Schweiz will deutsche Konten kassieren

Steuerhinterziehung: Schweizer Banken setzen deutschen Kunden Ultimatum. Sie verlangen von ihren deutschen Kunden den Nachweis, dass ihre Konten tatsächlich beim Finanzamt gemeldet sind. Andernfalls drohe der Verlust des Kontos.
Die beiden Schweizer Banken Julius Bär und Credit Suisse erhöhen den Druck auf mögliche deutsche Steuersünder. Wie die Zeitung „Tages-Anzeiger“ berichtet, verlangen die beiden Finanzhäuser von ihren deutschen Kunden den Nachweis, dass ihre Konten tatsächlich beim Finanzamt gemeldet sind. Andernfalls drohe der Verlust des Kontos. Sprecher beider Banken bestätigen den Bericht. Die Credit Suisse habe ihre Kunden schon über diesen Schritt informiert, auch Julius Bär schrieb bereits im Februar seine Kunden an. Die Meldefrist läuft demnach Ende 2013 ab und gilt auch für Konten, die bereits seit Jahrzehnten bestehen.

 

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Das Ende der Gold Ära?

Banken Goldbashing: Société Générale „Das Ende der Gold-Ära“. Credit Suisse: „Gold: Der Anfang vom Ende einer Ära“. Goldman Sachs  hat ebenfalls erklärt, dass der jahrelange Boom des Edelmetalls vorüber sei. Können so viele große Investmentbanken irren?

 

von Michael Mross

Die französiche Großbank Société Générale – nicht gerade die Benchmark für exakte Prognosen – sieht für Gold keine Zukunft mehr. Der Grund: Die Euro-Krise löst sich in Luft auf, die Staatsverschuldung geht zurück, alles wird gut.

In dem veröffentlichten Spezial-Report mit dem Titel „Das Ende der Gold-Ära“ wird der Goldmarkt als nichts anderes als eine Spekulationsblase bezeichnet. Angeblich würden enttäuschte Anleger das Edelmetall verkaufen, weil die Inflation unter Kontrolle sei.

Laut SocGen gibt es keinen Grund mehr, Edelmetalle aus Sicherheitsgründen zu halten, weil die globale Wirtschaft einer rosigen Zukunft entgegen geht. So hätten nach Ansicht der SocGen Experten die Staatsschulden einen Höhepunkt erreicht. Außerdem würde das Vertrauen in die US-Wirtschaft und den US-Dollar wieder zunehmen. Dies würde es der US-Notenbank ermöglichen, die geldpolitische Lockerung zu beenden, was wiederum zu steigenden Zinsen führen könnte.

Von den Mechanismen des Geldsystems scheinen die Finanzexperten offenbar nichts zu verstehen. Auf die Idee, dass nicht der Preis des Goldes steigt sondern die verfügbare Menge des Papiergeldes größer wird und deshalb mehr für Edelmetalle zu zahlen ist, kommen die schlauen Analysten nicht. Eigentlich müsste man nämlich von einer „Geldblase“ und nicht von einer „Goldblase“ sprechen.

Wie sich darüber hinaus die globale Staatsschuldenkrise in Wohlgefallen auflösen soll, diese Antwort bleiben die Analysten ebenfalls schuldig, genau so wie bei der Frage, warum denn das Vertrauen in die US-Wirtschaft zunehmen soll.

Ganz so bearish für den Goldpreis sind die Märchen-Onkels von der SocGen dann doch nicht, wie der Report erahnen lassen könnte: Eine Korrektur bis 1375 USD/Unze sei zu erwarten, und zwar noch in diesem Jahr.

 

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Schweiz schafft Bankgeheimnis ab

Schweizer Banken verabschieden sich vom Bankgeheimnis. Handelsblatt-Test: Die Berater von UBS, Deutscher Bank Schweiz, Credit Suisse und Julius Bär wollten nur unter der Bedingung ein Konto eröffnen, wenn die Bank die Erträge nach Deutschland melden darf.

 

Für deutsche Neukunden im grenzüberschreitenden Geschäft haben namhafte Schweizer Banken das Bankgeheiminis bereits abgeschafft. Das ist das Ergebnis einer Stichprobe des „Handelsblatts“ (Dienstagausgabe) bei Schweizer Banken in Zürich.
Dabei gaben sich zwei Handelsblatt-Reporter als deutsche Neukunden aus, die in der Schweiz ein Depot eröffnen wollten. Die Berater von UBS, Deutscher Bank Schweiz, Credit Suisse und Julius Bär wollten nur unter der Bedingung ein Konto eröffnen, wenn die Bank die Erträge nach Deutschland melden darf. Die Möglichkeit der anonymen Besteuerung, wie sie etwa die EU-Zinsrichtlinie vorsieht, wurde nicht angeboten. „Das Bankgeheimnis ist ein sterbender Schwan“, sagte zum Beispiel der Berater der Deutschen Bank in Zürich.
Die Deutsche Bank bekannte sich offen zu der Praxis. „Inhaltlich entspricht das genau der Umsetzung unseren Richtlinien und internen Managementanweisungen“, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bank Schweiz. Bei UBS und Julius Bär hieß es, die Bankberater würden dann keine anonyme Quellenbesteuerung mehr anbieten, wenn der Berater den Verdacht hätte, ein Neukunde sei nicht steuerehrlich.
Von den sieben angefragten Banken hat zudem keine unversteuerte Gelder annehmen wollen. Bei den Beratungsgesprächen wurde versucht, 350.000 Euro aus einem unversteuerten Immobilienverkauf in Spanien in der Schweiz anzulegen. Um den Köder verlockender zu machen, wurden zusätzlich 1,5 Millionen Euro korrekt versteuerte Anlage-Gelder in Aussicht gestellt. Keine der getesteten Banken ging darauf ein.