Bundestag stimmt für Zulassung von Gen-Mais

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Der Bundestag hat sich in einer Abstimmung für den Anbau von Mais 1507 ausgesprochen.
Ein entsprechender Antrag der Grünen, gegen die Zulassung zu stimmen, wurde abgelehnt.

Die Grünen hatten eine Beschlussempfehlung und den Bericht des Ausschusses für
Ernährung und Landwirtschaft vorgelegt. Die Opposition hatte das Parlament aufgefordert,
die Regierung zu veranlassen, gegen den Mais 1507 zu stimmen.

Union und SPD stimmten fast einstimmig gegen den Antrag (451 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen, 18
Enthaltungen). Linke und Grüne stimmten geschlossen dafür, die EU-weite Zulassung zu verhindern.

Die SPD hatte am Parteitag am vergangenen Wochenende noch gegen eine Zulassung plädiert.

„Die Menschen in Deutschland und Europa wollen keine Gentechnik in ihren Lebensmitteln“,
erklärte das SPD-Präsidiumsmitglied Ute Vogt nach dem Parteitagsbeschluss. Sie verwies
auf den Koalitionsvertrag, in dem sich Union und SPD verpflichtet hätten, „die Vorbehalte
der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik anzuerkennen“.

Die Bundesregierung müsse die Vorbehalte ernst nehmen und gegen die Zulassung stimmen.

Verboten werden kann der Anbau auf EU-Ebene nur noch, wenn ein EU-Rat vor dem 12. Februar
das Genehmigungsverfahren stoppt. Der eigentlich zuständige Agrarministerrat tagt demnach
erst wieder am 16. Februar und damit zu spät, um noch ein Verbot zu beschließen.

Die gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und Mottenlarven resistente Pflanze wurde von
DuPont und Dow Chemical entwickelt und soll nach dem Wunsch der Agrarriesen in der EU
zum Anbau zugelassen werden. Wenn sich bis zum 12. Februar im Ministerrat der EU keine
qualifizierte Mehrheit gegen den Gen-Mais bildet, wird die Gen-Pflanze automatisch zugelassen.

Quelle : Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Gen-Futter: Können aus Menschen Schweine werden ?

Gentechnisch veränderter Mais und Soja führen bei Schweinen zu schweren gesundheitlichen Problemen.
In einer neuen Studie vermuten Forscher aus Adelaide, dass es ähnliche Effekte auch beim Menschen
geben könnte. Neben Darm-Erkrankungen leidet bei Gen-Futter auch die Fähigkeit zur Reproduktion.

Ein Team aus US-amerikanischen und australischen Forschern kommt in einer aktuellen Studie zum Schluss,
dass Gen-Futter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Schweinen führt. Dass ist vor allem deswegen
bedenklich, weil das Verdauungssystem der Tiere dem menschlichen sehr ähnlich ist.

„Ich befürchte, dass das, was wir bei den Schweinen gesehen haben, auch bei Menschen auftreten könnte, wenn
sie Genfood essen“, sagte Judy Carman den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Epidemiologin vom privaten
Institute for Health and Environment Research (IHER) im australischen Adelaide ist Hauptautorin der Studie.

Für die Untersuchung wurden 168 Schweine fünf Monate lang in den USA gemäß dem dort üblichen Standard
gehalten und gemästet. Die Hälfte der Tiere wurde mit gentechnisch verändertem Futter aus Soja- und
Maispflanzen versorgt. Diese Gen-Pflanzen sind besonders in den USA und in Südamerika weit verbreitet.

Alle Futterpflanzen stammen von Saatgut des Biotechnologie-Konzerns Monsanto. Die andere Hälfte der
Tiere bekam als Kontrollgruppe gentechnikfreies Futter. Am Ende wurden alle Tiere geschlachtet und
von Tiermedizinern auf mögliche Gesundheitsschäden hin untersucht.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten