Sehr geehrte Deutsche Bürger und Bürgerinnen,
Ich bin seit längerer Zeit der Meinung, dass Deutschland auf eine Katastrophe zusteuert,
aber ich habe nicht die Gelegenheit gehabt, das publik zu machen, weil das mir sinnlos
erschien. Wegen meiner Lebensgeschichte konnte ich die verschiedenen Aspekte des Lebens
in der BRD, besonders die Integration der Ausländer, sehr gut beurteilen.
Deshalb möchte ich Ihnen meine Geschichte kurz beschreiben, damit Sie mich besser verstehen können.
Ich bin in Rumänien geboren und nach dem Abitur 1956 habe ich 12 Semester Flugzeugbau
studiert an der TU-Bukarest. Meine Elter stammten aus Bessarabien, das 1812 von dem
damaligen russischen Zar annektiert wurde. Zwischen 1918 und 1940 wurde Bessarabien
wieder in Rumänien eingegliedert.
Mit der Revolution in Russland haben die Leiden meiner Familie angefangen.
Meine Mutter hatte noch drei Schwestern und einen Bruder und die Familie hat in
Chilia Noua, am Ufer des Donaudeltas, gewohnt. Der Bruder meiner Mutter wurde von der
Roten Armee am Ufer des Dnister erschossen, als er versuchte, zu fliehen.
Das war 1918 und er war 18 Jahre alt.
Die Familie ist daraufhin nach Alt-Rumänien geflüchtet.
Als die Russen im Juni 1940, nach einem Ultimatum von Stalin, in Bessarabien einmarschiert
sind, ist die Familie des Vaters, die auch in Bessarabien, in Calarasi, gewohnt hat, sofort
zu Fuß nach Rumänien geflüchtet. Nur ein Onkel meines Vaters wurde verhaftet und nach
Sibirien deportiert. Niemand wusste, was mit ihm passiert ist. Nach dem Krieg ging es mit
den Leiden weiter. Eine Schwester meiner Mutter hat einen Mann geheiratet, der offen über
die Russische Armee geschimpft hat und er wurde bald verhaftet. Er wurde auch nach Sibirien
geschickt und niemand weißt, was mit ihm passiert ist.
Ein Cousin meines Vaters hat eine Deutsche aus Medias (Siebenbürgen) geheiratet und
1950 sind sie in Viehwagen verfrachtet und auf einem Feld in Baragan (neben Donau)
alleine zurückgelassen worden. Sie haben in Löchern gelebt und dann Häuser gebaut.
Nach fünf Jahren konnten sie zurück in ihre alten Ortschaften zurückkehren.
Sie sehen, dass meine Familie die Errungenschaften der Ideen von unserem Landsmann
jüdischer Abstammung Charlie Murx (Karl Marx) voll genossen haben. Deshalb habe ich
beschlossen, nach meinem Studium, dass ich in diesem korrupten kommunistischen Land
nicht leben will. Ich wollte in Freiheit leben, dort eine Frau finden und
in Freiheit Kinder groß ziehen.
Das war im Juni 1962 nach 12 Semestern Studium des Flugzeugbaus. Mein Plan wurde
nach 13 Jahren Kampf verwirklicht, nach einem Prozess gegen die Regierung für die
Menschenrechte und einer Demonstration vor dem Passamt in Bukarest. Dass ich nicht
verhaftet wurde, ist meiner Schwester zuzuschreiben. Sie hat einen Deutschen aus
München geheiratet und 1970 kam sie nach Bayern. Mein Schwager hat beim BR gearbeitet
und vielleicht deshalb hat die Securitatea nicht den Mut gehabt, mich zu verhaften.
Es waren über mich Sendungen in „Freies Europa“ gemacht worden und alle meine
Bekannten haben mich angesprochen. In diesen 13 Jahren habe ich noch 6 Semester
Mathe studiert. 1975 kam ich nach München und habe schnell politisches Asyl bekommen.
Der deutsche Staat hat mir mit einem Stipendium geholfen, damit ich deutsch lernen konnte.
Ich habe acht Monate mindestens 8 Stunden täglich die Sprache geübt und dann habe ich
sofort eine Arbeit gefunden. Nach drei Jahren (1978) haben ich und meine Schwester
unsere Mutter aus Bukarest zu uns geholt, weil sie dort alleine war. Wir haben nie Geld
vom Sozialamt verlangt und wir selbst haben sie versorgt.
Das war für uns eine starke moralische Verpflichtung. So ist der 60 jährige Krieg
(1918-1978) zwischen der Familie Lipcan und dem Kommunismus zu Ende gegangen.
Das war der Titel einer Schrift, die ich für das Treffenmit meinen Studienkollegen 2001
in Bukarest vorbereitet habe und aus diesen verschiedenen Beiträgen wurde ein Buch gedruckt.
Es hat noch 9 Jahre gedauert, bis ich eine echte Partnerin fürs Leben gefunden habe.
Drei Kinder, ein Junge und zwei Mädchen, kamen auf die Welt und alle haben studiert.
Zwei Kinder haben das Studium beendet (Informatik und Komparatistik) und die jüngste
Tochter wird 2012 fertig mit dem Maschinenbau-Studium. Außerdem habe ich für meine
Kinder eine sehr effektive Altersvorsorge abgeschlossen,
Weil in 30 Jahren die Renten sowieso „Minirenten“ sein werden. Nach einem halben
Jahrhunderthabe ich meinen Traum verwirklicht. Ich muss aber zugeben, dass
so ein Traum ohne einen Willen wie Kruppstahl nicht zu realisieren ist.
Nur die Motivation, die Anwesenheit der Familie und der Wunsch nach einem besseren
Leben in Freiheit haben mich auf Trapp gehalten. Nachdem ich Ihnen den Verlauf
meines bewegten und verrückten Lebens beschrieben habe,
möchte ich nun meine Frage erläutern.
Ich habe die verschiedenen Aspekte des Leben in Deutschland versucht zu verstehen
und habe mir aus allen diesen Überlegungen eine Meinung gebildet, wollte aber
niemals etwas veröffentlichen. Wie ich am Anfang geschrieben habe, habe ich
die Meinung, dass wir als Volk langsam aber sicher in die Selbstzerstörung gleiten.
Es gibt mehrere Aspekte, die mir sehr große Sorgen bereiten.
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PS :
Nehmt euch die Zeit , den Artikel zu lesen ,er ist definitiv absolut lesenswert ! 😉