Hühner für Afrika – vom Unsinn des globalen Handels

Die Erkenntnis, dass Cholesterin und Übergewicht ein Gesundheitsrisiko darstellen,
machte fettarme Diäten populär. Statt des fetten, halben Hühnchens wollte man
die magere Hühnerbrust auf den Tellern.
Das lassen sich die Hersteller teuer bezahlen.

Der Rest vom Vogel erscheint europäischen Verbrauchern heute meist minderwertig.
Das aber stellte die Hühnerbarone vor Probleme: Wohin, bei rapide steigendem Brustverkauf,
mit all den Schenkeln, Rücken, Füßen, Innereien, mit dem gigantischen Hühnerhaufen,
der sich nur bedingt nach Russland, Nahost oder sonst wohin verfrachten lässt?
So begann der große Exodus der zerstückelten Hühner, während in Togo und im Senegal,
in Angola, Liberia und Ghana die lokale Industrie zusammenbrach.