Abschaffen: Der Wahn der Gutmensch*innen – von Axel Retz

Das gesamte Denken der Gutmensch*innen ist vom Abschaffen geradezu beseelt. Männlein und Weiblein, Rassen, Grenzen, Freie Medien, Grundrechte, Kultur, Sozialsysteme, Freiheit – abschaffen. Der Langmut der Deutschen ist von einem anderen Zuschnitt als etwa der der Franzosen oder der Italiener. Aber auch er hat eine Grenze.

Es geht vorwärts – doch wo ist vorn?Foto: iStock

 

Liebe Leserinnen und Leser,

nun auch das noch: Weihnachten steht vor der Türe! Ja hört der Stress denn niemals auf? Black Friday und CyberMonday haben wir hinter uns gebracht. Vorgestern war Nikolaus. Früher erzählte man seinen Kindern da ein paar Geschichten und abends kam ggf. jemand mit angeklebtem Bart und rotem Umhang vorbei, um den Kleinen Geschenke zu übergeben und samt Knecht Rupprecht weiterzuziehen.

Heute beginnt das undenkbar zu werden. In den Niederlanden tobt seit Jahren ein an Schärfe zunehmender Streit, ob der dort als „Zwarte Pieter“ auftretende Knecht Rupprecht nicht „rassistisch“ und damit diskriminierend sei und abgeschafft gehöre. Klar doch! Der jonge Gouda-Kaas diskriminiert allerdings auch den ouden Gouda und umgekehrt. Und der Gouda überhaupt den Maasdamer, die rote Tulpe die gelbe usw. Aber: Jede Entscheidung zwischen der einen Seite einer Alternative bedeutet eine Absage an die andere Seite. Was daran ist denn diskriminierend?

Das gesamte Denken der Gutmensch*innen, wenn man es denn überhaupt so nennen kann, ist vom Abschaffen geradezu beseelt. Ein paar Beispiele darf ich Ihnen vorstellen.

Männlein und Weiblein: Abschaffen

Wem wie mir die Gnade der frühen Geburt zuteilwurde, der erinnert sich wahrscheinlich noch daran, dass die Menschheit früher aus Männlein und Weiblein bestand, was ich nach wie vor für eine ausgesprochen prickelnde Angelegenheit halte. Und ganz gleich, ob man es nun mit der biblischen Schöpfungsgeschichte hält oder mit der Evolutionstheorie:  Seitdem es die angebliche Krone der Schöpfung, die Tiere und die Pflanzen gibt, haben sie sich über die nur wenigen Lebewesen vorenthalten gebliebene Unterscheidung in ♂ und ♀entwickelt und fortgepflanzt. Seit vielen, vielen Jahrtausenden.

Vielleicht hat der heutige Bundestagspräsident Schäuble (CDU) ja doch recht mit seiner abstrusen Aussage, dass Europa ohne Zuwanderung in Inzucht degenerieren werde. Denn anders ist es ja kaum noch zu erklären, dass eine zunehmende Anzahl derer, die nun einmal zwangsläufig selbst aus der Verbindung von Mann und Frau  hervorgegangen sind, dieses „Naturgesetz“ nun für null und nichtig zu erklären versucht.

Aus den Kopfgeburten dieser Klientel ist zwar noch niemals ein neues Leben entstanden, aber die von ihnen erdachten über 60 Geschlechtervariationen der Menschheit müssen angeblich nun mit Macht Eingang in die Gesellschaft finden. Immer wieder köstlich dazu und von mir bereits wiederholt gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=2Wp_YOOv3QQ

Besser kann man diesen mittlerweile universitätsgängigen Unfug der ABSCHAFFUNG der Geschlechter nicht auf den Punkt bringen. Liebe rot-grüne Gutmensch*innen, eine nebensächliche Frage hätte ich da noch: Warum eigentlich wollen Sie es nicht den Hühnern freistellen, Hähne zu sein und das Eierlegen anderen zu überlassen? Oder es den Kühen ermöglichen, sich fortan als Stiere zu definieren? Warum es nicht den Forellen, Lachsen oder Saiblingen anheimstellen, selbst über ihr Geschlecht zu entscheiden? Warum ereifern Sie sich nicht dafür, es jeder Biene freizustellen, ob sie Blüten befruchten oder von diesem Rollenbild abweichen möchte?

Die „Rollenbilder“ der Geschlechter, laut Gender-Gaga ja keineswegs biologisch angelegt, sondern bekämpfenswertes soziales Konstrukt, finden sich übrigens auch bei den Bienen wie nahezu in der gesamten Flora nd Fauna. Warum können die Gender-Verwirrten das nicht erkennen?

Mag es daran liegen, dass Sie, falls es Ihnen gelänge, Ihre nur auf den Menschen beschränkte Gender-Gaga-Ideologie auf die gesamte Schöpfung zu übertragen, schlichtweg nichts mehr zu beißen hätten?

Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheit hingegen kann ganze Armeen aufhalten.“ Otto von Bismarck (1815 – 1898)

Rassen: Abschaffen!

Man nehme einen Menschen aus der Subsahara, einen Chinesen, einen Araber, einen Nachfahren der Indianer, einen Eskimo und einen Mongolen und stelle sie nebeneinander. Falls Sie beim Betrachten dieser kleinen Menschengruppe Unterschiede feststellen sollten, egal ob Sie sie nun unter die Begriffe „Rasse“ oder „genetische Variation“ subsumieren, sind Sie heutigen Gutmenschen vermutlich obsolet.

Und diejenigen aus dieser Klientel, die überhaupt noch in der Lage sind, verschiedene genetische Merkmale verschiedener Volksgruppen zu erkennen, fühlen sich heute der Ideologie verpflichtet, diese seit Bestehen der Menschheit vorhandenen Unterschiede einzuebnen. Rassenvermischung heißt ihr verpflichtendes Credo. Stehen Sie selbst dieser angeblichen Verpflichtung kritisch oder ablehnend gegenüber, sind Sie in den Augen dieser Leute ein „Rassist“, obwohl ja nicht Sie irgendeine Rasse bekämpfen, sondern sie selbst gleich alle.

Der Witz dabei: Gerade diejenigen, denen irgendeine Art von Einheitsmensch durch den Kopf geistert, bezeichnen sich selbst als die glühendsten Verfechter der Vielfalt. Irgendetwas in ihren Köpfen hindert sie jedoch daran, diesen Widerspruch erkennen zu können. Auch hier geht es den verbohrten Ideologen ausschließlich wieder um Menschen. Gegen ein saftiges Filet vom Angus-Rind, einen ausschließlich aus Arabica gewonnen Espresso, einen sortenreinen Riesling, eine Siamkatze oder einen Lipizzaner-Hengst haben die Rassenvermischer allerdings keinerlei Einwände.

Erneut hier zeigt sich die an Größenwahn grenzende Hybris der Gutmenschen, sich über die Schöpfung und ihre wunderbare Vielfalt zu stellen, sie für falsch zu erklären und die menschliche Rasse nach ihren abstrusen Ideen umzugestalten. Und das ganz unverhohlen auch unter offener Androhung von Gewalt.

Grenzen: Abschaffen

Landesgrenzen zwischen verschiedenen Völkern gibt es seit Jahrtausenden. Zuerst waren sie nicht klar definiert, später dann um so genauer. Und verschoben haben sie sich bzw. wurden sie auch immer wieder. Ziel jeder Grenze und ihrer Verteidigung war es, den Zustrom bzw. die Invasion von Menschen anderer Ethnien zu unterbinden, die in der Regel mit unfreundlichen Absichten ins Land drängten (Landnahme, Plünderung, Übernahme der Wirtschaft und/oder Ressourcen, Vernichtung der indigenen Bevölkerung mit Ausnahme von reproduktionsfähigen Frauen, Unterwerfung etc.).

Die beiden UN-Pakte zu Flüchtlingen und Migration, die die Kanzlerin am 10./11. Dezember in Marrakesch zu unterzeichnen vorhat, wollen jedwede Art von Grenzen für null und nichtig erklären. Und die Mehrheit der Parlamentarier im Bundestag scheint mit geradezu biblischer Blindheit geschlagen zu sein und teilt reflexartig gegen die Wenigen aus, die den Ernst der Lage aufs Tapet bringen.

Was ich (Schande über mein Haupt!) verpennt habe ist, wer ebenfalls einer der maßgeblichen Wegbereiter der unkontrollierten Völkerwanderung ist. Ich liefere es hiermit nach: www.epochtimes.de

Ob man heute noch reinen Gewissens der EKD oder der RK angehören kann, die sich (siehe letzte Ausgabe dieses Newsletters) in keiner Weise der weltweit verfolgten Millionen von Christen annehmen, sondern ihre Wertschätzung und Hilfe mehr und mehr vor allem dem Islam gegenüber erkennen lassen. Über die zu erwartenden gesellschaftlichen Folgen des Migrationspaktes will ich nicht spekulieren.

Ein „höheres Tier“ der Bundespolizei, mit dem ich mich am Montag in Berlin zu einem Treffen verabredet hatte, sieht erst einmal keine dadurch ausgelöste, neue Flüchtlingswelle auf Deutschland zukommen. Ich schätze das anders ein. Die wirtschaftlichen Perspektiven dazu werde ich später skizzieren. Denn die „bösen“ Finanzmärkte bieten für jedes Szenario beste Möglichkeiten, um Geld zu verdienen und sich vielleicht bald erforderlich werdende Alternativen zu eröffnen.

Wer die Grenzen eines Landes abschafft und die unbegrenzte Zuwanderung nicht nur ermöglicht, sondern wider besseres Wissen auch noch als Win-Win-Situation für Ausgangs- und Zielländer der Migration verherrlicht, dessen Absichten sind das genaue Gegenteil der behaupteten humanitären Motive.

Freie Medien: Abschaffen

Wer heutzutage immer noch für bare Münze nimmt, was ihm in den öffentlich-rechtlichen Medien als „Fakten“ serviert wird und sich auch immer noch nicht wundert, was ihm von diesen Medien bewusst vorenthalten wird, dem ist schwerlich zu helfen. Migration, der Kampf gegen „rechts“, die Gender-Ideologie, die Demontage des klassischen Familienbildes, der Lobpreis nicht heterosexueller Gemeinschaften, die allgegenwärtige Verunglimpfung der AfD und die sehr bemühte Unterdrückung oder Falschdarstellung importierter Kriminalität finden sich zur besten Sendezeit fast flächendeckend. Ihrem Auftrag zu seriöser, objektiver Berichterstattung werden die zwangsfinanzierten Sender nicht gerecht, stattdessen wirken sie wie reiner Staatsfunk. Jüngstes Beispiel:

Zur Ermordung einer 17jährigen heute vor einer Woche nahe Sankt Augustin bei Bonn berichtete das ZDF: „Im Fall der getöteten 17-Jährigen bei St. Augustin ist ein Deutscher festgenommen worden. Einsatzkräfte haben die Leiche in einer städtischen Unterkunft gefunden.“ Der „Deutsche“ war allerdings ein 19jähriger, polizeibekannter Kenianer, der auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Und die „städtische Unterkunft“ ein Asylantenwohnheim.

Wer gedacht hatte, nach dem unsäglichen Medienversagen vom Jahreswechsel 2015 in Köln hätte eine Trendwende der Berichterstattung stattgefunden, sieht sich getäuscht. Abgesehen von Ausnahmen der Mainstream-Medien wie z. B. der WELT haben die „Fake News“ der Berichterstattung leider weiter zugenommen. Bekämpft werden hingegen alle, die diesen Missstand anprangern.

Grundrechte: Abschaffen

Das Recht der freien Meinungsäußerung, das Asylrecht, das Demonstrationsrecht und die Rolle des Bürgers als Souverän des Staates finden sich zwar im Grundgesetz. Das Asylrecht wird allerdings von der Regierung rechtsmissbräuchlich ausgehebelt, die freie Meinungsäußerung wird fast überall dort bekämpft, wo sie nicht linientreu zur Regierungspolitik ist, die Bundeskanzlerin regiert autokratisch und bei Demonstrationen gegen Migrantenkriminalität oder Trauermärschen für deren Opfer werden die Schlägertrupps der „Antifa“ herangekarrt.

Dass es in Chemnitz nach der Ermordung eines Deutschen durch Zuwanderer keine Hetzjagden gab, steht spätestens seit dem Aufspüren der jungen Frau fest, die das sgn. „Antifa-Zeckenbiss“-Video aufnahm. Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Maaßen musste seinen Hut nehmen, weil er zu Recht darauf hinwies, dass die Bundeskanzlerin und ihr dienstbeflissener Regierungssprecher die vermeintlichen Hetzjagden erfunden hatten. „Gehetzt“ wurden in der Causa Chemnitz nur diejenigen, die die Wahrheit sagten und sich damit des Widerspruchs gegen die Kanzlerin schuldig machten. Was wohl auch als Signalwirkung an die gesamte deutsche Beamteria gedacht war.

Kultur: Abschaffen

Wer unter diesem Link das wunderschöne fünfzehnminütige Video „This is Germany“ anklickt, kommt nicht umhin, die Aussage der früheren „Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Rang einer Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin“, dass es in Deutschland jenseits der Sprache keine spezifisch deutsche Kultur gebe, für einen Offenbarungseid der Ignoranz zu halten.

Frau Özoguz, die ich daraufhin anschrieb, relativierte ihre Aussage daraufhin. Vom Begriff der „deutschen Leitkultur“ halte ich wenig. Wer oder was soll von wem wohin geleitet werden?

Die deutsche Kultur mit ihren unermesslichen Schätzen in der Literatur, der Malerei, der Musik, der Architektur, der Philosophie und auch des Made in Germany hingegen bestaune ich. Und wer das nicht kann, möge beispielsweise einmal einen halben Tag in der „Veste Coburg“ verbringen. Jetzt läuft die „Kulturbereicherung“, Multikulti. Wenn Sie  bis jetzt keinem der Links dieser Newsletter-Ausgabe gefolgt sind, dann sehen Sie sich bitte diesen hier an. Er ist es wert! Heuchlerin MERKEL: MULTIKULTI ist GESCHEITERT!!!!

Sie sehen: Die Bundeskanzlerin, die auf dem gestrigen CDU-Parteitag in Hamburg einen fast neunminütigen Applaus erhielt, hat ihre Politik um 180 Grad gedreht und war damit nach den heute verwendeten Stereotypen noch vor wenigen Jahren ein „Nazi“, eine „Rassistin“ oder eine „Fremdenfeindin“. Sonderbar, dass dieser Schwenk sie nicht alle politischen Ämter gekostet hat. Oder aber den Totalverlust ihrer Wählerschaft.

Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf die Dauer nicht niedergelogen werden.“ Otto von Bismarck (1815 – 1898)

Sozialsysteme: Abschaffen

Dass jeder Mensch für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich ist und es sich aussuchen kann, ob er es eher mit den Zehn Geboten, Kants Kategorischem Imperativ oder weniger hehren Lebensregeln hält, auch das macht das Menschsein aus.

Im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt es daher bei jedem Einzelnen, sich um seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie selbst zu kümmern. Für diejenigen, die das nicht können, wurden solidarische Sozialsysteme wie die Rentenversicherung, die Arbeitslosen- und die Krankenversicherung ersonnen, mit denen die Gemeinschaft in solchen Fällen einspringt. Die Crux nur: Bereits heute ist absehbar, dass 42 Prozent aller Arbeitnehmer später einmal Altersbezüge unterhalb der sog. Grundsicherung erhalten werden.  Für diese Menschen werden also diejenigen aufzukommen haben, die zu den Besserverdienenden gehören.

Den Rechenkünstlern der Grünen und der Linken, aber auch der SPD, reicht das nicht. Sie fordern ein unter welchem Terminus auch immer segelndes „bedingungsloses Grundeinkommen“, das unabhängig davon gezahlt werden soll, ob jemand in seinem Leben überhaupt in die solidarisch aufgebauten Sozialsysteme eingezahlt hat oder nicht.

Das wird diese Systeme vollends zur Implosion bringen. Beschleunigt werden wird diese Implosion durch die im UN-Migrationspakt festgezurrte Forderung, praktisch jedem Migranten dieser Welt Zugang zu den Sozialsystemen zu gewähren. Mit diesen eleganten Schachzügen lassen sich nicht nur die maßgeblich von Otto von Bismarck ins Leben gerufenen Sozialsysteme abschaffen, sondern in einem Aufwasch auch der innere Frieden, der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Prinzip eigenverantwortlichen Handelns.

Freiheit: Abschaffen

Gestern beschwor Bundespräsident Steinmeier in Peking einmal mehr die „westlichen Werte“. Und verwies darauf, dass es gerade den Deutschen ein äußerst wichtiges Anliegen sei, für das Recht auf freie Meinungsäußerung und gegen jedwede Beschränkung der Freiheit einzutreten.

Inwieweit sich die Bundesregierung überhaupt noch legitimiert fühlen sollte, sich selbst als Vertreter der Freiheit zu bezeichnen, will ich einmal offen lassen. Die Überwachung nahezu der gesamten nicht unter vier Augen ablaufenden Kommunikation bis hin zum sog. Staatstrojaner, der Versuch, eine allgegenwärtige Gesichtserkennungssoftware einzuführen und die Bewegungsprofile von Automobilen zu erfassen und das Maas‘sche, immer noch nicht vom EuGH gekippte Netzwerkdurchsetzungsgesetz und die  mittlerweile institutionalisiert wirkende Verfolgung nicht regierungskonform denkender Zeitgenossen lassen mich zweifeln, ob der Herr Bundespräsident und ich den Begriff der Freiheit ähnlich definieren.

Vollends wider mein Freiheitsverständnis bürstet der UN-Migrationspakt, der Presse- und Meinungsfreiheit bis hin zum selbständigen Denken in Frage stellt. Migration soll nach diesem „Pakt“ verpflichtend positiv dargestellt werden, kritisch darüber berichtenden Medien der Geldhahn zugedreht werden, falls es denn einen gibt. Freiheit, Herr Bundespräsident, sollten Sie von der chinesischen Führung m. E. erst anmahnen, wenn Sie offen gegen die Beschränkung der Freiheit im eigenen Land Stellung beziehen.

FAZIT:

Mit „La République en Marche“ hatte Manuel Macron im vergangenen Jahr den Einzug in den Elysèe geschafft. Es ist schon einige Monate her, dass ich hier im Newsletter ein wenig respektlos von „La République am Arsch“ schrieb. Aber (auch) diese meine Einschätzung hat sich leider bewahrheitet. Der Sturm auf die Bastille erlebt nach 229 Jahren soeben eine Neuauflage. Monsieur Macrons Stuhl wackelt. Und mit ihm die EU.

Der Langmut der Deutschen ist von einem anderen Zuschnitt als etwa der der Franzosen oder der Italiener. Aber auch er hat eine Grenze. Das Brodeln im Lande mag noch nicht laut sein, aber es ist flächendeckend. Die Abschaffer können und werden nicht obsiegen.

Beste Grüße – Axel Retz

Zuerst veröffentlicht auf www.private-profits.de. Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Wahlrecht für Grundschüler? Warum nicht, sagt Professorin

von https://sciencefiles.org

Immer wenn man denkt, es geht nicht noch tiefer, geht es dennoch tiefer.

Claudia Lohrenscheit ist Frauenbeauftragte der Hochschule Coburg und besetzt eine Professur für internationale soziale Arbeit und Menschenrechte. Die „soziale Arbeit“ scheint eines der Haupteinfallstore für ideologische Uboote und Wasserträger der Politik, die zufällig gerade von der Regierung durchgedrückt werden soll, zu sein.

Lohrenscheit hat ihre Qualifikation wohl hauptsächlich als „wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte“ erworben. Sie ist somit in unserer Terminologie ein weiteres Beispiel für einen Bewohner jenes Paralleluniversums, das jenseits des wissenschaftlichen Betriebs etabliert werden soll, um den politischen Irrungen und Wirrungen der regierenden Parteien eine vermeintlich wissenschaftliche Legitimation zu verschaffen.

Lohrendscheit hat – weil sonst wohl kaum jemand anfragt – der Pressestelle der Hochschule Coburg ein Interview gegeben, dass man nicht anders als denkwürdig nennen kann.

Als gutem Diener und Untertan des politisch Korrekten liegen Ihr zwei Dinge am Herzen, der UN-Migrationspakt und die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz.

Mit Bezug auf den UN-Migrationspakt findet die Professorin der Hochschule Coburg es „verstörend“, dass „so viel Widerstand gegen diese Mindeststandards für Flucht und Migration kommt“. Wir finden die geistig-ideologische Enge, in der sich angebliche Professoren heute befinden, verstörend.

Eine kleine Nachhilfe.

Es gibt Menschenrechte, aber es gibt kein Recht auf Migration. Menschenrechte zeichnen sich dadurch aus, dass sie individuelle Rechte sind. Jeder Mensch hat das Recht, sein Überleben zu sichern und sich gegen Angriffe auf seine Person zur Wehr zu setzen. Geht es jedoch um Migration, dann sind im einfachsten Fall ZWEI Personen und somit zwei Menschenrechte betroffen. Der, der zuwandert, greift zwangsläufig in die Rechte dessen, der schon da ist, ein. Somit entsteht das, was der Professorin aus Coburg vollkommen unbekannt zu sein scheint: EIN GERECHTIGKEITSPROBLEM (oder Krieg). Ist es gerecht, den, der schon da ist, für den, der neu dazukommt, zahlen zu lassen, ihm aufzuerlegen, die Ressourcen, die er bislang vollständig zur Verfügung hatte, zu teilen? Wenn eine solche Teilung gerecht ist, bis zu welchem Ausmaß ist sie das? Wie wird verrechnet, dass der, der schon da ist, in seinen Unterhalt investiert hat, der, der dazukommt, aber nicht?

Die einfache Welt der Professorin für internationale soziale Arbeit und Menschenrechte scheint solche Fragen nicht zu kennen. Diese Phantasiewelt ist ein Paradies der unbegrenzten Ressourcen, in dem neu Hinzukommende, denen, die schon da sind, nichts wegnehmen, weil im Paradies Milch und Honig in unbegrenzter Menge fließen.

Wer denkt, mit diesem Unsinn sei der Gipfel dessen, was Lohrenscheit möglich ist, erreicht, dem muten wir nun unkommentiert, das Folgende zu:

„Wo sehen Sie konkreten Handlungsbedarf?

Momentan arbeitet die Bundesregierung daran, die Rechte von Kindern im Grundgesetz zu verankern. Dieses Ziel liegt mir sehr am Herzen. Ich glaube, unsere Gesellschaft wäre eine andere, wenn der Schutz und die Förderung von Kindern und Jugendlichen oberste Priorität genießen würde. Und wenn Kinder und Jugendliche ein abgesichertes Mitspracherecht bekämen. So könnten sie von klein auf lernen, was Demokratie heißt. Warum sollen zum Beispiel nicht schon Grundschüler wählen dürfen? Das Wahlrecht muss doch nicht zwingend an das Alter gebunden sein. Das ist eine willkürlich gesetzte Grenze, über die wir noch einmal nachdenken könnten. Das gilt übrigens auch für behinderte Menschen, denen vielfach ihr Wahlrecht vorenthalten wird.“

[Im freien Fall: Wenn man kein Wahlrecht hat, weil man behindert ist, kann das Wahlrecht auch nicht vorenthalten werden. Der Anschluss, „das gilt übrigens auch für behinderte Menschen“ legt den Schluss nahe, dass Lohrenscheit auch behinderte Menschen bereits ab dem Grundschulalter oder noch früher wählen lassen will. Deutlicher kann man die Verachtung für Demokratie und die Missachtung einer informierten Wahlentscheidung nicht machen. Die Hochschule Coburg hat sich, wenn dieses Interview als Außenwerbung gemeint war, einen klassischen Schuß ins eigene Bein zugefügt.]

Warum, so fragen wir, sollte nicht bereits ein Kleinkind zum Professor für nasse Windeln und eigenständiges Einnässen ernannt werden? Warum sollte nicht ein geistig Behinderter zum Professor für mentale Rückständigkeit und Retardierung berufen werden?

Die Bundesregierung der Zukunft.

Gibt es nach Lohrenscheit noch einen Grund, derartige Neuerungen abzulehnen und das Wahlrecht für alle zu öffnen? Man muss nur findig sein und z.B. Kindertagestätten-Kinder ihr Wahlrecht mit Bauklötzen ausüben lassen. Der erste Bauklotz, den ein Kind in die Hand nimmt, zeigt die Parteipräferenz. Ist er grün, dann erhalten die Grünen eine Stimme, ist er schwarz, dann die CDU, ist er blau, dann, nein, blaue Bauklötze gibt es nicht.

Die Berufung mancher Professoren an der Hochschule Coburg scheint so ähnlich zu funktionieren.

https://sciencefiles.org/2018/12/06/wahlrecht-fur-grundschuler-warum-nicht-sagt-professorin/

Entmündigung der Eltern: wikiHow-Ratgeber gibt Anweisung, wie Kinder ihre Eltern erziehen sollen

Epoch Times

„Es kann unangenehm und schmerzhaft sein, wenn die eigenen Eltern eine rassistisch geprägte Lebenseinstellung besitzen…“ beginnt der Beitrag unter wikiHow zum Thema: „Mit rassistischen Eltern richtig umgehen“. Die Empfehlung: „Ziehe deine Eltern für ihre Worte und Taten zur Rechenschaft.“

wikiHow-Ratgeber zeigt, wie Kinder ihre Eltern erziehen sollen. Foto. Istock

 

Zahlreiche Beispiele in Politik, Medien und Gesellschaft zeigten uns zunehmend die Einbahnstraße von Gesinnungsterror und Meinungsdiktatur, in die es für unsere Gesellschaft jetzt geht, erklärt Journalistin Eva Herman in ihrem neu erschienenen Video.

So habe – leider erst nach Fertigstellung dieses Videos – das Familienministerium unter Bundesministerin Giffey kürzlich für gehörige Empörung gesorgt: Eine Empfehlungsbroschüre für KiTa-Mitarbeiter, die von der linksextremistischen Amadeu-Antonio-Stiftung unter Ex-Stasi-Frau Annetta Kahane erarbeitet wurde, gibt politisch korrekt Aufschluss darüber, woran man die Kinder von Nazi-Eltern bzw. „völkisch denkenden Familien“ erkennt.

Diese schlimmen Kinder erkenne man daran, wie es sinngemäß heißt, dass sie folgsam sind, Kleider und Zöpfe tragen und zu Hause „Haus- und Handarbeiten verrichten“. Doch auch viele andere Beispiele sorgen, wie die Ex-Tagesschausprecherin in diesem Video zeigt, nur noch für Kopfschütteln. So erhalten jetzt auch Kinder und Jugendliche Anweisungen, woran sie erkennen können, dass ihre Eltern Nazis sind.

Empfehlungen für den entsprechenden Umgang mit diesen Eltern werden auch gleich mitgeliefert, wie zum Beispiel hier: Mit rassistischen Eltern richtig umgehen

Die Entmündigung der Eltern, die hiermit den Kindern aufgetragen wird, erkennt man dann an Hinweisen wie: „Ziehe deine Eltern für ihre Worte und Taten zur Rechenschaft. Wenn sie in deiner Gegenwart etwas Rassistisches tun oder sagen, solltest du deinem Unmut darüber sofort Luft machen. Bitte deine Eltern, klarzustellen, was sie genau gemeint haben.“

Die antiautoritäre Erziehung, die über Jahrzehnte zur Perfektion gebracht wurde, soll damit offenbar ihren Höhepunkt finden. Die Welt ist auf den Kopf gestellt. (nmc)

Sehen Sie hier, was Eva Herman zum Thema zu sagen hat:

 

 

https://www.epochtimes.de/meinung/entmuendigung-der-eltern-wikihow-ratgeber-gibt-anweisung-wie-kinder-ihre-eltern-erziehen-sollen-a2728870.html

„Zentrum für politische Schönheit“ will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren

"Zentrum für politische Schönheit" will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren
Screenshot – YouTube-Kanal von Zentrum für Politische Schönheit
Über die Webseite „Soko Chemnitz“ ruft das „Zentrum für politische Schönheit“ dazu auf, den „Rechtsextremismus 2018 zu erfassen“ und dazu „verdächtige“ Teilnehmer bei den Protesten in Chemnitz zu identifizieren und bei ihren Arbeitgebern zu melden.

Bekannt wurde das „Zentrum für Politische Schönheit“ unter anderem durch Aktionen wie das Errichten eines Nachbaus des Holocaust-Mahnmals vor dem Wohnhaus des AfD-Politikers Björn Höcke oder die Verteilung von Flugblättern während des G20-Gipfels in Hamburg, die zur Tötung von Putin und Erdogan aufriefen.

Seit 2009 ist das Zentrum aktiv. In einer neuen Aktionsform befasst es sich mit den Protesten in Chemnitz. Diese wurden durch den Mord an einem 35-Jährigen Deutsch-Kubaner ausgelöst. Nach der Verhaftung von zwei tatverdächtigen Asylbewerbern aus Syrien und dem Irak, kam es zu Protesten. Unter die „Pro Chemnitz“-Demonstranten, mischten sich auch Rechtsextreme, Ausschreitungen folgten.

In diesem Kontext wollen sie angeblich den „Rechtsextremismus von 2018 systematisch erfassen.“ In einem Video mit dem Titel „Gesucht: Wo arbeiten diese Idioten?“ wird dazu aufgerufen, die rechten Demonstranten zu identifizieren:

Während normale Menschen arbeiten, treiben Tausende Arbeitnehmer und Hartz IV-Empfänger Ausländer durch Chemnitz. Attackieren Presse und Polizeibeamte und grüßen Hitler. Was würde ihr Chef wohl dazu sagen?

 

 

Drei Millionen Bilder von 7.000 Verdächtigen will das „Zentrum für Politische Schönheit“ bereits ausgewertet haben. Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannte sollen nach eigener Darstellung gegen Bares denunziert werden.

Neben Bildern im „Katalog der Gesinnungskranken“ sind auf der ebenfalls zur Aktion gehörenden Webseite „Soko-Chemnitz.de“ Bilder von Demonstranten zu sehen. Neben dem Bild mit einer unkenntlich gemachten Augenpartie ist der Vorname und der Anfangsbuchstabe des Nachnamens zu lesen. Teilhaben kann man durch die Zusendung weiterer Fotos und Bilder der „Erwischten“, die sich „unerlaubt von der Demokratie entfernt“ haben. Anhand eins Barometers wird angezeigt, als wie „Rechts“ der Demonstrant eingeschätzt wird.

"Zentrum für politische Schönheit" will Teilnehmer von Chemnitz-Demos bei Arbeitgebern denunzieren
Quelle: Screenshot https://soko-chemnitz.de/

Das „Zentrum für Politische Schönheit“ versteht sich als „aufrüttelnde und provozierende Aktion im Rahmen der Menschenrechte“ und setzt sich für einen „Aggressiven Humanismus“ ein. In ihrer Selbstdarstellung heißt es:

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Aufrüttelnde und radikale Aktionen im Namen der Menschenrechte sind unser Spezialgebiet. Wir arbeiten an der Zukunft des politischen Widerstands im 21. Jahrhundert („aggressiver Humanismus“), setzen auf Menschlichkeit als Waffe und experimentieren mit den Gesetzen der Wirklichkeit. Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören muss.

Am Montag wird zudem vor dem Berliner Reichstag eine Installation aufgestellt. Den Arbeitgebern versprechen sie Musterentwürfe für eine „wasserdichte Kündigung für einen Hitler-Bewunderer“.

 

 

https://deutsch.rt.com/inland/80338-neue-aktion-zentrums-fur-politische-schoenheit-chemnitz/

Bundesworthülsenfabrik designt „Berufsspezialist“

Sie ist den meisten Deutschen auch nach einem halben Jahr im Amt weiter völlig unbekannt, geht aber dafür nun daran, alte Zöpfe im Bildungswesen radikal abzuschneiden. Anja Karliczek, ausgebildete Bank- und Hotelfachfrau, schlägt als Bundesbildungsministerin Pflöcke ein: In Zusammenarbeit mit der Bundesworthülsenfabrik (BWHF) in Berlin hat die CDU-Politikerin die verbalen Weichen auf eine Vergleichwertigung der akademischen und beruflichen Bildung gestellt. Dazu sollen bisher gebräuchliche Abschlussbezeichnungen wie „Facharbeiter“ oder „Meister“ wegfallen. Dafür werden die Abschlüsse „Berufsspezialist“, „Berufsbachelor“ und „Berufsmaster“ eingeführt.

Auf dem Berufsbildungskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) kündigte die Ministerin ihr Vorhaben an, durch eine Umbenennung von Abschlüssen eine höherqualifizierende Berufsbildung herbeizuführen. Die neuen Begriffe, über deren Einführung in den „Duden“ eine Kommission des Ministeriums bereits verhandele, seien der Weg zum beruflichen Aufstieg.  Ergänzt werden solle dieses „Kernstück der anstehenden Verbesserungen“ durch eine breite Werbeinitiative für die neuen, einheitlichen Abschlussbezeichnungen Berufsspezialist/in, Berufsbachelor und Berufsmaster in den sozialen Medien.

Die neuen Wortschöpfungen, hergestellt von einem von Rainald Schawidow, dem Chef der BWHF, geleiteten Team aus Sprachexperten, das zuvor schon die inzwischen etablierten Begriffe „Rettungsschirm“, „Energiewende“,  „Schulden-“ und „Mietpreisbremse“, „Stromautobahn“ und „Wachstumspakt“ entworfen hatte, orientieren sich strukturell dicht an den Vorgängern wie „Protestterroristen“ und „Konjunkturspritze“.

Innovativ, heißt es bei BWHF-Chef Schawidow, sei der multilinguale Ansatz, deutsche und englische Stammworte zu kombinieren.  „Berufsspezialist/in“, „Berufsbachelor“ und „Berufsmaster“ bestünden, so der erfahrene Worthülsenentwickler,  bezögen den Ursprung des Begriffes „Beruf“ als „berufen“ (mhdt. beruofen) ein, einer Präfixbildung des Verbs „rufen“. Und arbeite von dort aus nach dem bewährten BWHF-Modell der Kombination jeweils zweier völlig wesensfremden Worten ohne  inhaltlichen Bezug zueinander auf einen neuen, inhaltleeren Begiff zu, der perspektivisch für sich selbst stehe.

Man habe hier,, so die staatlichen Worthülsendreher, zum „Bachelor“ aus dem Mittelenglischen gegriffen, einem Wort, das ab dem späten 13. Jahrhundert mit der Bedeutung „Knappe, junger Ritter“ verwendet wurde, den meisten Deutschen aber heute als Bezeichnung von zeigefreudigen Jungmännern in Trash-TV-Sendungen bekannt sei. Auf diesen Link ins Alltagsleben der Gesellschaft sind die Mitarbeiter der BWHF besonders stolz.

In Deutschland gebe es heute unzählige Fortbildungsabschlüsse und -bezeichnungen in der beruflichen Bildung, so Schawidow. Durch die Hinzufügung weiterer drei Begriffe infolge der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) könne der Bezeichnungswildwuchs fortgeführt werden. Der „Meister“ etwa werde ja nicht abgeschafft, betont auch Anja Karliczek, sondern „durch die Verbindung mit den einheitlichen Abschlussbezeichnungen gestärkt“.

Bis Ende 2018 möchte das Bundesbildungsministerium einen Entwurf für die Novelle des BBiG veröffentlichen. Der Kabinettbeschluss soll im Januar 2019 erfolgen. Die BBiG-Änderungen sollen entsprechend dem Koalitionsvertrag zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Durchgedreht? Deutsche Umwelthilfe will Berliner Stadtautobahn teilsperren lassen…

Unbenanntes Design(312)

Der Kampf der Deutschen Umwelthilfe um weniger Stickstoffdioxid nimmt nach Meinung von Beobachtern immer abstrusere, teils wahnhafte Züge an. Der Verein fordert nun ein Fahrverbot für die Stadtautobahn „auf Höhe des Messegeländes“. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte zwar Dieselfahrverbote in Berlin angeordnet, es dabei aber bei 8 Straßen belassen, von denen die Stadtautobahn nicht betroffen war.

Grenzwerte 2015 überschritten

Noch immer liegt der Grenzwert, nach dem entschieden wird, bei 40 Mikrogramm Stickstoffoxid (NO2) bezogen auf den Kubikmeter Luft. Der Berliner Senat hat dem Verwaltungsbericht eine Liste von Straßen vorgelegt, auf denen für das Jahr 2020 auf Basis von Modellrechnungen damit zu rechnen ist, dass der Grenzwert überschritten werden wird. Die Berliner Stadtautobahn A100 zählt nicht zu diesen Straßen.

Selbst das reicht dem Umwelt“verein“ nicht. Die DUH, so das Kürzel, hat für das Jahr 2015 Modellwerte entdeckt, die ausweisen, dass „auf Höhe des Messegeländes“ der Ausstoß bei 75 Mikrogramm liege. Da, wie der DUH mitteilte, dort auch Wohnungen gebaut worden sind, gilt dieser Ausstoß offenbar als besonders schlecht. Verantwortlich sei der Senat.

Demnach, so der DUH, müssten auch Teilabschnitte der Stadtautobahn mit einem solchen Fahrverbot belegt werden. Dies gelte zudem für KFZ der Klassen 6a bis 6c. Auch Diesel-LKW sollten dort nicht mehr fahren dürfen. Die Stadt darf sich demnach auch auf weitere Verkehrsprobleme einrichten. Eine Umfahrung der Stelle durch LKW gilt als kaum möglich.

Die DUH will auch in Freiburg Fahrverbote durchsetzen, wie nun öffentlich wurde. Entscheidender Knackpunkt sind weiterhin Grenzwerte, die auch Mediziner als bedenkenlos erachten. Insofern ist die Aktivität der DUH bzw. der Aktionismus fast schon verdächtig, so Kritiker. Ganz offensichtlich sei es, dass es nicht um eine Reduktion des Ausstoßes ginge, sondern um die Verbote des Autoverkehrs an sich.

https://www.watergate.tv/durchgedreht-deutsche-umwelthilfe-will-berliner-stadtautobahn-teilsperren-lassen/

Todesschüsse an der Grenze: EU mahnt die Andamanen

Die Andamanen-Insel North Sentinel Island wird zwar mit umweltverträglichen Waffen verteidigt, schottet sich aber doch migrationspaktwidrig ab.
John Allen Chau kam in Frieden, er wollte weder Asyl noch Sozialleistungen, sondern mit Geschenken bewaffnet das Wort seines Gottes predigen. Doch die Bewohner der North Sentinel Island, einer abgeschiedenen Insel im Indischen Ozean, „wollen keine Besucher“, wie die Süddeutsche Zeitung protokolliert. Weder ist das indigene Volk der Sentinelesen bereit, Geflüchteten Zuflucht zu geben, noch scheint die zuständige indische Zentralregierung bereit, gegen den an der Grenze des Eiland praktizierten blutigen Schießbefehl vorzugehen.

Die UN, der Menschenrechtsrat unter Führung von Saudi-Arabien, die Nato, Russland und die Regionalmacht Indien schwiegen zu den Vorfällen. Die EU aber, 2012 mit ihrem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet,  hat sofort reagiert. Das Land steuere in eine falsche Richtung, mahnt die EU-Kommission angesichts der anadamanischen Entscheidung, sich einer „Allianz der Abschottung“ (Frans Timmermanns) anzuschließen, zu der Brüssel unter anderem Ungarn, die USA, Italien und Polen rechnet.

Die EU-Kommission hielt den traditionell fremdenfeindlichen Angehörigen des Negrito-Volkes eine Standpauke: Man mache sich große Sorgen über die Entwicklung im Land, Nationalismus sei am Ende die falsche Antwort auf die Probleme. Bereits 2006 hatten die autochthonen schon länger auf der Insel lebenden Sentinelesen  zwei Fischer, die bei einem Sturm auf die Insel gespült worden waren, getötet und zur Abschreckung wie Vogelscheuchen der Küste auf Bambusstäben aufgespießt.

Auch aus Deutschland, seit 2015 ein Musterland von Immigration und Integration,  hat auf den gewaltsamen Tod des amerikanischen Missionars auf der Andamanen-Insel reagiert. Sofort nach den ersten Nachrichten von den Todesschüssen an der Inselgrenze äußerten Vertreter des politischen Berlin Kritik am brutalen Vorgehen der Sentinelesen, die einst selbst als Immigranten von der wohlstandschaffenden Kraft der Migration profitiert hatten. Sowenig Deutschland in der Lage sei, 3000 Kilometer deutscher Grenzen zu schützen, so wenig dürfe die Urbevölkerung der Andamanen-Zivilisation zu Waffengewalt  greifen, um „zu signalisieren, dass es nicht weitergeht“.

Zwar sei es nicht richtig, dass North Sentinel Island seine Grenzen öffnen müsse, wie die Süddeutsche Zeitung behauptet. Vielmehr seien die Grenzen – im Fall der Insel Strände und Küstenstreifen – prinzipiell ebenso wie die deutschen grundsätzlich schon immer offen. Dass aber mit Waffengewalt versucht werde, Besucher nicht nur abzuschrecken, sondern sie sich tödlicher Gewalt ausgesetzt sähen, erfordere ein Eingreifen der Weltgemeinschaft. Schließlich sei Indien bereit, den den UN-Migrationspakt zu unterzeichen, der zwar nicht rechtlich bindend sei, aber verpflichtenden Charakter habe.