So sollte es sein! – Stumm bei der Hymne – Ljajic fliegt aus serbischer Nationalmannschaft

Ljajic (l.) im Spiel gegen Spanien: Aus persönlichen Gründen die Hymne nicht gesungen

 

 

Er gilt als eines der größten Talente Serbiens – doch in der Nationalmannschaft ist für Adem Ljajic kein Platz. Der Grund: Vor einem Testspiel sang er die Nationalhymne nicht mit, sein Trainer schmiss ihn aus dem Kader. Vor kurzem war Ljajic bereits mit seinem Vereinscoach bei Florenz aneinander geraten. 

Hamburg – Das Schweigen bei der Nationalhymne hat Mittelfeldspieler Adem Ljajic seinen Platz in der serbischen Nationalmannschaft gekostet. Der neue Trainer Sinisa Mihajlovic habe den 20-Jährigen aus dem Team gestrichen, weil dieser am Samstag vor dem 0:2 gegen Spanien die Hymne nicht mitgesungen habe, teilte der serbische Verband am Montag mit.

Nach der Amtsübernahme vor einer Woche hatte Mihajlovic seine Spieler einen Verhaltenskodex unterschreiben lassen, der das Singen zur Pflicht macht. Ljajic betonte, dass er auch in Zukunft aus „persönlichen Gründen“ bei der Hymne schweigen würde.

 

Bereits Anfang des Monats hatte Ljajic, der bereits mit 18 Jahren in der Nationalmannschaft debütiert hatte, für Schlagzeilen gesorgt. Beim Ligaspiel der Serie A mit Florenz gegen Novara Calcio (2:2) war sein Vereinscoach Delio Rossi auf Ljajic losgegangen und hatte auf den Profi eingeprügelt. Rossi hatte Ljajic in der 32. Minute ausgewechselt und den Serben nach einem heftigen Wortgefecht mehrmals geschlagen, nachdem er von diesem beschimpft und beleidigt worden war. Der Trainer wurde entlassen und für drei Monate gesperrt.

luk/dpa/sid