisten Gäste leben ohnehin vom Steuergeld, und bekommen vermutlich keine Gagen. Das Studio kann man für 2.000 Euro pro Sendung haben, macht 48.000 Euro. Die Übertragung zahlt vermutlich die ARD. Mitarbeiter, Ausrüstung, Redaktion und Technik – selbst wenn das alles luxuriös gerechnet ist, man kommt nie und nimmer auf 10 Millionen.

Die ARD wird nun argumentieren, dass das der Marktwert von Herrn Jauch ist – was wir ihm von Herzen gönnen!

Aber warum wird die Demokratie-Abgabe GEZ nicht verwendet, um die Politik zu kontrollieren? Warum gibt man Herrn Jauch nicht 10 Millionen Euro für eine investigative Recherche über das EU-Freihandelsabkommen mit Kanada, in dem die Deutschen nicht wissen, welche ihre Werte auf dem Altar des Kommerzes geopfert wurden? Weitere 10 Millionen für einen monatlichen Status-Bericht über das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA? Weitere zehn Millionen für eine genaue Ermittlung der Kosten der Euro- und Banken-Rettung?

Jauch bekommt 10 Millionen Euro eben nicht dafür, wofür die öffentlich-rechtlichen Sender eigentlich gedacht sind – nämlich unabhängigen, unbequemen Journalismus, für den es naturgemäß wenige Werbekunden gibt.

Jauch bekommt 10 Millionen für 43 Hochämter, die die Gemeinschaft der Parteien feiert, um sich selbst zu stärken und die Bürger zu beeindrucken. Das ist eine defacto Erhöhung, weil Jauch bisher mehr Sendung für dasselbe Geld abgeliefert hat.

Doch die Bürger können mit dem sonntäglichen Hokuspokus nichts anfangen: Die Demokratie findet nicht bei Jauch und seinen Darstellern statt. Kaum noch junge Leute sehen diese Sendung, kennen Jauch nur von der Sendung “Wer wird Millionär?”.

Die Vertragsverhandlungen mit der ARD haben einen weiteren Millionär gekürt.

Diejenigen, die die Zwangsgebühr aufzubringen haben, werden übrigens niemals eine Antwort auf die Frage bekommen, was denn an dieser Sendung 10 Millionen Euro kostet: Weil es ein Vertrag mit einer Privatfirma ist, wird das Staatsfernsehen die Antwort mit dem Hinweis auf das “Geschäftsgeheimnis” verweigern. Sie werden sagen, dass nur der Rundfunkrat zustimmen muss, nicht die Zahler.

Im Rundfunkrat haben jene Politiker das sagen, die sich am Sonntag bei Jauch gerne weichspülen lassen.

Es kontrollieren die Nutznießer, was ihnen nützt.

Die GEZ-Sender haben jedes Augenmaß verloren.

Sie weigern sich, dem Gebührenzahler Rechenschaft abzulegen.

Sie dienen jenen, die sie kontrollieren sollen.

Sie nutzen die Zwangsgelder zur System-Erhaltung.

Hochamt kommt vor dem Fall.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/14/teurer-weihrauch-fuer-43-hochaemter-ard-zahlt-10-millionen-euro-an-jauch/

Auch der Kauf von Antiksilber hat Tücken

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Silber ist seit jeher das Gold des kleinen Mannes. Einige Silberfreunde kaufen Anlagemünzen
und Barren, andere erwerben Sammlermünzen und wiederum andere sammeln antiquarisches Silber.

Also Kunstgegenstände wie Leuchter, Dosen, Bestecke, Kännchen…

Heute will ich für letztere Silberfreunde einige Rätsel auflösen.

Viele Silbergegenstände sind gepunzt. Das heißt, daß sie mit geheimnisvollen Zeichen gemarkt
wurden. Es sind meistens Stadtmarken, Meistermarken, Silbergehaltsangaben und Steuerstempel.

Schon seit langer Zeit spielten dabei staatliche und städtische Regelwerke eine Rolle.

In vielen Ländern bildeten sich frühzeitig nationale Regelwerke heraus.

In London wurde seit 1558 nach einem Regelwerk verfahren, welches beispielhaft ist und bis
2001 fortgeführt wurde. Ein schreitender Löwe sagt daß es sich um 925/1000 Silber handelt.

Ein Löwenkopf (bis 1821 mit Krone) weist auf London hin. Und dann gibt es eine Jahrespunze mit
einem Buchstaben, wobei die Schriftart immer wieder gewechselt wurde. Ab 1784 bis 1890 kam ein
Steuerstempel dazu. Man kann jedes Herstellungsjahr verwechslungsfrei bestimmen.

Was in England immer wieder schiefgeht: Sheffield, Birmingham, Newcastle, Dublin, Edinburgh
und Glasgow haben auch Jahresbuchstaben, die mit den Londonern nicht übereinstimmen. Dadurch
kommt es selbst bei angesehenen Auktionshäusern zu Fehldatierungen. Man muß erst die Stadtmarke
deuten und dann für die Stadt die richtige Datierung anhand des Buchstabens vornehmen.

Die englische Markung von Silberwaren ist ansonsten zuverlässig. In über zehn Jahren habe
ich ein einziges Mal eine gefälschte versilberte Ware gefunden, die als Silber punziert war.

Da sind wir auch schon bei der versilberten Ware. Versilbertes wurde in England bereits
seit den 30er Jahren des 19. Jh. hergestellt, und zwar in guter Qualität. Diese Gegenstände
sind als platet mit EP gemarkt. Oder als EPNS, dann handelt es sich um einen Nickelsilberauftrag.

In Deutschland macht eine Firmenmarke öfter Ärger. Einmal bin ich auch darauf reingefallen.

Es handelt sich um einen bekrönten Adler. Es ist das Firmensignum der Firma Henniger, die seit
1824 in Berlin fast nur Neusilber herstellte. Die Potsdamer Stadtmarke für Silber ist ähnlich,
aber nicht gleich. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall. Die Firmenmarken wurden bis Mitte des
19. Jahrhunderts oft nachgemacht, um sich geschäftliche Vorteile zu erschleichen.

Neusilber ist eine Legierung, in der alles drin ist, nur kein Silber.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : prabelsblog.de

Alzheimer : Von der WHO unterstützt – Zunehmende Demens

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In den US-amerikanischen Staaten werden die Bewohner von einem faustischen Pakt
heimgesucht, die sie durch Fluor-haltige Pestizide schleichend „verdummen“ lässt.

Letztendlich entpuppt sich die hiesige WHO als für die von ihr geduldete Dummheit
verantwortlich. Ursache sind zugelassene Fluor-haltige Pestizide, die im sauren
Magen und in der Leber verstoffwechselt, das neurodegenerative Fluorid freisetzen.

Insbesondere das zur Sicherung von industriell gelagerten Lebensmitteln weltweit
eingesetzte Pestizid-Gas Sulfurylfluorid [4], das seit 2004 von der EPA in den USA,
und damit mittelbar durch Import von US-Lebensmitteln (Getreide, Kaffee, Kakaopulver
und dergl.) auch in der EU, erlaubt wurde, führt zur Aufnahme von gegenüber natürlichen
geringen Mengen stark erhöhten Mengen an Fluor, das dann im Gehirn angereichert wird[5],
insbesondere zentral steuernd, in der Melatonin-produzierenden Zirbeldrüse(Pineal gland).

Das mit der Nahrung aufgenommene Aluminium wird durch das Fluor nochmals besser
resorbierbar[3], es passiert verstärkt die Blut-Hirn-Schranke, und verstärkt
damit endgültig die neurodegenerative Wirkung des Fluors.

Biochemisch gesehen :

Aluminium bildet intrazellulär mit Fluoriden schwerlösliches Aluminiumfluorid,
d.h. zuerst bindet Aluminium an die cis-Di-Hydroxyfunktion des Ribosezuckers
der DNA, das Fluorid bindet dann an dieses Aluminium („macht den Sack zu“)
und behindert somit nachhaltig die Funktionen der DNA, insb.
die Proteinbiosynthese neuro-regulatorischer Enzyme.

Durch die lebenslange Aufnahme und Anreicherung im Gehirn kommt es z.B. bei jenen
Nervenzellen , die Transmittersubstanzen aus der Gruppe der Chatecholamine (Dopamin,
Adrenalin, Noradrenalin etc., und diese komplexieren Aluminium) bilden, letztlich
zur Vernichtung dieser infolge Aluminium- und Fluor-Akkumulation, mit der Folge
der Ausbildung einer fortschreitenden Demens ([1], ALS, Alzheimer, Parkinson etc.).

Gerade beim letzten WHO Report [2] aus 2012 kann man anhand eines Diagramms
sehr schön erkennen und nachverfolgen, wie mit fortschreitendem Lebensalter
nacheinander die sensibelsten Hirnregionen untergehen und die Symptome
abnehmender neurologischer Kompetenzen zunehmen.

Dass Aluminium (Lebensmittelzusatzstoffe; siehe E-Nummern Liste) und
Fluoride in den industriell hergestellten und servierfertig weiter –
verarbeiteten Lebensmitteln in ihrem historischen Verlauf seit ihrer
Einführung und zunehmenden Verbreitung in den Produktions-prozessen
mehr und mehr enthalten und verbreitet sind, führt zu einer unübersehbaren,
und bzgl. Auftreten verzögerten aber synchronverlaufenden Korrelation
mit der Zunahme der Demenserkrankungen in der sog. westlichen Welt[2].

Ein faustischer Pakt also, denn die einen wollen Lebensmittel haltbar machen,
somit den wirtschaftlichen Verlust durch Gammel mindern, die anderen erhalten
damit preiswert erzeugte und somit Kunden gefällig billige Lebensmittel, die
die Konsumenten dann im gleichen Maßstab wegwerfen, wie sie zuvor technologisch
durch Pestizide bewahrt werden konnten.

So erhalten die einen den wirtschaftlichen Vorteil,
und die anderen eine schlechte Erkrankungsprognose.

Unterm Strich generiert man aber volkswirtschaftlich inakzeptabel
zunehmende Pflegefälle (zurzeit 1,3 Millione in DE, in 2050
dann 3 Millionen in DE, so die Prognose).

Die WHO weiß genug über die Zusammenhänge, und schaut dem Treiben zu,
da ihre Verantwortlichen auch durch Job Hopper aus der Lebensmittelindustie
und der FDA besetzt werden, also nur den „Ethik-Bimbo“ darstellt in diesem Kartell.

Quellen :

1) : http://downloads.hindawi.com/journals/ijad/2012/914947.pdf
2) : http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/75263/1/9789241564458_eng.pdf
3) : http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8832914
4) : http://www.epa.gov/fedrgstr/EPA-PEST/2005/July/Day-15/p13982.htm
5) : http://www.fluorideresearch.org/374/files/374301-314.pdf

Tötet die Elite Kinder ?

Die Herrscher der Welt sind ein paar empathielose Folterknechte, die auch
vor den degeneriertesten Praktiken nicht zurückschrecken. Ich habe probiert,
so viele Fakten wie möglich in das Video zu stecken.

Die im Titel gestellte Frage sollte damit beantwortet sein.

TV-Duell: Das Fernsehen versagt kläglich als Mittel der Aufklärung

Im TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück war die mediale Republik für anderthalb Stunden gleichgeschaltet. Solche Duelle dienen der großen Vereinfachung, an der Staats-TV und Politik aus unterschiedlichen Gründen ein vitales Interesse haben. Genau deshalb sind sie zutiefst undemokratisch. Denn es geht den Eliten in Medien und Politik nicht darum, dem politischen Willen Deutschlands zum Durchbruch zu verhelfen.

TV-Duell: Die Demokratie als Nullnummer, das Fernsehen als Paradeplatz der Langeweile, als perfekter Ort der Desinformation.

TV-Duell: Die Demokratie als Nullnummer, das Fernsehen als Paradeplatz der Langeweile, als perfekter Ort der Desinformation.

Das Fernsehen als Mittel der politischen Aufklärung hat ausgedient. Das mit großer Selbstgefälligkeit inszenierte Spektakel von ARDZDFRTLPRO7 brachte am Sonntag die ernüchternde Erkenntnis: Im Fernsehen treffen nicht kritische, gut informierte, unabhängige Journalisten auf Politiker, die sich vor den Fragestellern fürchten müssen.

Hier treffen Schauspieler aufeinander, die ihre Rollen spielen.

Sie spielen Demokratie.

Doch in Wahrheit geht es darum, dass sich ausgewählte Medien im Lichte der Mächtigen sonnen dürfen.

Wie hart der Kampf um den Platz an der Sonne geführt wird, zeigt ein Bruderkrieg im Reich der Öffentlich-Rechtlichen: Bis zuletzt musste der Deutschlandfunk darum kämpfen, das Duell live übertragen zu dürfen. Weil die TV-Sender auf ihr „Urheberrecht“ pochten, musste der DLF kämpfen, um die Show auch noch live im Radio übertragen zu dürfen. Schließlich lenkten die Sender ein, und die Fragestunde lief auch im Radio.

Der DLF hätte in der Zeit besser eine Beethoven-Symphonie gespielt.

Der grundlegendste Mangel des TV-Duells: Es ist zutiefst undemokratisch. Der Deutsche Bundestag ist keine Zwei-Parteien-Veranstaltung. Wer Spitzenkandidat der CDU und der SPD ist, tut eigentlich nichts zur Sache. Der Bundestag besteht aus 620 frei gewählten Abgeordneten. Sie sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. So sieht es das Grundgesetz vor.

Diese zentrale Regel der Verfassung wird in der Praxis längst mit Füssen getreten: Der Steuerzahler muss zwar 620 Abgeordnete durchfüttern. Doch diese sind nicht mehr ihrem Gewissen, sondern ausschließlich ihrer Fraktionsführung verantwortlich. Abweichler werden isoliert, wie man am Fall einer Euro-Debatte bei Fran Schäffler von der FDP sehen konnte (hier).

Mit der Verengung auf ein „Duell“ wird dieser Trend zur Marginalisierung der Abgeordneten verstärkt. Denn hier kommen nicht einmal die Fraktionsvorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Parteien zu Wort. Von neuen Parteien, die sich bilden, weil Bürger besonders engagiert sind, ist nicht die Rede.

Die Eliten haben eine Vorauswahl getroffen. Damit soll dem Wahlvolk insinuiert werden, dass Merkel und Steinbrück wichtiger sind als die anderen. Es wird so getan, als könnte der Wähler tatsächlich informierter entscheiden, wenn er hört, was die beiden Mächtigsten zu sagen haben.

Diesem Kardinalfehler liegt die gefährlichste Tendenz der aktuellen Politik zu Grunde: Es ist die Sehnsucht nach der großen Vereinfachung.

Entsprechend inhaltsleer war daher auch die Fragerunde: Vier Journalisten spulten einen mit den Kandidaten längst abgesprochenen Fragen-Katalog ab. Es wurde im Zeitraffer alles durchgehechelt, was im gängigen Polit-Kauderwelsch zur relevanten Materie erklärt wird: Euro-Krise, Gesundheits-Krise, Renten-Krise, Syrien-Krise, Niedriglohn-Krise.

In keinem einzigen Thema war einer der Frager Experte. Daher gab es auch kein sachlich begründetes Nachfragen. Es gab formale Nachfragen – doch die waren dem Primat der Oberflächlichkeit geschuldet. Das Motto: Ich habe Sie etwas gefragt, bitte antworten Sie, damit wir einen Haken dahinter machen können. Sie können mich auch gerne anlügen, es geht hier nicht um Inhalte.

Vermutlich haben die am TV-Duell teilnehmenden Sender die meiste Zeit der Vorbereitung damit zugebracht, die Bekleidung abzustimmen und die Fragen zu verteilen. Der einzig lebendige Fragesteller war Stefan Raab. Bei ihm konnte man merken, dass es auch noch gelegentlich mit normalen Menschen spricht.

Die anderen: Hülsen, Stöckchen, Phrasen, Pathos.

Auf jeden Fall keine Fachkompetenz in einer der Materien.

Solcherart beschäftigt, stellen die Moderatoren-Journalisten keine Gefahr für die Herrschenden dar.

Denn die große Vereinfachung ist nicht nur die Sehnsucht vieler Bürger.

Die große Vereinfachung ist die berechnend eingesetzte Strategie der herrschenden Eliten: Die Abhängigkeit der Politik von der Finanzwirtschaft, von Lobbyisten, Interessensgruppen und Spin-Doktoren, PR-Beratern ist so groß geworden, dass die Politiker längst einen unausgesprochenen, parteiübergreifenden Konsens gefunden haben: Sie spielen Rollen, um nicht die Wahrheit sagen zu müssen. Sie ignorieren die Wahrheit, weil sie ja nur Rollen spielen müssen.

Daher gehen dann auch Sätze verloren, die eigentlich politischer Sprengstoff sind.

So sagte Angela Merkel zum Syrien-Einsatz, dass eine deutsche Teilnahme gar nicht in Frage komme, weil Deutschland über solch einen Einsatz nicht ohne Erlaubnis der Nato und der EU entscheiden dürfe.

Gab es da nicht irgendwann einmal das Konzept der nationalen Souveränität? Heißt das, dass Deutschland seine nationalen Interessen gar nicht mehr wahrnehmen kann, selbst wenn es eine ernste Bedrohung gäbe, die sich gegen Deutschland richtet? Darf sich Deutschland nicht mehr verteidigen, wenn die Zustimmung aus Brüssel nicht vorliegt?

Das Thema der eingeschränkten Souveränität Deutschlands hatte die Kanzlerin kürzlich in Stuttgart eingeholt (hier). Sie zog sich mit dem geschickten Umschiffen der Wahrheit aus der Affäre. Die Frage dazu war ihr jedoch von einem Bürger gestellt worden, nicht von einem TV-Moderator. Dem Bürger war das Thema ein Anliegen. Er fragte daher engagiert und sachkundig. Und er brachte die Kanzlerin mehr zum Schwitzen als die vier hochbezahlten Vertreter der zum Großteil staatlich finanzierten Infotainment-Industrie.

Zur NSA befragt sagte Merkel folgenden bemerkenswerten Satz: „Auf deutschem Boden haben wir derzeit keinen Anlass anzunehmen, dass uns die NSA flächendeckend ausspioniert.“

Das heißt: Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Deutschen jederzeit wieder ausspioniert werden können. Es gibt keinerlei Handhabe gegen die massiven Einschränkungen der Souveränität. Merkel sagte, dass sie „derzeit“ nicht wisse, ob Deutschland „flächendeckend“ ausspioniert wird. Das bedeutet: In Einzelfällen geht die Schnüffelei und die Verletzung von Datenschutz und Bürgerrechten offenbar munter weiter. Und Server, auf denen die Deutschen ihre Emails gespeichert haben, müssen ja nicht „auf deutschem Boden“ stehen.

Zu all diesen grundlegenden Fragen gab es keine kritischen Nachfragen und erst Recht keine Antworten.

Das TV-Duell der privilegierten Großparteien verfolgt keinen journalistischen, wahrheitssuchenden, aufklärerischen Zweck.

Das TV-Duell der Großen ist eine Inszenierung, in der die „Eliten“ aus Politik und Medien einander versichern, dass sie einander nicht wehtun wollen. Anne Will zeigte sich danach in der Jauch-Show (mit den wichtigsten investigativen Journalisten des Landes: Fussballtreter Paul Breitner und Frauen-Versteherin Alice Schwarzer) geradezu gerührt über die fantastische Kompetenz der Kollegen, vor allem aber über die unmenschlichen Fähigkeiten der zwei Mächtigen, denen gegenüber sie gerade 90 Minuten lang stehen durfte. Will sagte, sie sei zutiefst beeindruckt gewesen von der ungeheuerlichen Konzentrationsfähigkeit der Kandidaten: Merkel und Steinbrück konnten am Ende des gnadenlosen Verhörs noch ein paar gerade Sätze sprechen. Will; „Und das in 1:30 Minuten – das ist ja eine Ewigkeit!“ Will lobte sich selbst und sagte, dass sie selbst die Strapazen der 90 Minuten gerne weggesteckt habe, weil sie ihren gut bezahlten Job als „Dienst an der Demokratie“ verstehe.

Ja – und da darf dann auch der Erfinder der „Demokratieabgabe“ nicht fehlen: Der knallharte Putin-Befrager Jörg Schöneborn wertete Umfragen aus, von denen keiner weiß, woher sie kommen und mit wem sie geführt wurden.

Im Ergebnis präsentierte Schönenborn Peer Steinbrück als Sieger, der zur „Halbzeit“ noch gleichauf mit Merkel gelegen war.

Viele Medien griffen, stets Pawlowsche Hündchen, den Fußballjargon dankbar auf.

Der Spiegel, gerade mitten im Prozess einer veritablen Selbstzerfleischung ohnehin nur noch „bedingt abwehrbereit“ vereinfachte schließlich so, dass jeder Simpel aus dem Wahlvolk es verstehen muss:

„Das war 0:0“ – lautete die Schlagzeile der großen Investigativ-Truppe bei Spiegel Online.

Die Demokratie als Nullnummer, das Fernsehen als Paradeplatz der Langeweile, als perfekter Ort der Desinformation.

Null zu Null.

Die Sturmgeschütze liegen verrostet im Keller.

Die „Eliten“ haben freie Bahn.

 

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/02/tv-duell-das-fernsehen-versagt-klaeglich-als-mittel-der-aufklaerung/