Der Stoff, aus dem Fanatiker sind: Gutmenschen dekonstruiert

von https://sciencefiles.org

Sie wollen anderen Gutes tun, das behaupten sie.

Das Gute, das sie anderen tun wollen, macht es notwendig, die anderen zu überzeugen, zu erziehen, sie zu Handlungen zu bewegen, zu nudgen, die sie von sich aus vermutlich nie ausgeführt hätten, zu Handlungen, die von den Guten, die Gutes tun wollen, als „gut“ deklariert worden sind.

  • Weniger rauchen.
  • Weniger trinken.
  • Weniger fliegen.
  • Weniger Fleisch essen.
  • Weniger Auto fahren.
  • Weniger Strom verbrauchen.
  • Weniger herumsitzen.
  • Weniger heizen.
  • Weniger Zucker zu sich nehmen.
  • Weniger Organe mit ins Grab nehmen.

Ein großer Teil des angeblich Guten steckt offenkundig im Verzicht, denn Gute wollen die Anderen, die für sie ungute Verhaltensweisen zeigen, immer zu Verhaltensweisen erziehen, nudgen oder zwingen, die besser sind für wen oder was, dazu kommen wir noch.

Die Verhaltensänderung, die Gute bei denen, die sich ungut verhalten, herbeiführen wollen, wird generell mit Wissenschaft begründet.

  • Die Wissenschaft habe festgestellt, dass zu viel Rauchen Krebs verursache.
  • Die Wissenschaft habe festgestellt, dass zu viel trinken, Krebs verursache.
  • Die Wissenschaft habe festgestellt, dass Autos die Umwelt verpesten.
  • Die Wissenschaft habe festgestellt, dass fliegen, Auto fahren, zu viel heizen das Klima belaste.

 


Die Wissenschaft wird grundsätzlich benutzt (oder missbraucht), um den eigenen Eingriff in das Leben anderer zu rechtfertigen.

Die Wissenschaft produziert indes Ergebnisse auf der Ebene von Aggregaten, für Gruppen, Landesbevölkerungen usw., nicht für Einzelne. Der Schluss vom Gruppenergebnis auf den Einzelnen, der den ökologischen Fehlschluss in sich trägt, er wird von den Guten, den Gutmenschen vorgenommen, die nunmehr ganz individuelles Verhalten, Ihres, unseres und zwar ohne Rücksicht auf individuelle Besonderheiten verändern wollen, zum Wohle des aggregierten Ganzen, wie sie glauben, ein Glaube, der nun wieder den individualistischen Fehlschluss in sich trägt.

Die Ausführungen zeigen bereits dreierlei:

  • Zum Guten, zum Gutmenschen ist nicht tauglich, wer Skrupel hat, wer nicht denkt, man könne Individuen über einen Kamm scheren und GLEICH behandeln.
  • Zum Guten, zum Gutmenschen ist nicht tauglich, wer ein Normalmaß an Intelligenz mitbringt, das ihn zweifeln lässt, zweifeln an dem, was die Wissenschaft angeblich so felsenfest festgestellt haben soll, zweifeln daran, dass das eigene Einwirken auf das Verhalten anderer etwas anderes als nur Gutes, z.B. Schlechtes bewirken könne.
  • Zum Guten, zum Gutmenschen ist nur fähig, wer daraus, dass er andere bevormundet, denn darum geht es letztlich bei alldem, um die Bevormundung Anderer, darum, das eigene Urteil über das Urteil der Betroffenen zu setzen, sie zu Dummen, zu Minderintelligenten oder gar Böswilligen zu deformieren, etwas gewinnen kann: Psychologischen Nutzen, weil er der Illusion aufsitzt, er sei, weil er Gutes tuen wolle, besser und natürlich intelligenter als diejenigen, die zu dumm sind, um zu wissen, was gut für sie ist, oder materielle Nutzen: GELD.

Kurz: Gutmenschen sind skrupellos, unfähig zu Zweifeln und am eigenen psychologischen oder materiellen Vorteil interessiert.

So ausgezeichnet, suchen sie nun nach einem Feld, auf dem sie ihren Neigungen nachgehen können.

Das Feld ist ein gesellschaftliches Feld, eines der Inszenierung, die drei Versprechen geben muss: Sie muss Heil versprechen, sie muss die Möglichkeit bieten, sich als Gutmensch zu engagieren und sie muss einen psychischen oder materiellen Nutzen bereitstellen.

Der psychische Nutzen, der nachgefragt wird, ist immer derselbe: Gutmenschen wollen sich intellektuell erhöhen, sich vorgaukeln, sie seien intelligenter als diejenigen, deren Verhalten sie beeinflussen wollen.



Mögliche Inszenierungen, um psychologischen Nutzen zu gewinnen: Kampf gegen Rassismus, gegen Adipositas, gegen Rechtsextremismus, gegen Klimawandel, gegen Sexismus, gegen alles, was in einem Teil der Gesellschaft, einem linken Teil der Gesellschaft an Inszenierung vorhanden ist, um die Überlegenheit der eigenen Ideologie vorzuschützen.

Dieselben Inszenierungen, die es Aktivisten erlauben, sich psychologisch gut zu fühlen, weil sie durch Hopsen auf der Straße glauben, etwas für das Klima zu tun, weil sie durch Mittrotten bei Demonstrationen glauben, etwas gegen Rassismus zu unternehmen oder weil sie durch das Anhängen von Wortverunstaltungen „Innen_*“ glauben, etwas gegen Sexismus zu unternehmen, erlauben es natürlich auch, materiellen Nutzen zu gewinnen.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung ist ein Beispiel für erfolgreiches Nutznießen an der Rechtsextremismus oder Rassismus Inszenierung. Die bezahlten Aktivisten von Extinction Rebellion ein Beispiel für erfolgreiches Nutznießen am Kampf gegen den Klimawandel. Die Legionen von Organisationen, die nichts anderes tun, als Steuergelder dazu einzusetzen, die Gesellschaft der Guten zu schaffen, die Gesellschaft, in der sich alle so verhalten, wie es der politische Zeitgeist gerade vorsieht, also eine tote, eine Zombie-Gesellschaft, sie zeugen davon, dass materieller Nutzen eine, wenn nicht die treibende Kraft des Gutmenschentums ist.

Die Organisationen sind gleichzeitig Beleg für die Skrupellosigkeit, die Gutmenschen an den Tag legen müssen, denn sie lassen sich für ihre Gutheit aushalten, bezahlen, machen sich zum Profiteur einer Inszenierung, von der sich generell die Frage stellt, egal, welche Ausprägung sie annimmt, ob sie selbst mit nur Teilen der Realität in Einklang zu bringen ist.

Und sie sind ein Beleg für den fehlenden Zweifel. Organisationen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung haben eine Mission. Sie leben davon, nicht zu zweifeln, Zweifel zu unterdrücken. Klima-Aktivisten haben eine Mission. Jede Information, die ihrem Glauben widerspricht, trägt den Auslöser der Selbstzerstörung in sich, muss daher unterdrückt, unterschlagen, beseitigt werden.

Psychischer, materieller Nutzen, der nur gewonnen werden kann, wenn Skrupel zurückgestellt und Zweifel ausgeschlossen sind, ist als Angebot nur für eine bestimmte Klasse von Akteuren attraktiv, Akteure, die sich zunächst einmal damit begnügen, ausschließlich im Rahmen dessen, was ihnen gesellschaftlich angeboten wird, zu agieren. Anders formuliert: Sie kennen keinerlei Eigeninitiative, die mit neuen Ideen verbunden ist.

 

 

Das gesellschaftliche Angebot, der politisch-korrekte Zeitgeist, ist für sie psychologisch und materiell attraktiv, was zu der Frage führt, wie ihr Handeln motiviert ist. Diese Frage ist insofern wichtig, als ein normaler Mensch gesellschaftlichen Angeboten zunächst einmal skeptisch gegenübersteht. Wenn man damit konfrontiert ist, dass andere etwas von einem wollen, ein Angebot machen, das eine Verpflichtung zur Übernahme einer Ideologie mit sich bringt, dann ist man – als normaler Mensch – vorsichtig und fragt nach der Motivation des Anbieters.

Nicht so die Gutmenschen. Sie waren ja gerade auf der Suche nach einem Angebot, von dem sie sich psychologischen oder materiellen Nutzen versprechen, einem Angebot, das für sie die Hoffnung auf Differenzierung und Verdienst mit sich bringt: Differenzierung als einer, der Erleuchteten, der über der tumben Masse steht, wie sich schon daran zeigt, dass er die tumbe Masse zu erziehen vermag, und zwar auf Basis seines überlegenen Wissens. Das ideologische Angebot das mit Inszenierungen wie Rechtsextremismus-Bekämpfung oder Klimawandel-Aktivismus einhergeht, ist das Angebot, sich einbilden zu können, man sei elitär, gehöre zu einer Elite, obwohl man keinerlei Kenntnisse auf dem Gebiet mitbringt, auf dem man aktiv werden will. Gestern haben wir einen Post veröffentlicht, in dem es um einen Öko-Elitisten geht.

 

 

Das Versprechen zur Elite zu gehören, kommt mit dem Preis, dass die bereitgestellte Ideologie, z.B. des menschengemachten Klimawandels, nicht angezweifelt werden darf. Deshalb sind Skrupellosigkeit und die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, zu zweifeln für Gutmenschen so wichtig. Skrupellosigkeit verhindert, dass sie sich auch nur eine Sekunde mit der Frage auseinandersetzen, ob sie mehr kaputt machen als Gutes bewirken. Die Unfähigkeit und die Unwilligkeit an dem, was die Inszenierung z.B. des menschlichen Klimawandels als Wahrheit ausgibt, zu zweifeln, macht die Gutmenschen zu den Überzeugungstätern und Gläubigen, die für jede fanatische Bewegung so wichtig sein, weil sie eine Sache zu ihrer Sache machen, ohne die Frage zu stellen, welche Sache sie da zu ihrer Sache machen.

Weil dem so ist, kann man die Gutmenschen auf Basis der vier Handlungstypen erklären, die Max Weber schon vor gut 100 Jahren aufgestellt hat: Zweck-rational, Wert-rational, traditional und affektiv.

  • Zweck-rationale Akteure suchen aktiv nach einer gesellschaftlichen Inszenierung, von der sie sich einen materiellen Nutzen versprechen, von der sie denken, sie könnte ihnen ein Auskommen verschaffen. Die Amadeu-Antonio-Stiftung basiert auf der Zweckrationalität, wie sie das Vasallentum für Ministerien und gegen die Bevölkerung mit sich bringt.
  • Wert-rationale Akteure suchen aktiv nach einer gesellschaftlichen Inszenierung, die es ihnen erlaubt, sich als überlegenes Wesen, als Anderen überlegenes Wesen zu inszenieren. Sie wollen psychologischen Nutzen aus dem Glauben, für eine gute Sache einzutreten, gewinnen.
  • Traditionale Akteure finden sich vermutlich am häufigsten in wissenschaftlichen Institutionen. Sie sind, wenn man so will, Opfer normativer Isomorphie, d.h. sie bearbeiten Themen, weil sie ihnen von der Institution, deren Angestellter sie sind, vorgegeben werden, weil der Kollege nebenan, die selbe Sicht an das selbe Thema heranträgt und weil sie sich nicht einmal im Traum vorstellen können, von einer Themenvorgabe durch eine Institution abzuweichen, sie am Ende gar in Zweifel zu ziehen.
  • Bleiben affektive Akteure, psychologische Blindgänger, wenn man so will und deshalb mit die gefährlichste der vier Gruppen. Sie verkaufen sich an eine gesellschaftliche Inszenierung, weil ihnen das Angebot, das mit der Inszenierung einhergeht, ein gutes Gefühl verschafft. Affektiv kann man von einer gesellschaftlichen Inszenierung nur für kurze Zeit leben. Deshalb suchen Affektive danach , den Thrill ständig zu wiederholen, sich z.B. jeden Freitag als Guter zu inszenieren, der gegen den Klimawandel hopst. Mit wiederholter Inszenierung geht natürlich ein Sättigungseffekt einher, so dass jede neue Aktualisierung der Inszenierung einer Steigerung bedarf. Gestern ist man noch gehopst, heute klebt man Flugblätter auf die Scheiben von SUV. Gestern hat man Flugblätter auf Autoscheiben geklebt, heute schlägt man Autoscheiben ein. Gestern wurden Autoscheiben eingeschlagen, heute werden Reifen plattgestochen oder Fahrzeuge in Brand gesteckt … Die Affektiven, die den Absprung nicht schaffen, die so viel Selbstwert aus ihrem emotionalen Amoklauf nehmen, dass sie die Steigerungsspirale mitmachen, sind das Material, aus dem Terroristen gemacht werden.

Das ist unsere Dekonstruktion der Gutmenschen. Nach unserer Ansicht passen alle diejenigen, die angetreten sind, das schlechte Verhalten ihrer Mitmenschen zu dem zu verändern, was sie das gute Verhalten nennen, in eine der Kategorien. Die Kategorien sind nicht ausschließlich. So mancher Opportunist, der nach einem materiellen Vorteil sucht, findet auch psychologischen Nutzen, so mancher affektiv Bewegte entwickelt sich zum wertrationalen Gläubigen, der seinen Lebenssinn aus der Mitgliedschaft in seiner religiösen Sekte nimmt.

Ihnen allen ist jedoch gemein, dass sie versuchen, sich selbst einen Vorteil auf Kosten Anderer zu verschaffen, dass sie für diese Anderen Externalitäten darstellen, keinerlei Skrupel haben, Anderen Kosten zu verursachen und keinerlei Zweifel daran zulassen (nicht: nicht haben!), dass die Kosten, die sie Anderen verursachen, gerechtfertigt sind.

Der Stoff, aus dem Fanatiker sind.

https://sciencefiles.org/2019/11/13/der-stoff-aus-dem-fanatiker-sind-gutmenschen-dekonstruiert/

Essay über Deutschlands Reise hin zum real existierenden Sozialismus… was ist mit unserer Jugend passiert.

deutschelobby info SICH ERHEBEN…IMMER UND IMMER WIEDER…..BIS AUS LÄMMERN LÖWEN WERDEN

Vom Bahnsteig in Neu-Istanbul (ehem. Mannheim) zu Mao, Pol Pot und wieder zurück

Oder: Nichts Neues unter der Sonne.

von Maria Schneider

Nach meiner Erfahrung sind es gerade junge Frauen, denen es an nichts fehlt, die sich als Wachhunde für die Gerechtigkeit in der Welt betätigen. Dabei sind sie sich für keine Unterstellung zur Bestätigung ihres Weltbildes zu schade.

Wieder einmal sitze ich am Bahnsteig in Neu-Istanbul (ehem. Mannheim) und warte auf meinen Zug. Wieder einmal gibt es eine Verspätung (46 Minuten wegen eines maroden Stellwerks). Neben mir auf dem Sitzgestell aus festen Metalldraht, das die deutsche Ingenieurskunst Lügen straft, sitzen eine junge Frau mit langen, braungebrannten Beinen, kurzen Shorts und ein mittelalter Mann. Er fragt nach der Verspätung des Zuges und zwischen uns dreien entspinnt sich ein kurzes, nettes Gespräch. Danach vertieft sich die Frau in ihr Buch und ich in mein Handy.

Irgendwann bemerke ich eine jugoslawische Familie…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.954 weitere Wörter

ANSAGE an Herbert Grönemeyer

 

Neverforgetniki

Am 16.09.2019 veröffentlicht

Herbert Grönemeyer hält eine aggressive Rede im Stile eines Diktators und ruft zum Kampf gegen Andersdenkende auf. Zeit für eine klare Ansage!

Ich freue mich sehr auf das Feedback von euch. TEILT dieses Video so oft ihr könnt, damit noch mehr Menschen aufgeklärt werden!

Abonniert JETZT den Kanal für kritische Analysen, politische Kommentare und freies Denken!

Ihr wollt meine journalistische Arbeit unterstützen und es möglich machen, dass ich weiter frei und unabhängig arbeiten und Videos produzieren kann? Hier könnt ihr das gerne tun:

https://www.paypal.me/Neverforgetniki

Bankverbindung:
IBAN: DE21610500000049098011
BIC: GOPSDE6GXXX
Kontoinhaber: Niklas Lotz

Jede Unterstützung hilft mir wirklich sehr, danke!

Folgt mir auch auf meinen ANDEREN Social-Media-Kanälen:

Facebook: https://de-de.facebook.com/neverforge…
Instagram: https://www.instagram.com/neverforget…
Twitter: https://twitter.com/nikitheblogger
Telegram: https://t.me/neverforgetnikiblog

„Walk away“: Warum Minderheitenangehörige (und nicht nur sie) in den USA den Linken den Rücken kehren

von https://sciencefiles.org

von Dr. habil. Heike Diefenbach

Haben Sie schon einmal von der U.S.-amerikanischen „#Walkaway Campaign“ gehört? Es handelt sich dabei um eine „grassroots“-Bewegung von Menschen, die sich politisch oder ideologisch als Linksliberale oder Linke verstehen oder in der Vergangenheit verstanden haben und bei der Demokratischen Partei aufgehoben gefühlt haben, aber nunmehr der Demokratischen Partei den Rücken kehren und öffentlich, d.h. auf verschiedenen sozialen Medien, erklären, dass sie es tun und warum sie es tun.

Die Kampagne wurde am 29 Juni 2018, vor der U.S.-amerikanischen Kongresswahl, von Brandon Straka, gegründet, der auf YouTube ein Video einstellte, in dem er seinen eigenen Abschied von der Demokratischen Partei erklärte, weil er sich von dieser Partei nicht mehr repräsentiert fühle, und Menschen, die ebenso fühlen, dazu aufrief, es ihm gleichzutun (s. hierzu i24-Bericht;). Und in den ersten 130 Tagen nach Einstellung des Videos taten es ihm 174 Personen gleich. Sie alle drehten ein Video, in dem sie ihren Abschied von der Demokratischen Partei erklärten und stellten es auf dem YouTube-Kanal, den Straka zu diesem Zweck eingerichtet hatte, ein (1-2). Derzeit findet man auf Strakas YouTube-Kanal 299 „#walkaway“-Videos, und der Kanal hat 132.706 Abonnenten.

Viele weitere Personen haben ihre „walkaway“-Videos auf anderen YouTube-Kanälen eingestellt. Auf YouTube gibt es eine Sammlung von 384 „#walkaway“-Videos, die vom 10. September 2018 stammt, und niemand weiß, wie groß insgesamt derzeit die Anzahl derer ist, die ein „#walkaway“-Video gedreht und irgendwo auf sozialen Medien veröffentlicht haben.

Was die „#walkaway“-Bewegung besonders bemerkenswert macht, ist, dass sich in ihr nicht nur Menschen sammeln, die der Demokratischen Partei den Rücken kehren, und ihre Gründe hierfür öffentlich nennen, sondern dass sich in der Bewegung viele Menschen sammeln, die nach zeitgenössischer Lesart diversen Minderheiten zuzurechnen sind, vor allem Homosexuelle und Afroamerikaner, aber auch Angehörige anderer ethnischer Minderheiten und Immigranten der ersten Generation, wie z.B. eine russische Immigrantin, und der zweiten Generation, wie z.B. der Mann, der im Video von seinen Eltern erzählt, die aus dem kommunistischen China geflohen sind. (Beide wissen wahrscheinlich, wie es um real existierenden Sozialismus bestellt ist.)

 

 

Dass so viele Menschen „#walkaway‘-Videos veröffentlichen, die gemeinhin zu sozialen oder ethnischen Minderheiten gezählt werden, hat sicherlich (auch) damit zu tun, dass Brendon Straka, ein 42-jähriger Friseur aus Harlem, selbst offen schwul ist und sich öffentlich für Rechte von Homosexuellen engagiert, und dass Minderheitenangehörige bislang quasi-automatisch als Anhänger und Wähler von Parteien links der Mitte angesehen wurden, vor allem von den Repräsentanten dieser Parteien selbst, sind sie es doch, die den Anspruch erheben, für vermeintlich Entrechtete, Benachteiligte, Diskriminierte, Ausgeschlossene oder Nicht-Gleichgestellte zu sprechen und ihnen Rechte zu verschaffen – ganz so, als wären dieselben dazu prinzipiell nicht selbst im Stande. Dass diese Instrumentalisierung bei sogenannten Minderheitenangehörigen auf Widerspruch stößt ist nicht überraschend. Überraschend ist allerdings, dass es so lange gedauert hat, bis dieser Widerspruch von ihnen öffentlich und einprägsam formuliert wurde wie dies ein „Rückenkehrer“ in seinem „#walkaway“-Video tut, der über die „Bewildering Black Dedication to Democrats“ spricht:

 

 

Unter denjenigen, die die auf YouTube der Demokratischen Partei öffentlich den Rücken kehren, sind Menschen aus vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und weltanschaulichen Lagern, vom „Drag-Artist Kitty,“ bis zum ehemaligen Polizisten, von der Feministin bis zum Pastor.

Daneben sind unter ihnen verschiedene Prominente, darunter die Song-Schreiberin und Sängerin Joy Villa, die u.a. mit ihrem Lied „Freedom (Fight For It)“ (featuring Flint Bedrock) Inhalte bearbeitet, die auch für die „#walkaway“-Bewegung ein Anliegen sind (wie z.B. dieses und dieses „#walkaway“-Video zeigt, und der für einen Grammy nominierte argentinische Komponist Al Conti, der sein „#walkaway“-Video auf Facebook veröffentlicht hat.

 

 

Es wird für die meisten Leser kaum überraschend sein, dass es Versuche gab, die „#walkaway“-Bewegung zu diskreditieren, indem z.B. behauptet wurde, russische Bots würden sie benutzen, um der Demokratischen Partei bei der anstehenden Kongresswahl zu schaden oder die „#walkaway“-Bewegung würde Photos von Bildagenturen benutzen, um zu suggerieren, dass die abgebildeten Leute der Demokratischen Partei den Rücken gekehrt hätten (hierzu und zur Erwiderung Strakas). Fake News und Petsies gehören heutzutage anscheinend zur ganz „normalen“ Ausstattung des Baukastens für den ideologischen Kampf.

Der Ökonomieprofessor Daniel Klein von der George Mason University und der unabhängige Forscher Cy Fleming haben 150 „#walkaway“-Videos analysiert, die in den ersten 130 Tagen, nachdem Straka sein Video veröffentlicht hatte, auf Strakas Kanal veröffentlicht wurden. Sie haben festgestellt, dass es in ihnen mehrheitlich gar nicht um tagespolitische Fragen und nicht einmal um politische Ideologien oder Weltanschauliches ging; vielmehr wurden von den Menschen in diesen Videos als Gründe dafür, dass sie der Demokratischen Partei den Rücken kehren, am häufigsten die mangelnde Toleranz, die Unanständigkeit und die Bigotterie der Partei genannt. Dementsprechend ist ein häufig wiederkehrendes Motiv in diesen Videos, dass es weniger die Menschen in diesen Videos sind, die die Demokratische Partei verlassen haben, als vielmehr sich diese Menschen von der Demokratischen Partei verlassen fühlen, insbesondere was die freiheitlichen Grundrechte betrifft. Bezüglich der mangelnden Toleranz berichtet eine Person in ihrem Video davon, sich erst der „#walkaway“-Bewegung angeschlossen zu haben, nachdem sie die Toleranz der eigenen Facebook-Freunde, die dem demokratischen Lager angehörten, und der Konservativen getestet hätte:

„I remember I posted one article. Within about an hour of posting this article, I had lost over 500 friends in FaceBook. That just propelled me forward more than ever. I was so heartbroken that people I’d known my whole life, people that I trusted and cared about, people who loved me, would suddenly completely turn their backs on me just because I refused to think exactly the way that they do. I decided to do a couple of experiments because people said the Republican Party will never accept you, as a gay man, they’re against this lifestyle, they hate you. So I found the largest Trump, pro-Trup groups on FaceBook,, I joined them, and I posted in these groups – intentionally the ones that felt the most extreme-right to me – about my sexual preference, about being raised Buddhist, about my feelings on same-sex marriage, how I felt about equality. And I wanted to see the reactions of these people. And I said in my post that I had just been trashed by so many people on the left for expressing my opinions. And in one of these groups I got over 1,000 responses. I read every single one of them. And there was not a single disparaging word. There was not a single insult …” (aus dem Video von Justin, zitiert nach Klein & Fleming 2019:12).

Diese und ähnliche persönliche Erfahrungen haben bei vielen Menschen ein Bewusstsein dafür geweckt, dass sich nicht unbedingt besser verhält, wer meint, auf der „richtigen“ weltanschaulichen Seite zu stehen, dass diejenigen, die sich damit hervortun, Toleranz von anderen einzufordern, nicht unbedingt diejenigen sind, die ihrerseits andere Menschen und Meinungen tolerieren. Dass es hier nicht um Parteipolitik und auch nicht um Personen geht, zeigt sich auch deutlich in anderen Einzelergebnissen der Studie von Klein und Fleming, so darin, dass in den analysierten Videos keine überwältigende Unterstützung für Donald Trump zum Ausdruck kommt, und keine überwältigende Ablehnung oder Kritik an Barack Obama (Klein & Fleming 2019: 8), und darin, dass sich bei den Menschen in den Videos ihre politischen Ansichten nicht besonders stark verändert haben (Klein & Fleming 2019: 10).

Wenn es Toleranz und Freiheitsrechte sind, von denen die Menschen in den analysierten Videos Repräsentanten der Demokratischen Partei zwar viel reden hören, aber erkennen müssen, dass im öffentlichen Leben gerade angeblich Liberale oder Linke Andersdenkende ablehnen, ausschließen, beleidigen, diskreditieren und u.a. auf politisch korrekte Sprache und Verhaltensweisen bestehen, dann ist auch das Ergebnis nicht überraschend, dass eine große Mehrheit (von über 60 Prozent) der Menschen in den Videos das Wort „liberal“ bzw. „freiheitlich“ oder „Freiheit“ im Zusammenhang mit der Demokratischen Partei nicht nennen.

Nicht nur in den USA spüren immer mehr Menschen, dass das öffentliche Klima durch politische Korrektheit, Bevorzugungs- und Benachteilungspolitiken, Anreize zur Denunziation und systematische Manipulation im Rahmen des Umbaus der Gesellschaften im Zuge von linker Identitätspolitik vergiftet ist. Aber in den USA machen Angehörige sozialer und ethnischer Minderheiten den Schritt in die Unabhängigkeit von denjenigen, die sich zu ihren Sprechern und Anwälten erklärt haben. Inwieweit das in Europa auch der Fall ist, wissen wir nicht – mangels Interesse und mangels Forschung, vielleicht auch mangels Phantasie. Wenn Entwicklungen in den USA – wie so oft – mit einiger Verzögerung in Europa ankommen, werden wir es aber vielleicht bald wissen. Und wir bei ScienceFiles vermuten jedenfalls, dass es eine Frage der Zeit ist, bis sich auch in Europa soziale und ethnische Minderheiten von ihren politischen „Freunden“ emanzipieren, die ihnen die eigene Stimme bestreiten und sie für die eigenen Zwecke und Ziele instrumentalisieren – und missbrauchen.

https://sciencefiles.org/2019/09/03/walk-away-warum-minderheitenangehorige-und-nicht-nur-sie-in-den-usa-den-linken-den-rucken-kehren/

UNHEILBAR? Das Narrenschiff!

 

Tim Kellner

Am 30.08.2019 veröffentlicht

Warum es in Deutschland immer schlimmer wird und warum wir am Ende doch die Oberhand behalten werden, das erfahrt Ihr in diesem Video!

Lehnt Euch zurück und genießt die Show!

Tim K.

Unterstützt die Meinungsfreiheit: https://www.pro-de.tv/unterstuetzer-a…

Abonniert auch meinen Telegram-Kanal: https://t.me/timmkellner

Sind Sie ein „Flächenverbrauchsschweinchen“ oder schon eine „Flächenverbrauchssau“?

von https://www.journalistenwatch.com

Schwein (Symbolbild: shutterstock.com/Von Davdeka)

Wer für sich alleine viel Wohnfläche beansprucht, hat eine schlechtere Ökobilanz. Wer das nicht ändert ist nach Ansicht von Monika Meyer, Geschäftsführerin des Darmstädter Instituts Wohnen und Umwelt ein „Flächenverbrauchsschweinchen“. Nach „Fleischscham“, „Autoscham“ und „Flugscham“ soll dem Bürger nun mit „Wohnscham“ die eigenen vier Wände madig gemacht werden. 

Paare wohnen häufig auch in einer sehr großen Wohnung, nachdem die Kinder ausgezogen sind. Dass diese Paare nicht ausziehen, sei verständlich, so Monika Meyer laut dem Deutschlandfunk. Die Geschäftsführerin des Instituts Wohnen, dessen Unternehmensform eine GmbH ist, und deren Gesellschafter wiederum das Land Hessen mit 60 Prozent und die Stadt Darmstadt mit 40 Prozent sind, glaubt das Recht zu haben, den Steuerzahler einmal mehr beschimpfen und beleidigen zu dürfen. Denn Frau Monika Meyer nennt diese Menschen, die mehr Wohnraum beanspruchen als den von ihr vorgesehenen, „Flächenverbrauchsschweinchen“.

Denn egal ob der flächenfressende Bewohner  sich sein Eigenheim durch harte Arbeit vom Mund abgespart haben oder er einfach in seiner angestammten Umgebung wohnen bleiben möchte – in den Augen von Meyer ist er ein mieser Klimasünder. Er verbraucht Ressourcen, die bei Singels oder Paaren in vergleichsweise großen Wohnungen deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegen würden. Das hat nämlich der Experte Peter Neitzke vom Ecolog Institut für „sozialökologische Forschung und Bildung“ herausgefunden. Das „Problem“ werde noch dadurch verstärkt, dass für die Herstellung dieser Wohnungen ebenfalls Ressourcen verbraucht werden. Hinzu kommen noch die Einrichtung und Ausstattung.

Und nachdem der gemeine Deutsche mit 48,7 Quadratmeter Wohnraum pro Kopf im Vergleich zum Rest der Welt angeblich eh schon wie Gott in Frankreich lebt und aufgrund einer verantwortungslosen Massenmigration in Millionenhöhe der Wohnraum innerhalb kürzerster Zeit verknappt und somit verteuert wurde, muss hier Abhilfe geschaffen werden.

So müssten im verstärktem Maße „gemeinschaftliche Wohnexperimente“ diskutiert werden. Hauskonzepte, die aus einzelnen Wohnungen bestehen, deren Bewohner aber gemeinschaftlich beispielsweise eine Küche benutzen, finden die Gesellschaftsklempner zum Beispiel ganz toll. Wer das nicht will, der muss aufpassen, dass er nicht ganz schnell vom „Flächenverbrauchsschweinchen“ zur „Flächenverbrauchssau“ mutiert. (SB)

https://www.journalistenwatch.com/2019/08/28/sind-sie-flaechenverbrauchsschweinchen/