Gesinnungs-Hilfs-Polizisten

von https://sciencefiles.org

Die Helden des Alltags, sie haben sich verändert.

Früher waren Helden des Alltags Menschen, die etwas Produktives, etwas für andere Hilfreiches getan haben. Heute sind diejenigen, die sich für Helden des Alltags halten, die sich auf die Schulter schlagen und dafür auch noch Zuspruch erwarten, Verbalakrobaten, selbstgerechte Krieger für das von Ihnen verkündete Heil, Streiter gegen alle Ismen, gegen die Opposition verspricht, Browniepoints einzubringen und vor allem: nicht mit Unannehmlichkeiten verbunden zu sein.

Während man Helden des Alltags in früherer Zeit oft bewundern konnte, kann man die modernen Helden des Alltags nur verachten:

Da feiert sich einer dafür, dass er ein „Rentnerpärchen“ in der Berliner U-Bahn belauscht hat. Er feiert sich dafür, dass er sie nicht nur belauscht, sondern nach seiner Version auch zurechtgewiesen hat, weil ihm das, was er erlauscht hat, nicht gefallen hat. Diese Erweiterung zur DDR-Tradition der Blockwarte lässt ungute Erinnerungen an ein Gesetz aufkommen, das im März 1933 durch Verordnung des Reichspräsidenten vorbereitet und im Dezember 1934 unter der Bezeichnung „Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Staat und Partei …“ verabschiedet wurde:

„(1) Wer öffentlich gehässige, hetzerische oder von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates oder der NSDAP, über ihre Anordnungen oder die von ihnen geschaffenen Einrichtungen macht, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben, wird mit Gefängnis bestraft. (2) Den öffentlichen Äußerungen stehen nichtöffentliche böswillige Äußerungen gleich, wenn der Täter damit rechnet oder damit rechnen muß, daß die Äußerung in die Öffentlichkeit dringen werde.“

Es hat viele wissenschaftliche Autoren fasziniert, wie einfach es im Dritten Reich gewesen ist, Bürger gegen Bürger in Stellung zu bringen. Den einen als Überwacher, den anderen als Überwachten. Den einen als Volksgenosse, den anderen als Volksschädling, den einen als Denunziant, den anderen als Denunzierten. Sie alle haben nicht wirklich eine Antwort auf die Frage gefunden, warum es manchen Deutschen so großen Spaß zu machen scheint, sich bei dem, was sie für die Obrigkeit halten, anzudienen.

Und gut 85 Jahre später stehen wir vor derselben Frage.

Vielleicht finden wir dieses Mal eine Antwort. Was bringt einen Menschen dazu, andere Menschen in der U-Bahn nicht nur zu belauschen, sondern sie darüber hinaus wegen einer Gesinnungsstraftat anzupöbeln, einer, von der er offenkundig denkt, dass sie von „niedriger Gesinnung“ zeuge und dazu geeignet sei, das „Vertrauen des Volkes zur politisch“-korrekten Gesinnung zu unterminieren?

Es ist wohl eine sozialpsychologische Erklärung, die man in Ansatz bringen muss, eine, die bei den Robbers Cave Experimenten von Muzafer Sherif ansetzt. Sherif konnte zeigen, dass es sehr einfach ist, eine Gruppe kleiner Jungen, die aufgrund ihres Alters noch nicht in der Lage waren, eine personale Identität auszubilden, mit einer sozialen Identität, einer Zugehörigkeit zu einer Gruppe auszustatten, der Gruppe der Rattlers oder der Eagles. Ist die Gruppe erst einmal konstituiert, kann man denjenigen, deren Persönlichkeit über die Gruppe determiniert wird, schnell einen gemeinsamen Sinn und einen gemeinsamen Feind geben und dafür sorgen, dass sie den Gruppensinn in einem Symbol ausdrücken, einer Fahne, einem Fetisch, was auch immer, den sie gegenüber Fremdgruppen verteidigen. Im nächsten Schritt werden Übergriffe auf die Fremdgruppe zu Akten, die Status in der Eigengruppe verschaffen und fertig ist der Antagonismus der Jungengruppen, der bei Sherif so heftig wurde, dass er vorzeitig und schlichtend in sein Experiment eingreifen musste.

Offenkundig sind manche heute nicht über das Stadium hinausgelangt, in dem sich die Jungen bei Sherif, die alle um die 12 Jahre alt waren, befunden haben.

Das Belauschen anderer mit dem Zweck, sie bei Gesinnungsverbrechen zu ertappen und dann zurechtzuweisen, soll sozialen Status verschaffen. Damit der soziale Status auch erreicht wird, muss die Aktion über soziale Medien verbreitet werden, in der Hoffnung, dass sie aufgenommen und gefeiert wird.

Zwangsläufig ist derjenige, der mit solchen Aktionen sozialen Status erzielen will, niemand, der es bislang geschafft hat, eine personale Identität zu entwickeln. Er ist vollständig vom Zuspruch seiner Eigengruppe abhängig, und dieser Zuspruch wird ihm auch zuteil, denn er hat sich als folgsamer kleiner Junge erwiesen, der brav tut, was die Gruppe von ihm erwartet, was ihm erst seine soziale Identität gibt.

Das ist natürlich kein Verhalten, das ein erwachsener Mensch zeigt, es ist ein retardiertes Verhalten, das jemand zeigen muss, der im sozialen Leben keinen Fuß auf den Boden bringt, wenn er sich nicht als freiwilliges Mitglied der Gesinnungspolizei andient. Dass er sich dabei leichte Opfer sucht und sich nicht etwa mit Muslimen oder mit Rechtsextremen oder mit Linksextremen anlegt, zeigt die Verzweiflung, mit der die soziale Identität gebaut werden muss.

Wir haben die Hypothese, dass der Erfolg faschistischer Organisationen darauf zurückzuführen ist, dass sie denen Heimat geben, die es nicht schaffen, sich eigenständig im Leben zu verorten, die auf vorgegebene kollektive Inhalte und Angebote zurückgreifen müssen, um ein Bild von sich selbst zu entwickeln. Dass dieses Bild von sich selbst dann notwendig kein eigenständiges, sondern ein geliehenes Gruppenbild ist, macht sie einfach zu steuern und für Faschisten aller Art so hilfreich.

Politikwissenschaftlich betrachtet sind Personen, die ihre Aufgabe darin sehen, als Hilfs-Gesinnungspolizist durch die Städte zu ziehen, um andere bei einem Gesinnungsverbrechen zu ertappen, eine Katastrophe. Demokratische politische Systeme leben nicht nur von der Pluralität und der Vielfalt der Meinungen, sie leben vor allem davon, dass diejenigen, die sich in politischen Positionen finden, kontrolliert werden. Politische Systeme, in denen die Bürger sich gegenseitig, nicht aber die Inhaber politischer Positionen kontrollieren, sind der optimale Nährboden für politische Korruption und Totalitarismus. Daher haben politische Akteure ein Interesse daran, Bürger gegeneinander in Stellung zu bringen, und natürlich haben sie ein Interesse daran, Organisationen zu finanzieren, zu unterhalten, die Bürger bestärken, deren Lebenssinn darin besteht, andere zu überwachen.

Was die Frage aufwirft, wer eigentlich die Neuen Deutschen Medienmacher finanziert.

https://sciencefiles.org/2019/04/16/gesinnungs-hilfs-polizisten/

Rassismus! – Weg mit der „Negerschnitte“!

Negerschnitte (Symbolbild: shutterstock,com/Von Dima Sidelnikov)
Negerschnitte (Symbolbild: shutterstock,com/Von Dima Sidelnikov)

Schweiz – Auch bei den Eidgenossen sind die politisch-korrekten Blockwarte höchst aufmerksam. In einem 300-Seelendorf in der Schweiz konnte man bis vor Kurzem noch beim Dorfbäcker ein beliebte Naschwerk, die  „Negerschnitte“ kaufen. Nach einem Empörungssturm soll mit dem rassistischen Umtrieb nun Schluss sein.

„Das 300-Seelen-Dorf Mandach verkauft auch im Jahr 2018 noch ein Gebäck mit rassistischem Namen „Negerschnitte“. Das Schweizer Portal TillLate ekelt sich so sehr vor der rassistischen Bezeichnung, dass die lokale, aus braunem Biskuit-Teig gebackene Leckerei im Artikel nur „N****schnitte “ genannt wird. Die Leserschaft ist in Aufruhr und wird deshalb vom Magazin dazu aufgerufen, einen Neuen Namen zu finden. Die ersten Vorschläge sind auch schon vom politisch korrektem Volk eingereicht worden. Eine Auswahl daraus lautet:

  • Mauritius-Schnitte (benannt nach dem Schutzpatron der Kirche von Mandach)
  • Dunkelhäutigen-Schnitte (um der Tradition doch noch ein bisschen gerecht zu werden)
  • Schnitte-ohne-Namen-weil-niemandem-etwas-Passendes-einfällt (Kreativität braucht Zeit)
  • Mandacher Freudengebäck (macht Mandacher froh und diskriminierte Bevölkerungsgruppen ebenso)
  • Geile Schnitte

Damit ist aber, wie das Magazin Tag 24 berichtet, das Problem für das Dörfchen Mandach noch lange nicht erledigt. Im Wappen der Gemeinde ist seit dem 13. Jahrhundert ein „Mohr“, ein „Neger“, ein Schwarzer abgebildet, woher das rassistische Gebäck auch seinen Namen hat. Dieser schwarze Mann soll laut Homepage der Gemeinde den Schutzpatron der Kirche von Mandach darstellen. Mutmaßlich alles keine Argumente für die linken Bilderstürmer. Wie beim multi-kulti-irren deutschen Nachbarn kann darauf gewartet werden, daß die Jakobiner zum Hallali blasen. (SB)

https://www.journalistenwatch.com/2018/10/21/rassismus-weg-mit-der-negerschnitte/

Buben tragen keine Prinzessinnenkleider, Hamilton unter Beschuss

Indexexpurgatorius's Blog

Formel-1-Champion Lewis Hamilton ist ins Visier der allgegenwärtigen Gesinnungswächter geraten. Er hat nämlich etwas gesagt, was für Sie, liebe Leser, vermutlich völlig normal ist – und allein das ist heutzutage ja schon verdächtig.

„Buben tragen keine Prinzessinnenkleider“, das sagte er auf einem zu Hause gedrehten Weihnachtsvideo mit gespielter Strenge zu seinem kleinen Neffen, der ein blaurosafarbenes Prinzessinnenkleid anhatte – der Junge lachte, und alles war gut.

Mit Blick auf seine künftigen Werbeeinahmen hätte der Formel-1-Champion das alles wohl besser nicht getan, denn sofort nach der Veröffentlichung des kurzen Videos auf Instagram brach der Sturm der dauerentrüsteten Meinungswächter los.

>>„Hamilton habe den Buben angebrüllt, verurteilt, verhöhnt, beschimpft, verspottet, beschämt, geiferten sie in Entstellung des Offensichtlichen.<<

Er hatte gewagt zu sagen, dass Jungen keine Mädchenkleider tragen sollen, und sich damit die Wut der Blockwarte der politischen Korrektheit zugezogen.

Darin liegt die groteske Pointe der Hatz auf den Rennfahrerstar: Die selbst ernannten…

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Neues Meldegesetz – Fessel für Bürger, Freiheit für Konzerne !

 

Nicht nur einen, sondern gleich zwei (!) Artikel war es dem Focus wert,
über die Umsetzung des neuen, absurden Meldegesetz am kommenden 01.11.15
zu berichten. Und genau dieses Gesetz hat es in sich :

Der Bürger wird diesmal bis ins Absurde geschröpft,
während Großunternehmen die Vogelfreiheit bekommen.

Inhalt des neuen Gesetzes, welches auf Wikipedia in der Übersicht studiert werden
kann [1] und auch im Volltext online vorliegt [2], ist einerseits die Meldepflicht
mit Beteiligung des Vermieters. Das heißt, man darf nicht mehr ohne Mitwirkung des
Vermieters umziehen. Sonst drohen Geldstrafen bis 1000 Euro. So soll vermutlich der
Bürger zum Kind erzogen werden und Vermieter und Bürger als gegenseitige Aufpasser
und Petzen gegeneinander ausgespielt werden.

Auch die Zweitwohnungsmeldepflicht (besonders für Wohnungsbesitzer) und die
Meldedaten-Auskunfts-Vogelfreiheit für Unternehmen für Werbung und Adresshandel
sind „Leckerbissen“ dieses korporatistisch anmutenden Gesetzes!

Quellen :

[1] : https://de.wikipedia.org/wiki/Meldegesetz
[2] : http://www.buzer.de/gesetz/10628/index.htm

Öfter mal den Mund aufmachen

MeinungsfreiheitZivilcourage ist nicht, wenn man auf Staatsdemos rennt und bunte Parolen
nachplappert. Zivilcourage ist, wenn man redet und handelt, wie man es
für richtig hält, auch wenn’s ungemütlich wird.

So wie der Unternehmer und Wissenschaftler Winfried Stöcker, der sich weigerte,
sein Görlitzer Kaufhaus für ein Asylbewerber-Benefizkonzert zur Verfügung zu
stellen, um ein Zeichen gegen Asylmißbrauch zu setzen, und der von ihm bisher
mit einem Millionenbetrag geförderten Universität Lübeck sofort den Zuschuß
strich, nachdem der Rektor sich mit Toleranz- und Multikulti-Phrasenkaskaden
von ihm „distanziert“ hatte.

Zivilcourage hat ihren Preis. Bei der Staatsanwaltschaft Görlitz ist sie ersichtlich
nicht zu Hause. Sonst hätte sie die Anzeige wegen „Volksverhetzung“, die zwei obskure
Einwanderungslobbyvereine prompt gegen Stöcker eingereicht hatten, mit Verweis auf
das Recht auf freie Meinungsäußerung einfach als Unfug vom Tisch gewischt.

Gesinnungsschnüffler

Aber da könnte man ja vielleicht selbst ins Visier der Gesinnungsschnüffler kommen…

Also steht jetzt in den Zeitungen, daß die Justiz gegen
Stöcker „wegen des Verdachts der Volksverhetzung“ ermittelt.

Auch wenn dabei nichts herauskommt – noch sind wir wohl nicht so weit –, bleibt
da etwas kleben. Winfried Stöcker wird das vermutlich nichts ausmachen. Er drückt
sich nicht aus wie Akif Pirincci, dem es „egal“ ist, ob man ihn „einen Nazi oder
eine Klobürste“ schimpft, aber er hat wohl in etwa die gleiche Einstellung.

Und er dürfte als Lenker eines erfolgreichen Unternehmens über die
materielle Unabhängigkeit verfügen, daß ihm solche Anwürfe keinen
existenziellen Schaden zufügen können.

Anders als zum Beispiel einem katholischen Priester in der Oberpfalz, der im Januar
zu freimütig über Islamisierung, Asylbetrug und Homosexuellenkult sprach und deshalb
nach einer politmedialen Empörungs- und Hetzkampagne seine Pfarrei verlor.

Gesinnungsdiktatur

Wenn sich auf jede abweichende Stimme hin die Anpasser und Pharisäer überschlagen,
um nur ja als erste zu Protokoll zu geben, daß sie mit dem Bösdenker und Nichtmitmacher
nichts, aber auch gar nichts zu tun haben, ist die Gesinnungsdiktatur schon nicht mehr weit.

Gummigesetze wie der Volksverhetzungsparagraph sind dafür eine ideale Waffe :

Bei jeder Gelegenheit auf jeden Andersdenkenden abgefeuert, erfüllt
sie immer ihren Zweck. Ob’s trifft oder nicht, in jedem Fall wird
die Attacke schon jemand einschüchtern.

Dagegen gibt es nur ein Mittel:

Daß möglichst viele möglichst oft den Mund aufmachen.

So wie Winfried Stöcker.

von Michael Paulwitz

Anmerkung :

Die ursprüngliche Fassung des § 130 StGB von
1871 richtete sich gegen den Klassenkampf :

„Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene
Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich
anreizt,…“ Damit war ein klarer Bezug auf die öffentliche Ordnung und
ihre mögliche Störung noch erkennbar.

In der Neufassung von 1959 wurde die Judenverfolgung
während der Hitlerzeit in Blick genommen.

Es ging um Bevölkerungsgruppen, die als solche ausgegrenzt
und unter Umständen, wie es auch geschehen ist, in Lagern
konzentriert werden können.

Gemäß der neuesten Fassung kann eine Volksverhetzung aber auch schon
gegeben sein, wenn die Beleidigung oder Beschimpfung einen Einzelnen
betrifft, der irgendeinem „Teil der Bevölkerung“ angehört.

Wie hier zu lesen ist : Volksverhetzung wird alltagstauglich

Hier noch ein Artikel zum Thema :

Türkische Gemeinde: Kritik an Asylpolitik ist Volksverhetzung

Leser-Kommentar-DE zur Asylpolitik-Kritik :

So, anläßlich dieses Artikels muß ich einfach mal loswerden, was mir schon seit
längerem zu diesem Thema Volksverhetzung durch den Kopf geht. Als das Verfahren
gegen WE eingestellt worden ist, fühlte ich mich in dieser Sicht bestätigt:

Diese ganzen Anzeigen wegen Volksverhetzung haben keinerlei
juristischen, sondern einen rein politischen Hintergrund.

Letztendlich geht es um das, was über diesem Artikel steht.

Die blose Kritik, also die reine Meinungsäüßerung, soll verfolgt
werden. Da diese jedoch erlaubt und grundgesetzlich geschützt ist,
und es auch zu recht (noch) keine Strafrechtsnorm gibt, welche die
Meinungsäußerung als solche verbietet, ziehen die Anzeigenerstatter
den Volksverhetzungsparagraphen heran.

Daß dieser noch viele weitere ganz strenge Vorausetzungen fordert,
wird erst mal einfach übersehen. Deshalb ist an den meisten Anzeigen
juristisch gesehen auch absolut nichts dran.
Wenn solch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingeht passiert folgendes:

Der Staatsanwalt ist aus lauter politischer Korrektheit zu feige das zu tun,
was eigentlich richtig wäre, nämlich die Anzeige nach kurzer Lektüre angesichts
offensichtlicher Grundlosigkeit dem nächstgelegenen Paierkorb zuzuführen.

Also wird der Form halber erst einmal brav „ermittelt.“ D.h. die Akte wird
auf Frist gelegt. Nach einiger Zeit wird dann, wiederum, um der politischen
Korrektheit zu genügen, der Beschuldigte angehört. Dann wird die Akte erneut
unauffällig auf Frist gelegt, damit es den Eindruck macht es werde angestrengt
ermittelt und nachgedacht.

Schließlich, wenn dann genug Zeit vergangen ist, erfolgt der Einstellungsbescheid.

Ich glaube kein Staatsanwalt würde sich unter den derzeitigen Verhältnissen
bzw. den Vorzeichen dessen, was noch kommen wird, ernsthaft trauen Anklage zu
erheben. Denn genaugenommmen spürt er in welche Richtung der Zug derzeitig läuft,
und er möchte nicht auf einer der „Verhaftungslisten“ landen.

So laviert er in der von mir beschriebenen Weise zwischen
derzeitig noch erforderlicher Wahrung der poliitischen Korrektheit
auf der einen und der Vorsicht vor dem, was noch alles kommem
könnte, auf der anderen Seite.

Quelle : Hartgeld

Mehr Tugend , kein Laster

100_6656-644x320Die Blockparteien CDU, SPD, Grüne und Linke haben beschlossen, gemeinsam
eine „Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und die Verhinderung
von Lastern“ auf den Weg zu bringen.

Die Beamten sollen in Städten und Dörfern patroullieren um unter anderem das
politisch korrekte Verhalten und die vorschriftsmäßige Einhaltung der Klima-
vorschriften zu überwachen und die staatliche Interpretation der Toleranz durchsetzen.

Die Behörde wird über eine eigene Homepage verfügen,
auf der abweichendes Verhalten angezeigt werden kann.

Sie besitzt ebenfalls eine „Interne Abteilung“, die das Schmuggeln von Glühlampen
und von Staubsaugern mit einer höheren Wattzahl bekämpft. Donnerstags wird der
Verkauf vieler Produkte, in denen Fleisch enthalten ist verboten, um die Bevölkerung
an veganes Verhalten zu gewöhnen.

Ladenbesitzer werden streng auf alles mögliche kontrolliert. Barbiepuppen
beispielsweise werden wegen ungegenderter Weiblichkeit gleich aus dem Verkehr
gezogen und die Händler öffentlich ausgepeitscht.

Laster werden verboten werden und der Verkehr auf die Schiene verlagert.

Auch Kleidervorschriften gelten streng: Es wird untersagt, die Marken ACAB, Alpha
Industries, Consdaple, Ben Sherman, Lonsdale, Pit Bull, Outlaw, Troublemaker, Fred
Perry und Thor Steinarzu tragen, heißt es in der neuen Kleiderordnung.

Die Tugendbehörde bestimmt, welche Gebäude nachts
beleuchtet werden dürfen und welche nicht.

Die Reden in Kirchen, Moscheen, Parteiversammlungen, Parlamenten und
Bürgerzusammenkünften werden mitgeschnitten und von der Behörde ausgewertet.

Bei Verstößen wird die Redelizenz entzogen.

Beleidigungen von FeministInnen und SchwulInnen sollen mit Böllern und Steinwürfen
bestraft werden. Die normale Polizei ist der Behörde untergeordnet und darf
zurechtgewiesen werden, bei Bedarf mit Fußtritten und Brandflaschen.

Die Uniform des Beamten besteht aus einem Halstuch, das geschwind über das Gesicht
gezogen werden kann, Sturmhaube, Kapuzensweater FCK CPS (für Fuck Cops), und
schwarzem Mob action Basecap, Im Winter mit Tellerminen-Beanie. Untenrum Feldhose
schwarz und Turnschuhe, auf dem Rücken den Gymbag „Hammer und Sichel“.

Die Beamtinnen mit Skinheadschnitt oder asymmetrischer Tonsur, fair und nachhaltig
produzierten streetwearveganen Boots aus Tofuleder. Im Winter mit dem Seeräubermantel
„Störtebeker“ und Tubescarf. Leinen-Chucks und Sneakers mit „Smash fascism“-Emblem
sind im Sommer ein Muß.

Ältere Aufseher dürfen mit Holzfällerhemd (Marke Surplus Lumberjack), Lederschirmkappe
und Gewerkschafter-Lederweste aus dem Museumsfundus auflaufen. Die meisten der hier
genannten Uniformteile kann man nur bestellen, wenn man einen Englischkursus für
Fortgeschrittene bestanden hat. Es gibt sowohl in den Versandhäusern der Linken
wie auch der Rechten fast nichts auf Deutsch.

Ach ja, die Inspiration für diese Behörde von Tugendbolden hat der Bundestag aus
Saudi-Arabien empfangen. Dort gibt es diese Behörde für die Verbreitung von
Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern als Religionspolizei schon 75 Jahre.

Ihre Kompetenzen wurden unter König Abdullah allerdings immer wieder beschnitten.

Manche Leser werden nun einen Rosenmontagsscherz vermuten.

König Jokus regierte jedoch gestern. Heute herrscht die Antifa.

Quelle : Wolfgang Prabel

Fußball : Willkommen in der Wirklichkeit

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Moralapostel

Die heile Welt der Hauptstadt- und Feuilleton-Redakteure ist in den letzten Tagen auf
eine harte Probe gestellt worden. Überall Deutschlandfahnen. Fußball nur von Männern.
Dann kommen die Fußballer und jede Menge junge Leute aus ganz Deutschland auch noch
alle nach Berlin, trinken Bier, hören Schlager, singen Lieder. Einige strahlten und
jubelten, andere grölten. Werbung und Kommerz.

Kaum Minderheiten oder Ungerechtigkeiten, für beziehungsweise gegen die sich Partei
ergreifen ließe (selbst auf die Favela-Bewohner war kein Verlass: Die haben ja kaum
demonstriert und randaliert, nicht mal, als Brasilien ausschied).

Schweinsteiger dankte sogar Uli Hoeneß. Und dann das mit den Gauchos.

Das war dann wirklich zu viel für Menschen, die sich als etwas Besseres begreifen.
Die lieber Rotwein trinken und viel auf ihren Musikgeschmack geben. Die ihre
Büchersammlung pflegen und vornehmlich Bio-Produkte kaufen. Die viel über
Gentrifizierung klagen, den Kapitalismus kritisch sehen und wirtschaftliche
Zusammenhänge allzu oft nicht in Gänze überblicken. Die ganz ausgefallene
Reiseziele wählen und nicht einfach nach Mallorca fliegen. Denen es nicht
generell an Verstand, aber doch irgendwie am gesunden Menschenverstand fehlt.

Die sich in ihrer Kuschelkunstwelt weltoffen und tolerant geben.

Die hochsubventionierte Theater, aber keine Fußballstadien besuchen.

Die als schreibende Lichterketten ständig wegen irgendetwas betroffen sind. Und
die dann noch irrtümlich davon ausgehen, damit anderen Menschen etwas Gutes zu tun.

Die auf ihrem Lebensweg eindeutig zu viel politische Korrektheit abbekommen haben
und zu wenig Lebenswirklichkeit. Die man eigentlich ganz gut ertragen könnte,
wären sie nicht auch noch Meinungsbildner und die geistigen Blockwarte unserer Zeit.

Diese Frank Lübberdings und Rieke Havertze dieser Welt oder besser die Lübberdings
und Havertze ihrer Welt wurden nun also von der Wirklichkeit gestört. Das ist zwar
erfreulich, wird erfahrungsgemäß aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dazu
lebt es sich zugut auf der moralisch über allem schwebenden Wolke.

Zum Schluss bleibt als Erkenntnis, dass es mutmaßlich mehr Spaß bringt, mit Lukas
Podolski als mit Frank Lübberding von der „FAZ“ ein Bier trinken zu gehen. Dass es,
um es mit Malte Lehming vom „Tagesspiegel“ zu schreiben, im Journalismus nicht nur
Trottel gibt, sondern auch Riesentrottel. Und dass sich Rieke Havertz von der „taz“
den Schlusspunkt ihres Kommentars mal selbst zu Herzen nehmen sollte:

„Ist gut jetzt. Wirklich.“

Quelle : EF Magazin

Dr. Alfons Proebstl – Frohe Fahrt und volle Kraft voraus

Der schlimmste Lump im ganzen Land – ist und bleibt der Denunziant!

Hallo liebe Ladies und Germanies ,

Ja hams des ghört ? Für jeden Depp a´App !

Und jetzt bittet die Empörung um Ihre Mitarbeit !

Ein renitenter „Radfahrer“ hat eine App entwickelt, mit der man Falschparker
und anderes Fehlverhalten wohlgemerkt – nur das der Autofahrer – jetzt
dokumentieren kann und die Bilder direkt ans Ordnungsamt schicken kann.

Sozusagen eine „Sheriff-App“.

Jobcenter Geheimdienst zeigt : TOP SECRET Lehrfilm für Spitzel

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Inhalt des Videos ist frei erfunden.

Ob das auch in Zukunft so bleibt, dafür kann keine Garantie Übernommen werden.

Übereinstimmungen mit heutigen Ereignissen sind rein zufällig.

„Sie bespitzeln ihre Mitbürger gerne!

Dann sind Sie bei uns genau richtig.

Wir bieten einen Krisensicheren Job. Melden Sie sich!“

PS :

So ganz frei erfunden ist es dann doch nicht :

Rechtswidrige Observierung von Hartz IV Empfängern

Gesinnungsdiktatur – Sind Sie politisch korrekt ?

3-affen

Kümmern Sie sich ausreichend um Transsexuelle?

Freuen Sie sich auch wirklich über die immer höheren Strompreise?

Und glauben Sie an die Sicherheit Ihrer Ersparnisse?

Dann dürfen Sie jetzt nicht weiterlesen!

Aus dem einstigen Land der Dichter und Denker ist ein Volk von Feiglingen geworden.

Das freie Nachdenken, die Voraussetzung für unseren einstigen Wohlstand, gilt jetzt als
unanständig. Haben Sie etwa Zweifel am »Klimawandel«? Bloß nicht darüber sprechen. Es
wäre mindestens so schlimm, als ob Sie dreist leugnen, dass der erstarkende Islam eine
große Bereicherung für den deutschsprachigen Raum ist.

Haben Sie vielleicht auch Zweifel daran, dass der Euro stabiler ist als D-Mark und Schilling
es je waren? Und glauben Sie tief im Innern, dass jene Milliarden, mit denen wir südliche
Pleitestaaten »retten«, rausgeworfenes Geld sind? Hinterfragen Sie etwa die

Aussagen unserer Politiker, wonach die Kriminalität seit Jahren beständig zurückgeht?
Pssst! Behalten Sie das alles besser für sich. Denn das ist mindestens ebenso schlimm,
als ob Sie neben Ihrer Wohnung kein multikulturelles Asylbewerberheim für die vielen
diskriminierten Roma und andere Armutsflüchtlinge haben wollen.

Politisch korrekt sein, das heißt, die Lügen von Politik und Medien brav zu schlucken.
Wer politisch korrekt ist, der glaubt, dass die Euro-Krise vorbei ist. Der hält die
Energiewende für bezahlbar und die Renten für sicher. Der glaubt, dass die Mieten sinken
werden, dass wir uns der Vollbeschäftigung nähern und deshalb ganz dringend viele Arbeitskräfte
im Ausland anwerben müssen. Wer politisch korrekt ist, der glaubt, dass die Steuern nicht noch
weiter erhöht werden. Und wer so denkt, der hält sogar die Schwulenehe für kinderfreundlich.

Und er glaubt, dass es in Afghanistan Menschenrechte gibt. Wer politisch korrekt ist, der lebt
nach Auffassung der Autoren von Politische Korrektheit in einer Illusion. Und er weiß es, spielt
aber mit. Der dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen hat dieses Verhalten trefflich
1837 in seinem Märchen Des Kaisers neue Kleider beschrieben.

Der Kaiser ist nackt – aber alle loben seine Kleider. Auch wir huldigen den nackten Kaisern in
Politik und Medien. Zumindest ist es tabu, die von ihnen vorgegebenen Denkschemata infrage zu stellen.

Wir sind umzingelt von einem engmaschigen Netz der Tabus und politischen Korrektheiten, die man
nicht mehr offen ansprechen darf. Allein der Verdacht, die politische Korrektheit verletzt zu haben,
stempelt einen Menschen für den Rest des Lebens bestenfalls zum Idioten oder aber zum Außenseiter.

Jeder weiß das. Und jeder pariert jetzt, wenn es wie in einer Diktatur darum geht, die Sprach- und
Denkvorgaben zu erfüllen. Wer klar denkt und sich außerhalb der politischen Korrektheit bewegt, der
wird schnell zum bösen »Populisten« gestempelt. Wir haben Angst davor, »populistisch« genannt zu werden.

Warum eigentlich? Das Wort »populistisch« kommt schließlich vom lateinischen »populus« (Volk)
und bezeichnet eine Nähe zum Volk. Ist es wirklich tabu, wenn man als Bürger volksnah ist?

Wenn man die politische Korrektheit nicht beachtet, dann gibt es heute überall massiven Ärger.

Das spüren derzeit auch die Niederländer. Denn die Vereinten Nationen (UNO) fordern das Verbot des
Nikolausfestes in den Niederlanden. Nein, das ist kein verfrühter oder verspäteter Aprilscherz.

Viele Niederländer reagieren mit wütenden Protesten auf Vorwürfe der Vereinten Nationen gegen
ihr Nikolausfest. Eine Expertengruppe der UNO hatte das Fest Ende Oktober 2013 als rassistisch
eingestuft und dessen Abschaffung gefordert. Der niederländische »Sinterklaas« wird schließlich
traditionell von einer Schar schwarzer Helfer, den »Zwarte Pieten« (Schwarzen Petern), begleitet.

Wir fahren den deutschsprachigen Raum jetzt politisch korrekt gegen die Wand. Ein Beobachter, der
uns von einem fremden Stern zuschaut, muss uns für die Insassen eines großen Irrenhauses halten.

Wir jagen Kinderschänder in der katholischen Kirche und bejubeln zugleich die Kinderschänder
aus den Reihen der grünen Partei. Wir lauschen ergeben den Lesungen des früheren SS-Mannes
Günter Grass und verachten zugleich den früheren SS-Mann Horst Tappert.

Inzwischen hat fast jeder Angst, ein verbotenes Wort zu gebrauchen. Hinter jedem Wort
vermuten wir inzwischen das Böse. In unseren Schulen gibt es jetzt keine »Heimatkunde« mehr.
Allein schon das Wort ist »böse«. Heimat soll eben nicht mehr identitätsstiftend sein.
Mit »Heimat« diskriminieren wir angeblich jene, die ihre Heimat verlassen haben.

Auch Wörter wie »Arbeitsloser« dürfen wir nicht mehr verwenden. Ein Mensch, der
sein Einkommen nicht selbst sichern kann, wird damit angeblich diskriminiert.

Wir dürfen allenfalls noch »Erwerbsloser« sagen, weil es viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen
sichern. Wir haben ständig Angst davor, bei der Verwendung eines falschen Wortes erwischt zu werden.

Keiner ist auch mehr »behindert«. Man ist höchstens »mobilitätseingeschränkt«.
Auch »Negerlein« darf man nicht mehr sagen, aber ist »Maximalpigmentierte« da wirklich besser?

Kein Kind darf heute »schwer erziehbar« genannt werden. Das ist diskriminierend.

Auch das Wort »verhaltensauffällig« ist gestrichen. Man nennt das heute politisch
korrekt »verhaltensoriginell«. Wenn die kleine Maxime dem kleinen Mohammed im
Kindergarten einen schweren Stein auf den Kopf haut, bis das Blut spritzt, dann
ist das allen Ernstes »verhaltensoriginell«.

Geht’s noch?

Wir lösen uns von alten rückständigen Traditionen und werden egalitäre fortschrittliche
Persönlichkeiten. Auf wirklich allen Gebieten. Ständig sollen wir uns fragen: Fahre ich
auch wirklich ökologisch korrekt? Lebe ich wirklich nachhaltig? Verbrauche ich nicht doch
zu viel Strom? Kümmere ich mich ausreichend um Transsexuelle? Nur wer sich ständig solche
Fragen stellt, der ist politisch korrekt.

Wir finden es inzwischen völlig »normal«, dass wir unsere selbst gezeugten Kinder in Massen
abtreiben und stattdessen in Massen Menschen aus Ländern mit fremden Kulturen importieren,
denen unsere Lebens-und Arbeitswelt völlig fremd sind. Die Folgen davon werden wohl für uns
alle grauenvoll sein,aber wir nennen das politisch korrekt »Bereicherung«.

Politisch nicht erwünschte »unkorrekte« Stimmen werden sofort zum Schweigen gebracht.

Heute herrscht eben überall wieder Angst wie einst
unter den Nazis vor den überall lauernden Denunzianten.

Der Bremer SPD-Abgeordnete Martin Korol hat 2013 gesagt,
dass Roma in einer »archaischen Welt« leben.

Das reichte schon, um Ende 2013 aus der Partei ausgeschlossen zu werden.

Ein falsches Wort – und man ist unten durch und wird gejagt.

Vorwort zum neuen Buch von Michael Brückner und Udo Ulfkotte : Politische Korrektheit