Gesichtserkennung: Händler verfolgen Kunden

Ein Gesichtserkennungs-System namens „NeoFace“ ermöglicht Händlern das Nachverfolgen von Kunden nach Alter,
Geschlecht und Gesichtsmerkmalen. Das Produkt wurde von NEC entwickelt und ist für Geschäfte mit mehreren
Filialen vorgesehen, um die gesammelten Daten miteinander vergleichen zu können.

Laut Hersteller soll das Programm diesen Unternehmen bei Marketing-Strategien helfen, indem die Gewohnheiten
von Kunden analysiert werden, wobei auch ihre Gesichtsmerkmale detailliert festgehalten werden.
Dabei soll zum einen festgestellt werden, welche Arten von Kunden die Geschäfte besuchen und zum anderen,
zu welchen Zeiten sie das tun.

Neben der angepriesenen Marketing-Hilfe ist auch der Grad an Überwachung bedeutend.
Es stellt sich zudem die Frage, ob mit dem System Ladendiebe und Konsumenten von Videospielen, die stundenlang
vor den Konsolen stehen, einfacher identifiziert werden können und dies als Vorteil gesehen werden kann.

„Doch Kunden, die die Konsolen nutzen, kennen die Verkäufer ohnehin und um einen Diebstahl zu entdecken,
müssen nicht alle anderen Kunden auch als einzelne Personen überwacht werden“, erklärt Georg Kainz von der
Plattform Quintessenz. Auf diese Weise werde aus der Unschuldsvermutung eine automatische Schuldvermutung gemacht.

Das Hauptproblem bei solchen Systemen sei das gezielte Aussuchen von einzelnen Konsumenten zur Überwachung,
so Kainz. Dies sei bei Weitem schwerwiegender als die konventionelle Videoüberwachung, denn die Kunden
bekommen von dieser Kontrolle nichts mit und werden davon auch nie erfahren. Alles passiere im Schatten,
weswegen der Aufschrei gegen diese Methoden nicht groß genug sein könne.

Quelle : www.unwatched.org

Überwachung total – INDECT – Chance für die Wissenschaft oder Gefahr für die Gesellschaft ?

Die öffentliche Sicherheit: Ein Thema, dass auch an der Wuppertaler Uni eine
wichtige Rolle spielt, denn als eine der ganz wenigen Universitäten in Europa
ist die Bergische Uni an dem EU-Projekt „INDECT“ beteiligt.
Die Studentenvertretung ist davon wenig begeistert.

Überwachung total – INDECT – Chance für die Wissenschaft oder Gefahr für die Gesellschaft ?

Stopp INDECT – Schluss mit dem europäischen Überwachungswahn

INtelligent information system supporting observation, searching and
DEteCTion for security of citizens in urban environment
(kurz: INDECT und auf deutsch: “Intelligentes Informationssystem,
das Überwachung, Suche und Entdeckung für die Sicherheit von Bürgern in
einer städtischen Umgebung unterstützt”).

INDECT ist ein europäisches Überwachungsprogramm, umfasst mehr, als je ein
anderes Überwachungsprogramm je konnte. INDECT soll das Internet überwachen,
Daten sammeln aus den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, außerdem
durchsucht INDECT Foren, Suchmaschinen, staatliche Datenbanken, Bildergalerien
und Chats. Das war aber noch nicht alles was INDECT kann. INDECT beobachtet auch
das reale Leben auf der Straße, mit Hilfe von Überwachungskameras,
fliegenden Drohnen und wertet Kommunikationsdaten aus.

INDECT lernt uns kennen, weis was wir machen, kennt unsere nächsten Schritte
und findet uns überall. Es kann die Gesichtszüge erkennen, unterscheiden und
weis wann wir ein abnormales Verhalten an den Tag legen. Die Überwachungskameras
können mit Hilfe der biometrischen Daten der Personalausweise, ein Bewegungsmuster
erstellen. Mit Hilfe von mobilen Einheiten kann man das Schwarmverhalten
der Menschen beobachten und bestimmte Menschen aus der Masse Filtern.

Telekommunikationsüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Handy-Ortung und
Gesichtserkennung werden dann alle in einem zentralen Rechner zusammenlaufen.

Die Petition findet Ihr hier : Openpetition.de