Der Banker – Master of the Universe

 

Zum ersten Mal packt ein ehemals führender Investmentbanker Deutschlands aus.

Rainer Voss, der früher locker mit Millionen hantierte, erzählt, wie es in
der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen und
Skrupellosigkeiten. Ein atemberaubendes Psychogramm einer Branche und ihrer Akteure.

DIW warnt vor AfD

Alternative für Deutschland im Bundestag? Die etablierten Parteien bekommen es langsam mit der Angst zu tun. Das DIW warnt nun mit einer völlig absurden Begründung: „Dies würde von der wichtigeren Diskussion darüber ablenken, wie die europäische Krise endlich beendet werden kann.“

 

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt vor einem Erfolg der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in der Bundestagswahl am Sonntag. „Ein Einzug der AfD in den Bundestag könnte wieder zu einer intensiveren Debatte über den Austritt Deutschlands oder von Krisenländern aus dem Euro führen“, sagte Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, der F.A.Z.
„Dies würde von der wichtigeren Diskussion darüber ablenken, wie die europäische Krise endlich beendet werden kann.“ Die AfD würde aber „vermutlich wenig an den Maßnahmen der neuen Bundesregierung ändern, um die Nachhaltigkeit des Euro und die Schuldentragfähigkeit zu gewährleisten“.

Der Europa-Analyst der Deutschen Bank, Nicolaus Heinen, geht davon aus, dass die AfD den Sprung über die 5-Prozent-Hürde in den Bundestag schafft. „Das Mobilisierungspotential der AfD schätze ich als hoch ein, vor allem über Familien, Freundes- und Bekanntenkreise“, sagte Heinen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Samstagsausgabe).

Falls die Eurokritiker in den Bundestag einzögen, hätte dies „große tektonische Verschiebungen“ in der Parteienlandschaft zur Folge. Dann sei eine große Koalition unausweichlich, doch CDU und FDP würden von der neuen bürgerlichen Konkurrenz stark unter Druck gesetzt. „Die FDP würde nach einem AfD-Einzug vor einem massiven Richtungsstreit über die Europapolitik stehen“, sagte Heinen der F.A.Z.

„Wenn die AfD einen erheblichen Wahlerfolg hätte, dann könnte dies auch internationale Investoren angesichts der nächsten Euro-Entscheidungen beunruhigen, wenn sie erkennen, dass es im Euro-Kernland nun auch eine nennenswerte politische Kraft von Eurogegnern gäbe.“

Stefan Kooths vom Prognosezentrum des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen AfD-Einzug auf „50 zu 50“. Wenn die Partei mit mehreren Wirtschaftsprofessoren ins Parlament komme, würde das „die Debatte im Bundestag über die Zukunft des Euroraums auf ein fachlich anderes Niveau heben“, meint Kooths in der F.A.Z.

„Es würde dann überhaupt erst eine grundsätzliche Debatte über den bisherigen Rettungskurs ermöglicht, der die überwältigende Mehrheit im Bundestag bislang aus dem Weg gegangen ist.“ In der Krise habe die Bundesregierung mit immer neuen Rettungspaketen bislang vor allem Zeit gekauft.

 

ZDF-Wahlprognose-Skandal: Angeblich Software-Fehler

Unterdessen äußerte sich das ZDF zu einer graphisch drastisch manipulierten Wahlprognose, bei der die Balkendiagramme nicht zu den Prozentzahlen passten: „Unsere Grafiksoftware hatte leider einen Fehler“, sagte ZDF-Moderator Theo Koll dem SPIEGEL. In Prognosegrafik tauchte die AfD mit einem Balken auf, der über 6% entspricht. Als Zahl angezeigt wurden aber nur 4 %.

„Es würde mich nicht wundern, wenn der Balken unsere tatsächlichen Umfrageergebnisse abbildet“, sagt AfD-Parteichef Bernd Lucke. Er wirft die Frage auf, ob der Sender nicht versehentlich die Rohdaten aller Parteien in den Balken abgebildet haben könnte – kombiniert mit den anschließend korrigierten oder gemittelten Zahlen.

Hier gehts zur korrigierten Grafik des ZDF-Lügenbarometers

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/politik/14992-diw-warnt-vor-afd

Frankreich pleite?

In der Eurokrise beschäftigt viele Menschen eine Frage: Who´s next? Nachdem die PIGS umgekippt sind und Italien wackelt könnte der nächste große Dominostein Frankreich sein. Dann allerdings ist der Euro endgültig Geschichte.

 

von Roland Klaus

 

In der Eurokrise beschäftigt viele Menschen eine Frage: Who´s next? Welches Land könnte als nächstes dran sein mit einem Hilfsantrag an den ESM, einem Schuldenschnitt oder sogar – wie in Zypern – einer Verstaatlichung von Sparergeldern. Der Ökonom Thomas Mayer, ehemals Chefvolkswirt der Deutschen Bank, zeigt in seinem gerade erschienen Buch „Europas unvollendete Währung“ einen interessanten Weg auf, um die Verwundbarkeit der Eurostaaten zu bestimmen.

 

Er nennt dabei vier Faktoren, anhand derer sich ermitteln lässt, wie anfällig ein Land für eine Finanzkrise ist: Erstens die Abhängigkeit von ausländischem Kapital zur Finanzierung heimischer privater Investitionen und Staatsdefizite (gemessen am Leistungsbilanzüberschuss oder -defizit), zweitens das strukturelle Haushaltsdefizit, drittens die Verschuldung des Staates und viertens der Größe des Finanzsektors. Anhand dieser drei Punkte erstellt Mayer eine Rangliste. Auf den ersten Blick wirkt die Berechnung arg simpel. Denn Mayer macht nichts anderes, als die Position eines Landes innerhalb der 17 Euro-Staaten bei den vier Kriterien zu addieren. Beispiel: Deutschland hat den zweitgrößten Leistungsbilanzüberschuss, liegt bei den Staatsschulden auf Rang neun, beim Haushaltsdefizit auf Platz eins und beim relativen Gewicht des Finanzsektors auf sieben. Also 2+9+1+7 macht 19 Punkte und damit das zweitniedrigste Ergebnis nach Estland mit 16 Punkten.

 

Schaut man sich diese Tabelle näher an, dann spricht einiges dafür, dass die ausgewählten Kriterien tatsächlich eine hohe Relevanz aufweisen. Denn fünf der sechs ersten Länder in dieser Rangliste mussten bereits unter die EU-Rettungsschirme schlüpfen – entweder mit einem Hilferuf für die Staatsfinanzen wie Zypern, Irland, Griechenland und Portugal. Oder mit einem entsprechenden Antrag für den Bankensektor wie Spanien. Welches Land könnte also das nächste sein? Folgt man Mayers Analyse, dann lautet die Antwort ganz klar: Frankreich.

 

Unser westlicher Nachbar belegt in der Rangliste Platz vier und liegt damit gleichauf mit Spanien und sogar noch vor Griechenland. Laut dieser Rangliste könnte es also an der Seine demnächst hoch hergehen. Diese Einschätzung deckt sich mit der Meinung vieler Finanzexperten, die Frankreich als verwundbar bezeichnen. Zudem habe die Politik von Präsident Hollande nicht dazu beigetragen, die Lage zu verbessern. Ganz im Gegenteil: Maßnahmen wie die neue Millionärssteuer verscheucht Unternehmer aus dem Land, die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird damit nicht gerade gefördert. Und auch die Herabsetzung des Rentenalters, das Hollande als eine seiner ersten Amtshandlungen vorgenommen hat, weist angesichts der schwierigen demografischen Verhältnisse in die falsche Richtung. Dazu kommt ein verkrusteter Arbeitsmarkt mit starken Gewerkschaften, die erst dann zu Zugeständnissen bereit sind, wenn es in einem Unternehmen oder einer Branche lichterloh brennt – siehe die Beispiele aus der französischen Automobilindustrie.

 

Schaut man allerdings auf die Zinsen der französischen Staatsanleihen, so ist von einer Zuspitzung der Lage in Frankreich bislang nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil: In den vergangenen Tagen ist die Rendite der zehnjährigen Papiere mit 1,7 Prozent auf ein Rekordtief gefallen. Sie liegen damit nur rund 50 Basispunkte über den Bundesanleihen. Irgendwas stimmt da also nicht. Entweder zeigen die Anleger eine fahrlässige Sorglosigkeit, die sich böse rächen wird. Oder das ganze Geschrei über Frankreich als nächstes Krisenland ist übertrieben.

www.wirtschaftliche-selbstverteidigung.de

Deutsche Bank sperrt Boni für schlechte Banker

Banker die große Verluste verursachen oder zu hohes Risiko eingehen, können bei der Deutschen Bank künftig ihren Anspruch auf Boni verlieren. Die Bank will auch Zusatzzahlungen aus früheren Anstellungen sperren.

 

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/27/deutsche-bank-sperrt-boni-fuer-schlechte-banker/

DR. OETKER´S NAZI-MISCHUNG

Es gibt sie wieder: „Deutschlands weltpolitische Mission.“ Deutschland muss „vom Nutznießer der liberalen Weltordnung zu einem ihrer tragenden Pfeiler“ werden. „Denn das Schicksal dieser Ordnung hängt“, schreibt der Autor, davon ab, wie sich Berlin strategisch ausrichtet. Man kann das rollende „r“ im Wort Ordnung hören und das Wort Schicksal spricht man besser als „Schöcksol“ aus und im Hintergrund sollte der Badenweiler Marsch aufklingen. Denn Deutschland, so kann der Leser erfahren, ist ein „ökonomischer Riese und als europäische Mit-Führungsmacht“ muss sich das Land in eine, die „Weltordnung stützende Rolle hinein“ entwickeln. Der Krieg in Afghanistan war deshalb für den Schreiber auch ein „Erwachsenwerden“ und „der Ausbruch eines großen Krieges wird wieder denkbar.“
Wer denkt, dies seien alles Zitate aus einem NPD-Blättchen, der irrt. Dies und andere weltpolitische Missions-Töne sind in der Zeitung der scheinbar hochrespektablen „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik“ zu lesen. In der ehrenwerten Gesellschaft tummeln sich Größen der Wirtschaft und der Politik. Ein Herausgeber der FAZ sitzt im Präsidium, neben Rudolf Scharping für die SPD, Kerstin Müller für die GRÜNEN, Roland Berger und dem unvermeidlichen Eckart von Klaeden. Wichtiger aber sind die Finanziers des einflussreichen Vereins. Neben der Deutschen Bank und dem Rüstungskonzern EADS findet sich auch das Auswärtige Amt unter den Geldgebern und macht so die Äußerungen der Gesellschaft zu offiziösen Meldungen.
Weil man in der Auswärtigen Gesellschaft weiß, dass die deutsche Bevölkerung zur Zeit an militärischen Abenteuern kein Vergnügen findet – im Blatt wird es vornehm ein „innenpolitisches Veto“ genannt – muss ein bisschen gedroht werden: „Doch eine Balance of Power, bei der mehrere Machtpole Ordnung stiften und um die Vorherrschaft konkurrieren, sollte man sich keineswegs als dauerhaft friedlich oder stabil vorstellen – und schon gar nicht als fair.“ Wenn sich Deutschland also raushalte, dann sei „Chaos und Anarchie“ ebenso möglich wie „Terror“, und „Bürgerkrieg“ und man dürfe von einem „sicheren Ende der globalen Wirtschaft“ ausgehen. Irgendwo weiter unten im Blatt wird dann von einer „humanitären Intervention“ in Syrien gesprochen und wenn es denn zu einer Militärintervention käme, dann stünde Deutschland in der Pflicht.
Über all dem Kriegsgeschrei thront der Präsident der Gesellschaft: Dr. Arend Oetker, Mitglied der bekannten Konzernfamilie, die dem Back- und Puddingpulver längst entwachsen ist. Das Manager-Magazin erklärte ihn zu einem der 50 mächtigsten Männer der deutschen Wirtschaft und nicht nur seine eigene Holding sondern auch die Verbindung zur Oetker-Gruppe mit ihren 400 Firmen geben ihm einen Einfluss, der weit über seine CDU-Mitgliedschaft hinausgeht. Die Familie Oetker hatte zu jenen Unternehmern gehört, die den Nazis Beifall klatschten und von ihnen profitierten. Für die Oetkers galt das ganze klassischen Repertoire: Man war in der Waffen SS, beschäftigte Zwangsarbeiter und arisierte hie und da. Hakenkreuz und Hitlerbild zierten schon vor der „Machtergreifung“ eine von den Oetkers gestiftete Kunsthalle in Bielefeld. Selbst die neue, von der Konzernfamilie finanzierte Halle trägt bis heute den Namen des SS-Mannes und Mitgliedes des „Freundeskreis Heinrich Himmler“, des früheren Oetker-Chefs Richard Kaselowsky.
Sowenig wie die Oetkers ihre Nazi-Vergangenheit haben büssen müssen, so wenig scheinen sie gelernt zu haben. Mit Arend Oetker, dem Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, verfügen sie, liest man die Zeitschrift „Internationale Politik“, offenkundig über einen Repräsentanten, für den nach dem Krieg auch immer vor dem Krieg ist.

 

 

 
http://www.rationalgalerie.de/archiv/index_1_587.html