Mehr kulturelle Sensibilität von Türstehern gefordert

Türsteher: 1.000 Euro Strafe für angebliche Diskriminierung Foto:  picture-alliance/dpaTürsteher: 1.000 Euro Strafe für angebliche Diskriminierung Foto:  picture-alliance/dpa

HANNOVER. Die Migrationsbeauftragte der niedersächsischen Landesregierung, Doris Schröder-Köpf (SPD), hat von Diskothekenbetreibern mehr Sensibilität im Umgang mit Ausländern gefordert. „In einem weltoffenen Land wie Niedersachsen mit seiner Vielfalt der Kulturen darf kein Mensch wegen seiner Herkunft von Veranstaltungen ausgeschlossen werden“, sagte Schröder-Köpf.

Zugleich rief sie das Personal von Diskotheken auf, offener im Umgang mit Menschen verschiedener Kulturen zu sein. „Hier muß das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz konsequent angewandt werden“, betonte die SPD-Politikerin. Wenn Menschen mit nichtdeutschen Wurzeln an Türstehern scheiterten, müsse das entsprechend geahndet werden.

1.000 Euro für verwehrten Einlaß

Hintergrund ist eine Entscheidung des Amtsgerichts Hannover. Dieses verurteilte die Betreibergesellschaft einer hannoverschen Diskothek zu einer Strafzahlung von 1.000 Euro, weil einem Kurden kein Eintritt gewährt worden war. „Während dem Kläger der Zutritt zur Diskothek verwehrt wurde, konnten zeitgleich Gäste ohne erkennbaren Migrationshintergrund die Diskothek betreten“, begründete das Gericht sein Urteil.

Sollte dem Kurden noch einmal der Zutritt verweigert werden, droht dem Inhaber ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Viele Club-Besitzer weisen allerdings daraufhin, daß vor allem ausländischstämmige Jugendliche immer wieder für Ärger sorgen.

 

http://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2014/mehr-kulturelle-sensibilitaet-von-tuerstehern-gefordert/

Schläger sind vier Südländer: Junge Frau vor Bremer Bahnhof fast zu Tode getreten

Vier dunkel gekleidete Jugendliche treten mit aller Wucht auf ihr wehrloses
Opfer ein. Die junge Frau (25) mit den blonden, langen Haaren und dem hellen
Rock wird schwer verletzt. Nur das beherzte Eingreifen von Bernd B. (43) rettete
ihr Leben. Er selbst bekam dabei Schläge ab, wurde bewusstlos. Dieses brutale
Verbrechen
mitten vor dem Hauptbahnhof schockiert ganz Bremen. Jetzt hat die
Polizei erste Ermittlungsergebnisse. Sprecher Dirk Siemering: »Nachdem wir beide
Opfer und einige Zeugen vernommen haben, steht nach Aussage der Betroffenen
Folgendes fest: Die junge Frau war mit Freundinnen und ihrem Lebensgefährten aus
der benachbarten Diskothek Gleis 9 gekommen, wollte in den Bahnhof. Dabei wurde
die Clique von einer Gruppe Südländer angepöbelt.« Sie beleidigten die
weiblichen Opfer mit frauenfeindlichen Aussagen. Um keinen Streit zu
provozieren, ging die Clique kommentarlos weiter. Siemering: »Die Südländer
eilten hinterher.« Dann schubsten die Gewalttäter die junge Frau und ihren
Freund zu Boden, traten auf sie ein. Bis Bernd B. dazwischen ging. Mehr….