Der Mann, der zu viel wusste – Fall Mollath und Hypo-Vereinsbank

Gustl Mollath sitzt in der Psychiatrie. Gutachter und Justiz taten seine Erzählungen über illegale Geldgeschäfte
bei der Münchner Hypo-Vereinsbank als Hirngespinste ab. Nach SZ-Informationen stützt ein seit Jahren geheim
gehaltener interner Prüfbericht seine Version.

Der Weg zu Gustl Mollath führt durch eine Sicherheitsschleuse; Geldbeutel, Handy und Schlüssel sind abzugeben.
Der Gang danach verläuft unterirdisch und ist so niedrig, dass man sich automatisch bückt.
Etwa so müssen Bunker im Kalten Krieg ausgesehen haben. In der Bezirksklinik Bayreuth geht es an einer zweiten
Schleuse vorbei und eine Treppe hinauf. Sicherheit ist oberstes Gebot, schließlich sind hier psychisch kranke
Straftäter untergebracht. Die Tür zu einem Besucherzimmer wird aufgesperrt, drinnen sitzt Gustl Mollath, 55.

Seit sechs Jahren sitzt er in diversen Psychiatrien in Bayern. Als Patient, aber Mollath fühlt sich nicht krank.
„Ich bin ein Gefangener“, glaubt er. Man habe ihm eine Paranoia, ein Wahnsystem angedichtet. Weil er dubiose
Schwarzgeldgeschäfte seiner damaligen Ehefrau, einer Vermögensberaterin der Hypo-Vereinsbank (HVB),
habe auffliegen lassen, sei er in der Klinik gelandet.

Es ist eine abgründige, unübersichtliche Geschichte, die der Mann im Besucherzimmer erzählt.
Vieles klingt nach Verschwörungstheorie, doch längst nicht alles lässt sich als Wirrheiten eines
psychisch Kranken abtun. Dies belegt ein seit Jahren unter Verschluss gehaltener interner Prüfbericht der HVB.
Er liegt der Süddeutschen Zeitung vor und stützt zumindest Mollaths Version von den illegalen Bankgeschäften.
Die HVB gerät in Erklärungsnot.

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