Berlin : Massen-Denunziation per Smartphone App

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Petzen mit dem Handy-App: Jeder kann demnächst in Berlin Polizist spielen.

Mit einer speziellen App sollen normale Bürger Falschparker
fotografieren und gleich an die Bußgeldstelle melden.

Die Petz-App trägt den Namen „Straßensheriff“.

Schöne neue Überwachungswelt in Berlin. Weil das Ordnungsamt angeblich zu wenig Geld
für Politessen hat, sollen nun Freiwillige per Handy- App Falschparker melden.
Damit geht die staatlich geförderte Denunziation in die nächste Runde.

Der Testlauf soll in Berlin-Pankow stattfinden.

Dort haben ältere Bürger noch praktische Erfahrung mit alltäglicher
Bespitzelung, denn Pankow liegt in der ehemaligen „DDR“.

Der Bezirk arbeitet künftig mit den Machern der „Straßensheriff“-App zusammen.

Mit dem Handy-Programm kann jeder Bürger Falschparker fotografieren, auf einer speziellen
Karte markieren und den Behörden melden. Angeblich soll das für die zivilen „Hilfspolizisten“
kinderleicht sein. Das Bezirksamt rechtfertigt die neue Art der Bespitzelung so:

„Wir wollen mit der Zeit gehen und stellen uns für ein innovatives Projekt zur
Verfügung“ – sagt der fürs Ordnungsamt zuständige Stadtrat Torsten Kühne (CDU).

So könne man Beschwerden schneller und zielgerichteter nachgehen.

Sollte der Test erfolgreich sein, sind der neuen Bespitzelungsmethode auch für andere
Bereiche Tür und Tor geöffnet. Nach dem gläsernen Bankkunden, anonyme Meldeportale für
angebliche Steuerhinterzieher könnte die „Straßensheriff-App“ auch eingesetzt werden,
um mit dem Finanzamt zusammen zu arbeiten. Privatschnüffler könnten beispielsweise das
neue Auto eines missliebiger Nachbarn fotografieren und direkt ans Finanzamt schicken
mit dem Hinweis auf Überprüfung der Einkommensverhältnisse:

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„Ist der neue Benz vom Maurer wirklich im Einklang mit seinen
Vermögensverhältnissen – oder war da etwa Schwarzgeld im Spiel?

Der „Straßensheriff“ soll im Frühjahr 2014 erstmals eingesetzt werden. Die App ist kostenlos.

Prämien für die Entdeckung eines Falschparkers sind bisher nicht geplant.

Denkbar sind aber Belohnungen für jede festgestellte Ordnungswidrigkeit.

Quelle : http://www.mmnews.de

„Deutschland – Land der Überwachung, Spitzel und der Denunzianten?“

“Bocca di Leone” – ein steinernes Löwenmaul – das war im alten Venedig so
eine Art Beschwerdebriefkasten an vielen Häusern und Kirchen der Stadt.

Hier konnte jedermann eine Anzeige gegen unliebsame Mitbürger einwerfen.
Heute findet man solche Beschwerdebriefkasten natürlich nicht mehr, das System Denunziation
hat sich den technischen Fortschritt angepasst, den modernen Kommunikationsmittel sei Dank.

Aber bereits in der Schule ist die „Kultur“ des Hinhängens und Verrats vorzufinden.

Beispiel: „Monika schreibt ab, sehen sie mal hin, Herr Lehrer. Das kommt täglich vor.”

Aber auch eine andere, zu hinterfragende Informationbeschaffung in unseren Bildungseinrichtungen
scheint immer mehr zur „Normalität“ zu werden, nämlich dann, wenn Hausaufgaben aufgegeben werden,
welche in den persönlichen Bereich der Familie eingreifen. Da sollen Schüler „Auskunft“ geben,
welchen Beruf die Eltern ausüben, ob man einen Fernseher im Kinderzimmer hat, wie oft man
gemeinsam und was mit den Eltern unternimmt, wie lange man im Internet zu Gange ist und so weiter.

Beliebt sind die Denunzianten bei „staatlichen Stellen“ als Mittel staatlicher und sozialer Kontrolle.

„Der Nachbar hat verbotenerweise einen Baum abgesägt, der Ex-Mann bei den Steuern gemogelt,
die Hartz-IV-Empfängerin fährt ein dickes Auto, die alleinstehende Mutter mit Hartz IV hat
einen Freund, den sie vielleicht den Behörden nicht gemeldet hat, Anlässe gibt es genug,
jemanden bei der Obrigkeit anzuschwärzen, denn Denunziation gibt es immer und überall.

Wenn mir Menschen von einer Denunziation berichten, was sie erlebt haben und welche Folgen
es für sie hatte, dann frage ich mich immer, in welchem Lande leben wir eigentlich?

Einer denunziert den Anderen? Denunziation ist in Deutschland gang und gebe, jeden Tag.
Jeder kann einen Verdacht, oder eine Vermutung gegenüber einen Menschen äußern oder eine
unliebsamen Meinungen welche sie Aussprechen melden, zum Zweck ihn fertig zu machen.

Und in der Mehrzahl bleiben unwahre Denunziationen der Lumpen, von Strafverfolgung verschont.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : nachrichtenspiegel.de

EU fordert Bürger zu verstärkter Spitzel-Tätigkeit auf

Die EU sieht in zahlreichen neuen rechtsradikalen Parteien eine „Gefahr für das europäische Projekt“.
Noch nie hätten so viele rechtradikale Parteien Einfluss in den Parlamenten. Um bei der Wahl zum
EU-Parlament keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, sollten die Bürger verdächtige Personen
identifizieren und melden. Dass die katastrophale Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU und die korrupten
alten Parteien vielleicht am Entstehen der radikalen Gruppen schuld sein könnten, kommt der EU nicht in den Sinn.

Die schwedische EU-Kommissarin Cecilia Malmström fürchtet, dass rechtsradikale Parteien bei der Wahl zum
EU-Parlament im Jahr 2014 starken Zulauf bekommen könnten. Sie sagte am Montag in Brüssel, dass es seit
dem Zweiten Weltkrieg noch nie so viele „extreme und populistische“ Parteien in den Parlamenten der
Staaten der EU gegeben habe. Diese Gruppen ermutigten irre Einzeltäter wie den Norweger Anders Breivik.

Die Polizei sei gegen das Aufkommen einzelner, „einsamer Wölfe“ machtlos. Daher sollten die Bürger selbst tätig
werden: Sie sollen einsame, potentielle Täter aufspüren, und diese in Zusammenarbeit
mit den lokalen Behörden aus dem Verkehr ziehen.

Dazu hatte die EU im Jahr 2011 die Initiative RAN gegründet. Das „Radicalisation Awareness Network“ empfiehlt,
dass polizei-ähnliche Aktivitäten der Gemeinschaft am besten geeignet seien, um Verdächtige rechtzeitig aufzuspüren.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten