Flugzeugabsturz in Remscheid am 8.12.1988

Verfasst von Maria Lourdes – 24/05/2014

Remscheid 3Eigentlich nichts Besonderes, wenn man die Überschrift liest. Flugzeuge stürzen dann und wann ab, dazu ist es schon über 25 Jahre her. Die Menschen gewöhnen sich an Unglücke, Schiffsunglücke, Grubenunglücke, und auch Flugzeugabstürze. Der Mensch vergißt auch, oder er legt die aktuelle Information im geistigen Ordner ab.

Aber die meisten Unglücke werden mehr oder weniger aufgeklärt, man findet eine Ursache oder einen Schuldigen, die Gerechtigkeit nimmt Ihren Lauf und dann geht man zur Tagesordnung über. Bis das nächste Unglück kommt.

Das hier aber ist was anderes. Hier wurde gemauert, verschwiegen, verschleiert, verdreht, – was so alles in der Berichterstattung möglich ist. Das, was aber notwendig ist, – nämlich die Schuldigen resp. die genaue Ursache und deren Folgen und Auswirkungen zwecks Heranziehung zur Entschädigungszahlung zu ermitteln, das wurde geflissentlich unterlassen. Bis heute.

Sollen wir den Fall zu den anderen legen? Nein, denn wir würden uns ins eigene Fleisch schneiden. Derartiges kann morgen wieder passieren, und dann würde nach bewährtem Muster vorgegangen. Die Verantwortlichen wissen, ja, – man muß nur genügend lange den Mund halten und stur bei einer bestimmten Version bleiben, – dann klappt das schon. Zum Nachteil der Bevölkerung. Zum Nachteil derer, die solche Vorgänge mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit bezahlen müsen. Ohne Entschädigung.

Nein, das darf nicht so stehen bleiben, auch nach 25 Jahren nicht. Nehmen wir uns ein Beispiel an einem berühmten Zitat von Abraham Lincoln: „Nichts ist endgültig geregelt; es sei denn, es ist gerecht geregelt.“

Es ist gut, daß es Leute gibt, die sich dieser Sache annehmen. Es ist gut, daß es eine Bürgerinitiative gibt. Es ist die Bürgerinitiative Absturz der BUND-Kreisgruppe Remscheid, mit Frau Veronika Wolf in vorderster Linie.

Diesen Leuten ist es zu verdanken, daß hier nicht der Mantel der Vergessenheit drüber gelegt wird. Dadurch erfährt man auch Details. Zum Beispiel, daß der damals leitende Staatsanwalt, Herr Oberstaatsanwalt Jörn Bachmann, der damals ja keine giftigen oder gefährlichen Substanzen gefunden hat, – weil er keine finden durfte, – seit längerer Zeit schwer erkrankt ist. Mehrere Male mußte er operiert werden. Klar mußte er damals zwangsläufig vor Ort ermitteln, – in dieser verbrannten Giftküche. Wahrscheinlich ohne Atemschutz und Schutzanzug.

Ob er jemals wieder auf die Beine kommt, – das steht in den Sternen. Wie er wohl heute darüber denkt, was er damals „ermittelt“ hat? Dankt man es ihm wenigstens? Vielleicht bekommt er später einen besonders schönen Kranz mit eigener Widmung auf der Schleife vom Justizministerium, – mal sehen.

Wie kommt die Maverick unter den Küchentisch? Ein Bericht von Veronika Wolf, mein Dank an Helmut, sagt Maria Lourdes!

„Es ist ein amerikanischer Kampfbomber abgestürzt mit chemischen Waffen an Bord. Nehmen Sie Ihre Kinder und gehen Sie ins Haus, schließen Sie alle Türen und Fenster und gehen Sie eine Woche nicht mehr aus dem Haus.“ 

Worte eines Fremden. Er steht am 8.12.1988 um 13.26 Uhr in Remscheid vor dem Haus David-Dominicus-Straße 2, angelehnt an die offene Türe seines weißen Mercedes, Handy am Ohr. Die Explosion, die Druckwelle, der Feuersturm – ein weißer Pilz, leuchtend in allen Spektralfarben unterhalb der tiefhängenden Wolkendecke breitet sich über die Häuser aus, zündet die Baumspitzen an. Es riecht nach Benzin. Rundherum Einschläge von Munition ins Haus, auf die Wiese, blaue, metallene Päckchen landen auf der Straße, abgerissene Blechteile – tarnfarbengrün, Kabel, Behälter mit Öl, Hydraulikschläuche, Elektronikbündel, blaue Holzkisten mit Munition, eine brennende Turbine landet an der Hausecke, der Arm in der Dachrinne, ein abgerissener Kopf an der Hauswand – 200 m entfernt von der Absturzstelle des amerikanischen “Warzenschweins” im Haus Stockder Straße 128.

6 Menschen sterben sofort, 80 Verletzte, zwei Häuser stürzen ein, Autos, Fabriken – auf 350 m brennt eine ganze Straßenzeile.

Warum steht dieser Mann exakt zum Absturzzeitpunkt etwas unterhalb der Absturzstelle mit Blick ins Tal, aus der der Kampfbomber auftauchte? Woher weiß er, dass an Bord dieser Maschine chemische Waffen sind? Wieso schickt er eine Mutter mit ihren vier kleinen Kindern in den Luftschutz-Bunker? Warum sagt er, dass man eine Woche lang nicht mehr ins Freie soll? Wieso meldet sich am Abend ein General der Bundeswehr „..das komplette Absturzgebiet muss unter 1 m Beton gelegt werden“. Und ein amerikanischer GI „..hier können nie mehr Kinder spielen“?

Remscheid 2

Augenzeugen berichten, dass es nach dem Absturz an der Stockder Straße aussah wie im Krieg. Elf Häuser lagen in Trümmern, vier waren beschädigt. 20 Autos wurden vollkommen zerstört. Mehr als 1000 Einsatzkräfte versuchten, die Brände unter Kontrolle zu bringen.

Acht Wochen später die ersten Gerüchte – zwei Männer aus der Nachbarstraße, die sofort zum Explosionsort rannten, erkranken an Lungenkrebs, sterben. Die drei Bauarbeiter, die gerade die Straße aufrissen, erkranken an Krebs. In der Brust der Frau, die panisch in die Rauchwolke läuft, explodiert ein Tumor. 3 Monate später die ersten Hauterkrankungen, das Gesundheitsamt spricht von Chlorakne. Der Mann, der die Gasleitungen abdrehte und weitere 120 Anwohner melden sich auf einen Aufruf des BUND beim Gesundheitsamt. Der Gesundheitsminister schaltet sich ein. Die US Air Force lässt bestellen – „..nur Übungsmunition an Bord“. Keine giftigen Stoffe.

Die Anwohner untersuchen die Böden – Salat, Möhren und Hausstaub haben hohe Mengen an PCB (Polychlorierte Biphenyle), Dioxine, Furane, Seltene Erden, Hexachlorbenzol, die Hausgärten, der Dachboden, das Wohnzimmer, der Stadtpark verseucht. Für mehr Untersuchungen reicht das Geld der BI nicht. Zwei Fünfjährige in der Kindergartengruppe 300 m vom Absturzort erkranken an Leukämie. Zahlreiche Bewohner leiden an Nervenentzündungen in Armen und Beinen. Der BI werden im Laufe von drei Jahren mehr als 300 Fälle von Erkrankungen, Fehlgeburten, Geburten missgebildeter Kinder bekannt gemacht.

War tatsächlich nur „Übungsmunition“ an Bord? Was war überhaupt passiert?

Die Staffel mit 18 A-10 Thunderbolts der US Air Force wurde Ende November 88 von Bentwater nach Nörvenich verlegt, um für die im nächsten Frühjahr stattfindende Nato-Prüfung ‚Nato Tac Eval‘ zu üben. Am Morgen des 8.12. 1988 erfolgten zahlreiche Alarmierungen – der Stützpunkt befand sich in Alarmstufe Schwarz, da ein Chemiewaffenangriff auf Nörvenich erfolgt war. Der gesamte Stützpunkt trug ABC-Schutzkleidung, Atemasken und Hauben. Die Rotte EGRET mit Michael Foster und Mark F. Gibson starteten zum Rückschlag – ohne Startfreigabe um 13.16 Uhr – Chem Game.

Was dann tatsächlich passiert ist, wissen nur wenige. Im Nebel verirrt? Kollidierten die beiden? Technischer Defekt? Selbstmord-Anschlag? Das Flugzeug oder der Pilot außer Kontrolle? Augenzeugen berichten, dass die Triebwerke der A 10 von M. Foster bereits brannten, als er in die Stockder Straße stürzte. Rottenführer Cpt. Gibson rettete seine A 10 über den Remscheider Berg, und entkam selber brennend knapp einem Absturz am nächsten Remscheider Berg, die Fichtenhöhe, und notlandete auf dem nahen Flugplatz in Halver.

Die Amerikaner erklärten am Nachmittag das Absturzgebiet für eine Woche zum „Sperrgebiet“. Das Feuer brannte zwei Tage, in diesen Tagen wurden von den Amerikanern containerweise Munition und Waffen eingesammelt, die AGM 65 Maverick Missiles wurde drei Häuser neben dem Absturzort unter dem Küchentisch gefunden. Die spektakuläre Waffe der A 10, die GAU 8 A , wird standardmäßig mit jeweils 4 panzerbrechenden Depleted Uranium -Geschossen im Wechsel mit jeweils einem hochexplosiven Geschoss bestückt – Alarmstufe Schwarz sollte dafür genügen – wie sonst kommen zerfetzte Munitionshülsen mit der Kennzeichnung PGU-13 und PGU-14 in die Hände der Helfer in Remscheid?

Und was hing sonst noch an Waffen unter der Maschine? Ein Jahr nach dem Absturz wird der BI eine mit Schreibmaschine auf Pergamentpapier geschriebene Liste über das „Material“ des Warzenschweins zugespielt:

„Triebwerk: TE34GF100 Turbofan mit 7263 kg maximal Treibstoff

Leergewicht: ca. 11 t Maximalgewicht: ca. 22-23 t

Für den Piloten gibt es ein Atemsystem mit Flüssigsauerstoff

Waffenzuladung ca. 7,25 t bestehend aus:

AIM9L Sidewinder (Luftkampf, Raketenmotor/Sprengstoff/Elektronik)

Redey Mk 20 (Bodenziele)

Maverick (Feststoffmotor TX481 von Thiokol, Bodenziele)

Paveway GBU16B (Bodenziele)

HOBO (Bodenziele)

MK82/83/Mk84 (Bodenziele)

Napalmbomben (Bodenziele, klebriger, zäher Brennstoff auf Benzin/Alu/Mg-Basis, gelartig, evtl. Phosphorhaltig)

ALQ1 19ECM (Elektronikbehälter, evtl. geringe Mengen radioaktiver Sub-stanzen)

Pavepenny (Laser, Neodym-YaG-Laser)

Nervengasbombe (183 kg GB)

GAU 8 A 30 mm Kanone mit maximal 1350 Schuß, jeder Schuß zu 900g = 1 Ge-schoß – je Geschoß 369 g Projektil mit abgereichertem Urankern

Rumpf überwiegend aus Alulegierung

GAU 8 A und Cockpit mit ca. 600 kg Titanlegierung gepanzert

Fliegeraluminium besteht durchschnittlich aus: bis 5 % Cu, bis 1 % Mg, bis 1 % Mn, bis 1 % Si Rest Alu

Nervenkampfstoffe sind unter anderem:

Dimethylaminocyanphosphorsäureäthylester

Methylphosphorsäureisopropylesterfluorid

Methylphosphorsäureepinakolesterfluorid

Tetraäthylpyrophosphorsäureester

Diisopropylfluorphosphorsäureester

Die Tanks sind selbstversiegelnd (Einschußlöcher) durch sog. Netzschaum“

Und das ist noch nicht alles, wie wir heute wissen. Das doppelte Hydrauliksystem beinhaltet 600 Liter PCB-haltiges Öl – schwer entflammbar. In den Flügeln könnten sich hunderte Kilo Uran 238 als Trimmgewichte befunden haben, wie in der abgestürzten EL-Al im Amsterdamer Stadtteil Bijlmeer 1992. Allein die Sprengsätze von Schleudersitz und Kabinendach enthalten hochgiftige (atomare?) Raketentreibstoffe.

Die Außenhaut der A 10 besteht aus einem kohlenfaserverstärktem Verbundmaterial, das bei einem Crash sich in haut- und lungengängige, scharfkantige Kleinstpartikel auflöst. Und diese Explosion vermischt sich mit Heizöltanks, Asbest, giftigen Betriebsmitteln der Fabriken, dem Autoreifenlager – alles angefeuert von 20.000 Litern JP8, dem hochgiftigen Treibstoff des Militärs.

Während die Bürgerinitiative fieberhaft versucht, die Katastrophe dingfest zu machen, gesundheitliche Untersuchungen der Bewohner und vor allem der Kinder selbst einleitet und die Sanierung des Absturzgebietes fordert, sterben die ersten Anwohner an Krebs, Kreislauferkrankungen und der fünfjährige Sebastian an Leukämie. Eine umfassende Untersuchung des Absturzgebietes, epidemiologische Untersuchungen, systematische Datenerhebungen, Bodensanierungen oder gar Traumatherapien lehnt die Stadt und das „Amt für Veteidigungslasten“ ab.

Hausgärten werden gesperrt „..von Ihrem Grundstück geht eine Gefährdung der Umwelt aus“. Nach den ersten Bescheiden bzgl. Zwangssanierung der Grundstücke auf Kosten der Grundstückseigentümer wird es ruhiger in der Bürgerinitiative. Wie sollen die Bürger nachweisen, dass die Kontamination der Böden durch den Absturz erfolgte – wo doch die Reste des Flugzeugs in Beton gegossen und nach Amerika verschifft wurden? Ein zäher Kampf beginnt – ohne Chance für die Bewohner. 10 Jahre danach gibt es eine auffällige Kinderkrebserkrankungsrate. 20 Jahre später finden sich in den mittlerweile ländereigenen Krebsregistern in Remscheid erhöhte Sterberaten durch Krebs.

Von den Verantwortlichen gibt es keine Informationen – oder sogar falsche. Systematische und wissenschaftlich fundierte Untersuchungen finden nicht statt. Niemand will die Hinterlassenschaften eines Kampfflugzeuges kennen.

Remscheid1

Der US-Kampfjet stürzte auf ein Wohngebiet. Der Pilot war Sichtflug geflogen, obwohl dieser bei dem dichten Nebel nicht angemessen war.

Das Ausmaß von Tod und Verderben durch einen Kampfeinsatz der A 10 ist immens – das Ausmaß der Schäden durch einen Unfall einer hochmunitionierten A 10 in ein Wohngebiet eine Katastrophe, die sich jeden Tag auf der Welt wiederholen kann.

Der Rottenführer jedoch, Marke F. Gibson der lt. offiziellen Berichten „…die tödliche Entscheidung zum Sichtflug im Nebel traf“, wurde nicht, wie lange behauptet, vom Dienst suspendiert und mit neuer Identität versehen, sondern kurz nach dem Absturz mehrfach befördert, spielte im Irak-Krieg eine bedeutende Rolle und ist heute als Direktor für Operationen im Hauptquartier der US-Air-Force in Washington für rund 1800 Soldaten verantwortlich. Wofür wurde er belobt?

Alle Fotos 8.12.1988 – Flugzeugabsturz Remscheid PDF

Bürgerinitiative Absturz  – BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. Kreisgruppe Remscheid

Flugzeugabsturz in Remscheid 1988 ZDF Nachrichten

 

hastener

http://lupocattivoblog.com/2014/05/24/flugzeugabsturz-in-remscheid-am-8-12-1988/

Essbare Stadt Minden

Bürgerinitiative: Wir über uns

Die Bürgerinitiative Essbare Stadt Minden und ihre Mitglieder

Foto: Die Stadtgärtner/-innen beim Arbeitstreffen im Atelier Fuhg in der RitterstrasseDie Aktiven für eine «Essbare Stadt» Minden verstehen sich als unabhängige lokale Bürgerinitiative, die gemeinschaftliches Gärtnern nach dem ‘Pflücken erlaubt’-Prinzip in der Innenstadt und im Stadtgebiet verwirklichen will.

Eine Idee wird zum Vorhaben

Die Erstinitiatoren sind Stefan Schröder und Bettina Fuhg. Beide sind zwar in Parteien gebunden und lokalpolitisch aktiv. Ihr urban gardening-Engagement verstehen sie aber ausdrücklich als unabhängig von Parteipolitik und Stadtratsfraktionen.

Die Idee für das Vorhaben geht auf Stefan Schröder zurück. Er hatte im Frühsommer 2012 vom ‘Pflücken erlaubt statt betreten verboten’ im rheinländischen Andernach erfahren und war begeistert.
In den darauf folgenden Wochen und Monaten konnte er andere von der Vorstellung eines ‘Essbaren Minden’ überzeugen.

Der 'High Line Park' auf einer ehemaligen HochbahntrasseBei Bettina Fuhg waren es die New Yorker Community Gardens und besonders dabei der High Line Park auf einer stillgelegten Hochbahntrasse, der sie faszinierte und zur Motivation für ein lokales Projekt an ihrem Wohnort wurde.

Von der «Essbaren Stadt» in Telefongesprächen angesteckt wurde Detlef Müller. Sein engagierter Hauptjob, ein ökosoziales Projektvorhaben für den ländlichen Raum, hat inzwischen einen Konzeptteil «Essbares Dorf» erhalten.

Initiativengeburt Anfang 2013

Die Bürgerinitiative «Essbare Stadt» Minden ist Ende Januar 2013 entstanden.
Die Treffen der Stadtgärtner/-innen finden (in der Anfangszeit wöchentlich) jeweils in Bettinas Atelier an der Ritterstrasse statt. Das erste Meeting war am Montag, 18. Februar.

Zum Standort und wichtigen Wirkungsbereich hat sich nach und nach die Obere Altstadt entwickelt. Der Treffenort der Initiative und das erste Pflanzprojekt, der «Speiseraum» No. 1 liegen auf diesem Teilgebiet der Innenstadt.
Im Sommer des Jahres ist die Bürgerinitiative Mitglied im Netzwerk ‘Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt’ (BOA) geworden.

Die Pflanzaktivisten

Beim Aufbereiten der Beetefläche: Ute, Andrea und StefanDie Bürgerinitiative besteht aus derzeit gut 20 Mitstreiter/-innen. Die meisten von ihnen wohnen und leben im Stadtgebiet von Minden.
Die persönlichen Lebenslagen sind sehr unterschiedlich: Dabei sind Selbstständige und Beschäftigte genauso wie nicht-erwerbsfähige und engagierte Menschen im Ruhestand.

Engagierte Interessen

Die Interessen der Mitglieder sind mit ökologisch, sozial und lokal engagiert (mit unterschiedlichen Schwerpunkten) am treffensten dargestellt.
Werthaltige Lebensmittel, seelische Gesundheit, Verantwortung für Umwelt und Zukunft, Stadtentwicklung sowie kleine Unternehmen und inhabergeführte bzw. ‘Tante Emma’-Läden sind Interessen, die in der Bürgerinitiative überwiegend geteilt werden.

Die Bürgerinitiative trägt nach Kräften auch zur bundesweiten «Essbare Stadt»-Bewegung bei. Wissenswertes wird hier auf der Webseite vermitteln. Social Media-Aktivitäten und Teilnahme an Konferenzen sorgt für eigene Präsenz.
Auch die Creative Commons-Entscheidung ist mir dieser Absicht gefallen, die «essbare Bewegung» zu unterstützen.

Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2014

Mehr Infos hier

http://www.essbare-stadt-minden.de/

Brüssel ignoriert EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“

Barroso und Co. blockieren Wasserschutz. Foto: Riki79 / Wikimedia

Wie undemokratisch die Europäische Union tatsächlich ist, wurde nun wieder einmal beim Umgang Brüssels mit der höchst erfolgreiche EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“ gezeigt. Knapp zwei Millionen EU-Bürger hatten diese Petition an die EU-Kommission unterzeichnet, jetzt blocken Kommissionspräsident Manuel Barroso und seine Eurokraten jedoch ab. Plötzlich beruft man sich in Brüssel auf das „Subsidiaritätsprinzip“ und möchte, dass die EU-Staaten die Wasserversorgung nun wieder „nationalstaatlich“ regeln.

Damit hofft man offensichtlich Zeit zu gewinnen, denn durch das ins Haus stehende Freihandelsabkommen USA-EU wächst der Druck internationaler Lobbyisten, die unbedingt die Wasserversorgung privatisieren möchten. Einzelne Staaten könnten hier dann leichter „aufgerollt“ werden als das gleich in der gesamten EU durchzusetzen.

Wassernutzung als Menschrecht soll laut Brüssel nicht kommen

Eigentlich hätte das Ziel der EU-Bürgerinitiative „Rigth2Water“ sein sollen, EU-weit die Privatisierung der Wasserversorgung zu verhindern und gleichzeitig die Wassernutzung als Menschenrecht zu institutionalisieren. Von dem wollen die Eurokraten jetzt nichts mehr wissen. Nun hoffen viele Bürgerinitiativen-Unterzeichner auf eine geänderte Zusammensetzung des EU-Parlaments nach dem 27. Mai 2014. Mit neuen Mehrheiten könnte man dann offensichtlich eher die Ziele von „Rigth2Water“ umsetzen.

 

http://www.unzensuriert.at/content/0015072-Br-ssel-ignoriert-EU-B-rgerinitiative-Rigth2Water

Petition : Keine Moschee in Leipzig / Gohlis Bürgerinitiative: Gohlis sagt Nein!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Ihnen mitteilen, daß sich am 18. Oktober 2013 die Leipziger Bürgerinitiative „Gohlis sagt Nein“ gegründet hat. Die Initiative ist ein überparteilicher Zusammenschluß von Bürgerinnen und Bürgern der Messe- und Heldenstadt. Ziel der Initiative ist es, sich kritisch mit dem geplanten Moscheebau in Leipzig-Gohlis zu befassen und Bürgerbedenken zu artikulieren.

Wir vertreten die Ansicht, daß eine Umsetzung des Bauvorhabens zu erheblichen Nachteilen für Gohlis führen wird. Da dies den Stadtoberen bewußt sein dürfte, wurde der Bürgerwille mit der Absegnung des Bauvorhabens wieder einmal übergangen. Die Anwohner werden vor vollendete Tatsachen gestellt, was mit einer bürgerorintierten Politik nichts zu tun hat. Gegner des Moscheebaus werden einfach als „Rassisten“ und „Nazis“ diffamiert und Bedenken gegen die erste minarett-bewehrte Moschee Ostdeutschlands (Berlin natürlich ausgenommen) bleiben unberücksichtigt.

Gohlis ist ein Wohn- und Geschäftsgebiet, das vornehmlich durch Gründerzeithäuser geprägt ist. In den letzten Jahren hat sich Gohlis zu einem der schönsten Stadtteile in Leipzig gewandelt. Eine Moschee mit 12 Meter hohen Minaretten und einer Kuppel zerstört das intakte städtebauliche Bild von Gohlis. Hinzu kommt der steigende Lärmpegel, der auch ohne Muezzin-Rufe von einem öffentlichen Gebetshaus ausgeht, und die zunehmende Parkraumnot durch Parkplatz suchende Moschee-Besucher.

In den nächsten Jahren soll die Georg-Schumann-Straße Stück für Stück saniert werden. Die Haupteinfallstraße nach Leipzig wurde durch den Bau der B6n deutlich entlastet. Eine weitere Lärmverminderung soll durch einspurige Verkehrsführung und durch ein eigenes Gleisbett der Straßenbahn ermöglicht werden. Ergänzend sind Grünanlagen und Fahrradwege geplant, um den Stadtteil wohnlicher zu gestalten. Der Bau der Moschee widerspricht daher den vorgesehenen städtebaulichen Maßnahmen.

Außerdem muß der Bedarf einer weiteren Moschee in Leipzig stark angezweifelt werden. Es existiert bereits die Al-Rahman-Moschee im Leipziger Norden, die von dem hochumstrittenen Imam Hassan Dabbagh geführt wird. Weitere Gebetshäuser gibt es in der Lützner Straße, in der Ludwigstraße und in der Zschortauer Straße.

Wir sind überhaupt keine Gegner der Religionsfreiheit, aber der Meinung, daß in Leipzig bereits genug islamische Gebetshäuser existieren und vor allem Gohlis keine Moschee verträgt. Wir werden demnächst mit Informationsblättern an die Öffentlichkeit herantreten und eine Petition vorbereiten. Regelmäßige Versammlungen werden ebenfalls stattfinden.

Mein Leipzig lob ich mir – ohne Moschee!

Begründung:

Mehr Demokratie wagen, denn wir sind das Volk!
Protest aus der Mitte des Volkes heraus!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Die Petition findet Ihr hier : openpetition.de