Buben tragen keine Prinzessinnenkleider, Hamilton unter Beschuss

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Formel-1-Champion Lewis Hamilton ist ins Visier der allgegenwärtigen Gesinnungswächter geraten. Er hat nämlich etwas gesagt, was für Sie, liebe Leser, vermutlich völlig normal ist – und allein das ist heutzutage ja schon verdächtig.

„Buben tragen keine Prinzessinnenkleider“, das sagte er auf einem zu Hause gedrehten Weihnachtsvideo mit gespielter Strenge zu seinem kleinen Neffen, der ein blaurosafarbenes Prinzessinnenkleid anhatte – der Junge lachte, und alles war gut.

Mit Blick auf seine künftigen Werbeeinahmen hätte der Formel-1-Champion das alles wohl besser nicht getan, denn sofort nach der Veröffentlichung des kurzen Videos auf Instagram brach der Sturm der dauerentrüsteten Meinungswächter los.

>>„Hamilton habe den Buben angebrüllt, verurteilt, verhöhnt, beschimpft, verspottet, beschämt, geiferten sie in Entstellung des Offensichtlichen.<<

Er hatte gewagt zu sagen, dass Jungen keine Mädchenkleider tragen sollen, und sich damit die Wut der Blockwarte der politischen Korrektheit zugezogen.

Darin liegt die groteske Pointe der Hatz auf den Rennfahrerstar: Die selbst ernannten…

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Tolerant, toleranter, totalitär

Toleranz-860x360-1432644921Zum Schutz der Toleranz dürfen einige Meinungen nicht geäußert werden

Zum Schutz der Toleranz dürfen einige Meinungen nicht geäußert werden

Eine Kolumnistin empfiehlt einem Leser, seine zwei Kinder nicht zu einer Schwulen-Hochzeit
zu schicken – und verliert ihren Job bei der Zeitung. Einem Münchner Gastwirt, der sich weigert,
rechte Gäste rauszuwerfen und wie Aussätzige zu behandeln, droht der Entzug der Konzession.

Ein Berliner Politikwissenschaftler sieht sich plötzlich und grundlos auf einem anonymen
Internetpranger mit Rassismus- und Sexismusvorwürfen konfrontiert. Sein Vergehen :

Er betrachtet politische Prozesse differenziert und richtet seine Lehre
auch an der Realität aus – und nicht nur an linken Wunschvorstellungen.

Das ist Deutschland 2015. Jenes Deutschland, in dem nahezu täglich von Parteien, Gewerkschaften,
Kirchen, Medien und der vielbeschworenen „Zivilgesellschaft“ das hohe Gut der Toleranz gepredigt
wird. Aber wie so oft bei falschen Predigern ist auch dieser Kelch statt mit Wasser randvoll mit
Wein gefüllt.

Abweichende Meinungen werden bekämpft

Und offenbar haben sich die Gesinnungswächter mittlerweile so ausgiebig an diesem bedient,
daß sie blind vor Trunkenheit sind. Blind in dem Glauben, Gutes zu tun, merken sie dabei
nicht einmal mehr die Verwerflichkeit ihrer eignen Methoden.

Die Homolobby, die mit ihrem Wutgeheul für den Rauswurf der Zeitungskolumnistin sorgte,
hat mit ihrer beleidigten Empörung vor allem eines gezeigt: die eigene Intoleranz.
Abweichende Meinungen werden mit allen Mitteln bekämpft.

Wer es wagt, sie zu äußern, muß damit rechnen, geächtet zu werden.

Das kennt man aus Diktaturen mit demokratischem Antlitz. Da durfte auch jeder seine Meinung
frei äußern – er mußte nur mit den entsprechenden Konsequenzen leben. Und die reichten von
Ausgrenzung über Studier- und Berufsverbot bis zu Ausbürgerung oder Gefängnis.

Es ist kein Geheimnis, daß nicht überall, wo „demokratisch“ draufsteht, auch Demokratie gelebt
wird. Auch die Diktatur des realexistierenden Sozialismus nahm für sich in Anspruch, demokratisch
zu sein und dem Guten zu dienen. Die Wirklichkeit aber sah anders aus.

Offiziell herrscht Meinungs- und Berufsfreiheit

Und heute? Offiziell ist die Bundesrepublik ein demokratischer
Rechtsstaat mit grundgesetzlich garantierter Meinungs- und Berufsfreiheit.

Das Gegenteil also von einer totalitären Gesinnungsdiktatur.

Denn Totalitarismus, so das Internetlexikon Wikipedia, bezeichnet eine Herrschaft, die
„in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch,
einen ‘neuen Menschen’ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen“.

Wer könnte hierbei schon an die Bundesrepublik im Jahr 2015 denken?

von Felix Krautkrämer

Quelle : Junge Freiheit