„Zentrum für politische Schönheit“ will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren

"Zentrum für politische Schönheit" will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren
Screenshot – YouTube-Kanal von Zentrum für Politische Schönheit
Über die Webseite „Soko Chemnitz“ ruft das „Zentrum für politische Schönheit“ dazu auf, den „Rechtsextremismus 2018 zu erfassen“ und dazu „verdächtige“ Teilnehmer bei den Protesten in Chemnitz zu identifizieren und bei ihren Arbeitgebern zu melden.

Bekannt wurde das „Zentrum für Politische Schönheit“ unter anderem durch Aktionen wie das Errichten eines Nachbaus des Holocaust-Mahnmals vor dem Wohnhaus des AfD-Politikers Björn Höcke oder die Verteilung von Flugblättern während des G20-Gipfels in Hamburg, die zur Tötung von Putin und Erdogan aufriefen.

Seit 2009 ist das Zentrum aktiv. In einer neuen Aktionsform befasst es sich mit den Protesten in Chemnitz. Diese wurden durch den Mord an einem 35-Jährigen Deutsch-Kubaner ausgelöst. Nach der Verhaftung von zwei tatverdächtigen Asylbewerbern aus Syrien und dem Irak, kam es zu Protesten. Unter die „Pro Chemnitz“-Demonstranten, mischten sich auch Rechtsextreme, Ausschreitungen folgten.

In diesem Kontext wollen sie angeblich den „Rechtsextremismus von 2018 systematisch erfassen.“ In einem Video mit dem Titel „Gesucht: Wo arbeiten diese Idioten?“ wird dazu aufgerufen, die rechten Demonstranten zu identifizieren:

Während normale Menschen arbeiten, treiben Tausende Arbeitnehmer und Hartz IV-Empfänger Ausländer durch Chemnitz. Attackieren Presse und Polizeibeamte und grüßen Hitler. Was würde ihr Chef wohl dazu sagen?

 

 

Drei Millionen Bilder von 7.000 Verdächtigen will das „Zentrum für Politische Schönheit“ bereits ausgewertet haben. Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannte sollen nach eigener Darstellung gegen Bares denunziert werden.

Neben Bildern im „Katalog der Gesinnungskranken“ sind auf der ebenfalls zur Aktion gehörenden Webseite „Soko-Chemnitz.de“ Bilder von Demonstranten zu sehen. Neben dem Bild mit einer unkenntlich gemachten Augenpartie ist der Vorname und der Anfangsbuchstabe des Nachnamens zu lesen. Teilhaben kann man durch die Zusendung weiterer Fotos und Bilder der „Erwischten“, die sich „unerlaubt von der Demokratie entfernt“ haben. Anhand eins Barometers wird angezeigt, als wie „Rechts“ der Demonstrant eingeschätzt wird.

"Zentrum für politische Schönheit" will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren
Quelle: Screenshot https://soko-chemnitz.de/

Das „Zentrum für Politische Schönheit“ versteht sich als „aufrüttelnde und provozierende Aktion im Rahmen der Menschenrechte“ und setzt sich für einen „Aggressiven Humanismus“ ein. In ihrer Selbstdarstellung heißt es:

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Aufrüttelnde und radikale Aktionen im Namen der Menschenrechte sind unser Spezialgebiet. Wir arbeiten an der Zukunft des politischen Widerstands im 21. Jahrhundert („aggressiver Humanismus“), setzen auf Menschlichkeit als Waffe und experimentieren mit den Gesetzen der Wirklichkeit. Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören muss.

Am Montag wird zudem vor dem Berliner Reichstag eine Installation aufgestellt. Den Arbeitgebern versprechen sie Musterentwürfe für eine „wasserdichte Kündigung für einen Hitler-Bewunderer“.

 

 

https://deutsch.rt.com/inland/80338-neue-aktion-zentrums-fur-politische-schoenheit-chemnitz/

Tichy – Das Chemnitz-Video: „Hase“ spricht

von https://freie-presse.net

Das “Hase, du bleibst hier”-Video hat die Bürger der Stadt Chemnitz in Verruf gebracht, die Bundeskanzlerin sprach von Hetzjagden, und der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz wurde in der nachfolgenden Koalitionskrise gefeuert. TE sprach mit der Frau, die es gedreht hat.

 

 

https://freie-presse.net/tichy-das-chemnitz-video/

Demotainment: Hochverschuldetes Chemnitz lässt sich #wirsindmehr 180.000 Euro kosten

von https://sciencefiles.org

Finanziell pfeift die Stadt Chemnitz auf den ersten Blick auf dem vorletzten Loch. Offiziell sinkt die Verschuldung der Stadt, wie auch im neuesten Haushalt mitgeteilt wird, „planmäßig“. Wenn etwas „planmäßig“ sinkt, dann ist höchste Vorsicht geboten, auch wenn er erfreulich zu sein scheint, wenn die Verschuldung in Chemnitz allein in den Jahren 2004 bis 2016 von rund 340 Millionen Euro auf rund 202 Millionen Euro (2016) gesunken ist.

Wie so viele Gemeinden in Deutschland, bedient sich auch Chemnitz des alten Tricks der getrennten Bilanzen. Die Posten, die im Haushalt einer Gemeinde die hohen Kosten verursachen, städtischer Bauhoff, Stadtreinigung, Stadtgärtnerei usw. werden kurzerhand aus der Bilanz der Stadt entfernt. Ausgründung nennt man das. Aus den Gemeindeschulden werden die Schulden von Eigenbetrieben, von GmbHs, wie z.B. der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs mbH. Die Eigenbetriebe befinden sich zwar zu 100% im Eigentum der Stadt, so dass für die Schulden weiterhin die Einwohner von Chemnitz haften, aber die Schulden tauchen eben nicht mehr in der Bilanz der Stadt Chemnitz, im Stadthaushalt auf. In diesem kann man begünstigt durch niedrige Zinsen und entsprechend geringe Kapitalkosten einen Rückgang der Verschuldung der Gemeinde Chemnitz verkünden.

Statistik Sachsen

Rechnet man jedoch zu den „offiziellen Schulden“ der Stadt Chemnitz, die sich nach Ansicht des statistischen Landesamts Sachsen im Jahre 2017 auf 163,2 Millionen Euro summiert haben, noch die „inoffiziellen Schulden“ der Eigenbetriebe der Stadt Chemnitz hinzu, dann summieren sich die Schulden der Stadt Chemnitz auf 933.166.000 Euro im Jahr 2017.

Damit pfeift Chemnitz finanziell nicht mehr auf dem vorletzten, sondern auf dem letzten Loch und ist zumindest bei den Schulden sächsische Spitze.

Um so erstaunlicher ist es, dass die Stadt Chemnitz eben einmal 180.000 Euro für Demotainment zur Verfügung hat.

180.000 Euro hat #wirsindmehr gekostet, das Konzert, das eigens veranstaltet wurde, um Chemnitz als weltoffene Stadt zu präsentieren, Weltoffenheit, wie sie in Liedtexten wie dem folgenden zum Ausdruck kommen soll.

Die Kosten der Inszenierung, die wir als Demotainment bezeichnen, hätte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig den Chemnitzer Bürgern wohl gerne verschwiegen, was an sich schon ein unglaublicher Zustand ist. Auf welchen Wegen auch immer sind die Angaben, die Ludwig als Antwort auf eine Anfrage der Bürgerbewegung Pro Chemnitz wohl oder übel machen musste, aus dem nichtöffentlichen Teil einer Sitzung in die Redaktionsräume der Chemnitzer Morgenpost gelangt.

180.000 Euro hat die Inszenierung mit Toten Hosen und Feine Sahne Fischfilet die Stadt Chemnitz, die finanziell auf dem letzten Loch pfeift gekostet.

Wann immer in Zukunft Ausgaben durch die Stadt mit Verweis auf die angespannte Finanzlage verweigert werden, sollte diese Ausgabe in Erinnerung gebracht werden, eine Ausgabe für eine Inszenierung, die man mit Blick auf den Anlass (ein Chemnitzer ist von Asylbewerbern ermordet worden) nur als geschmacklos bezeichnen kann.

Wir nennen derartige Inszenierungen „Demotainment“. Demotainment ist eine Mischung aus Fun und Demonstration, die man heutzutage offenbar bieten muss, um einen Demonstranten hinter dem Ofen hervorlocken zu können. Demotainment ist der Zusatznutzen, der geboten werden muss, damit sich naive junge Menschen für politische Inszenierungen missbrauchen lassen. Demotainment geht natürlich auf Kosten der Steuerzahler – die doch nichts dagegen haben, für den angeblich guten Zweck, der gerade gefeiert werden soll, zu zahlen – oder?

Demotainment gibt es für die Antifa in Form von Molotowcocktails, brennenden Autos und Steinen, die man auf Polizeibeamte werden kann, und es gibt Demotainment in Form des unverwüstlichen und jede Witterung abweisenden, mit oder ohne Gitarre bewaffneten Liedermacher, der – jeder biologischen Ratio zuwider – auch noch im Jahre 10 nach seiner Spätverrentung auf Bühnen steht und in ein Mikrofon krächzt, und in Form von professionellen Demotainern wie den Toten Hosen, Herbert Grönemeier oder Feine Sahne Fischfilet.

Demotainment ist fester Bestandteil einer bedenklichen feindlichen Übernahme des Demonstrationsrechts. Während in den 1980er und 1990er Jahren Demonstrationen eine Form des unkonventionellen politischen Protests waren, die sich gegen die Regierung, zuweilen auch gegen das Parlament richteten und somit als eine Variante politischer Kontrolle in demokratischen Systemen angesehen werden konnten, sind Demonstrationen heute zu inszenierten Aufmärschen mit Demotainment verkommen. Sie sind keine unkonventionelle Form der politischen Partizipation mehr, sondern eine staatliche, eine politische Inszenierung, die Unterstützung für Positionen signalisieren oder politische Inhalte transportieren soll. Es ist sicher kein Zufall, dass diese Travestien auf Demonstration den politischen Aufmärschen der DDR eher gleichen als den Demonstrationen der Friedensbewegung in Westdeutschland.

Damit fällt ein weiterer Baustein einer demokratischen Verfassung aus.
Ein weiterer Schritt auf dem Weg in den Autoritarismus ist genommen.

https://sciencefiles.org/2018/11/04/demotainment-hochverschuldetes-chemnitz-lasst-sich-wirsindmehr-180-000-euro-kosten/

Im Dauer-Hysterie-Modus: Rechtsterroristen mit Luftgewehr planen Bürgerkrieg

von https://sciencefiles.org

Rationalität, Vernunft, die Fähigkeit, sich ein Urteil zu bilden, das – so meinen alte und manche moderne Philosophen – zeichne den Menschen aus.

Wer die letzten Tage verfolgt hat, wie die Chemnitzer Revolution beendet wurde noch bevor sie begonnen hat, der hat eine ungefähre Vorstellung davon, was wir mit „Dauer-Hysterie-Modus“ meinen.

Bürgerkrieg im Chat geplant“, schreibt die ARD.

Mutmaßliche Rechtsterroristen sollen Umsturz Deutschlands geplant haben“, schreibt die WELT.

Die Hetzjagd-Lügenspirale

Alle Dauerhysteriker sind sich einig. Die Gefahr, die von den vermeintlichen Rechtsterroristen ausgeht, von denen einige derzeit nebenher noch einem Hauptberuf nachgehen, bis das mit dem Umsturz geklappt hat, die ist groß.

Denn:

Die Gruppe hat sich schon Anfang September gegründet und für den 3. Oktober „gewaltsame Angriffe“ geplant, wie es in der ZEIT heißt. Sie haben nicht nur gewaltsame, sie haben auch „bewaffnete Angriffe“ geplant. Manko dabei: Die sechs Möchtegernterroristen haben keine Waffen, nur ein Luftgewehr soll bei ihnen gefunden worden sein. Sie wollten die NSU übertreffen, also mehr als 10 Tote auf ihrem Konto verbuchen, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Gefahr im Konjunktiv sie ist allgegenwärtig in der Traumwelt derer, die sich mit der Revolution Chemnitz ein neues Narrativ geschaffen haben, an dem sie sich abarbeiten können, das sie benutzen können, um vielleicht dieses Mal keine #wirsindmehr Konzerte kostenlos zu veranstalten, aber mit Sicherheit dazu, mehr Steuergelder für den Kampf gegen Rechts auszugeben. Für Staatsanhängsel und Mistelorganisationen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung ist Revolution Chemnitz ein Glücksfall, der vermutlich mehrere 100.000 Euro wert ist. Gäbe es Revolution Chemnitz nicht, man müsste sie glatt erfinden.

Der Zwecke der Narrative, mit denen spontane Versammlungen zu Zusammenrottungen erklärt werden und ein kurzer Sprint zweier Männer hinter zwei anderen Männern zur Hetzjagd, nein zu Hetzjagden gemacht wird und mit denen nun sechs Möchtegern-Terroristen, bei deren „Spitze“ es sich wohl einfach nur um Kriminelle handelt, zu Rechtsterroristen, die Deutschland „umstürzen“ und „Bürgerkrieg entfachen“ wollen, hochgeschrieben werden, der Zweck dieser Hysterie, dieser völlig übertriebenen Beschreibung kaum relevanter Sachverhalte, ist natürlich, eine neue Lügenspirale zu starten, einmal mehr Gesinnungskämpfer mobilisieren, einmal mehr die Aufmerksamkeit von realen Problemen auf Probleme im Konjunktiv ablenken, einmal mehr die Fiktion einsetzen, um Stimmung zu machen. Lügen und erfundene Narrative, Übertreibungen, die so umfangreich sind, dass der mickrige Sachverhalt, der sie ausgelöst hat, anschließend unauffindbar ist, sie beschreiben eine zutiefst gestörte politische Klasse, die nicht mehr Politik mit Argumenten machen will, die nicht mehr auf Grundlage von Information und überlegter Entscheidung regieren will, in der vielmehr die blanke Emotionalität, die blanke Ideologie herrschen und damit natürlich unweigerlich und am Ende stehend, der blanke Wahnsinn.

Vera Lengsfeld hat den „Umsturz mit dem Luftgewehr“ in einem sehr guten Beitrag aufgearbeitet, den wir unseren Lesern hiermit empfehlen.

 

 

https://sciencefiles.org/2018/10/02/im-dauer-hysterie-modus-rechtsterroristen-mit-luftgewehr-planen-burgerkrieg/

Widerstand : Tim K. – Chemnitz – Im Osten wird es beginnen!

Rede von Götz Kubitschek auf dem Augustusplatz in Leipzig

16.11 Merkel kommt nach Chemnitz – WIR KOMMEN AUCH!

 

PromoVideo – Am 16.11.2018 kommt unsere GRÖKAZ Angela Merkel
nach Chemnitz! Sven Liebich, die Merkel Jugend und hoffentlich
viele von Euch werden an diesem Geschichtsträchtigen Tag
anwesend sein um unsere Führerin gebührend zu empfangen.

Sven Liebich und die Bahnhofsklatscher für Refugees Welcome – Mehr Flüchtlinge nach Deutschland

 

Das war zeitgleich zu einer echten Refugees-Welcome-Demo.

Die Passanten nahmen das für Echt und als auf Du-bist-Halle
über die Echte berichtet wurde, gab es Kommentare wie:

„Ich habe diese Spinner gesehen… die wollen tatsächlich
50 Millionen mehr Flüchtlinge…“

Also immer das gesamte Bild sehen 🙂

Demo : Merkel kommt nach Chemnitz – Die Merkeljugend hält sich bereit ! Heil Merkel!

Merkel kommt bald nach #Chemnitz.

Ich bitte die #Merkeljugend, sich bereit zu halten.

Heil Merkel!

Zeitnahe Infos über den Telegram-Kanal: https://t.me/InSvensWelt

Chemnitzer Hetzjagd-These bricht zusammen: 93,1 Prozent der Opfer sind Deutsche

Zehntausende demonstrierten in Chemnitz gegen Ausländergewalt. Screenshot Youtube

Die Hetzjagd-These von Chemnitz, die Angela Merkel und die Mainstream-Medien verbreiten, bricht immer weiter in sich zusammen. Bei den Demonstrationen und den Gegenaktionen der Antifa gab es laut LKA zusammen insgesamt 158 Geschädigte – darunter lediglich elf Ausländer, wobei hier angezeigte Beleidigungen mitgezählt werden. Das heißt lediglich 6,9 Prozent der Opfer waren Ausländer – 93,1 Prozent Deutsche.

Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft in 163 von Linken und Rechten begangenen Fällen – davon in 32 sogenannten Propagandadelikten, also das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. Rund 80 Prozent sollen das mutmaßliche Zeigen des Hitlergrußes betreffen. Insgesamt verfolgen die Ermittler lediglich 41 Strafanzeigen wegen einfacher und schwerer Körperverletzung – auf beiden Seiten.

Besonders brisant ist, was die Ermittler auf Anfrage des Focus zu einem von den Medien verbreiteten angeblichen 100Mann starken rechten Mob sagen, der mit Steinen bewaffnet Jagd auf Ausländer gemacht haben soll: Das lasse sich nicht belegen, denn: „Die Gruppe wurde nie gefunden.“

Ermittelt wird überdies in einem Fall von Brandstiftung und zwei Mal wegen der Aufforderung zu Straftaten. Derzeit aktenkundig sind 13 Verfahren wegen Sachbeschädigung. „Dabei sei noch unklar, so heißt es in Ermittlerkreisen, in welchem Ausmaß Rechtsradikale als auch die linke Antifa an den Taten beteiligt waren. Hinzu kommen noch 23 Verstöße gegen das Versammlungs- und drei gegen das Waffengesetz“, so der „Focus“. (WS)

https://www.journalistenwatch.com/2018/09/18/chemnitzer-hetzjagd-these/

Katastrophe(n)Journalismus „Investoren können von Chemnitz / Köthen abgeschreckt werden“

von https://sciencefiles.org

Also Investoren, Investoren, das sind ja ganz zarte Blümchen. Wenn man denen sagt, dass es in Chemnitz eine Hetzjagd gegeben hat, dann rennen die mit ihrem Geld woanders hin. Und wenn sie dann noch wissen, dass in Köthen Rechte ab und an die Straße rauf und die Straße runter laufen, dann kommen die nicht wieder. Weil Investoren, die nehmen Abstand, wenn sie Bilder wie die aus Köthen oder Chemnitz sehen. Dann investieren die nicht.

Das sagt Axel Plünnecke in der ARD. Nicht wörtlich, aber vom Inhalt her. Axel Plünnecke muss es wissen, denn er arbeitet am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, und wer am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln arbeitet, der weiß, Rechte in Chemnitz und in Köthen, die sind schlecht für Investoren, denn die Investoren, die „könnten Abstand nehmen“.

Weil, für Investoren ist die Frage, ob in Köthen und Chemnitz Rechte marschieren oder nicht, viel wichtiger als die Frage, ob dort Deutsche von Ausländern umgebracht werden und noch viel wichtiger als die Gründe, die die Weltbank als diejenigen Ansieht, die Investoren zum Investieren bringen oder davon abhalten.

Bei der Weltbank wird alle zwei Jahre eine Rangreihe der Einfachheit des Investierens gebildet. Deutschland liegt derzeit auf Platz 20 (von 190): hinter Neuseeland (1), Singapur (2), Dänemark (3), Südkorea (4), Hong Kong (5), den USA (6), dem Vereinigten Königreich (6), Norwegen (7), Georgien (8), Schweden (9), Mazedonien (10), Estland (11), Finnland (12), Australien (13), Taiwan (14), Litauen (15), Irland (17), Kanada (18) und Lettland (19).

Die Bedingungen für Investoren werden in Deutschland seit Jahren schlechter. Nicht wegen der Rechten. Die interessieren bei der Weltbank niemanden, nein, wegen der Verwaltung: Ein Unternehmen zu gründen ist in Deutschland so schwierig, wie sonst fast nirgends. Auf Platz 113 rangiert Deutschland, in unmittelbarer Nachbarschaft von Malaysia (111), San Marino (112), Peru (114) und Dschibuti (115). Bei der Möglichkeit, als Eigentümer eingetragen zu werden, sieht es nur wenig besser aus. Auf Platz 77 rangiert Deutschland, Paraguay (75), Montenegro (76), San Marino (78) und die Dominikanische Republik (79) bilden dieses Mal die unmittelbare Nachbarschaft. Schließlich hat man als Investor, wenn man in Deutschland investiert, schlechte Karten, wenn man ein so genannter „Minority Investor“ ist. Mit den Entscheidungsrechten ist es dann nicht weit her, wie Platz 62 auf der Skala der 190 zeigt. Direkte Nachbarn sind dieses Mal Rumänien und Chile (57) sowie Botswana und Serbien (72).

Aber natürlich hat das alles nicht den gleichen Effekt, wie die wenigen Rechten aus Köthen und Chemnitz die weltweit die Entscheidung von Investoren, in Deutschland zu investieren, beeinflussen. Bevor ein Investor an die Einfachheit und die Sicherheit seiner Investitionen denkt, denkt er natürlich an die Rechten in Chemnitz und Köthen. Plünnecke muss das wissen, der arbeitet beim Institut der deutschen Wirtschaft.

Indes, betrachtet man die Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen seit 2005, dann fragt man sich unwillkürlich, wo die Rechten, die Nazis in den Jahren 2008 und 2014 marschiert sind und wieso der Brexit, der doch so schlecht für alles und jedes sein soll, ausländische Investoren geradezu zum Investieren animiert zu haben scheint. Vielleicht interessiert Investoren ja doch etwas anderes bei ihren Entscheidungen als das, was politisch-korrekte Nachschwätzer für relevant halten.

https://sciencefiles.org/2018/09/17/katastrophenjournalismus-investoren-konnen-von-chemnitz-kothen-abgeschreckt-werden/