Das Signal einsamer Senioren – der rote Hausnotruf-Knopf

von https://marialourdesblog.com

Fast 1000 Notrufe über Weihnachten: Der Grund ist zutiefst traurig

Mit dem roten Hausnotruf-Knopf können ältere Menschen unkompliziert den Hilfsdienst erreichen, wenn sie sich in einer schwierigen Lage befinden.

Beim Malteser Hilfsdienst haben 951 Menschen zu diesem Weihnachtsfest davon Gebrauch gemacht, teilt die karitative Organisation mit. Aber nur 88 Menschen meldeten sich wegen eines echten medizinischen Notfalls – die anderen 863 Notrufe stufen die Malteser als weniger akutes denn als trauriges Signal ein.

“Einsam sein und alt werden, das ist das schlimmste!”, sagte Simone de Beauvoir.
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen einsam und verlassen in ihren Wohnungen sterben. Es fällt erst jemanden auf, wenn der Verwesungsgeruch durch das ganze Haus zieht. So etwas ist doch traurig. Was mag dieser Mensch wohl für ein Leben geführt haben, dass er so einsam war? Gemeinsam statt einsam – neue Wohnform… hier weiter.

Notruf an Weihnachten nicht nur für Unfälle genutzt.

Nämlich als Signal einsamer Senioren, die Weihnachten ganz allein verbringen müssen. Das Fest der Liebe ohne Angehörige oder Freunde zu verbringen, sei für viele besonders hart.

„Sehr viele Alarm-Auslösungen sind soziale Rufe oder Fehlalarme, bei denen sich dann im Gespräch mit unseren Mitarbeitern herausstellt, dass die Senioren eigentlich nur mal mit jemanden sprechen wollen“, sagt Ruth Horn-Busch, Leiterin Hausnotruf in NRW.

Jeder fünfte Alarm aus Einsamkeit

„Sie begründen dann irgendwie, warum sie den roten Knopf gedrückt haben. Die Senioren sagen dann zum Beispiel, ‘Ich bin versehentlich an den roten Knopf gekommen’. Oder: ‘Ich bin heute so durcheinander. Heute Morgen ist mein Hund gestorben’“, erklärt Horn-Busch.

Das sei der Auslöser für insgesamt jeden fünften Alarm. An Weihnachten und zum Jahreswechsel komme diese Anfrage besonders häufig vor.

In NRW sind etwa 30.000 Kunden beim Hausnotruf registriert. Sie lösen zusammen etwa 250.000 Notrufe aus. Nur etwa bei jedem zehnten bis zwanzigsten Alarm liege tatsächlich ein Notruf vor, bei dem dann der Rettungswagen losgeschickt werde, sagt Horn-Busch.

In zwei von zehn Fällen mache sich ein Malteser direkt auf den Weg, um vor Ort zu helfen, beispielsweise nach Stürzen. In anderen Fällen werden Verwandte, Freunde oder Nachbarn alarmiert.

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Japanische Senioren zieht es vor Einsamkeit ins Gefängnis | 10.06.2018

Terraherz

Das einst blühende Japan ist dem „American way of life“ zum Opfer gefallen. ✓ http://www.kla.tv/12566 Mit der ältesten Bevölkerung der Welt und einer der niedrigsten Geburtenraten erfährt Japan die Folgen einer nachhaltigeren Waffe als die Atombomben von Hiroshima und Nagsaski.

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