FED verweigert Inspektion der deutschen Goldreserven

Die Deutsche Bundesbank gerät unter Druck. Der Rechnungshof fordert eine physische Bestandsprüfung der Goldreserven, die zum Großteil in den USA lagern. Doch die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve verweigert jegliche Transparenz.

Mit mehr als 3.400 Tonnen verfügt Deutschland über die zweitgrößten Goldreserven. Nur ein Teil der unzähligen und begehrten Barren befindet sich auf Hoheitsgebiet der Bundesrepublik. Der größte Teil lagert jenseits des Atlantiks in den Kellern der US-amerikanischen Notenbank. Anfang des Jahres kritisierte der Bundesrechnungshof die Bundesbank. In einem Bericht hielten die Prüfer fest, dass die Reserven seit Jahren nicht mehr einer physischen Bestandsaufnahme unterzogen wurden. Ein Gesetzesverstoß.

 

http://www.unzensuriert.at/content/0010304-FED-verweigert-Inspektion-der-deutschen-Goldreserven

Der EURO-Schein trügt

Andreas Clauss erklärt in seinen Vorträgen oft, wieso das von uns täglich
verwendete Geld, eigentlich gar kein Geld ist, sondern Falschgeld.
Warum wurde die Unterschrift auf dem Euroschein vom Gulden kopiert?
Wieso ist ein Copyrightzeichen auf dem Euroschein und wordurch ist er eigentlich gedeckt?

Beim amerikanischen Dollar ist diee Situation ähnlich.
Dort steht als Deckung auf der Rückseite „In God we trust“.

Goldman-Sachs warnt vor Euro-Austritt Griechenlands

Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Hatzius warnt vor Euro-Austritt Griechenlands. Top-Ökonom fordert Lockerung der Sparprogramme. „Europa ist zu weit gegangen“. Situation in USA halb so schlimm.

 

Der Chefvolkswirt der US-Investmentbank Goldman Sachs, Jan Hatzius, warnt davor, Griechenland aus der Währungsunion zu werfen. „Einen Austritt würden wir nicht empfehlen“, sagte Hatzius in einem Interview der „Welt“ (Mittwochsausgabe, 30. Mai 2012).

Zwar hätten sich die Banken inzwischen darauf eingestellt. „Meine Sorge aber ist, dass dennoch Ansteckungsgefahren bestehen. Möglicherweise bekämen private Haushalte in anderen Ländern Angst, auch ihr Land könnte die Währungsunion verlassen – und heben dann massenweise ihr Geld von den Konten ab“, so der Ökonom.

Der Deutsche wirft Europa vor, zu stark zu sparen und so die Wirtschaft abzuwürgen. „Beim Tempo der Konsolidierung ist man in einigen Krisenländern zu weit gegangen“, sagt Hatzius. So solle Spanien sein Haushaltsdefizit dieses Jahr von 8,9 auf 5,3 Prozent drücken. „Das ist nicht realistisch“, sagte Hatzius.

Auch Deutschland müsse seine Finanzpolitik lockern, um Europa mit einer stärkeren Nachfrage unter die Arme zu greifen. „Wenn finanzpolitische Spielräume bestehen – und ich glaube, dass sie bestehen – sollte die Bundesregierung sie nutzen.“

Die Bundesrepublik müsse eine Zeit lang eine höhere Inflation in Kauf nehmen. „Die Deutschen denken bei Inflation immer nur daran, dass alles teurer wird. Aber etwas mehr Inflation bedeutet auch, dass die Löhne stärker steigen.“

Hatzius warnt davor, das Schuldenproblem in den USA zu dramatisieren. „Die USA sind nicht das nächste Griechenland.“ Kurzfristig müsse die Politik die Konjunktur im Auge behalten. Die Politik solle daher die für Jahresende anstehenden Steuererhöhungen verschieben.

Dass sich die USA über Inflation ihrer Schulden entledigen, glaubt Hatzius nicht. Das würde die US-Notenbank Federal Reserve nicht mitmachen. „2,5 Prozent könnte sie noch hinnehmen, drei Prozent wären ihr schon unangenehm. Wenn es Richtung vier Prozent ginge, würde sie dagegen vorgehen.“

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10137-gs-warnt-vor-gr-exit

Skurriler Streit über Prüfung des Goldschatzes

Die Bundesbank vertraut anderen Notenbanken, dass sie das deutsche Gold sicher verwahren. Der Schatz hat einen Wert von 133 Milliarden Euro. Der Rechnungshof empfiehlt die Reserven zurückzuholen.

 

Wie hegt und pflegt man einen Goldschatz? Um diese Frage ist ein skurriler Streit zwischen Rechnungshof und Deutscher Bundesbank entbrannt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages schaltet sich nun ein und fordert den Bericht der Rechnungsprüfer an. Die monieren, dass die im Auftrag der Bundesbank in Amerika, Frankreich und Großbritannien verwahrten Goldbestände anders geprüft werden als die in der Heimat verwahrten Schätze.

In der Boulevardpresse wird die Auseinandersetzung schon zu einem Grundsatzstreit über den Umgang mit den Goldreserven aufgebauscht. Die Bundesbank hat einen Goldschatz von rund 3400 Tonnen; das sind 109 Millionen Feinunzen im Wert von 133 Milliarden Euro. Bei solchen Summen will man genau wissen, ob noch alles da ist. Deshalb empfehle der Rechnungshof gar, das Gold aus der Fremde nach Deutschland zurückzuholen, wird kolportiert. Ganz so weit scheinen die Vorstellungen des Rechnungshofs jedoch nicht zu gehen. Man prüfe die Bundesbank jedes Jahr, ist dort zu hören.

Keine Anhaltspunkte für Rechte von Dritten

Dieses Mal habe ein Schwerpunkt auf dem Umgang mit dem Gold gelegen. Die Prüfer sind unzufrieden, dass in Deutschland genauer hingesehen werde als im Ausland. Hierzulande wird offenbar per Stichprobe überwacht, ob die Goldbarren am rechten Ort sind. Über das Gold, das die Banque de France, die Bank von England und die amerikanische Federal Reserve für die Bundesbank verwahren – übrigens seit vielen Jahrzehnten -, weiß die Bundesbank nur: Es ist noch da, zumindest behaupten das Franzosen, Briten und Amerikaner. Jährlich gibt es Mitteilungen der drei Notenbanken, die dies bestätigen.

„An der Integrität und der Reputation dieser ausländischen Lagerstellen gibt es keinen Zweifel“, lässt eine Sprecherin der Bundesbank wissen. Das Eigentum an den Barren bleibe durch die Verwahrung bei den Partnernotenbanken unberührt und begründe ein insolvenzsicheres Recht. Für Rechte Dritter beständen keine Anhaltspunkte. Darüber hinaus genieße die Bundesbank als Notenbank einen besonderen Immunitätsschutz und damit auch Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen.

Gleichwohl gebe es zwischen Bundesrechnungshof und Bundesbank unterschiedliche Meinungen darüber, wie umfangreich die körperliche Bestandsaufnahme der im Ausland gelagerten Goldreserven sein solle. „Der vom Bundesrechnungshof gewünschte Prüfumfang entspricht nicht den Usancen zwischen Notenbanken“, teilt die Bundesbank mit. Sie weist die Einschätzung des Bundesrechnungshofes als unzutreffend zurück. Denn die seit vielen Jahren angewandte Buchinventur und die ergänzenden Bestätigungen der Verwahrstellen entsprächen den Gesetzen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Für die Bundesbank wäre das Einschwenken auf die Linie des Bundesrechnungshofs mutmaßlich mit neuen Risiken verbunden. Denn dann müssten wohl oder übel jedes Jahr Bundesbanker eine Tour nach Paris, London, New York und zurück nach Frankfurt unternehmen, um sich in den Tresoren zu vergewissern, dass da wirklich Gold verwahrt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei der nächsten Überprüfung des Reiseetats moniert werden könnte, gilt als nicht unerheblich.

Quelle: F.A.Z.