Wer hat uns Verraten ? – Die Sozialdemokraten : Leiharbeit – Der angebliche „Durchbruch“ der Frau Nahles

leiharbeit_1935125Was die Bundesarbeitsministerin als „Durchbruch bei der Leiharbeit“ bezeichnet, ist
tatsächlich ein DURCHBRUCH: Alle bisher bekannten Grenzen beim Schutz der Arbeitnehmer
vor dem Mißbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen wurden durchbrochen.

1.)
Nach dem bisherigen § 1 AÜG erfolgt die ANÜ „vorübergehend“. Die bislang nicht geklärte
Frage ist die nach den Rechtsfolgen einer z u langen Überlassung. Der Gesetzentwurf von
Frau Nahles sieht hier keinerlei Regelungen vor. Weiterhin bleiben Verstöße gegen diese
„Grenze“ individualrechtlich ohne Folgen. Schlimmer: Nun sind Überlassungen von 18 Monaten
Dauer generell zulässig.

Mit Hilfe von Tarifverträgen (und abschlußwilligen Gewerkschaften, wie zB der DGB-
Tarifgemeinschaft Zeitarbeit) kann diese Grenze nach oben hin verschoben werden. Dabei
können sogar Überlassungen von mehr als 24 Monaten (!) zulässig sein. Noch schlimmer:
Abweichungen werden nun erstmals nicht nur durch VERSCHLECHTERNDE Tarifverträge erlaubt
sondern dort, wo keine Tarifverträge gelten, sogardurch Betriebsvereinbarungen mit Betriebsräten.

Sollten also die DGB-Gewerkschaften sich entgegen ihrer bisherigen Praxis nicht als
„Sozialpartner“ erweisen, so bliebe den Unternehmen immer noch die Installation willfähriger
Betriebsräte. Vor allem aber ignoriert das Projekt die empirische Tatsache, daß die Mehrzahl
der Leiharbeiter ohnehin nicht länger als 3 Monate „überlassen“ werden, sodaß schon deshalb
vermeintlicher „Schutz“ gar nicht erreicht werden kann und auch nicht erreicht werden soll.
2.)
Nach § 9 Nr.2 AÜG haben schon nach geltender Rechtslage Leiharbeiter Anspruch auf
gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Davon kann nur durch Tarifvertrag abgewichen werden.

Die DGB Tarifgemeinschaft
Zeitarbeit hätte längst ihren „abweichenden“ Tarifvertrag kündigen können. Ohne diesen
Tarifvertrag wären dann nämlich Leiharbeiter gleichgestellt. Frau Nahles führt auch hier
jetzt eine VERSCHLECHTERUNG ein, indem sie den Leiharbeitnehmern erst nach 9 Monaten (also
nicht wie nach dem bisherigen Gesetz ab sofort) gleichen Lohn gewähren will.

3.)
Leiharbeiter sollten ursprünglich gar nicht als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen.

Nun hat Frau Nahles festgelegt, sie dürften eingesetzt werden,
sofern sie „keine Arbeiten von Streikenden“ verrichten.

Was aber sind mal ganz PRAKTISCH gefragt, überhaupt „Arbeiten während eines Streiks“ ?
Sie sind Streikbruch. Auch hier besteht der „Durchbruch“ der
Ministerin im, Durchbrechen aller bislang bekannten Grenzen.

4.)
Bei Scheinwerkverträgen ist Frau Nahles ebenfalls gegenüber den Forderungen von CDU/CSU
zurückgewichen. Während bislang mehr oder weniger klare Kriterien für die Abgrenzung von
Werkvertragsarbeit gegenüber Arbeiten für den Stammbetrieb vorgesehen waren, wird jetzt
nur noch eine Leerformel angewandt, die genauso unsicher ist, wie die jetzt von der
Rechtsprechung zugrunde gelegten Kriterien.

Fazit: Der angebliche „Durchbruch“ von Frau Nahles besteht in einer Verschlechterung der
Rechtslage der Leiharbeiter und der Werkvertragsarbeiter. Der Mißbrauch wird erleichtert
und sozusagen „legalisiert“. Zudem verstärkt das Projekt die Instrumentalisierung von
Gewerkschaften und Betriebsräten für die Ziele der Unternehmer. Das aber ist nichts anderes
als eine Auflösung des KERNBEREICHS des Arbeitsrechts.

von Rechtsanwalt Dr. Rolf Geffken

Marc-Uwe Kling : Wer hat uns verraten ?

 

Der Arbeiter hat keine Macht

rente-mit-67-410Solange die Weltbevölkerung weiterhin wächst, wird er gnadenlos ausgebeutet
und Arbeitskräfte unterschiedlicher Länder werden gegeneinander ausgespielt.

Dem liegt keine Notwendigkeit, kein unabwendbares Schicksal zugrunde,
sondern alleine die kalte Gier vergleichsweise weniger Dynastien.

Das einzige, was der Arbeiter zu Markte tragen kann,ist seine Haut.

Seine Lebenszeit und -qualität und seine Gesundheit.

Und anstatt die Verhältnisse sich kontinuierlich besserten und Mitbestimmungsrechte
größer wurden, sind sie aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung längst wieder
rückläufig.

Hinzu kommen überflüssige, „unnötige“ und subventionierte Arbeit sowie Überproduktion,
Ausbeutung durch (nie bezahlte) Exporte) und Belastung von Umwelt, Natur und Geldbeutel
durch geplante Obsoleszenz. (worauf die Klimamafia selbstverständlich nicht hinweist).

Die SPD ist längst keine Arbeiterpartei mehr, sondern organisierter Hochverrat am
deutschen Werktätigen. Hartz4 und Deregulierung der Finanzmärkte sind ihr, bzw.
„Rot-Grün“ zu verdanken. Das kommt einer Verhöhnung ihrer traditionellen Klientel gleich.

Die zukünftige Auseinandersetzung darf nicht um Ideologien stattfinden. Dann
haben die Reichen schon gewonnen. Es geht (wie immer) um Arm-Reich. Leider.

Denn wären die Reichen tatsächlich Eliten, zeigten sie irgendwann auch Vernunft
im Sinne eines Gemeinwohls,von dem auch langfristig ihr eigenes abhängt.

Deutsche Kultur ..

Friedrich_FroebelEnde September 2015 fand der letztjährige Jahresempfang der REWE-Gruppe
statt, im Quartier 205 an der Berliner Friedrichstraße. Ich war dabei.

REWE-Vorstandschef Alain Caparros, ein in Algerien geborener Franzose, hielt
eine joviale Ansprache. Er sei gerade Deutscher geworden, sagte er, und freue
sich sehr darüber. Er bewundere die deutsche Kultur. Kurze Pause, gerade Zeit
genug für meine Freu-Neuronen, kurz zu feuern. Kurz, denn gleich darauf präzisierte
Caparros: “Die deutsche Willkommenskultur.”

Nach seiner Ansprache stellte ich ihn zur Rede. Die Stimmung in der Bevölkerung
sei dabei, zu kippen. Das sei ihm egal, “wir müssen helfen.” Es kämen aber doch
aus diesen Ländern weit unterdurchschnittlich intelligente Menschen zu uns, die
hier weder produktiv werden noch integrierbar sein könnten.

Antwort: “Das wissen Sie nicht.”

Doch, das wußte ich sehr wohl, nicht erst seit Prof. Rindermanns Veröffentlichung
zum Thema. Das ist Statistik. Und Lebenserfahrung. Und Urteilskraft. Und Mut zum
Urteil. Nun gut.

Der Unterschied zwischen seiner Begeisterung und dem Wenigbegeistertsein etwa von
BASF-Chef Kurt Bock und Münchener Rück-Chef von Bomhard erklärt sich leicht:

Die BASF braucht Chemiker, mindestens höherqualifizierte Facharbeiter, die Münchener
Rück Mathematiker. Caparros braucht Kassierer und Regaleinräumer. So einfach ist das.

Ach so, vielleicht spielt die Kultur ja doch auch noch eine gewisse Rolle. Bock und
von Bomhard sind so richtige – Deutsche. Caparros ist (seit letztem September)
Deutscher mit welschem Migrationshintergrund. Wie die de Maizieres. Die hätte der
im Jahre 1685 großzügig nach Brandenburg einladende Große Kurfürst damals nicht
ins Land gelassen, hätte er von ihren späteren Schandtaten als Stasi-Spitzel
(Clemens und Lothar de Maiziere),Steigbügelhalter für Merkel und illegaler
Grenzöffner (Thomas de Maiziere) gewußt.

Nichts gegen Hugenotten, meine Familie ist selbst voll davon. Frankreich
geht es ja heute vielleicht nur deshalb so schlecht, weil man damals seine
Besten nach Brandenburg geschickt hat.

Wie die Vorfahren des preußischen Leutnants von François, der 1809 in der Schillschen
Schar gegen die fremden Besatzer aus der früheren Heimat focht. Leider aber kamen auf
die Einladung des Großen Kurfüsten hin auch ein paar unangenehme “Einzelfälle” mit.

Am Fall der de Maizieres sieht man jedenfalls, wie wichtig die
genaue “Einzelfall”-Prüfung eines jeden Migrationswilligen ist.

Wir Deutschen waren und sind einfach zu gutmütig.

Das soll auch so bleiben.

Im Innern. Dafür braucht man wohlkontrollierte Grenzen
nach außen, die der Gutmütigkeit ihren Raum sichern.

Von Friedrich Fröbel

Steuern wären kein Diebstahl wenn ..

20101119_Fiskus_Steuern_Schaeuble.. sie nicht von einem so korrupten wie verschwenderischen Staat eingetrieben
werden, und alleine das Volk über ihre Verwendung zu entscheiden hat.

Sie wären lediglich dann Diebstahl, wenn jedem Bürger das Recht auf Selbstversorgung
und Wohnstätte gewährleistet würde, und alles darüber hinaus „Privatangelegenheit“ wäre.

Das Recht auf Selbstversorgung und „Wohnstätte“ hat jedes Tier, dem Menschen wurde es
aufgrund des „Land-Grabbing“ (eine Grundvoraussetzung des Kapitalismus)gewaltsam entzogen.

Dies führte zu Unmündigkeit und Abhängigkeit von Lohnarbeit zu Gunsten Dritter
unter Ausbeutung des Mehrwerts und Diebstahl wertvoller Lebenszeit.

Daran gibts nichts zu rütteln.

Seltsamerweise wird den Menschen, insbesondere den deutschen Menschen, ständig
eine Erbschuld suggeriert, für die sie bestenfalls bis St.Nimmerlein zu haften haben.

Die Erbschuld ursprünglicher Enteignung wird jedoch stets diskret übergangen und nicht ausgeglichen.

Dabei profitieren Banken und Großkonzerne sowie ihr Sachwalter,
der Staat“, bis heute von dieser Enteignung und Entrechtung.

Weshalb der Staat eben diese Gruppen steuerlich auch entsprechend begünstigt.

Die große Volksverarschung ..

mel116a.. beruht wesentlich auf drei Kardinal-Dogmen :

1.)
Für seinen Lebensunterhalt hat man in Vollzeit zu arbeiten. Am besten
bis 85. Der Beruf ist das wichtigste Merkmal des Personalausweisträgers.

„Zur Zeit arbeitslos“ ist ein Stigma, das schnellstmöglich zu beseitigen ist.

2.)
Wir haben ein „Generationenproblem“, bzw. ein Demographisches Problem

3.)
Multikulturelle Gesellschaften sind erstrebenswert.

Alle drei Punkte lassen sich in heutiger Zeit und bei heutiger Produktivität
widerlegen, bzw. sind bereits widerlegt. Alle drei Punkte sind nur deshalb
von Bedeutung, weil einige wenige den Hals nicht voll genug kriegen.

Der wahre Grund der 40 Stunden Woche und warum wir Sklaven der Wirtschaft sind

Ouvrier-Hydraulic-Machinery-1900_Fonds-Hydraulic-Machinery-Écomusée-du-fier-monde-650x250Wirtschaftliche Ausbeutung oder auch Lohnsklaverei bezieht sich auf die völlige
und unmittelbare Abhängigkeit des Einzelnen von seinem Lohn, um zu überleben.
Obwohl die Menschen immer schon arbeiten mussten, um ihr Auskommen zu sichern,
leben wir heute in einer Kultur, die uns glauben machen will, dass wir
wirtschaftliche Freiheit besitzen.

In Wahrheit allerdings, was den meisten Bürgern nicht bekannt ist, sind wir in
Sklaverei geknechtet. Wir akzeptieren eine 40-Stunden-Arbeitswoche mit geringem
Stundenlohn automatisch als normal, obwohl viele Überstunden machen und trotzdem
um das Überleben kämpfen.

Es gibt auch solche, die genug verdienen, um komfortabel zu leben. Aber es gelingt
ihnen nicht, weniger Stunden zu arbeiten – entweder arbeitet man 40 Stunden pro
Woche, oder man bekommt gar keine Arbeit. Wir unterwerfen uns einer Kleiderordnung,
Zeiten für Arbeitsbeginn und Feierabend, wann wir essen dürfen und sogar wann wir
auf die Toilette gehen dürfen. Wie ist es dazu gekommen, dass wir all das zulassen?

Die 40-Stunde-Woche entwickelte sich während der Industriellen Revolution in England,
als die Arbeiter zwischen 10 und 16 Stunden pro Tag schufteten und eines Tages zu
protestieren begannen. Die Arbeitssituation für Amerikaner verschlechterte sich
ebenfalls und ab 1836 verlangte die Arbeiterbewegung in ihren Veröffentlichungen
ebenfalls eine 40-Stunden-Woche.

Die Bürger waren in beiden Fällen so überarbeitet, dass ein Acht-Stunden-Tag nur
zu gern akzeptiert wurde. Dieses System ist heute nicht mehr notwendig, wenn es
das überhaupt jemals war, aber wir akzeptieren es immer noch aufgrund der
Auswirkungen unserer kapitalistischen Gesellschaft.

Viele Faktoren trugen zur Entstehung unseres derzeitigen wirtschaftlichen Systems
bei und zu unserer anhaltenden Akzeptanz der 40-Stunden-Woche, wobei die drei
ausschlaggebenden Faktoren Konsumverhalten, Inflation und Schulden sind.

Zunächst ist es wichtig, dass wir den Begriff Inflation genau
verstehen, welche Auswirkungen sie hat und wie sie zu Schulden führt.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Der Wächter

Sklavenleben ..

 

Sei mal ehrlich zu Dir selbst. Wieviel von dem was in dieser satirischen
Darstellung gesagt wird, spiegelt sich in Deinem Leben wieder ?

Lege die Scheuklappen ab und erkenne, in was für
kranken und niederträchtigen „System“ wir leben.

Lasse Dir vor allem nicht von Demagogen und schmierigen Gestalten
erzählen, dass alles „super“ sei und Deine berechtigten Sorgen “
neurechtes Verhalten“ o.ä. seien. Solche völlig verblendeten
Menschen profitieren entweder gehörig vom Status Quo oder
sind schlichtweg geistesgestört.

„Wer nicht zwei Drittel seines Tages für sich hat, ist ein Sklave“

arbeitssklavenHauptmangel der tätigen Menschen. Den Tätigen fehlt gewöhnlich die höhere
Tätigkeit: ich meine die individuelle. Sie sind als Beamte, Kaufleute, Gelehrte,
das heißt als Gattungswesen tätig, aber nicht als ganz bestimmte einzelne und
einzige Menschen; in dieser Hinsicht sind sie faul.

Es ist das Unglück der Tätigen, daß ihre Tätigkeit fast immer ein wenig
unvernünftig ist. Man darf zum Beispiel bei dem geldsammelnden Bankier
nach dem Zweck seiner rastlosen Tätigkeit nicht fragen: sie ist unvernünftig.

Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik.

Alle Menschen zerfallen, wie zu allen Zeiten so auch jetzt noch, in Sklaven
und Freie; denn wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein
Sklave, er sei übrigens wer er wolle: Staatsmann, Kaufmann, Beamter, Gelehrter.

Friedrich Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches
– Anzeichen höherer und niederer Kultur)

von PecuniaOlet

Wir sind Menschen und nicht „Sklaven ohne Ketten“ !

moderne_sklaven„Affen in Freiheit sind die nettesten, freundlichsten Tiere, der Herrscher
ist immer ein solcher, der besonders freundlich ist , der die Fähigkeit hat,
Freundschaften zu bilden, und die obersten (führenden) drei Affen sind die
besten Freunde in der ganzen Schar.

Und wenn Sie nun dieselbe Affenkolonie einsperren und näher zusammendrängen,
dass sie also nervös und unter Stress bzw. seelischer Belastung leiden,
dann ändert sich das Bild vollkommen :

Sie finden jetzt plötzlich, dass in der obersten Reihe der Affenhierarchie,
also der Oberaffe und der zweite Affe, die größten Feinde sind und während
vorher stets ein freundliches und gutes Männchen zum Führer heranreifte,
ist jetzt unter den Bedingungen der Belastung der brutalste, ekelhafteste,
ordinärste und körperlich stärkste Kerl der Oberaffe, das Alpha-Tier.“

Dies sagte der Verhaltensforscher Konrad Lorenz in einem
Interview zu seinem Buch „Das sogenannte Böse“ im Jahre 1970.

Diese Aussage bestärkt mich in meiner Zivilisations- und (implizit auch) Staatskritik.

Und aus diesem Grund gibt es den Blog „Volksbetrug“ !

Denn wir werden in das beengende Korsett des Staates und der Zivilisation
gepresst, nicht umgekehrt – das heißt, Staat und Zivilisation richten sich
nicht nach dem Menschlichen, sondern nach dem Mächtigen.

Der Staat macht das Land teuer, soziales Elend und Armut gibt es erst, seit
es Staaten gibt. Kriege ohnehin. Wer anderes behauptet, beweise das Gegenteil!

Hunger in großem Ausmaß gibt es, seit es Staaten gibt. Dass das Leben als
Mühsal und Leid betrachtet wird, gibt es, seit es Staaten gibt. Deshalb
gibt es auch erst, seit es Staaten gibt sogenannte „Erlösungsreligionen“.

Das Bedürfnis nach Erlösung in einer anderen Welt, die Sehnsucht
nach einem besseren Jenseits gibt es erst, seit es Staaten gibt.

Kein Naturvolk betrachtet das Leben als Leid und Mühsal und auch nicht als
Daseinskampf. Es gab Ausnahmen in der Geschichte. Doch stets wurde der Staat
früher oder später zum reinen Werkzeug der Mächtigen.

Und je größer er war, desto schlimmer die Folgen auch für andere
Staaten. Heutzutage werden diese Ausnahmen in aller Regel
„demokratisiert“, bei den Römern „befriedet“ (pacare).

Heute gibt der Staat vor, für Frieden, Wohlstand und Freiheit zu sorgen.

Das ist in etwa so, wie wenn in ein gut gehendes Restaurant plötzlich
die Mafia hereinbricht und 70 Prozent des Umsatzes verlangt, um Dich
vor „anderen“ Ganoven zu schützen.

Für den Wohlstand sorgt dann der Rest Deines Umsatzes, während
sich die „anderen“ den Gewinn unter sich aufteilen. Etwas vornehmer
und „ätherischer“ selbstverständlich. Man hat ja Kultur.

Wenn wir aus der Enge der Großstadt ausbrechen, die Natur beispielsweise beim
Camping genießen, angeln, grillen und abends gemütlich ums Lagerfeuer sitzen
und schwatzen, sind wir die besseren Menschen – daran besteht kein Zweifel.

Beim Campen oder Outdoor-Abenteuer gibt es keinen Unterschied zwischen Arm
und Reich, Führungskraft oder „einfachem“ Arbeiter. Weshalb suchen wir das
Abenteuer oder die Erholung in der Natur? Wohl weil wir zurück wollen zum Ursprung.

Der Stress, den (unsere Art) Arbeit und knallharter Wettbewerb mit sich bringen,
und der in erster Linie (ich kann es nicht oft genug sagen) unserem Geldsystem
im wahrsten Sinne des Wortes ge-schuldet ist, die Demütigung, die unverschuldete
Arbeitslosigkeit bewirkt, der ständige Zwang zu ökonomischem, bzw. „Sharholder-
Value“-gemäßen Handeln und Denken, der die Gesellschaft bis in die feinsten
Kapillaren vergiftet und entmenschlicht, ist nicht nur einer der entscheidenden
Gründe für die Negativauslese der „Eliten“ dieser Gesellschaft, sondern auch
für die Krankheit, die man gemeinhin das „Böse“ nennt.

Die überwältigende Mehrheit der Menschen ist eben nicht von Natur aus
zum Bösen veranlagt. Das Böse ist in vielen Naturreligionen und auch
im Zoroastrismus eine Art Krankheit, die in unseren zivilisatorischen
Verhältnissen lediglich einen besonders guten Nährboden findet.

Auch dass es unter diesen Verhältnissen zu sogenannter „Fremdenfeindlichkeit“
kommt, ist alles andere als Bosheit, sondern verhaltenspsychologisch völlig
normal und nachvollziehbar, auch wenn manche das nicht so sehen wollen, und
mit dem moralischen Zeigefinger auf andere zeigen, statt in den Spiegel zu
sehen und die Ursachen dort zu suchen, wo sie ihren Ursprung haben.

Alles Tier ist im Menschen, aber nicht alles Menschenhafte im Tier.