Wie ausländische Saisonarbeiter die Sozialkassen plündern

kindergeldantrag

Im Juni 2012 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), daß ausländische
Saison- und Leiharbeiter in Deutschland auch dann Kindergeld bekommen, wenn
ihre Kinder nicht in Deutschland leben. Nun wurde bekannt, daß die Zahl der
Kindergeldanträge aus dem Ausland seitdem um mehr als 30 Prozent gestiegen ist.

Die Arbeitsagentur ist völlig überlastet.

Wie die Welt berichtet, nahm die Zahl der Anträge besonders in den Städten an
der deutsch-polnischen Grenze erheblich zu. In Bautzen etwa um 70 Prozent.

Dahinter steckt offenbar System. Wie eine Mitarbeiterin der Bautzener
Familienkasse verrät, kommen zum Teil 100 bis 200 Anträge gleichzeitig
von denselben Steuerbüros und Lohnsteuerhilfevereinen.

Manch ausländischer Antragssteller erhält
bis zu 25.000 Euro auf einen Schlag ausgezahlt.

Es geht um 600 Millionen Euro

Für die Saisonarbeiter, die teilweise nur wenige Wochen im Jahr
in Deutschland arbeiten, ist dies lohnendes Geschäft. Je nach
Kinderzahl gibt es in Deutschland 184 bis 215 Euro Kindergeld.

In Polen dagegen liegt der Satz bei zehn bis zwölf Euro. „Wir
haben die Auswirkungen des Urteils unterschätzt“, sagt der Leiter
der Kindergeldabteilung bei der Arbeitsagentur, Torsten Brandes.

Die „Flut“ der Anträge lege die betroffenen Familienkassen teilweise lahm.

Knapp 30.000 Anträge wurden bisher noch nicht bearbeitet.

Insgesamt kommen auf die Steuerzahler mittelfristig Mehrkosten von
knapp 600 Millionen Euro zu. Die Bundesagentur selbst spricht in einem
internen Papier von einer „dauerhafte Steigerung der Anspruchsberechtigten“.

Die Behörde hat bereits erste Konsequenzen aus der
Antragswelle gezogen. Die Anträge auf Kindergeld
gibt es mittlerweile auch auf polnisch und tschechisch.

 

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