Russischer Generalstab: noch mehr als 9.000 ISIS- und 15.000 Nusra-Terroristen in Syrien aktiv

 

Wie der russische Generalstab am heutigen Freitag Tass zufolge mitteilte, ssind in Syrien noch mehr als 9.000 ISIS-Terroristen und 15.000 Nusra-Terroristen aktiv.

Während die ISIS-Terroristen bekanntlich in Zentralsyrien, am Euphrat und im südöstlichen Grenzgebiet zum Irak aktiv sind, sind von den 15.000 Nusra-Terroristen rund 9.000 in der Provinz Idlib aktiv, wo sie eine dominante Position innehaben, und der Rest der Nusra-Terroristen verteile sich auf die Provinz Homs, die Gegend Ost-Ghouta und die Provinzen Daraa und Quneitra in Südwestsyrien.

Weiterhin meldete Tass heute unter Berufung auf die offizielle russische Armeezeitung Krasnaya Svesda, dass die russischen Fliegerkräfte in Syrien in der letzten Woche 360 Kampfeinsätze geflogen sind und dabei 1.000 Einrichtungen von Terroristen zerstört haben. Und weiterhin meldete Tass heute unter Berufung auf die Krasnaya Svesda, der Kommandeur der russischen Kräfte in Syrien habe erklärt, in den letzten drei Monaten hätten die Verluste der Terroristen in Syrien mehr als 8.000 Kämpfer und 1.500 Stücke an Waffen und militärischer Hardware betragen haben.

Rechnet man diese Zahlen grob hoch ohne Zu- und Abgänge in die Betrachtung einzubeziehen, so würde die vollständige Eliminierung der noch in Syrien verbliebenen 24.000 ISIS- und Nusra-Terroristen bei Beibehaltung der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten drei Monaten also noch rund neun Monate dauern, die komplette Eliminierung von ISIS in Syrien könnte in etwas mehr als drei Monaten abgeschlossen sein. Das gleiche würde – möglicherweise anschließend durchgeführt – für die Eliminierung aller Nusra-Terroristen in der Provinz Idlib gelten und die Eliminierung der restlichen 6.000 Nusra-Terroristen in den drei Deeskalationszonen würde dann noch mal ein paar Wochen dauern, bis es nach neun Monaten weiterer Kämpfe praktisch keine ISIS- und Nusra-Terroristen in Syrien mehr geben würde. Praktisch kann das alles natürlich anders aussehen, sich etwa verlängern, wenn Terroristen in den Untergrund gehen, auf Guerillakrieg umstellen und damit schwerer aufzuspüren sind, oder verkürzen, wenn es zu bewaffneten Aufständen gegen die Terroristen kommt, wofür es beispielsweise in der Provinz Deir Ezzor einige vielversprechende Anfänge zu geben scheint.

Vom Anti-Terror-Kampf in Syrien kam heute inoffiziell unter anderem die Nachricht, dass die syrische Armee im Nordwesten der ISIS-Tasche um Uqayribat soeben wieder einige Dörfer vorangekommen ist.

Mit der klaren Aussicht auf einen Sieg über den Terrorismus in Syrien innerhalb von einigen Monaten einher gehen Berichte, dass wesentliche internationale Sponsoren des bewaffneten Umsturzversuches in Syrien ihren syrischen Lakaien gerade in unmissverständlichen Worten klargemacht haben, dass der Umsturzversuch gescheitert ist und sie sich an diese Realität anpassen müssen.

Nachtrag 20:30h: Tass meldete am heutigen Freitag Abend, dass Russland und Syrien ein gemeinsames gestaffeltes Luftabwehrsystem basierend auf S400 und Pantsir S1 bauen. Der Bau des gemeinsamen Luftabwehrsystems ist demnach schon weit fortgeschritten. Obgleich es ohnehin keine Frage ist, dass dieses Luftabwehrsystem sich in erster Linie gegen Al Kaidas Luftwaffe richtet, darf die demonstrative und explizite Meldung durch Tass sicherlich auch als Antwort auf die Drohungen mit weiteren militärischen „Handlungen“ zur Unterstützung von Terroristen in Syrien verstanden werden, die Netanjahu bei seinem Besuch am Mittwoch bei Putin ausgestoßen hat.

Eine aktuelle Karte zeigt inzwischen drei ISIS-Taschen in Zentralsyrien:

Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass diese Situation von Dauer ist. Bis zur Eliminierung der beiden kleinen ISIS-Taschen in Zentralsyrien dürfte es nicht lang dauern.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/08/25/russischer-generalstab-noch-mehr-als-9-000-isis-und-15-000-nusra-terroristen-in-syrien-aktiv/

Ein IS-Propagandavideo entlarvt die vom Westen als Helden dargestellten „Weißhelme“

Die Propagandaschau

Von der westlichen Propaganda – allen voran ARD und ZDF – werden die „Whitehelmets“ seit Jahren als Helden und „syrischer Zivilschutz“ verkauft. Tatsächlich wurde die Truppe von einem britischen Söldner mit westlichen Millionen aufgebaut, um genau diese Rolle in der westlichen Propaganda zu spielen und islamistische Terroristen und militante Gegner der syrischen Regierung als „Humanisten“ darzustellen. Eine Perversion der Realität und ein Verbrechen, aber vor Gericht kommen nur die kleinen Terrorhelfer.

Neben zahlreichen anderen Beweisen für die Nähe der „Weißhelme“ zu islamistischen Terrorgruppen wie al-Nusra, ist ein weiteres Video aufgetaucht, das pikanterweise vom IS höchstselbst produziert wurde und den mutmaßlich entführten Journalisten John Cantlie 2015 im syrischen Aleppo (altertümlicher Name: Halab) zeigt. In diesem Propagandavideo sieht man gleich mehrere „Whitehelmets“, wie sie agieren, wenn sie mal keine Hollywoodstreifen für westliche Kriegspropaganda produzieren.

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Die Rückführung der Flüchtlinge kann beginnen: Aktuelle Fotos aus Syrien zeigen vergnügte Gesellschaft

Während in Deutschland bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, ist der Krieg in Syrien zu Ende und das Land von der Terrormiliz ISIS befreit. Fotos von syrischen Einheimischen zeigen; es herrscht friedlicher Alltag auf den Straßen Syriens.Die Rückführung der Flüchtlinge kann beginnen und die jungen, tatkräftigen Syrer werden in Aleppo als Trümmersyrer benötigt, die von den US-Streitkräften zerstörte Stadt wieder aufzubauen.
Wenn Taxifahrer Journalisten aus dem Westen auf der Beirut-Damaskus-Hauptstraße nach Syrien umherfahren, hat sich eine Art traditioneller Gruß entwickelt, welcher der syrische Taxifahrer seinem Gast aus dem Westen bei eintreffen in die syrische Hauptstadt zukommen lässt. Sie sagen den Passagieren zuversichtlich: „Willkommen im echten Syrien.“ Lokale Syrer, die in Regierungsgebieten leben, sind sich allzu bewusst, wie die Außenwelt die Regierung und die Städte wahrnimmt. Nach jahrelanger Propaganda- Bilder und Aufnahmen von Oppositionskämpfern, die mit der anglo-zionistischen (westlichen) Presse zusammenarbeiten, die auf die Verunglimpfung von Assad als „der syrische Hitler des 21. Jahrhunderts“…

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Interpol: Europa im Visier von mehr als 170 IS-Selbstmordattentätern

Interpol: Europa im Visier von mehr als 170 IS-Selbstmordattentätern

IS-Terroristen. Archivbild.
Dutzende IS-Terroristen sind bereit, Anschläge in Westeuropa durchzuführen. Davor hat die internationale Polizeiorganisation Interpol gewarnt. In einer Interpol-Liste stehen wichtige Details über die Verdächtigen.

Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) hat eine Liste von Dutzenden mutmaßlichen Mitgliedern des so genannten Islamischen Staates mit den Sicherheitsbehörden in Europa geteilt, berichtete die britische Zeitung  „The Guardian“. Insgesamt stehen 173 mutmaßliche IS-Terroristen auf der Liste. Der Zeitung liegen eigenen Angaben zufolge die Namen der Verdächtigen vor. Die Personen „könnten ihre Bereitschaft gezeigt haben, einen Selbstmordanschlag zu begehen“, berichtete „The Guardian.“

Neben den Identitäten und Photos der potentiellen Selbstmordattentäter beinhaltet die Liste auch weitere Details wie das Beitrittsdatum und mögliche Adressen. Auch die Moscheen, die die Verdächtigen besuchten, sind vermerkt.

Angeblich stammen die Informationen von US-Geheimdiensten. Diese sollen sie während ihrer Einsätze gegen den IS in Syrien und im Irak von „vertrauenswürdigen Quellen“ erhalten haben.

Die mutmaßlichen Terroristen wurden anhand von „Indizien, die in IS-Verstecken gefunden wurden“, identifiziert, berichtete die Zeitung.

Interpol soll die europäischen Geheimdienste am 27. Mai gewarnt und dazu aufgefordert haben, Informationen über die Verdächtigen auszutauschen.

Im März dieses Jahres warnte der damalige FBI-Diretor James Comey, dass europäische Staaten in den nächsten fünf Jahren vor einer beispiellosen „Terroristen-Diaspora“ stehen könnte, da Anhänger des so genannten Islamischen Staats nach seiner Niederlage nach Westeuropa gelangen könnten.

Am Freitag erklärte der ranghöchste Polizeioffizier des Vereinigten Königreichs, dass der militärische Vormasch gegen den IS im Irak und Syrien nicht die Sicherheitsbedrohung im eigenen Land reduzieren würde.

Zuvor hatte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, gewarnt, dass rund 700 Islamisten die öffentliche Sicherheit in Deutschland bedrohen könnten.

Einem Bericht von Europol zufolge plant der IS weiterhin, komplexe und große Angriffe mit vielen Opfern in den westlichen Staaten, vor allem in Europa. Zudem warnte das Amt, dass terroristische Taktiken und Methoden, etwa des Bombenbaus, aus den derzeitigen Konfliktherden in den Westen übertragen werden

https://deutsch.rt.com/europa/54528-interpol-europa-im-visier-von/

Libanesische Armee geht zusammen mit syrischer Armee und Hisbollah gegen ISIS und Al Kaida in West-Qalamoun vor

 

Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri hat vor drei Tagen erklärt, dass die libanesische Armee eine Operation gegen Extremisten im Umland von Arsal starten werde. Diese Operation gegen als Flüchtlinge posierende ISIS- und Al-Kaida-Terroristen im syrisch-libanesischen Grenzgebiet in West-Qalamoun ist nun angelaufen.

Eine Karte zeigt das Gebiet, um das es geht, und auch, dass Al Kaida eher im Südwesten des Gebietes herrscht, während ISIS im Norden und Osten des grenzüberschreitenden Gebietes herrscht.

Eine wichtige Besonderheit dieser Operation gegen ISIS und Al Kaida liegt darin, dass die libanesische Armee dabei eng mit der Widerstandsgruppe Hisbollah und der syrischen Armee kooperiert.

Das ist alles andere als selbstverständlich, denn der libanesische Regierungschef Hariri hat im Libanon seit Jahrzehnten eine Rolle als saudische Proxy-Kraft. Und sie haben als solche von Saudi Arabien unterstützte Takfiri-Terroristen in Arsal und Umgebung regelmäßig politisch beschützt und gegen Hisbollah instrumentalisiert. Und nun setzen also der von Saudi Arabien unterstützte Regierungschef und seine Mustaqbal-Partei die Armee Seite an Seite mit Hisbollah gegen die saudischen Proxy-Terroristen in Qalamoun ein.

Dass dem kein saudisches Einverständnis zugrunde liegt, sondern sich Saad Hariri und seine Mustaqbal-Partei über den Willen ihrer langjährigen saudischen Sponsoren hinwegsetzen, zeigen die regelrecht wütenden Artikel in den staatsnahen saudischen Medien dazu. So wie es aussieht, kommen dem saudischen Herrscherhaus gerade ihre Proxy-Kräfte im Libanon abhanden.

Was den Erfolg der militärischen Operation gegen ISIS und Al Kaida in West-Qalamoun angeht, darf man getrost davon ausgehen, dass Hisbollah den Terroristen eine schwere Niederlage beibringen wird.

Darauf, diesem Terroristennest direkt vor der eigenen Haustür ein Ende bereiten zu können, hat Hisbollah nämlich schon lange gewartet. Möglichereise werden die Terroristen schon sehr bald das großzügige Angebot der syrischen Regierung annehmen, sich in Schande in ein von ihren Kameraden beherrschtes Gebiet in Syrien, wie etwa Idlib, evakuieren zu lassen, was sie bislang stets abgelehnt haben, um weiter als zionistisch-wahhabitischer Druckpunkt gegen den Libanon wirken zu können.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/07/21/libanesische-armee-geht-zusammen-mit-syrischer-armee-und-hisbollah-gegen-isis-und-al-kaida-in-west-qalamoun-vor/

Befreiung von Mossul komplett

 

Nachdem die Terrorgruppe ISIS gestern Abend nur noch einen rund 300 mal 100 Meter großen Streifen der Altstadt von Mossul beherrschte, ist die Befreiung der nordirakischen Millionenstadt Mossul nach rund neun Monaten hartem Kampf heute nun komplett.

Die in dem Streifen noch bis zum Schluss verbliebenen Führungskader von ISIS sollen sich in dem Streifen Al Mayadeen zufolge selbst in die Luft gesprengt haben.

Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi hat sich heute dann auch persönlich nach Mossul begeben, um seinen Truppen und der Bevölkerung zur Befreiung zu gratulieren.

Mit der Befreiung von Mossul verbleiben im Irak jetzt nur noch drei Gebiete unter Kontrolle der Terrorgruppe ISIS: Hawija, Tel Afar und die syrisch-irakische Grenzregion um Al Qaim.

So, wie es sich dem Parteibuch gegenwärtig darstellt, wird die irakische Armee sich nun mit der Befreiung von Hawija und Tel Afar beschäftigen, während die Volksmobilisierungseinheiten sich darum kümmern werden, die Terrorgruppe ISIS im Grenzgebiet zu Syrien zu eliminieren.

Die „Groß-Israel“-Politik BRAUCHT den ISIS-Terrorismus

Aber was ist dann eigentlich die Motivation Israels im ISIS-Debakel?

Der etwas „prophetische“ vorerwähnte Bericht skizziert diejenigen Nationen, welche zusammenbrechen müssen, um zwei israelische Ziele zu erfüllen: die sogenannte ‚Clean Break-Politik‘ [übersetzt: Sauberer Bruch] und den ‚Yinon-Plan‘.

Die Clean Break-Politik wurde zuerst von Benyamin Netanyahu im Juli 1979 aufgebracht, jedoch erst 1996 in vollem Umfang ausgegeben. Das Konzept sah ein ein „Groß-Israel“ vor, das seine arabischen Nachbarn durch Bürgerkriege beherrschen würde.

Der Yinon-Plan, der nicht unähnlich der Clean-Break-Politik war, forderte, dass der Friedensprozess mit den Palästinensern abgebrochen werden solle, um „Groß-Israel“ umzusetzen.
Die Absicht war zweigleisig. Erstens, die Westbank und die Territorien bis zum Gaza-Streifen einzugliedern, und zweitens, die Palästiner (gewaltsam) zu „entfernen“ und in die ägyptische Sinai-Wüste umzusiedeln.

 

 

Interessanterweise sah der Yinon-Plan das Auseinanderbrechen des Libanon, Syriens, des Irak, Ägyptens und Arabiens in ethnische und sektiererische Mini-Staaten vor, die untereinander im Krieg stehen würden.“

Der geplante Krieg selbst umfaßte mindestens einen sunnitischen Staat, einen Shi’a-Staat und einen im Irak gegründeten kurdischen Staat.

Die gegenwärtigen Bedingungen zeugen tatsächlich von dem Zusammenbruch der meisten Nationen, die in dem Bericht erwähnt wurden, vor allem Syrien, Irak und Ägypten (wenngleich Syrien noch irgendwie durchhält).

Derzeit ist Irak auch die Heimat der anerkannten Kurdistan-Region im Norden des Landes, mit einer im Jahre 1992 eingeführten regionalen Regierung und einer 2005 eingeführten und anerkannten eigenen Verfassung. Im Grunde wird der Yinon-Plan durch die ISIS-Aggression verwirklicht.

Was bedeutet das für Israel?

Das Erscheinen von ISIS „erfüllt“, wie in dem Bericht dargelegt, die israelische Yinon- bzw. Clean-Break-Politik, so dass Israel das ISIS-Chaos und dessen spalterische Art für seine Zwecke nutzen kann.

ISIS‘ Finanzierung kommt hauptsächlich aus Saudi-Arabien und den Golf-Emiraten, aber es ist wichtig, festzuhalten, dass eine Allianz – wie in Murdochs Pro-Israel Nachrichtenimperium von Saudi-Fürst Alwaleed-bin Talal zugegeben – zwischen Israel, Saudi-Arabien, der Türkei, Kuwait und Katar besteht.

Obwohl ISIS Israel noch nicht angegriffen hat und es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht tun wird, bedroht die bestehende Allianz zwischen diesen Staaten derzeit den Iran. Dem Bericht zufolge dürfte diese Bedrohung auf lange Sicht auf Russland und China übergreifen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://anonymous-news.com/the-greater-israel-policy-needs-isil-terrorism-heres-why/

http://derwaechter.net/die-gross-israel-politik-braucht-den-isis-terrorismus

Wie die Kriege in Syrien und im Irak zum Ende kommen können

 

Mit der Einrichtung der vier von Russland, der Türkei und Iran in Astana vereinbarten Deeskalationszonen in Westsyrien lässt es sich erkennen, wie der Terrorismus in Syrien und Irak besiegt und die Kriege damit in absehbarer Zeit zum Ende kommen könnten.

Und zwar soll es hier im nachfolgenden nicht um die politische Arbeit, Versöhnung und Friedensgespräche gehen, die im Hintergrund natürlich enorm wichtig sind, sondern um eine eher militärische Betrachtung. In die einigermaßen aktuelle und stimmige Wikipedia-Karte „Syrian, Iraqi, and Lebanese insurgencies“ haben wir für die Diskussion der verbleibenden militärischen Arbeit mögliche Operationen zur Eliminierung der Terrorgruppe ISIS sowie die vier Deeskalationszonen eingezeichnet.

Bezüglich der militärischen Beendigung des Krieges im Irak ist die Diskussion einfach. Wenn das Team aus irakischer Armee, Bundespolizei und Volksmobilisierungseinheiten die noch unter Kontrolle der Terrorgruppe ISIS verbliebenen Gebiete, einschließlich des Rests von Mossul, eingenommen hat, könnte der heiße Krieg im Irak erstmal vorbei sein. Denkbar ist dabei zwar auch, dass kurdische Peshmerga eine oder beide der ISIS-Taschen Hawija östlich der Straße Bagdad-Mossul und Tel Afar nordwestlich von Mossul einnehmen, aber für die Beendigung des Krieges im Irak macht das wenig Unterschied, solange es darüber nicht zu einer Fortsetzung des Krieges als heißer Krieg zwischen Bagdad und der kurdischen Regionalverwaltung in Erbil kommt. Damit, dass Erbils Peshmerga das noch von ISIS beherrschte irakische Gebiet an der Grenze nach Syrien einnehmen, ist nicht zu rechnen, weil sie keinen Zugang zu dem Gebiet haben.

Der auf der Karte verzeichnete Zugang durch die Sanjar-Berge von Norden her dürfte für Erbil praktisch für eine Offensive gen Süden nicht nutzbar sein, weil in den Sanjar-Bergen de facto starke PKK-nahe jesidische YBS-Kräfte den Ton angeben, die sich alles andere als gut mit Erbil verstehen und selbst keine Ambition auf die Einnahme arabisch geprägter Stammesgebiete haben. Auch eine Einnahme von im Irak liegendem Grenzgebiet durch Kräfte aus Syrien, etwa Kräften von SDF/YPG oder Maghawir-Kommandos, ist aufgrund der politischen Komplikationen, die so etwas in Bagdad auslösen würde, eher nicht zu rechnen, oder allenfalls sehr begrenzt, sofern es als Selbstbefreiung von ISIS vermarktet werden kann. Daraus folgt, dass für die Säuberung des grenznahen Gebietes von ISIS im Großen und Ganzen nur die irakische Armee in Frage kommt.

Auch in Syrien besteht das Gebiet des heißen Krieges außer den vier Deeskalationszonen im Großen und Ganzen nur noch aus dem ISIS-Gebiet. Die Kräfte von Euphrat-Schild, Maghawir und YPG führen im Moment weder Offensiven gegen die syrische Armee noch untereinander durch, so schwierig und brüchig der Waffenstillstand zwischen Euphrat-Schild-Kräfte und YPG auch sein mag. Sofern die Groß- und Regionalmächte auch weiterhin den Willen dazu aufbringen, dass das so bleibt, was zwar längst nicht sicher ist, aber auch nicht unwahrscheinlich, sollte es nun in Syrien militärisch darum gehen, wer welches Gebiet von der Terrorgruppe ISIS befreit.

Anzunehmen ist dabei, dass die US-gestützten YPG/SDF-Kräfte mit ihrer Raqqa-Operation weitermachen und die Stadt Raqqa und ihre Umgebung früher oder später dann in langer und mühevoller Arbeit auch einnehmen werden. Weiterhin ist anzunehmen, dass die ebenfalls US-gestützten Maghawir-Kommandos ihnen ideologisch und familiär nahestehende Städte und Ortschaften, die südlich von Deir Ezzor am Euphrat liegen, einnehmen. Ein von dieser Truppe vor einiger Zeit schon einmal unternommener Versuch diesbezüglich ging zwar in die Hose, aber da die Truppe inzwischen mehr Training vom US-Militär bekommen hat und die Terrorgruppe ISIS immer schwächer wird, dürfte das demnächst zumindest teilweise klappen. Wenig wahrscheinlich ist, dass sie die Stadt Deir Ezzor einnehmen oder eine Verbindung ihres Gebietes zu den YPG/SDF-Gebieten weiter nördlich herstellen, weil sie dabei syrischen Interessen und der syrischen Armee und ihren Partnern in die Quere kommen würden und sie sich damit in einen Krieg gegen die syrische Armee und ihre Partner manövrieren würden, der den sie kaum gewinnen können und der dem Wunsch des neuen US-Präsidenten Trumps nach einem Sieg gegen ISIS zuwider laufen würde. Sollte sich die Maghawir-Truppe nun als kampfstark erweisen, ist allerdings denkbar, dass sie den Euphrat überschreiten und entlang der Grenze eine Sicherheitszone gegen ISIS zu den dann von ihnen beherrschten Städten am Euphrat schaffen. Den Rest des noch von der Terrorgruppe ISIS beherrschten Gebietes in Syrien zu befreien, wäre dann Sache der syrischen Armee und ihrer Partner.

Die syrische Armee und ihre Partner hätten damit in verschiedenen Feldzügen noch ein ziemlich großes Gebiet von ISIS einzunehmen, von der irakischen Grenze nordöstlich der Stadt Deir Ezzor über die Stadt Deir Ezzor, das gesamte bergige Wüstenland zwischen Deir Ezzor, Palmyra, Salamiya und Ithria sowie die Maskanah-Eben bis hin zur Jarah-Airbase östlich von Deir Hafr in der Provinz Aleppo. Das von der syrischen Armee einzunehmende ISIS-Gebiet wäre von der Fläche her zwar sehr groß, umfasst aber, mit Ausnahme des noch von ISIS beherrschten Teils der Stadt Deir Ezzor, keine größeren Bevölkerungszentren, sodass die syrische Armee und ihre Partner das mit ihrer Überlegenheit an schweren Waffen recht zügig schaffen sollten. Die syrische Regierung würde durch die Einnahme des ISIS-Gebietes im geografischen Zentrum Syriens eine breite Verbindung zwischen den Regierungsgebieten im Westen, Osten, Süden und Norden Syriens schaffen und damit die zentrale Rolle der Regierung in Damaskus in Syrien sichern. Durch die Einnahme eines Stücks Grenzgebiet zum Irak nordöstlich der Stadt der Ezzor würde dabei das syrisch-irakische Ziel gewahrt, einen unter Kontrolle der Regierungen stehenden Korridor zu schaffen, durch den unter anderem eine bereits vereinbarte Pipeline vom Iran durch Irak und Syrien ans Mittelmeer gebaut und eine vollständig unter Kontrolle der Regierungen stehende Straßenverbindung geschaffen werden könnte.

Schaut man sich die hier angenommenen Aufgaben der unterschiedlichen Akteure im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS an, so dürften diese einschließlich der Entschleunigungen durch lokale Verhandlungen, Ablenkungen und Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten in einem oder vielleicht eineinhalb Jahren zu bewältigen sein, womit dann die Terrorgruppe ISIS Geschichte wäre. Sollte der ein oder andere Akteur mehr Schwierigkeiten mit seiner Aufgabe haben oder schneller als erwartet fertig werden, so wäre es im Sinne einer möglichst schnellen Beendigung des Krieges natürlich logisch, wenn dann ein Akteur im Kampf gegen ISIS Aufgaben macht, die hier einem anderen Akteur zugeordnet wurden, solange der Akteur damit nicht strategischen Zielen eines anderen Akteurs in die Quere kommt. Also, wenn etwa die Kräfte von SDF/YPG mit der Stadt Raqqa überraschend schnell fertig würden, so spräche nichts dagegen, dass sie anschließend auch noch die Maskanah-Ebene machen. Auf solche Details kommt es insofern nicht an. Wichtig ist, dass damit für die syrische Bevölkerung erreicht würde, dass der Krieg ein Ende hat. Weiterhin würde die Regierung in Damaskus damit die wichtigsten Bevölkerungszentren sowie die geografische Mitte des Landes beherrschen, womit die Macht von Damaskus auf lange Sicht gesichert wäre und außerdem hätte Damaskus damit einen Land-Korridor nach Teheran, der als geografische Basis für eine erfolgreiche Zukunft der Achse des Widerstandes ausreichen würde. Und sollte der Kampf gegen ISIS etwa so wie hier beschrieben und auch in dem zeitlichen Rahmen ablaufen, könnte US-Präsident Trump sich rechtzeitig zu den Wahlen zum Kongress im November 2018 als der Mann präsentieren, der ISIS besiegt hat, was ihm und seinen Getreuen innenpolitisch sicher sehr hilfreich wäre.

Obgleich offiziell keine bedeutende Kraft der Welt auf der Seite von ISIS gesehen werden will, so gibt es dennoch Kräfte, die eine Beendigung des Krieges wie hier skizziert unbedingt verhindern wollen, allen voran Saudi Arabien, Israel und ihre Lakaien in Syrien, arabischen Staaten und der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft. Da es für diese Kräfte schwierig sein dürfte, den erfolgreichen Kampf gegen ISIS direkt zu sabotieren, dürfte sich die zu erwartende Sabotage woanders abspielen, und zwar insbesondere in den vier Deeskalationszonen. Es ist natürlich ohnehin unrealistisch, zu erwarten, dass von den vier Deeskalationszonen keine Angriffe mehr ausgehen, aber wenn da weiter angeheizt würde, könnten mehr Kräfte, insbesondere Kräfte der syrischen Armee, gebunden werden, die für den Kampf gegen ISIS fehlen. Bei den zwei Deeskalationszonen, Rastan und Ost-Ghouta, dürfte das jedoch schwierig werden, weil sie von der syrischen Armee vollständig umzingelt sind. Und die von der Anzahl der sich darin aufhaltenden Terroristen her größte Deeskalationszone Idlib ist zwar sicher für noch jede Menge Gewalt gut, aber solange das türkisch-russische Einverständnis zu den Deeskalationszonen hält, ist auch diese Zone vollständig umzingelt.

Schwieriger ist die Situation in Südsyrien, wo die Deeskalationszone an Jordanien und dem israelisch besetzten Golan grenzt. Zwar scheint es so auszusehen, dass Jordanien trotz saudisch-israelischen Drucks die Deeskalationszonen zaghaft unterstützt, doch bleibt da immer noch die Möglichkeit, dass Israel versuchen wird, über den direkt an die Deeskalationszone angrenzenden israelisch besetzten Golan, mit Waffenlieferungen, Transitpassagen für Terroristen, Spezialkräften der IDF und mit seiner Luftwaffe da den Krieg weiter kräftig anzuheizen. Deshalb könnte die Deeskalationszone Südsyrien neben dem für diesen Krieg typischen False-Flag-Terror und zionistischer Propaganda das Hauptproblem werden, dem sich die Anti-ISIS-Kräfte in den nächsten Monaten gegenübersehen werden. Das erklärt auch, weshalb die syrische Regierung nicht kapitulationswilligen Terroristen in verschiedenen Gebieten Syriens zwar die Evakuierung nach Idlib anbietet, nicht jedoch die Evakuierung nach Daraa oder Quneitra. Um das zionistische Apartheidregime dazu zu bringen, zu akzeptieren, dass die Achse des Widerstandes den Krieg in Syrien übersteht, wird es noch erheblicher Anstrengungen bedürfen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/05/06/wie-die-kriege-in-syrien-und-im-irak-zum-ende-kommen-koennen/