Es scheint so als ob man sich über all die Jahre ein Hintertürchen
offenhält sollte Deutschland nicht mehr mitspielen.
Deutschland für UN noch „Feindstaat“
Als großer UN-Geldgeber und verlässlicher Partner ist es nach
der UN-Charta noch immer „Feindstaat“. Die Politik sieht es gelassen.
Wenn von der nächsten Woche an (25. September) wieder alle Staaten der
Vereinten Nationen zur Vollversammlung nach New York kommen, werden unter
den 193 Mitgliedsländern auch einige argwöhnisch beäugt:
Iran und Nordkorea, Venezuela und Syrien, Kuba und andere. Offiziell sind
natürlich alle ehrenwerte Mitglieder der großen Völkergemeinschaft.
Das heißt, nicht alle: Sogar im Sicherheitsrat sitzt ein Land,
das für die UN offiziell ein „Feindstaat“ ist: Deutschland.
Seit Zweitem Weltkrieg nicht geändert
Die Situation klingt bizarr: Die Bundesrepublik ist drittgrößter Beitragszahler,
entsendet Tausende Entwicklungshelfer, Soldaten und Polizisten unter der
hellblauen Fahne in die ganze Welt, arbeitet emsig im Sicherheitsrat mit und gilt
als verlässlicher Partner, der auch mal die eigenen Interessen zurückstellt.
Feinde sehen anders aus. Und dennoch: An gleich drei Stellen der fast
heiligen UN-Charta wird das Land als Feind bezeichnet.
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