NSA Skandal : Strafanzeige gegen die Bundesregierung

nsa-auge

Constanze Kurz vom Chaos Computer Club (CCC) hat angekündigt, namentlich Mitglieder
der Bundesregierung und Chefs deutscher Geheimdienste wegen heimlicher Agententätigkeit
und Beihilfe zur umfassenden Netzspionage der NSA anzuzeigen.

Constanze Kurz, Sprecherin des CCC, verdeutlichte am Dienstag auf der zentralen
deutschen Veranstaltung zum 8. Europäischen Datenschutztag in Berlin, dass sie
juristisch gegen die Bundesregierung und deutsche Geheimdienste vorgehen wolle.

Sie werde am Mittwoch gemeinsam Mitglieder der Bundesregierung und Chefs deutscher Geheimdienste
wegen heimlicher Agententätigkeit und Beihilfe zur umfassenden Netzspionage der NSA stellen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst (BND) hätten eingeräumt,
das XKeyScore-Programm der NSA zur Datenanalyse zu benutzen, begründete Kurz die Initiative.

Für sie seht fest: „Der Generalbundesanwalt muss tätig werden.“

Kurz hat zusammen mit Bürgerrechtsorganisationen bereits Beschwerde in der Sache gegen
den britischen Geheimdienst GCHQ beim Europäischen Menschengerichtshof eingelegt, die
dort mit höchster Priorität bearbeitet wird. Sie sieht die Schnüffeltätigkeiten generell
eingebettet in eine größere Menschenrechtsdiskussion.

Schließlich werde sich „die digitale Spur um uns herum“ durch die Entwicklung der
Informationstechnologie immer weiter verdichten, sodass Möglichkeiten des Umgangs
damit im rechtsstaatlichen Rahmen geklärt werden müssten.

Gegenüber heise online führte die Informatikerin aus, dass die rund 50-seitige
Anzeige auch international in Ländern wie Belgien und Frankreich gegen dortige
Regierungsvertreter und Geheimdienstleiter eingebracht werde.

Die Begründung hätten die renommierten Anwälte Hans-Eberhard Schultz und Claus Förster
geschrieben. In Deutschland habe der Generalbundesanwalt noch nicht bekanntgegeben, ob
er ein eigenes Verfahren wegen des NSA-Skandals einleiten werde, erläuterte Kurz weiter.

Sollte er sich dagegen entscheiden, könne man gegen diesen Beschluss nicht auf
dem Rechtsweg vorgehen. Die namentliche Anzeige habe den Vorteil, dass die Kläger
die Sache in einem solchen Fall auf anderer Ebene weiter verfolgen könnten.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : heise.de

Hacker blamieren Apple: Fingerabdruck ist als Schutz ungeeignet

Eine kleine Fingerübung des Chaos Computer Clubs fördert zu Tage. Der angebliche Schutz des neuen iPhone durch einen Fingerabdruck ist ein Witz. Der Chaos Computer Club sagt: Die neue Technologie dient nur zur Überwachung.

 

Hacker des Chaos Computer Club zeigen, wie man mit einfachen Mitteln einen falschen Fingerabdruck herstellen und das iPhone austricksen kann. (Screenshot: star bug)

Hacker des Chaos Computer Club zeigen, wie man mit einfachen Mitteln einen falschen Fingerabdruck herstellen und das iPhone austricksen kann. (Screenshot: star bug)

Hackern des Chaos Computer Clubs (CCC) ist es mit einfachsten Mitteln gelungen, die neue Fingerabdruck-Sperre des neuen iPhone 5s zu umgehen. Dazu genügte ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotographierten.

Die Sperre des iPhone 5s kann mit wenig Mühe umgangen werden, berichtet der CCC. Biometrische Daten seien zur Verhinderung eines unberechtigten Zugriffs vollkommen ungeeignet, so die CCC-Hacker. Diese hatten schon in der Vergangenheit gezeigt, wie einfach ein künstlicher Fingerabdruck hergestellt werden kann.

„Tatsächlich hat der Sensor von Apple nur eine höhere Auflösung im Vergleich zu bisherigen Sensoren. Wir mussten nur die Ganularität unseres Kunstfingers ein wenig erhöhen“, so der Hacker mit dem Pseudonym starbug. „Fingerabdrücke hinterlassen wir überall, und es ist ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen.“

Zuerst wird der Fingerabdruck von einer Glasfläche abfotografiert. Das Foto wird dann am Computer bearbeitet und auf eine Folie gedruckt. Auf das Druckbild wird dann hautfarbene Latexmilch oder weißer Holzleim aufgetragen. Durch die Drucklinien entsteht in dem aufgetragenen Material ein Fingerabdruckbild. Wenn man den getrockneten Abdruck dann anhaucht, kann man damit das iPhone entsperren.

„Die Öffentlichkeit sollte nicht länger von der Biometrie-Industrie mit falschen Aussagen an der Nase herumgeführt werden. Biometrie ist geeignet, um Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, nicht um alltägliche Geräte vor dem Zugriff zu sichern“, sagt Frank Rieger, Sprecher des CCC.

iPhone-Benutzer sollten vermeiden, sensible Daten nur mit ihrem Fingerabdruck zu sichern, so der CCC. Dabei gehe es nicht nur darum, dass der Fingerabdruck so leicht gefälscht werden kann. Auch kann man sehr leicht dazu gezwungen werden, sein Telefon zu entsperren, etwa wenn man festgenommen wird.

Mit Fingerabdruck-Technologie gewinnen die Kunden keine Sicherheit. Sie liefern sich jedoch auch einer zusätzlichen Überwachung aus. Denn die Geheimdienste haben Zugriff auf die Handys und legen möglicherweise bereits Datenbanken mit den Abdrücken der Bürger an (mehr hier).

Nach Angaben von Apple wurden in den ersten drei Tagen seit Verkaufsbeginn bereits 9 Millionen neue iPhone 5s und 5c gekauft. Die Aktie des Konzerns schoss daraufhin am Montag zwischenzeitlich um 3 Prozent in die Höhe.

 

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/23/hacker-blamieren-apple-fingerabdruck-ist-als-schutz-ungeeignet/