Olduvai-Theorie

olduvaiDie ‚Olduvai-Theorie‘ wurde von Richard Duncan 1989 zum ersten Mal veröffentlicht und
nach einer steinzeitlichen Ausgrabungsstätte in Tansania, dem Olduvai-Tal, benannt.
Duncan geht davon aus, dass die industrielle Zivilisation 1930 begann, sie 1979 ihren
Höhepunkt überschritt und sie etwa im Jahr 2030 endet.

Gemäß der Theorie wird die Geschichte der Menschheit in drei Phasen unterteilt.

Die vorindustrielle Phase ist der längste Abschnitt, der sich fast über unsere gesamte
Entwicklung, bis 1930, ausdehnt. Die zweite Phase ist die industrielle Zivilisation,
die laut Duncan bis 2030 dauert, aber auch früher zu Ende gehen könnte.

Die nachindustrielle Phase ist der letzte Abschnitt,
in welcher die Menschheit sich wieder zurück entwickelt.

Die Olduvai Theorie geht davon aus, dass die Energieproduktion seit 1979 nicht
mehr exponentiell steigt und ab 2008 zurück geht, wohingegen die Weltbevölkerung
weiter wächst. Laut Duncan kommt es deshalb in den nächsten Jahren zu Energiemangel
und Stromausfällen. Rückläufige Produktionsmengen sind die Folge.

Gleichzeitig verschlechtert sich die Nahrungsmittelversorgung, was zu einer Verringerung
der Lebenserwartung führt. Schließlich verursacht die Verschärfung der Situation Verarmung
und Kriege um Energie, Wasser und Land. Gemäß der Olduvai-Theorie leben 2015 sieben
Milliarden Menschen; 2027 werden es noch fünf Milliarden sein; 2050 nur noch zwei Milliarden.

Zur Verdeutlichung : In 35 Jahren – von 2015 bis 2050 – wird die Bevölkerung um fünf
Milliarden Menschen abnehmen. Behält Duncan Recht, werden die meisten von uns dieses
Ereignis noch miterleben – zumindest den Beginn.

Es dauerte also Milliarden Jahre, bis die Natur Voraussetzungen geschaffen hatte, dass
wir uns auf diesem Planeten entwickeln konnten. Dazu brauchten wir Millionen Jahre.

Aber unser krönender Abschluss, die industrielle Zivilisation, bringt es laut der
Olduvai-Theorie auf ganze einhundert Jahre. Die Ölzeit wäre also erheblich kürzer
als die Bronzezeit. Und ging die Bronzezeit nicht zu Ende, weil es keine Bronze
mehr gab, ginge die Ölzeit zu Ende, weil es zu viele Menschen gibt.