Fitch sieht schwarz für Euro

Die Rating-Agentur Fitch veröffentlichte heute ein Zukunfts-Szenario für den Euro: Die Gefahren für eine „ungünstige Entwicklung“ würden zunehmen. Ein Austritt einzelner Euro-Länder könnte das Wirtschaftssystem kollabieren lassen.

Die US-Rating-Agentur Fitch zeichnete heute in einer veröffentlichten Studie ein Zukunftsszenario für den Euro. Die Rating-Experten gehen davon aus, dass sich die Eurozone zunächst durch die Krise durchlavieren könnte, allerdings drohten auch ernsthafte Gefahren.

Während Fitch einen totalen Euro-Bruch als eher wenig wahrscheinlich ansieht, könnte der Austritt einzelner Länder durchaus realistisch sein. Sollte dies geschehen, würde der Rest der Euro-Länder sofort heruntergestuft, erklärte Fitch. Außerdem berge ein solcher Schritt eine große Gefahr für das Weltwirtschaftssystem und die europäischen Banken speziell. Im DAX waren heute Deutsche Bank und Commerzbank wieder mal die größten Verlierer.

Sehr wahrscheinlich sei ein Euro-Austritt Griechenlands. Mit und ohne Austritt einzelner Euro-Länder drohten in Zukunft aber trotzdem weitere Herabstufungen. Fitch fordert deshalb zusätzliche Maßnahmen um den Euro zu retten. Dazu zählt auch, dass die Eurozonen-Länder ihre wirtschaftliche Souveränität abzugeben hätten.

Unterm Strich glauben die Fitch-Analysten, dass es zwar eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass der Euro überlebt. Die Risiken für einen Bruch der Eurozone würden allerdings zunehmen und auch ein Zerfall des Euros kann nicht mehr ausgeschlossen werden.

 

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