Der barrierefreie SMS-Notruf gibt es bisher noch nicht in Deutschland,
bisher ist noch nicht mal ein Startdatum dazu bekannt, nur die Ankündigung
von Bundeskanzlerin Merkel, dass dieser bald in Deutschland eingeführt wird
In den Städten Köln und Berlin sowie im Bundesland Brandenburg gibt es den
SMS-Notruf schon, aber eben nicht flächendeckend in ganz Deutschland,
was eine Schande ist, denn er kann in verschiedenen Fällen lebensrettend sein:
Bei einem Brand, bei einem Überfall, bei einem Einbruch…
Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Bisher ist die Situation in Deutschland so: Nun, was machen die meisten Leute,
die in einer Notlage sind? Richtig, sie betätigen die Notruf-Nummer und Hilfe
kommt umgehend. Was aber, wenn du gehörlos oder schwerhörig bist?
In Deutschland gibt es bisher nur den Notfall-Fax, der wie folgt funktioniert:
Du druckst dir den Vordruck mit mit den Piktogrammen aus und kreuzt an,
was passiert ist und welche Art von Hilfe du genau brauchst und sendest
das Fax an die Notfall-Faxnummer, was sehr umständlich ist, da ja du
optimalerweise schon im Voraus den Vordruck ausgedruckt haben
solltest für einen möglichen Notruf und außerdem ein Faxgerät.
Früher hatten so gut wie alle Gehörlose ein Faxgerät, was aber heute nicht mehr
so die Norm ist durch das Smartphone..
Und wer hat schon bei einer Autopanne ein Faxgerät dabei? 😉
Bei einem Notruf soll man ja nach dem Schema
„Wo? Was? Wieviele? Welche? Warten!“ verfahren.
Bei der Einführung des SMS-Notrufs müsste man dann gehörlose und schwerhörige
Menschen bei der Einführung Tipps geben, wie man am besten eine Notruf-SMS absendet.
Ganz wichtig ist bei medizinischen Notfällen für die Retter zu wissen:
Atmet der Patient noch und ist er ansprechbar?
Ich stelle mir einen SMS Notruf z.b. vor:
„Gehörloser Notfall: Mann 54 J. alt., bewusstlos. Nicht ansprechbar.
Atmet noch. [Adresse.] Sind gehörlos.“
Dieser Text passt locker in 160 Zeichen.
Den kompletten Artikel findet Ihr hier : MeinAugenSchmaus