Moskau: Chlor-Container aus Deutschland Rauch-Bomben made in Salisbury in Duma gefunden

das Erwachen der Valkyrjar

Moskau: Chlor-Container aus Deutschland Rauch-Bomben made in Salisbury in Duma gefunden
Symbolbild, Syrer in den Trümmern von Duma, Ost-Ghuta, Syrien, 19. April 2018

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat soeben mitgeteilt, dass mit Chlor bestückte Container aus Deutschland und Rauchgranaten aus Salisbury in Großbritannien in den kürzlich befreiten Gebieten der syrischen Stadt Duma, Ost-Ghuta, entdeckt wurden.

Maria Sacharowa hält in diesem Moment eine Pressekonferenz im russischen Außenministerium ab.

In den befreiten Gebieten von Ost-Ghuta haben syrische Regierungstruppen Container mit Chlor – des Grundstoffs der schrecklichsten Art von chemischen Waffen – aus Deutschland gefunden, sowie Rauchgranaten – bitte beachten Sie insbesondere dies -, die aus dem britischen Salisbury stammen“, so Sacharowa.

In Salisbury war der einstige russische Doppelagent Sergej Skripal angeblich mit einem Nervengas vergiftet worden. Die britische Regierung hatte umgehend ohne weitere Beweise Russland für die Tat verantwortlich gemacht.

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Unter westlichem Schutz: Islamisten setzten in Syrien systematisch Giftgas ein – auch gegen Kurden

Unter westlichem Schutz: Islamisten setzten in Syrien systematisch Giftgas ein - auch gegen Kurden

Giftiges Monophosphan, das in einem zuvor von militanten Islamisten gehaltenen Gebäude in Ost-Aleppo im November 2016 gefunden wurde.
Sollte in Duma tatsächlich eine Attacke mit Chemiewaffen stattgefunden haben, ist die Möglichkeit einer Inszenierung radikaler Islamisten nicht von vornherein auszuschließen: Bislang hatten diese im Syrien-Krieg wenig Hemmungen im Umgang damit gekannt.

Russland beschuldigte am Freitag die britische Regierung, den mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma von vor einer Woche mitinszeniert und angeleitet zu haben. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, sagte vor der Presse:

Wir haben Beweise, die offenbaren, dass Großbritannien direkt an der Organisation dieser Provokation beteiligt war.

Gespenstischer Flashmob im Krankenhaus von Duma

Der Generalmajor berichtete von Zeugenaussagen aus dem Krankenhaus von Duma. Zwei Ärzte von der Notfall-Abteilung hätten berichtet, eine Gruppe Unbekannter sei dort eingedrungen und habe laut geschrien, die eingelieferten Patienten seien mit Kampfgas verseucht. Daraufhin brach Panik unter den Anwesenden aus. Die Eindringlinge hätten einen Wasserschlauch mitgeführt, diesen angeschlossen und die Patienten damit abgeduscht. Aus Angst vor dem Gift hätten die Patienten und deren Verwandte sich auch gegenseitig mit Wasser übergossen.

 

 

Die Eindringlinge filmten demnach das Geschehen mit Videokameras und verschwanden so schnell wieder, wie sie gekommen waren.

Konaschenkow bestand darauf, dass die Ärzte des Krankenhauses versicherten, kein einziger Patient habe Symptome einer Chemikalienverletzung gezeigt. „London hat starken Druck auf die als Rettungshelfer auftretenden Weißhelme ausgeübt“, betonte der russische Militärchef. Und:

Man verlangte von der Organisation, dass sie einen Angriff mit chemischen Waffen vortäuschen solle.

„Weißhelme“ gedeihen bislang nur in islamistischen Biotopen

Die im Krankenhaus von Duma, Ost-Ghuta aufgenommenen Videos und Fotos wurden anschließend von der Organisation der „Weißhelme“ verbreitet. Sie sind nach wie vor die einzigen Beweise, auf die sich die NATO-Staaten bisher stützen.

Die Weißhelme werden aus den USA, England, Deutschland und Frankreich mit Millionenbeträgen finanziert. Die Organisation ist als Rettungshelfer allerdings ausschließlich in den von radikalen Islamisten kontrollierten Gebieten aktiv. Sie stehen unter dem mit Film- und Fotomaterial belegten Verdacht, dass zahlreiche ihrer Mitglieder die radikalen Islamisten unterstützen und sich auch an bewaffneten Aktionen beteiligen.

 

 

Die britische Botschafterin bei der UNO, Karen Pierce, sagte hingegen:

Die russischen Kommentare sind eine grobe Verzerrung dessen, was vor Ort passiert. Das ist eine eklatante Lüge, es ist die schlimmste Art Fake-News, die wir bisher von der russischen Propagandamaschine gesehen haben.

Frau Pierce sprach im UN-Sicherheitsrat, nachdem der Botschafter Moskaus bei der UNO, Wassili Nebensja, Großbritannien vorgeworfen hatte, eine westliche Agenda zu unterstützen, um den syrischen Führer Bashar al-Assad abzusetzen und Russland zurückzudrängen.

Falls es eine Chemiewaffen-Attacke in Duma gegeben haben sollte, müssten auch die radikal-islamistischen Kämpfer als mögliche Täter in Betracht gezogen werden, betonte Nebensja. Es sei grotesk, dass kein westlicher Regierungsvertreter diese Möglichkeit in seinen Diskurs miteinbezieht. Denn es gebe zahllose veröffentlichte Indizien, Videoberichte und selbst Eingeständnisse der „Kämpfer“, die beweisen, dass Giftgas immer wieder von dieser Seite eingesetzt wurde.

Express.com berichtet über Chemiewaffeneinsatz islamischer Extremisten gegen Kurden

So berichtete das britische Medium Express.com am 12.04. über den Einsatz von verbotenen Kriegswaffen seitens der „Armee des Islam“ (Dschaisch al-Islam) gegen die Kurden. Diese Organisation war noch in Duma präsent, als die angebliche Fassbombe mit Chlorgas dort vom Himmel fiel.

Mehr zum Thema –  Russischer Außenminister: Chemieangriff eine Inszenierung – Ausländischer Geheimdienst involviert

Express.com zitiert die Nachrichtenagentur Kurdistan 24. Demnach habe die Gruppe im April 2016 selbst eingeräumt, in einem überwiegend kurdisch besiedelten Gebiet in der Stadt Aleppo im Norden Syriens chemische Waffen eingesetzt zu haben.

Dies gab Dschaisch al-Islam sogar in einer offiziellen Erklärung zu:

Einer der Feldkommandeure in Aleppo benutzte Waffen, die er bei solchen Konfrontationen nicht benutzen durfte.

Die Gruppe behauptete, der Brigadekommandant sei dafür vor ein Militärgericht gestellt worden. Redur Khalil, ein Sprecher der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in den syrischen Kurdengebieten, sagte:

Die Erklärung der Gruppe kam nach der Vorlage zahlreicher schlüssiger Beweise und Berichte über Giftgase, die beim Beschuss des Bezirks Sheikh Maqsoud in Aleppo eingesetzt worden waren.

Er fügte hinzu, dass Dschaisch al-Islam und die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front schon mehrere Male verbotene Waffen gegen Kurden eingesetzt hätten.

Das US-Presseorgan Daily Beast berichtete zudem darüber, dass diese Rebellengruppe wahllos die Nachbarschaft beschossen und dabei mit chemischen Gasen gefüllte Granaten benutzt hatte. Hunderte von Zivilisten seien dadurch getötet worden.

Mehrfach Reste von C-Waffen-Beständen aus Terroristenbesitz in eingenommenen Territorien entdeckt

Nachdem die syrische Armee mithilfe von Russland die Stadt Aleppo vom Islamischen Staat und anderen Terroristengruppen befreit hatte, fand man in deren verlassenen Gebäuden große Mengen an Chemikalien und Vorrichtungen, die es diesen ermöglicht hätten, chemische Waffen selbst zu bauen. Mit Fotos und Videos wurden die Funde auch dokumentiert und veröffentlicht.

Auch am 12. und 13. März fanden syrische Truppen in zwei von den Terroristen aufgegebenen Dörfern in der Gegend von Ghuta tonnenweise toxische Substanzen, darunter auch Chlor. Infolge dieses Fundes hatte das russische Außenministerium auch davor gewarnt, dass ein mögliches „Fake“-Attentat bevorstehen könnte.

Die Regierungsspitzen der NATO-Staaten haben diese Indizien komplett verschwiegen – bis heute. Nun würden sie, so meinen Kritiker, den Dritten Weltkrieg provozieren – um den angeblichen Einsatz von chemischen Waffen zu bestrafen. Die nach Einschätzung russischer Experten „höchst wahrscheinlichen“ Täter hingegen konnten seit Jahren mit chemischen Waffen syrische Zivilisten töten, ohne dass westliche Regierungen das jemals öffentlich erwähnt hätten. Aber wer würde denn in diesem Zusammenhang von Komplizenschaft sprechen?

 

 

https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/68436-unter-westlicher-deckung-militante-islamisten-nutzten-chemiewaffen/

Lawrow: Skripal-Gift durch Schweizer Labor als BZ aus Nato-Arsenal identifiziert

© Sputnik / Walerij Titijewski

Nach dem Anschlag in Salisbury haben Schweizer Spezialisten nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow den gegen den Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia eingesetzten Giftstoff als BZ identifiziert. Diese Substanz sei nie in Russland hergestellt worden, sagte Lawrow am Samstag.

 

Nach seinen Worten hat das Labor Spiez (amtlich: Schweizerisches Institut für ABC-Schutz) Proben untersucht, die die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) am Anschlagsort in Salisbury genommen hatte.

„Das wurde uns aus dem Schweizerischen Institut für ABC-Schutz Spiez vertraulich mitgeteilt“, so Lawrow in einer Sicherheitsbesprechung in Moskau. „Spezialisten dieses Zentrums haben am 27. März die Untersuchung der Proben abgeschlossen, die von der OPCW am Tatort in Salisbury genommen worden waren.“

„Ich zitiere jetzt wörtlich aus dem Gutachten, das dieses Labor an die OPCW geschickt hat: Im Zuge der Untersuchung sind in den Proben Spuren der toxischen Chemikalie BZ und deren Präkursore nachgewiesen worden, die zu den chemischen Waffen zweiter Kategorie gemäß der Chemiewaffenkonvention gehören“, las Lawrow vor.

BZ ist ein Nervengift, das einen Menschen zeitweise aus dem Verkehr zieht. Die psychotoxische Wirkung entfaltet sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Anwendung und hält zwei bis vier Tage an“, so der russische Außenminister.

Dieses Mittel habe zum Arsenal der Streitkräfte der USA, Großbritanniens und weiterer Nato-Staaten gehört. „In der Sowjetunion und Russland wurden solche und ähnliche chemische Substanzen nie entwickelt.“

Zugleich seien in den Proben auch Spuren des Nervengifts А234 (in Großbritannien als „Nowitschok“ bekannt — Red.) entdeckt worden, so Lawrow weiter. „Nach der Einschätzung der Spezialisten hätte die nachgewiesene hohe А234-Konzentration unvermeidlich den Tod verursacht.“

Dass А234 trotz seiner hohen Flüchtigkeit in den Proben in primärem Zustand und dazu noch in einer derart hohen Konzentration entdeckt worden sein soll, „ist sehr verdächtig, weil zwischen der Vergiftung und der Probenentnahme ein gutes Stück Zeit gelegen hat“, führte der russische Außenminister aus.

Der frühere russisch-britische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im britischen Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Von wem und unter welchen Umständen sie wirklich vergiftet wurden, ist unklar. Die britische Premierministerin Theresa May machte die russische Regierung für das mutmaßliche Attentat verantwortlich und ordnete die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten an. Aus „Solidarität“ mit London wiesen auch die USA, Deutschland und viele weitere EU-Staaten Dutzenden russischen Diplomaten die Tür.

Russland weist diesen Vorwurf von sich und fordert eine unabhängige Aufklärung. Als Reaktion wies auch Moskau westliche Diplomaten aus.

Vor zwei Wochen gab es in der Giftaffäre eine Wende: Das mit der Untersuchung beauftragte britische Militärlabor Porton Down teilte am Dienstag mit, eine russische Herkunft des Nervengifts sei nicht nachweisbar. Der Kreml forderte daraufhin von der britischen Regierung eine Entschuldigung.

Dennoch lehnte die Europäische Union auf einer Sondersitzung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die auf den russischen Antrag hin in Den Haag stattfand, den Vorstoß Russlands und weiteren 14 Mitgliedstaaten zu völkerrechtskonformen Ermittlungen ab. Die britische Delegation bezeichnete den Vorschlag zu gemeinsamen Untersuchungen sogar als eine „perverse Ablenkungstaktik“.

https://de.sputniknews.com/politik/20180414320339443-lawrow-skripal-gift-als-bz-identifiziert/

Der europäische Angriffskrieg in Syrien – Ablenkung auf der ganzen Linie

von Udo Schulze

Ein Kommentar von Udo Schulze

Der völkerrechtlich zumindest fragwürdige Angriff auf Syrien hat eines gemeinsam: Die kriegstreibenden Akteure haben allesamt innenpolitisch große Probleme und wollen davon ablenken. Und sie haben ihre Parlamente nicht gefragt, also eigenmächtig und diktatorisch gehandelt. Nicht einer der Angreifer war gefährdet, was einen Notstand gerechtfertigt hätte. Es ging einzig darum, den Russen ein Bein zu stellen, doch Moskau wird über dieses Stöckchen nicht springen.

Betrachten wir die britischen, französischen und amerikanischen innenpolitischen Probleme einmal näher. Frankreich: Makrönchen unternimmt nichts Effektives gegen den islamistischen Terror in seinem Land und hat bei der Reform des Arbeitsrechts total versagt, was übrigens von ihm falsch berechnet wurde, da die Arbeitnehmervertreter in Frankreich traditionell sehr stark sind.

May in Großbritannien hat gleich zwei dicke Brocken zu schlucken und will von diesen ablenken. Zum einen der nicht ohne Probleme laufende Brexit, zum anderen die Agentenvergiftung, die Russland in die Schuhe geschoben werden soll, wofür aber jeglicher Beweis fehlt. Hinzu kommt noch, dass Putin die Wahl haushoch gewonnen hat. Da lassen sich die Europäer doch gern vor den US-Karren spannen, um ihre kleinen Giftzähne zu zeigen – oder glaubt irgendein vernünftig denkender Mensch, diesen Kriegstreibern ginge es um die Menschen in Syrien? Das ist einfach lächerlich. Es geht um geostrategische Ziele, um wirtschaftlichen Einfluss und um westlichen Machterhalt.

In den USA herrschen ebenfalls faustdicke innenpolitische Probleme. Das ans Lächerliche grenzende Bäumchen-wechsel-dich-Spiel Trumps bei der Besetzung der Regierungsposten, seine äußerst instabile innenpolitische Lage (Waffengesetze, Mauer zu Mexiko, Steuern) und sein außenpolitisches Ansehen, das immer schneller und mehr verliert.

Wer sich aus dem ganzen Kriegsgehetze fein raus hält, ist China, das allerdings eine ideologische Nähe zum postkommunistischen Russland hat. Deswegen kann man davon ausgehen, dass China im Zweifel auf Seiten der Russen stünde und den europäischen Versagern den Garaus machen würde.

Die Lunte wurde von großkotzigen Amerikanern und Europäern angezündet und soll jetzt verzweifelt gelöscht werden. Es sei ein Fingerzeig gewesen, nach dem Motto: „Du Du, mach das nie wieder!“

Europa und USA machen das, was sie vielen anderen vorwerfen: Sie führen in Syrien einen Stellvertreterkrieg gegen Putin, den sie stürzen wollen mit kleinen Agentengeschichten und großen Kriegen. Allein sie machen sich selber damit unmöglich.

Die kommenden Tage werden zeigen, was hinter den Vorwürfen steckt, auf keinen Fall das Wohlergehen der Syrer.

https://dieunbestechlichen.com/2018/04/der-europaeische-angriffskrieg-in-syrien-ablenkung-auf-der-ganzen-linie/

Live Updates: USA, Frankreich und Großbritannien greifen Syrien an

Live-Updates: USA, Frankreich und Großbritannien greifen Syrien an

Syrer hießen iranische, russische und syrische Flaggen aus Protest gegen US-geführte Luftangriffe in Damaskus, Syrien, 14. April 2018.
Die USA, Frankreich und Großbritannien haben in der Nacht zum Samstag Syrien angegriffen. Medienberichten zufolge dauerten die Angriffe eine Stunde lang an. Die Luftabwehr soll viele Raketenangriffe zurückschlagen konnte. Die Situation im Live-Ticker.
14.04.2018 13:33 Uhr Moskau und Washington stehen in Kontakt:Moskau steht in Kontakt mit den USA und anderen Ländern, die Syrien am Samstag angegriffen haben, wie das russische Außenministerium mitteilt. 13:27 Uhr Syrischer Präsident Baschar al-Assad zeigt sich standhaft:Der Pressedienst des syrischen Präsidenten veröffentlichte am Samstag ein Video per Twitter, das den Präsidenten nach den Angriffen auf sein Land zeigen soll, untertitelt mit dem Kommentar „Morgen der Standhaftigkeit“
  • 13:06 Uhr

    EU-Außenbeauftragte: Konflikt kann nur auf politischem Weg gelöst werden, Eskalation vermeiden

    Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat vor einer Eskalation der Syrienkrise mit unabsehbaren Folgen gewarnt. „Wir haben ein gemeinsames Ziel, jede Gewalteskalation zu vermeiden, die die Syrienkrise in einen größeren regionalen Konflikt verwandeln könnte – mit unkalkulierbaren Folgen für den Nahen Osten und sogar die ganze Welt“, sagte Mogherini am Samstag im Namen der 28 EU-Staaten. Der Konflikt könne nur auf politischem Wege gelöst werden.

    Gleichzeitig rechtfertigte sie das militärische Vorgehen, obwohl es dafür kein UN-Mandat gab. Die Angriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens seien allein mit dem Ziel ausgeführt worden, den weiteren Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung gegen das eigene Volk zu verhindern. „Die EU unterstützt alle Bemühungen zur Verhinderung von Chemiewaffeneinsätzen.“

  • 13:05 Uhr

    Theresa May: Russland hat Untersuchung des Giftgaseinsatzes blockiert

    Die britische Permierministerin Theresa May behauptete in einer Erklärung, dass Russland eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes in Duma im UN-Sicherheitsrat blockiert hat. Tatsächlich haben die westlichen Staaten eine zeitnahe Untersuchung vor Ort blockiert. Auf Wunsch von Moskau und Damaskus entsandte die OPCW trotz der westlichen Blockade Ermittler nach Duma. Sie wollten heute mit ihrer Arbeit beginnen.

  • 12:59 Uhr

    Kein direkter Konflikt zwischen USA und Russland

    Einen direkten militärischen Konflikt in Syrien zwischen den USA und Moskau gibt es nicht, denn der Westen habe sich bei seinen Angriffen bemüht, nicht die Militärbasen Russlands zu treffen, so Andrej Klimow, Chef der Kommission zum Schutz der staatlichen Souveränität im russischen Parlamentsoberhaus.

    „Es handelt sich nicht um einen direkten militärischen Konflikt zwischen Russland und den USA, die Amerikaner und ihre Verbündeten haben alles getan, um die russischen Einheiten in Syrien nicht zu treffen“, erklärte Klimow am Samstag gegenüber Sputnik.

  • 12:59 Uhr

    OPCW will mutmaßlichen Giftgasangriff weiterhin untersuchen

    Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) möchte trotz des US-Angriffs auf Syrien den mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Ortschaft Duma untersuchen. Der US-gefürhte Angriff erfolgte an dem Tag, an dem die Organisation die Untersuchung beginnen wollte.

  • 12:46 Uhr

    Auswärtiges Amt: Angriff auf Syrien war „angemessenes und erforderliches Signal“

  • 12:42 Uhr

    Nahost-Experte zur Situation in Syrien: Wie verblendet sind die Politiker?

  • 12:39 Uhr

    Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa macht westliche Medien für die Eskalation der Syrien-Krise mitverantwortlich

    Alle erinnern sich an den Beginn des Bombardements gegen den Irak. Damals war US-Außenminister Colin Powell der Dumme, als er das Reagenzglas ausgehändigt bekommen hat. Heutzutage gibt es keine solchen Dummen mehr, die in den UN-Sicherheitsrat kommen und irgendwelche Reagenzgläser zeigen können. Als solche Dummen fungieren nun US-amerikanische, britische, französische und europäische Medien im Allgemeinen“, erklärte Maria Sacharowa.

    Ihr zufolge sei der Angriff aufgrund von Medien-Berichten und Einträgen in sozialen Netzwerken erfolgt.

    Zuvor hatte das Pariser Außenministerium am Samstag einen zuvor geheimen Bericht publik gemacht. In dem Dokument hieß es, dass bislang keine Proben vom Ort des mutmaßlichen Angriffs von Labors untersucht worden seien. Die französischen Geheimdienste hätten Zeugenaussagen und öffentlich verbreitete Fotos und Videos analysiert. Die dort sichtbaren Symptome der Opfer seien charakteristisch für einen Angriff mit chemischen Waffen.

  • 12:29 Uhr

    China ruft alle Seiten zur Rückkehr in völkerrechtlichen Rahmen auf

    Nach dem Militärangriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien hat das Außenministerium der Volksrepublik China alle Seiten dazu aufgerufen, in den völkerrechtlichen Rahmen zurückzukehren.

    Die chinesische Seite besteht darauf, dass alle beteiligten Seiten in den völkerrechtlichen Rahmen zurückkehren und die Krise im Dialog lösen müssen“, erklärte Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying. 

    https://deutsch.rt.com/international/68346-live-updates-usa-frankreich-und-gro%C3%9Fbritannien-greifen-syrien-an/

Russlands Militärbehörde: Syriens Flugabwehr hat einen bedeutenden Teil der Raketen abgeschossen

Russlands Militärbehörde: Syriens Flugabwehr hat einen bedeutenden Teil der Raketen abgeschossen

Russlands Militärbehörde: Syriens Flugabwehr hat einen bedeutenden Teil der Raketen abgeschossen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sollen die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen auf militärische und zivile Objekte in Syrien abgeschossen haben. Syriens Flugabwehr habe einen bedeutenden Teil der Raketen beim Anflug auf die Ziele abgeschossen, teilte die Militärbehörde am Samstag in Moskau mit. Die in der Arabischen Republik stationierten russischen Truppen seien an der Abwehr nicht beteiligt gewesen.

„An der Abwehr des Raketenangriffs waren die syrischen Flugabwehr-Mittel vom Typ S-125, S-200, Buk und Kwadrat beteiligt. Diese Flugabwehr-Komplexe waren vor mehr als 30 Jahren in der UdSSR hergestellt worden“, zitierte die russische Nachrichtenagentur TASS einen Ministeriumssprecher. Demnach habe die syrische Flugabwehr alle zwölf Raketen abgeschossen, mit denen der Fliegerhorst Dumair attackiert worden sei. (TASS)

 

 

Mehr zum Thema – Russlands Außenamtssprecherin verurteilt Angriff auf Damaskus

https://deutsch.rt.com/newsticker/68325-russlands-militarbehorde-syriens-flugabwehr-hat-einen-bedeutenden-teil-der-raketen-abgeschossen/

Moskau: Syrien in einer Zeit beschossen, als es Chance auf friedliche Zukunft bekam

Sputnik:

Moskau: Syrien in einer Zeit beschossen, als es Chance auf friedliche Zukunft bekam

Die westlichen Länder haben die syrische Hauptstadt Damaskus in einer Zeit beschossen, in der das Land endlich eine Chance auf eine friedliche Zukunft bekommen hat. Dies sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa am Samstag.

Leser Lule Lässig diagnostiziert¹:

Die westlichen Schurkenstaaten USA, England und Frankreich sind geistig, moralisch, wirtschaftlich und finanziell am Ende und werden von einer Clique beherrscht die das Licht der Öffentlichkeit meidet wie der Satan das Weihwasser. Um vom todsicheren Finanzzusammenbruch abzulenken inszeniert die Ostküste der USA zusammen mit den heimlichen Machthabern Englands und Frankreichs den WW III. Die Abkürzung für Frankreich lautet „RF“. Behauptet wird wahrheitswidrig diese Abkürzung stehe für „Republique francaise“. Das ist gelogen. Die Abkürzung „RF“ steht in Wahrheit für „Rothschild Frères“ (Brüder Rothschild), die sich Frankreich seit langem unter den Nagel gerissen haben.

¹Ansichten von Lesern müssen nicht den Ansichten der Redaktion entsprechen.

USA, Frankreich und Britannien attackieren Syrien

US-Präsident Trump hat soeben bekanntgegeben, dass er Angriffe auf Syrien befohlen hat, an denen sich auch Frankreich und Britannien beteiligen.

Im Raum Damaskus gibt es gegenwärtig große Explosionen.

Die syrische Luftabwehr ist schwer beschäftigt.

Al Masdar News meldet, dass der syrische Luftwaffenstützpunkt Dumair mit Marschflugkörpern angegriffen wird.

Nachtrag 03:40h: Skylight Syria meldet, dass Barzeh (Damaskus), Jamraya (Damaskus) und Masyaf (Hama) angegriffen worden seien, und dies alles Lokalitäten von CERS seien, die Israel zuvor auch schon angegriffen habe. Strategic News verweist auf Berichte, dass die südöstliche Damaszener Vorstadt Jaramana attackiert worden sei.

Nachtrag 03:50h: Vanessa Beeley hat ein Video von nahe Damaskus von der Luftabwehr abgefangenen Raketen:

Bezüglich der Flugstrecke der angreifenden Raketen gibt es bislang unterschiedliche Angaben. Murad Gazdiev meldet, dass die Raketen „offenbar“ durch den libanesischen Luftraum kommen, während Wael sagt, dass die Raketen nicht vom Mittelmeer, sondern von Osten gekommen seien.

Nachtrag 04:05h: NBC-Journalist Arturas Kerelis hat getwittert, dass unter anderem ein ziviles Wohnhaus in Damaskus getroffen worden sei:

Nachtrag 04:10h: Hier sind noch einige weitere Tweets von Arturas Kerelis.

Explosionen am Berg Qasioun, wo syrische Luftabwehrstellungen zur Verteidigung von Damaskus sind:

Vier Tornados sollen an den Angriffen auf Syrien beteiligt sein:

US-Kriegsminister Mattis sollen gerade erklärt haben, dass die USA alle chemischen Einrichtungen in Syrien zerstört hätten.

Das möge man in Erinnerung behalten, wenn die nächsten Lügen kommen.

Nachtrag 04:15h: Nochmal Arturas Kerelis.

Noch ein Video von Explosionen in Damaskus:

Und die Angriffswelle auf Syrien sei erstmal vorbei, meint Arturas Kerelis:

Nachtrag 04:20h: RT berichtet, Mattis habe gesagt, die US-Angriffe auf Syrien seien „härter“ als die letztes Jahr gewesen, und bestand darauf, dass keine weiteren Angriffe geplant seien. Die Angriffe seien „Einzelschüsse“ gewesen, um eine starke Botschaft an den syrischen Präsidenten Assad zu senden. Moskau sei vorab informiert gewesen.

Nachtrag 04:25h: Ruptly hat eine Livecam aus Damaskus. Gegenwärtig sind da keine Angriffe mehr zu sehen.

Jetzt kann es also an die Begutachtung der Folgen des Angriffs gehen. Eine Folge dürfte bereits glasklar sein: Kim wird sich in seiner Haltung bestärkt sehen, dass nur Atomwaffen einen wirksamen Schutz vor verbrecherischen Angrifskriegshandlungen des Schurkenstaats USA und seiner Komplizen bieten.

Nachtrag 04:45h: Russlands Botschafter in den USA hat „Konsequenzen“ angekündigt, aber nicht weiter spezifiziert, welche das sein werden. Direkte Gegenangriffe, etwa auf die Abschussorte der Raketen, scheinen jedoch keine Konsequenz dieser US-Angriffe gewesen zu sein.

Nachtrag 05:35h: Vanessa Bealey schreibt, dass an den heutigen Angriffen die Zerstörer Porter, Cook and Higgins sowie französische Mirages und Britische Tornados und möglicherweise auch US-amerikanische B1-Bomber teilgenommen haben sollen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/04/14/usa-frankreich-und-britannien-attackieren-syrien/

Erfreuliche Entwicklung in der Syrienkrise

Foto. Durch StepanPopov/Shutterstock
Foto. Durch StepanPopov/Shutterstock

 

Die New York Times teilt mit: During a closed-door White House meeting, officials said, Mr. Mattis pushed for more evidence of President Bashar al-Assad’s role in a suspected chemical attack last weekend that would assure the world that military action was necessary.

 Von Thomas Schlawig

 Es scheint, als hätte sich im Weißen Haus und vor allem im Pentagon in Ermangelung an Beweisen gegen Assad die Vernunft durchgesetzt.

US- Präsident Trump wird von den Europäern bedrängt, den Militärschlag gegen Syrien umzusetzen, gleichzeitig bemüht sich das Pentagon, dieses militärische Vorgehen zu verhindern. Noch vor Tagen war das Pentagon auf vollem Kriegskurs – nun nicht mehr.

Das kann man als gute Entwicklung bezeichnen, es zeigt aber andererseits die Verlogenheit von May und Macron auf.

Briten und Franzosen sehen die Schuld Assads bezogen auf einen vermuteten Giftgasanschlag als erwiesen, Pentagon- Chef Mattis meint, nichts sei erwiesen, und man brauche umfassendere Beweise.

Das – no Evidence / keine Beweise – steht in direktem Gegensatz zu den Aussagen der britischen Premierministerin May und vor allem zum französischen Präsidenten Macron. Dieser hatte gerade gestern mitgeteilt, dass er Beweise für den Giftgasangriff habe, er wisse es sei Chlorgas, und er könne beweisen dass Syrien Präsident Assad den Angriff angeordnet habe. Dem widersprach wenige Stunden später US- Verteidigungsminister Mattis in einem Kongress- Hearing, in dem er – indirekt und ungewollt aber faktisch gegeben – Macron als Lügner entlarvte

Das scheint aber die Briten nicht zu interessieren, denn Das britische Kabinett hat Ministerpräsidentin Theresa May grünes Licht gegeben, um den USA und Frankreich bei der Planung von Militärschlägen als Reaktion auf einen angeblichen Chemiewaffenangriff in Syrien beizutreten. Nachdem das Kabinett am Donnerstag mehr als zwei Stunden zusammengekommen war, unterstützte es Mays Plan, mit den beiden Verbündeten zusammenzuarbeiten, „um eine internationale Reaktion zu koordinieren“. Aber es gab keinen Hinweis auf den Zeitpunkt oder das Ausmaß einer Aktion.

Schon am 9. April sagte ein ehemaliger Direktor der UN-Waffeninspektoren, daß die syrische Regierung nicht für den jüngsten Angriff mit chemischen Waffen verantwortlich sei und behauptet, der Angriff sei ein Versuch, Bashar Al-Assad zu stürzen.

Laut dem Chemiewaffenexperten Åke Sellström, der den Einsatz chemischer Waffen sowohl im Irak als auch in Syrien untersuchte, ist es unwahrscheinlich, dass Bashar Al-Assad und die syrische Armee für den Angriff in Ost-Ghouta verantwortlich waren.

Für ihn und nicht nur für ihn macht es keinen Sinn, daß Assad die Region bombardieren läßt, weil zu dieser Zeit die Rebellen bereits geschlagen waren und zugestimmt hatten, innerhalb von 48 Stunden Duma zu verlassen. Wörtlich sagte er: Angesichts der Tatsache, dass die syrische Armee am Rande des Sieges stand, macht es keinen Sinn, dass sie ihren eigenen Erfolg sabotieren würden.

Somit dürfte zutreffen, was die syrische und die russische Regierung von Anfang an vermutet hatten, daß nämlich entweder die Rebellen oder eine fremde Geheimdienstaktion dafür verantwortlich sind.

Das russische Außenministerium verurteilte Vorwürfe in Bezug auf den chemischen Angriff und nannte sie eine „fortlaufende Serie gefälschter Nachrichten“ und „unbegründeter Spekulationen“. Es stellte fest, dass Moskau bereits vor den in den letzten Monaten vorbereiteten chemischen Angriffen gewarnt habe. Damaskus wies auch die Vorwürfe zurück, wobei das syrische Außenministerium darauf hinwies, dass ähnliche Behauptungen immer dann auftauchen, wenn die syrische Armee Fortschritte im Kampf gegen Terroristen macht.

„Die Weltpolitik ist zu einem Schauplatz für den Austausch von gegenseitigen Anschuldigungen, Sanktionen und militärischen Drohungen geworden […] Ich bin sehr enttäuscht, wie die aktuellen Anführer ihre Geschäfte leiten“ Michail Gorbatschow, Friedensnobelpreisträger

https://www.journalistenwatch.com/2018/04/13/erfreuliche-entwicklung-in-der-syrienkrise/

Ist Großbritannien Teil der terroristischen Infrastruktur?

 

Zum ersten Mal gab die britische Regierung zu, dass sie im Jahr 2011 wahrscheinlich dschihadistische Milizen unterstützt hat. Diese hatten enge Verbindungen zu den Attentätern, die im Mai 2017 den Bombenanschlag in Manchester ausgeführt haben, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen.

Auslöser für die jetzige Diskussion ist eine parlamentarische Anfrage an den in London für den Nahen Osten zuständigen Minister Alistair Burt, die dieser am 3. April wie folgt beantwortete:

„Während des Libyen-Konflikts des Jahres 2011 war die britische Regierung im Gespräch mit verschiedensten Libyern, die in den Konflikt, der sich gegen die Streitkräfte des Gaddafi-Regime richtete, involviert waren. Wahrscheinlich waren darunter auch ehemalige Mitglieder der Libyan Islamic Fighting Group und der Märtyrer-Brigade des 17. Februars, die zu dieser Zeit Teil unseres umfassenden Kampfes waren.“[1]

Mark Courtis schreibt im MiddleEasstEye[2], das Eingeständnis der britischen Regierung, dass während des Krieges gegen Libyen Kontakte zu Mitgliedern der LIFG und der Märtyrer-Brigade des 17. Februars bestanden, werfe „grundsätzliche Fragen über die Verbindungen von Großbritannien zum Terrorismus auf“. Es könne die verheerende Schlussfolgerung gezogen werden, dass das Vereinigte Königreich selbst Teil der terroristischen Infrastruktur ist, die eine Bedrohung für die britische Öffentlichkeit darstellt.

Die LIFG war 1995 in Libyen von Afghanistan-Rückkehrern gegründet worden, deren Ziel der Sturz Gaddafis war. Aus der Zeit des Kampfes gegen die Sowjetunion in Afghanistan bestanden enge Verbindungen zu al-Kaida. David Shayler und Annie Machon beschreiben in ihrem Buch „Spione, Lügen und Whistleblower“[3], wie im Jahre 1996 über den Agenten des britischen Inlandgeheimdienstes David Shayler für die Tötung Gaddafis 100.000 £ an LIFG bezahlt wurden, obwohl diese mit Osama bin-Ladens al-Kaida in Verbindung stand. Dies konnte später durch andere investigative Journalisten auch der BBC bestätigt werden. Allerdings wurde bei dem Anschlag der falsche Wagen in die Luft gesprengt und es kamen sieben libysche Zivilisten ums Leben.

Nach der verpatzten Aktion flüchteten viele LIFG-Mitglieder ins Ausland, so auch der Vater des späteren Manchester-Attentäters, Ramadan Abedi, ein wichtiges LIFG-Mitglied. Er bekam in Großbritannien politisches Asyl und nahm seinen Wohnsitz in Manchester.

Insgesamt soll die LIFG in den 1990er Jahren dreimal versucht haben, Gaddafi zu ermorden, bevor die Gruppe 1998 von den Sicherheitskräften des Landes zerschlagen werden konnte. Doch die LIFG löste sich nicht vollständig auf, sondern führte weiterhin Operationen durch, unterhielt ein Büro in London und gab einen Anti-Gaddafi-Newsletter heraus.

Eines ihrer Mitglieder war Anas al-Liby[4], vermutlich Drahtzieher bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften 1998 in Daressalam und Nairobi. Anfang der neunziger Jahre war al-Liby in den Sudan gezogen und hatte sich Osama bin-Laden angeschlossen. Er bekam 1995 in Großbritannien politisches Asyl und lebte bis zu seiner Flucht im Jahr 2000 ebenfalls in Manchester. Damals kam es zu einer Hausdurchsuchung, bei der umfangreiches al-Kaida-Ausbildungsmaterial sichergestellt wurde. 2001 wurde er vom FBI auf die Liste der meistgesuchten Terroristen gesetzt.

In Manchester lebten dutzende von LIFG-Mitgliedern, darunter auch der Bombenbauspezialist Abd al-Baset Assous, der in Ostlibyen ein Netzwerk aufbaute, das ebenfalls enge Beziehungen mit al-Kaida pflegte. SputnikNews[5] stellt die Frage, ob der Bombenbauer Assous auch die Bomben für den Manchester-Anschlag gebaut haben könnte.

Ab 2001 kam es nicht nur zu einer Annäherung zwischen dem Westen und Libyen, sondern auch zu einer engen Zusammenarbeit insbesondere mit den USA und Großbritannien bei der Bekämpfung des Dschihadismus‘. 2004 wurde zwischen Tony Blair und Gaddafi der sogenannte „Wüstendeal“ (deal in the desert) geschlossen, womit Gaddafi wieder in den Kreis der „Guten“ aufgenommen war. Im selben Jahr lieferten die USA und Großbritannien zwei führende LIFG-Mitglieder, Abdelhakim Belhadsch und Sami al-Saadi, nach Libyen aus.

LIFG-Mitglieder in Großbritannien wurden unter Beobachtung gestellt und 2005 die LIFG offiziell in Großbritannien als terroristische Vereinigung gelistet. Sie galt als eine Vereinigung, die einen „unnachgiebigen islamistischen Staat“ (hardline Islamic state) in der Art aufbauen wollte, wie er auch al-Kaida vorschwebt. Auch das US-Außenministerium war der Meinung, dass Teile der LIFG Osama bin-Laden und al-Kaida loyal gegenüberstehen und hatte die LIFG bereits 2004 als terroristische Vereinigung eingestuft.

Doch laut dem damaligen britischen Premierminister David Cameron hatte sich 2011 dies alles geändert: „Die LIFG war ein Verbündeter von al-Kaida. Sie ist es nicht mehr und hat sich von der Vereinigung losgesagt.“ Was die Gründe für diesen plötzlichen Gesinnungswandel gewesen sein sollen, sagte Cameron allerdings nicht.

2011 war das Jahr des großen Verrats. Im Nachhinein wird klar, dass die USA und Großbritannien immer nur auf eine günstige Gelegenheit gewartet hatten, Gaddafi zu stürzen.

Im folgenden Nato-Krieg gegen Libyen hatte Großbritannien zusammen mit Frankreich und den USA die Führungsrolle inne. Dabei sollten Dschihadisten die Bodentruppen stellen. So wie in Afghanistan al-Kaida von den USA und deren Verbündeten ausgerüstet und finanziert worden war, sollte es jetzt die LIFG sein, die in Libyen die Drecksarbeit übernahm und gegen Gaddafi in den Dschihad zog.

Laut MiddleEastEye verfolgte die britische Regierung eine „Open-Door“-Politik, die es libyschen Exilanten und Libyern mit britischem Pass auch dann erlaubte, zur Teilnahme am Krieg gegen Gaddafi nach Libyen auszureisen, wenn sie in Großbritannien wegen Terrorismusverdachts überwacht wurden. Darunter waren vor allem LIFG-Mitglieder, die meisten von ihnen aus Manchester. Es hieß, der Einsatz und die Unterstützung ehemaliger LIFG-Mitglieder 2011 in Libyen durch die britische Regierung sei ein „recht offenes Geheimnis“[6] gewesen. Moazzam Begg, ehemaliger Guantanamo-Häftling und für die Menschenrechtsgruppe CAGE 2011 in Libyen unterwegs.

„Zweifellos durften die gleichen Personen, die in Großbritannien aufgrund von Beweisen, die Gaddafi zur Verfügung gestellt hatte, eingesperrt und überwacht wurden, später Großbritannien verlassen, um den Kampf gegen ihn anzuführen.“

Viele LIFG-Kämpfer nahmen 2011 Führungspositionen beim Nationalen Übergangsrat (National Transitional Council / NTC) ein, der bereits Ende Februar 2011 gegründet worden war und im September 2011 von vielen Staaten als einzige offizielle Vertretung Libyens anerkannt wurde. Die an den Kämpfen in Libyen beteiligten Nato-Mitglieder kooperierten eng mit ihm.

Ein LIFG-Kämpfer, der zu seiner Zeit in Birmingham strengen Überwachungsmaßnahmen ausgesetzt war, wurde später in Libyen zum Sicherheitschef der Übergangsregierung ernannt, der für die Sicherheitsvorkehrungen bei Besuchen ausländischer Staatsgäste verantwortlich war. Ganz zu schweigen vom al-Kaida-Mann Abdelhakim Belhadsch, auch Emir der LIFG genannt, der ab März 2011 dem Nationalen Sicherheitsrat angehörte. Er wurde Kommandant der Militärregierung in Tripolis und Vorsitzender der Watan-Partei. Nach dem Sturz Gaddafi wurde er in Libyen schnell zum Millionär, dem inzwischen eine ganze Flugzeugflotte (Wings Aviation Company) gehört.

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