USA immer stärker isoliert

PAZ17_6_US-Fahne_02b613e487

Westliche Versuche zur diplomatischen Isolierung Russlands nach
der Krim-Krise haben sich bisher weitgehend als Fehlschlag entpuppt.
In der G20-Runde sitzt Washington stattdessen nun selbst auf der Anklagebank

Lediglich eine Stunde wurde beraten, da stand für die Staats- und Regierungschefs
der sieben führenden Industrienationen fest: Ein für Juni geplanter G8-Gipfel im
russischen Sotschi wird als Reaktion auf die Krim-Krise abgesagt.

Aus der G8-Runde wird künftig wieder ein G7-Treffen.

Russlands Außenminister nahm den Rauswurf aus dem exklusiven
Kreis der führenden Industrienationen scheinbar gelassen:

„Jetzt werden alle wichtigen Fragen in der G20 diskutiert“, so Lawrow.

Das Vorhaben, Russland auch aus dem Kreis der G20 zu verbannen, ist inzwischen
gescheitert. „Die Vormundschaft über die G20 gehört allen Mitgliedsstaaten
gleichermaßen und kein einzelnes Mitgliedsland kann einseitig Beschlüsse
darüber fassen“, blockten die Staatschefs von Brasilien, Indien, China und
Südafrika in einer gemeinsamen Erklärung Russlands Rauswurf ab.

Inzwischen sitzen bei den G20 sogar die USA selber auf der Anklagebank.
Scharf wurde Washington aufgefordert, endlich einen bereits 2010 beschlossenen
Reformplan für den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu ratifizieren.

Geplant ist dabei eine Aufstockung der Mittel, aber auch mehr Einfluss für
das aufstrebende China. Bereits vor Jahren als Durchbruch beschlossen, kommt
die IWF-Reform durch eine Blockade im US-Kongress nicht voran.

Zum Leidwesen Barack Obamas, der das Vorhaben an sich unterstützt, wird
der Reformplan durch die Republikaner im US-Kongress blockiert. Angeführt
werden in erster Linie Kostenargumente.

Eine Skepsis gegenüber multilateralen Institutionen, in denen die USA nicht
das Sagen haben, dürfte bei den Republikanern aber ebenso eine Rolle spielen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Preussische Allgemeine