Die Kunst der Desinformation – Droht eine Revolution von rechts ?

 

Am Montag wurden in Sachsen und Bayern sieben 20-30-jährige Männer
nach § 129a festgenommen. Nach der Bundesanwaltschaft stehen sie
unter Verdacht, zusammen mit dem 31-jährigen Christian K., der
als Rädelsführer gilt und bereits in Untersuchungshaft saß,
die rechtsterroristische Vereinigung „Revolution Chemnitz“
gegründet zu haben.

Sollten die Vorwürfe zutreffen, bildete der „spontane“ Protestzug
durch Chemnitz tatsächlich einen Auftakt nicht nur zu offenen
Menschenjagden, Bedrohungen von Ausländern und antisemitischen
Übergriffen, sondern auch zur Bestärkung,
rechtsterroristische Taten zu begehen.

Im Nachhinein werden die Versuche des Bundesinnenministers Seehofer
und vor allem des abgesetzten, aber nur ins Bundesinnenministerium
versetzten Chefs des Verfassungsschutzes Maaßen noch übler.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Telepolis

Die Kunst der Desinformation

Erdoğan könnte Recht haben: Türkei-Putsch von NATO-Terrortruppe GLADIO organisiert?

Von Anonymou

Man mag ihn hassen und als Buhmann aufbauen, aber der türkische Präsident Erdoğan hält den Europäern den Spiegel vor: Ihr werft mir vor, den Notstand auszurufen? Ich mache doch nur das Gleiche wie Frankreich. Ihr schreit auf, weil ich die Todesstrafe wieder einführen will? Ich tue nur, was euer großer Verbündeter, die USA, auch tut. Ihr glaubt mir nicht, dass »Gladio«, das geheime Untergrundnetzwerk der NATO, hinter dem Putschversuch am 15. Juli stand? Schaut doch in eure eigene Geschichte! Dummerweise hat er recht.

War der Putschversuch vom 15. Juli eine Aktion von »Gladio«, dem geheimen Untergrundnetzwerk der NATO? Nach diversen türkischen Medienberichten und auch nach Informationen, die ich selbst von Kontaktleuten erhalten habe, gibt es in der Türkei eine nach wie vor aktive Gladio-Struktur der NATO, die vor allem von den Briten und US-Amerikanern genutzt wird, um Einfluss auf das politische Geschehen in der Türkei zu nehmen.

Der türkische Journalist Özcan Tikit schreibt auf der Webseite Haberturk:
»Wenn erneut ein Vertrauensverhältnis mit den westlichen Institutionen geschaffen werden soll, muss Gladio in der Türkei aus dem Weg geräumt werden.«

Die regierungskritische investigative Webseite Odatv stuft den Putschversuch ebenfalls als Gladio-Werk ein, zu dem die Gülen-Bewegung gehöre. Dieses NATO-Netzwerk sei verantwortlich für zahlreiche politische Morde, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Türkei verübt wurden. Der Chef der türkischen Heimatpartei, Doğu Perinçek, sieht Grund zum Jubel: In der Putschnacht sei die US-amerikanische Gladio-Struktur, die seit 70 Jahren in der Türkei aktiv sei, zerschmettert worden, sagte er gegenüber Ulusal Kanal.

Buchtipp zum Thema: NATO Geheimarmeen in Europa von Daniele Ganser

Erdoğan löse sich vom transatlantischen Lager und die Türkei hinterfrage ihre NATO-Mitgliedschaft – ich habe darüber vor wenigen Tagen hier berichtet. In der Vergangenheit habe sich Erdoğan den US-Interessen gefügt. Doch als die Loslösung Erdoğans begann, sei er das Ziel der USA geworden, meint Perinçek.

Die Zeitung Milliyet vermutet, dass die USA die Türkei wirtschaftlich kontrollieren wollen. Das Gladio-Konzept und der Neoliberalismus gingen Hand in Hand und seien beide eine Gefahr für die Nationen.

Soll Gladio Europa zerstören?

Brisant ist die Aussage des ehemaligen Chefs des türkischen Polizeigeheimdienstes, Bülent Orakoğlu. Er sagte gegenüber den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass Gladio auch und vor allem in Europa aktiv sei.

»Zwischen den USA und der EU tobt ein wichtiger Wirtschaftskrieg. Die Entscheidung der Briten hat die EU an den Rand eines Zusammenbruchs gebracht. Die Anschläge in Frankreich stehen im direkten Zusammenhang mit der EU-Frage. Es gibt eine Kraft, die die EU auflösen will. Diese Kraft ist eine neue Form von Gladio, die ihre Operationen unter der Bevölkerung ausübt. Ich bin der Auffassung, dass es in Europa eine Gladio-Struktur gibt, die auf die Auflösung der EU hinarbeitet.«

Gladio – die NATO-Terror-Truppe

Während des Kalten Krieges schufen die USA in Europa Geheimarmeen. Diese sollten bei einer Invasion durch die Sowjets aktiv werden, um den Widerstand zu organisieren – daher auch ihr Name »Stay behind« (dahinter und im Hintergrund bleiben). Diese NATO-Geheimarmeen, die zum Gladio-Netzwerk gehörten, verübten in mehreren europäischen Staaten Terroranschläge und organisierten »Operationen unter falscher Flagge«, um die politische Landschaft gemäß den Interessen der USA zu formen.

So geht beispielsweise der Bombenanschlag auf den Bahnhof von Bologna vom 2. August 1980, der 85 Todesopfer und mehr als 200 Verletzte forderte, auf das Konto von Gladio. Ein Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments stellte fest:

»Diese Massaker wurden organisiert oder unterstützt von Personen in Institutionen des italienischen Staates und von Männern, die mit dem amerikanischen Geheimdienst in Verbindung standen.«

Im Interview mit Telepolis am 5. Januar 2015 erläuterte der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser, dessen Buch NATO-Geheimarmeen in Europa für internationale Furore sorgte, dass Gladio vermutlich auch hinter dem Oktoberfestattentat steckte.

Der Terroranschlag am 26. September 1980 am Haupteingang des Oktoberfests in München hatte 13 Menschen getötet und 211 verletzt, 68 davon schwer. Der Anschlag gilt als schwerster Terrorakt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Daniele Ganser:

»In Deutschland wurde 1990 von der Regierung Kohl die Existenz einer Stay-behind-Geheimarmee bestätigt. Das ist ein Fakt. Doch als man in den 1980er-Jahren das Oktoberfestattentat untersuchte, war die Existenz von Stay-behind noch nicht bekannt. Daher konnte man das damals auch nicht untersuchen, oder zumindest lag diese Piste sehr im Dunklen. Heute sind wir in einer besseren Situation. Man kann gezielt untersuchen, ob die Geheimarmee in den Anschlag involviert war, ob zum Beispiel Sprengstoff aus Stay-behind-Waffenlagern verwendet wurde oder ob der verstorbene Heinz Lembke ein Mitglied der Stay-behind-Geheimarmee war. Kurz nach dem Anschlag hatten ja Mitglieder der Deutschen Aktionsgruppen erklärt, Lembke habe sie immer wieder mit Waffen und Sprengstoff versorgt. Man müsste unbedingt den Sprengstoff, den man bei Lembke gefunden hat, mit jenem vom Oktoberfest vergleichen.«

Ganser nannte in jenem höchst aufschlussreichen Interview noch ein weiteres Beispiel für die Arbeit von Gladio: die Ukraine.

»Dort hat es am 20. Februar 2014 auf dem Maidan in Kiew ein Massaker durch Scharfschützen gegeben. Das Massaker führte zum Sturz von Janukowytsch und danach zum Ausbruch des Krieges in der Ukraine. Ein Politologe in Kanada, Ivan Katchanovski, hat nun zu diesem 20. Februar geforscht und herausgefunden, dass vermutlich nicht Janukowytsch, sondern Verbündete der jetzigen Regierung hinter dem Anschlag stehen. Wenn das so stimmt, und das wäre ungeheuerlich, dann hätten wir hier ein sehr aktuelles Beispiel von False Flag Strategy of Tension, also genau dieser Technik, welche ich in meinem Buch zu den NATO-Geheimarmeen für den Kalten Krieg beschrieben habe.«

Dass also Gladio-Strukturen hinter dem Putschversuch am 15. Juli, wenn es denn tatsächlich einer war, standen, klingt höchst plausibel. Und dass Erdoğan nun gegen dieses Netzwerk vorgeht, ist verständlich.

Wir in Deutschland sollten uns nicht allzu bequem zurücklehnen: Es würde sich lohnen, die Anschläge der letzten Wochen einmal unter dem Gesichtspunkt der False Flag Strategy of Tension, also der »Falscher-Flagge-Strategie der Spannung« zu betrachten.

Leider sind wir dabei auf die spärlichen Informationen der alternativen Medien im Internet angewiesen, weil Behörden und Mainstream-Medien eine Mauer des Schweigens errichtet haben. Aber wir bleiben dran.

http://www.anonymousnews.ru/2016/08/07/erdogan-koennte-recht-haben-tuerkei-putsch-von-nato-terrortruppe-gladio-organisiert/

NSU Prozess – Beate Zschäpe: Offener Brief an Beate Zschäpe von Jürgen Elsässer

War sie Mitläuferin oder Herz der Gruppe? Oder irgendwas dazwischen? Fakt ist:

Beate Zschäpe lebte im Untergrund, nutzte Tarnnamen und feierte mit Nachbarn nette Gartenpartys.
Nun macht das OLG München der mutmaßlichen NSU-Terroristin den Prozess.

Es wird bei diesem Prozess auch um die “Wahrheiten hinter den NSU Morden“ gehen – und letztlich wohl
um ihr eigenes Leben, meint Jürgen Elsässer vom COMPACT-Magazin.

Im folgenden sein offener Brief an Beate Zschäpe…

Liebe Beate Zschäpe,

ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden.
Ihre Münchner Zelle könnte Ihre Todeszelle werden, auch wenn die Todesstrafe bei uns abgeschafft ist.

Die Gefahr ist am größten, wenn die TV-Kameras, die zu Prozessbeginn auf Sie gerichtet waren,
abgeschaltet sind.

Deswegen mein Appell: Reden Sie, solange Sie noch reden können. Reden ist Silber, Schweigen ist der Tod.
Nur wenn Sie auspacken über Ihre Hintermänner, Auftraggeber und Verführer, sind Sie einigermaßen geschützt
denn das sind dieselben, die Ihnen am Liebsten für immer den Mund stopfen würden. Tote Zeugen reden nicht.

Das wahrscheinlichste Szenario ist ein Attentat im Gericht. Irgendein verzweifelter oder verstörter Rächer wird
auf Sie losstürmen und Sie exekutieren. „Weil auf die deutsche Justiz kein Verlass ist“, wird er behaupten und
seinerseits vermutlich freigesprochen werden. Vor Prozessbeginn wurde vieles dafür getan, ein solches Szenario
möglich zu machen:

Wenn keiner mehr hinschaut.

Der Verhandlungssaal war von Anfang an zu klein gewählt, außerdem bewies die Münchner Justiz wenig Fingerspitzengefühl
bei der Vergabe der Presseplätze. Schließlich heizten deutschfeindliche Kräfte in Politik und Medien  – und zwar nicht
nur in Istanbul und Ankara, sondern auch in Berlin und München – den Konflikt immer weiter an. In diesem Hexenkessel
des hysterischen Antifaschismus wird sich kaum ein bayrischer Beamter trauen, gründliche Leibesvisitationen vorzunehmen
oder gar einen Trauernden abzuweisen, nur weil der Metalldetektor piepst. Und schon ist eine Mordwaffe im Publikum…

Variante Nummer zwei: Nachts erscheint ein Schakal oder ein Grauer Wolf in Ihrer Zelle und hängt Sie, wie damals Ulrike Meinhof
ans Fensterkreuz. Wobei ich das Beispiel Ulrike Meinhof nur hilfsweise gewählt habe, weil die RAF-Gründerin bekannter ist
als Heinz Lembke, der Ihnen vermutlich politisch näher steht. Lembke soll die Waffen für das Oktoberfestattentat 1980 geliefert
haben, bei dem 13 Menschen starben.

Als der Inhaftierte versprach, am folgenden Tag auszupacken, fand man ihn im Morgengrauen aufgeknüpft in seiner Zelle.
Daraus können Sie zumindest lernen, dass es lebensgefährlich ist, eine wichtige Aussage anzukündigen. Die müssen Sie
überraschend machen, wenn Sie während der besten Sendezeit europaweit in alle Wohnzimmer übertragen werden.

Es wird Sie vielleicht wundern, dass ich als alter Linker so um Sie und Ihr Überleben besorgt bin. Abgesehen davon,
dass ich die alten Kategorien links und rechts ohnedies für überholt halte, weil keiner heute mehr genau sagen kann,
ob sich auf der Achse Brüssel-Berlin ein neuer Faschismus oder eine neue UdSSR herausbildet – abgesehen davon
sind Sie mir irgendwie sympathisch.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : lupocattivoblog.com

Die Bandbreite : Die Mafia

Dieses Lied ist den Opfern der Nato-Geheimarmee „Gladio“ gewidmet.
Unter falscher Flagge ermordete „Gladio“ als die „3. Generation der RAF“
renitente Politiker, Industrielle und Staatsdiener in den 1980er Jahren.

„Die Mafia“ verschafft dem Hörer einen hervorragenden Einblick in das Wirken
transatlantischer Netzwerke in Deutschland. Hier hält ein Zirkel aus prominenten
Politikern, einflussreichen Industriellen, Medienmachern und Militärs die wahre
politische Macht in den Händen.

Der Volkswille wird von diesen Seilschaften mit Füßen getreten, die Verwirklichung
US-amerikanischer Interessen in Deutschland steht hingegen ganz oben auf der Agenda.

Dieser Song fußt inhaltlich auf dem Buch „Das Guttenberg-Dossier“ von Friederike Beck,
sowie dem Klassiker „Das RAF-Phantom“ von Gerhard Wisnewski.

Als weitere Literatur sei das Buch „Nato-Geheimarmeen in Europa“ von Daniele Ganser empfohlen.