Zwangsanleihe trifft Millionen, nicht Millionäre

Brüderle: Zwangsanleihe trifft Millionen und nicht Millionäre. „Man kann den Leistungsträgern so viel wegnehmen, wie man will. Es wird nicht reichen. Zur Bekämpfung der Schuldenkrise hilft nur eine solide Haushaltspolitik“.

 

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat die Forderung von DGB-Chef Michael Sommer nach einer Zwangsanleihe abgelehnt: „Ich bin gespannt, wie der DGB einem Facharbeiter erklären will, dass seine Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung mit einer Zwangsanleihe belegt wird“, sagte Brüderle dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).
Eine Zwangsanleihe treffe Millionen und nicht Millionäre. „Man kann den Leistungsträgern so viel wegnehmen, wie man will. Es wird nicht reichen. Zur Bekämpfung der Schuldenkrise hilft nur eine solide Haushaltspolitik“, sagte der FDP-Politiker.
Das linksliberale Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte das Instrument einer Zwangsanleihe für Reiche zur Lösung von Schuldenproblemen bereits früher ins Gespräch gebracht. Nach einem Berechnungsmodell des DIW könnte die Abgabe ab einem individuellen Vermögen von 250 000 Euro (Ehepaa! re 500 000 Euro) gelten.