Polizei faßt mutmaßlichen Alexanderplatz-Schläger

Die Polizei hat am Dienstag offenbar einen der mutmaßlichen Schläger vom Alexanderplatz festgenommen. Der 19 Jahre alte Tatverdächtige wurde um 15:30 am U-Bahnhof Osloer Straße im Stadtteil Wedding verhaftet, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei der JUNGEN FREIHEIT. Daß es sich dabei um einen Türken handelt, konnte sie nicht bestätigen. Der Festgenommene soll Teil einer Gruppe von etwa sieben Männern gewesen sein, die am 14. Oktober den 20 Jahre alten Jonny K. attackierten und totprügelten.

Bereits am Wochenende hatten die Ermittler Hinweise bekommen, bei den Schlägern handele es sich um eine Gruppe türkischer Jugendlicher aus dem Wedding. Die Beamten werteten deswegen Videos eines Clubs aus, in der die mutmaßlichen Täter nach dem Konzert des türkischen Sängers Murat Boz gefeiert haben sollen. Mindestens einer von ihnen sollen sich angeblich bereits in die Türkei abgesetzt haben, berichtet die Welt.

Tritte gegen den Kopf

Die Tat hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt und eine neue Debatte über die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen entfacht. Jonny K. hatte nach Polizeiangaben den Geburtstag eines Freundes in einer Bar am Alexanderplatz gefeiert. Gegen drei Uhr morgens verließ er den Club mit zwei 25 und 29 Jahre alten Bekannten. Da der 25jährige kaum noch in der Lage war, zu gehen, wollte ihn das spätere Opfer auf einen Stuhl vor einem geschlossenen Lokal setzen, um ein Taxi zu rufen.

Ohne Vorwarnung nährte sich plötzlich ein Unbekannter dem jungen Mann, ging auf ihn los und schlug ihn nieder. Als der 20jährige sich wieder aufrappeln wollte, erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht und ging erneut zu Boden. Gleichzeitig wurde er von weiteren Tätern massiv getreten und verstarb kurz darauf an den schweren Verletzungen.

 

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Leipzig: Linksextremisten drohen Polizei

Nach Ausschreitungen im linken Leipziger Stadtteil Connewitz hat die linksxtremistische Szene mit weiterer Gewalt gedroht. Die Aktionen der Polizei würden nicht unbeantwortet bleiben, hieß es auf der linksradikalen Internetplattform Indymedia: „Auch ein Heer von Bullen ist machtlos gegen unsere Stadtguerilla Taktiken.“

Bereits in der Nacht zu Samstag hatten mutmaßlich linksextreme Täter ein Polizeigebäude mit Molotowcocktails beworfen, welche allerdings nicht explodierten. Auch Farbbeutel wurden geschmissen. Später zündeten laut Polizeiangaben etwa 25 Vermummte Müll und Blumenkübel an. Polizisten wurden mit Pflastersteinen beworfen und Autos in Brand gesetzt.

Drogenrazzia als Auslöser der Gewalt

 

Vorausgegangen war eine Razzia der Polizei in dem von zahlreichen Linksextremisten bewohnten Viertel, bei der die Beamten mehrere Kilogramm Rauschgift und Waffen beschlagnahmten. Vier Personen wurden festgenommen, von denen sich zwei mittlerweile wieder in Freiheit befinden. In der Vergangenheit war Connewitz wiederholt Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Linksextremisten und der Polizei gewesen.

Nach der Wiedervereinigung hatten sich zahlreiche Mitglieder der linksalternativen Szene in dem Vierteil einquartiert und Häuser besetzt. Die so genannten Connewitzer Krawallnächte sorgten damals deutschlandweit für Aufsehen.

 

 

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