Keine Frauen in saudi-arabischem IKEA-Katalog

Immer kuriosere Auswüchse nimmt die Angst der westlichen Welt vor dem Islamismus an. Jüngstes Beispiel ist der weltweit in einer Gesamtauflage von 208 Millionen Stück vertriebene Verkaufskatalog des schwedischen Möbelherstellers IKEA. Für die Ausgabe 2013, die für den saudi-arabischen Markt bestimmt ist, wurden sämtliche Frauenbilder wegretuschiert. Damit möchte man offensichtlich den saudischen Gesetzen zur Abbildung „unbedeckter weiblicher Haut“ entsprechen. Die in Schweden seit Jahrzehnten nicht zuletzt von sozialdemokratischen Regierungen im Wirtschaftsleben durchgesetzte Gleichberechtigung von Mann und Frau scheint hier vergessen.

Mit der Retuschierung von Frauenbildern aus dem Verkaufskatalog beugt sich der schwedische Möbelhersteller IKEA offensichtlich dem politischen Druck, der in Saudi-Arabien auf internationale Konzerne wegen des zunehmenden Islamismus lastet. Sämtliche Frauen- und Mädchenbilder wurden entweder ganz entfernt oder man ersetzte sie durch männliche Protagonisten. Der Mutterkonzern in Schweden will dazu lieber keine Auskunft geben. Die Pressesprecherin verwies auf IKEA in Saudi-Arabien.

Schwedische Handelsministerin kritisiert IKEA

Keine große Freude mit diesem politisch-religiösen Kniefall vor dem Islamismus hat Schwedens konservative Handelsministerin. Ewa Björling sagte der schwedischen Gratiswochenzeitung „Metro“: „Man kann Frauen nicht aus der Wirklichkeit wegretuschieren.“ Für Björling ist es traurig, dass in Saudi-Arabien der Weg  zur Gleichstellung der Frauen, wie dieser Fall zeige, noch sehr weit sei.

 

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IKEA: Kuba Knast produzierte Möbel

Nicht nur Häftlingsbrigaden in der DDR haben Möbel für das schwedische Möbelhaus Ikea hergestellt. Auch in kubanischen Gefängnissen mussten Inhaftierte für Ikea arbeiten.

 

Nicht nur Häftlingsbrigaden in der DDR haben Möbel für das schwedische Möbelhaus Ikea hergestellt. Auch in kubanischen Gefängnissen mussten Inhaftierte für Ikea arbeiten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) in ihrer Donnerstagsausgabe. Die entsprechenden Vereinbarungen wurden im September 1987 von einer Delegation der „Kunst- und Antiquitätenhandel GmbH“ (KuA) und der „Delta Export Import GmbH“ der DDR ausgehandelt.

 

Eine fünfköpfige DDR-Expertengruppe traf demnach am 17. September 1987 in Havanna ein und nahm am nächsten Tag die Besprechungen mit Vertretern des kubanischen Innenministeriums über gemeinsame Geschäfte auf. Aus Unterlagen des DDR-Außenhandels geht laut F.A.Z. hervor, dass zu den kubanischen Gesprächspartnern der DDR-Delegation auch Oberstleutnant Enrique Sanchez gehörte, der die Firma „Emiat“ leitete, die für die Ausstattung und Versorgung von Ferien- und Gästehäusern der kubanischen Staatsführung zuständig. Laut den DDR-Unterlagen waren „diese Produktionsstätten in Strafvollzugsanstalten des Ministerium des Inneren eingegliedert“.

 

Einen Monat nach dem Kuba-Besuch kam es in Ost-Berlin zur Unterzeichnung einer vertraglichen Vereinbarung mit „Ikea Trading Berlin“, die ihren Sitz damals im Internationalen Handelszentrum in der Berliner Friedrichstraße hatte. Neben dem Vertragsabschluss über drei bis viertausend „Falkenberg“-Garnituren äußerten die Ikea-Vertreter laut F.A.Z. den Wunsch, in Kuba auch zehntausend Kindertische und 35 000 Esstische herstellen zu lassen.

 

Die erste Lieferung der Garnitur „Falkenberg“ scheiterte im Frühsommer 1988 allerdings an Qualitätsmängeln. Erst eine Intervention der DDR in Kuba sorgte laut den Protokollen, die der F.A.Z. vorliegen, für eine Produktionsumstellung gemäß der „Qualitätsnorm von Ikea“, sodass noch vertragsgemäß „eine direkte Verschiffung Havanna – Schweden vorgenommen werden kann“.

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