Türken protestieren gegen Rassismus in Deutschland

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Mehrere türkische Organisationen haben für Donnerstag zu Protesten gegen sogenannten „Alltagsrassismus“ aufgerufen. An diesem Tag gegen Rassismus soll mit der Aktion „5 vor 12“ auf den angeblichen Rassismus in der deutschen Gesellschaft aufmerksam gemacht werden. „Die Leute sollen da, wo sie am Donnerstag um fünf vor zwölf gerade sind, etwas machen“, sagte der Sprecher des Türkischen Bundes Berlin (TBB), Hilmi Kaya Turan, gegenüber der taz. „Hupen oder Luftballons steigen lassen zum Beispiel.“

Geplant sind politische Kampagnen wie „Kehr aus“, mit der symbolisch der Rassismus aus deutschen Behörden und Betrieben gekehrt werden solle. „Wir wollen damit zeigen, welches Ausmaß Rassismus und Diskriminierung in Deutschland haben, auch in solchen Institutionen“, erläuterte Turan den Hintergrund der Aktion.

Wegen „Alltagsrassismus“ bleiben Läden geschlossen

Eine weitere Kampagne kündigte TBB-Geschäftsführer Fuat Sengül an. Aus Protest gegen „Alltagsrassismus“ sollen türkische Läden in Kreuzberg, Schöneberg und Mitte am Donnerstag geschlossen bleiben. „Wir würden uns freuen, wenn sich auch deutsche Läden beteiligen würden“, hoffte Sengül gegenüber der BZ. Daneben ist geplant, 10.000 Luftballons mit der Aufschrift „Berlin gegen Rassismus“ in den Himmel steigen zu lassen.

Auch der Köpenicker Bezirksbürgermeister Oliver Igel wird als Zeichen der Solidarität vor dem Rathaus Köpenick Luftballons in den Himmel steigen lassen und „Lärm für Toleranz“ machen. „Alle sind aufgefordert, schwarze Luftballons für die vielen rassistischen Opfer und Übergriffe sowie gegen Fremdenfeindlichkeit und Hassgewalt steigen zu lassen“, heißt es in einer Mitteilung.

Neben dem TBB beteiligen sich auch die Dersim-Kulturgemeinde und die Kurdische Gemeinde an der Aktion, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet und nach Wünschen der Veranstalter nun Tradition werden soll. Bereits 2012 habe man die Aktion mit großem Erfolg ins Leben gerufen. „Die Beteiligung damals hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, bestätigte Turan.

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Syrien schießt Türken-Jet vom Himmel

Die syrische Luftabwehr soll einen türkischen Kampfjet abgeschossen haben. Das berichtet der libanesische Fernsehsender al-Manar unter Berufung auf syrische Sicherheitskreise. Türkischen Medien zufolge stürzte das Flugzeug vom Typ F-4 acht Seemeilen vor der syrischen Küste ins Meer.

 

Die syrische Luftabwehr soll einen türkischen Kampfjet abgeschossen haben. Das berichtet der libanesische Fernsehsender al-Manar unter Berufung auf syrische Sicherheitskreise. Eine offizielle Bestätigung des Berichts liegt bislang jedoch nicht vor. Türkischen Medien zufolge stürzte das Flugzeug vom Typ F-4 acht Seemeilen vor der syrischen Küste ins Meer. An Bord des Kampfjets waren zwei Piloten, nach denen derzeit gesucht werde.
Das Verhältnis zwischen Syrien und der Türkei ist seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. Seit dem März 2011 kommt es in Syrien zu Massenprotesten gegen die Regierung um Präsident Baschar al-Assad. UN-Angaben zufolge starben bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften bislang mindestens 10.000 Menschen.