Nach Huthi-Angriff auf Öl-Raffinerie droht Wirtschaftskrise: USA wären gerüstet, Deutschland nicht

Von Reinhard Werner

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben sich zu dem folgenschweren Drohnenangriff auf die saudi-arabische Ölraffinerie in Abkaik bekannt. Die USA wollen weitere Untersuchungen abwarten, ehe Präsident Donald Trump über allfällige Reaktionen entscheidet. Der Produktionsausfall in Saudi-Arabien ruft Ängste ob einer möglichen drastischen Steigerung des Ölpreises hervor.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten stets deeskalierend auf iranische Provokationen reagiert und versucht, dem Regime in Teheran eine Rückkehr zu konstruktivem Verhalten zu ermöglichen.

Nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne über internationalen Gewässern in der Golfregion hat der Präsident im Juni bereits zum Vergeltungsschlag in der Luft befindliche Kampfjets zurückbeordert, um Menschenleben zu schonen. Im gleichen Monat stellte er dem Iran Gespräche und Möglichkeiten zur Wirtschaftsentwicklung in Aussicht, sollte das Regime seine Ambitionen aufgeben, eine Atombombe zu entwickeln. In der Vorwoche entließ Trump seinen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton, der für eine entschlossenere Politik gegenüber Teheran eintrat.

Dass am Samstag (14.9.) ein Angriff mit zehn Drohnen auf die wichtigen Ölraffinerien der Saudi Aramco in Abkaik bis auf Weiteres zum Ausfall von mehr als der Hälfte der saudi-arabischen Ölproduktion geführt hat, könnte eine neue Eskalationsstufe in der Strategie Teherans darstellen, die US-Regierung entweder als zahnlosen Tiger dastehen zu lassen oder im Fall einer spürbaren Reaktion den Nahen Osten und die Weltwirtschaft ins Chaos zu stürzen.

„Noch nie dagewesener Angriff auf die weltweite Energieversorgung“

Die Raffinerie, die am Samstag angegriffen wurde, produziert täglich 5,7 Millionen Barrel an Rohöl, das sind mehr als fünf Prozent des weltweiten Bedarfes. 

In einem Beitrag auf Twitter erklärt US-Präsident Donald Trump, es gibt „Gründe, davon auszugehen dass wir den Urheber kennen, und sind im Fall der Bestätigung zur unverzüglichen Reaktion bereit“, man wolle aber erst mit dem Königreich Saudi-Arabien abklären, welches Ergebnis die dortigen Untersuchungen ergäben und unter welchen Voraussetzungen man fortfahren solle.

Während Trump nicht explizit den Iran als möglichen Urheber nannte, deuten US-Ermittlern zufolge, wie „Fox News“ berichtet, erste Spuren in Richtung Teheran. Auch Außenminister Mike Pompeo unterstreicht auf Twitter, dass die Wahrscheinlichkeit einer iranischen Urheberschaft des Angriffs hoch sei:

Teheran steckt hinter fast 100 Angriffen auf Saudi-Arabien, während Rohani und Sarif so tun, als ob sie an Diplomatie interessiert wären, hat der Iran einen noch nie dagewesenen Angriff auf die weltweite Energieversorgung gestartet. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Angriffe aus dem Jemen kämen.“

Die dortigen, als Proxys des Iran agierenden Huthi-Rebellen haben ihrem Brigadegeneral Jahia Sarie zufolge bereits die Verantwortung für den Angriff übernommen. Er sprach von einem „massiven Angriff mit zehn Drohnen“, den die schiitischen Extremisten durchgeführt hätten. Bereits im Vormonat und im Mai hatten die Huthis Öl- und Erdgasanlagen in Saudi-Arabien mit Drohnen angegriffen.

Verfügen Terroristen über Drohnen mit Motoren aus Deutschland?

In der Vergangenheit hatte es zwar oft Zweifel darüber gegeben, dass die Rebellen in der Lage wären, die 800 Kilometer von der jemenitischen Grenze entfernte Anlage mit ihren Waffensystemen erreichen zu können. Dafür spricht jedoch, dass die Huthis einem UN-Bericht zufolge dank Aufrüstung durch den Iran über Drohnen mit einer Reichweite von bis zu 1500 Kilometern verfügen, die zudem bis zu 18 Kilogramm Sprengstoff transportieren können.

Gil Yaron weist in einer Analyse für die „Salzburger Nachrichten“ darauf hin, dass die Rebellen den UN-Erkenntnissen zufolge bereits Zugriff auf eine neue Drohne vom Typ UAV-X mit „deutlich erhöhter Lebensdauer und Reichweite“ haben sollen – auch dank der Nutzung von „in Deutschland hergestellten Motoren vom Typ 3W110i B2“.

Darüber hinaus sind aber auch andere Ausgangspunkte des Angriffs denkbar. Das Bezug habende Kommuniqué der Huthis spricht selbst von einer „Kooperation ehrenhafter Menschen“ in Saudi-Arabien selbst, was zum einen ein Ablenkungsmanöver und einen Versuch darstellen könnte, die eigene Bedeutung zu übertreiben – zum anderen aber auch der Wahrheit nahekommen und illustrieren könnte, dass der Iran tatsächlich bereits Einfluss auf die schiitische Minderheit im Osten des Königreichs Saudi-Arabien gewonnen hätte. Zudem hätte auch eine iranische Proxy-Gruppe im Irak den Angriff durchführen können.

Teheran könnte über Schädigung der Weltwirtschaft Trump-Wiederwahl verhindern wollen

Die öffentliche Erörterung der mutmaßlichen Verantwortlichkeit für den Angriff auf die saudische Raffinerie hat den Iran unterdessen zu weiteren Drohungen veranlasst. Man sei „zu einem umfassenden Krieg bereit“, erklärte Amir Ali Hadschisadeh, Befehlshaber der Luftwaffe der in den USA als terroristische Vereinigung eingestuften „Iranischen Revolutionsgarde“.

Alle amerikanischen Stützpunkte und ihre Flugzeugträger würden sich „in einer Entfernung von bis zu 2.000 Kilometern in Reichweite unserer Raketen befinden“, zitiert die Agentur Tasnim den Kommandanten. Gleichzeitig bezeichnet Teheran die Berichte über eine iranische Handschrift hinter dem Angriff als „größtmögliche Lügen“.

Unterdessen wächst die Angst vor tiefgreifenden Folgen für die Weltwirtschaft. Die „Welt“ schreibt von Befürchtungen, der Ölpreis könnte infolge der neuerlichen Erinnerung an die Verwundbarkeit eines der größten weltweiten Produktionsländer schon bald von derzeit 60 auf etwa 100 US-Dollar je Barrel ansteigen. Dies könnte nach dem Handelsstreit, den Unsicherheiten rund um den Brexit und einer generell erlahmten Konjunktur den endgültigen Anstoß zu einer globalen Rezession geben.

Im Wissen um den Unwillen der US-Regierung, eine kriegerische Eskalation im Nahen Osten herbeizuführen, könnte der Iran gezielt versuchen, mit Provokationen dieser Art die US-Wirtschaft auf Umwegen über einen höheren Ölpreis zu treffen. Eine globale Rezession, die auch die USA nicht verschonen würde, könnte Präsident Donald Trump im Wahljahr schaden und die Chance erhöhen, dass ein demokratischer Kandidat zum Präsidenten gewählt wird, der gegenüber dem Iran eine freundlichere Politik verfolgen würde.

Der aussichtsreichste Kandidat der Demokraten, Joe Biden, war Vizepräsident, als Barack Obama 2015 seinen umstrittenen Atomdeal mit Teheran ausgehandelt hatte. Biden tritt explizit mit dem Versprechen an, an die Politik der Administration Obama anzuknüpfen.

Strategische Ölreserve steht in den USA bereit

In den USA ist man auf dieses Szenario eingestellt. Am Sonntag hat Präsident Donald Trump die Nutzung der nationalen Notreserve an Öl für Texas und mehrere andere Bundesstaaten bewilligt. Die Strategische Ölreserve wird vom Energieministerium administriert und reicht als Einrichtung in die Zeit der Ölkrise der 1970er Jahre zurück. Mit der Option auf Nutzung der Reserve, die zuletzt im Zuge der Libyen-Krise 2011 freigegeben wurde, will Trump einem zu erwartenden Preisschock an den Rohstoffmärkten entgegenwirken.

Bereits am Sonntag erlebte bei Markteröffnung der Preis für die Nordsee-Sorte Brent einen Anstieg um mehr als 19 Prozent auf 71,95 Dollar je Barrel. Auch an der Warenterminbörse Mercantile Exchange in New York legte der Preis für US-Rohöl am Montagmorgen um 5,61 Dollar je Barrel oder 10,2 Prozent auf 60,46 Dollar zu. Leichtöl erlebte einen Anstieg um mehr als 15 Prozent auf 63,34 US-Dollar. Im weiteren Verlaufe des Handelstages trat eine leichte Erholung ein.

Die USA selbst hätten von einem Engpass im Bereich der Ölversorgung wenig zu befürchten. Sie sind im Laufe der vergangenen Jahren selbst zum weltgrößten Produzenten aufgestiegen, verfügen über dezentrale Produktionsschwerpunkte und können nicht nur sich selbst ausreichend mit Öl versorgen, sondern auch Verbündete. Allerdings würde ein dauerhafter drastischer Anstieg der Preise auf den Weltmärkten vor allem Schwellenländer wie die Volksrepublik China, Indien oder die Türkei treffen und auf diese Weise das Wachstum der Weltwirtschaft erlahmen lassen. Auch die Verbraucherpreise würden in den USA steigen und der Preisschock würde am Konsumenten nicht vorbeigehen.

Für Deutschland 34 Milliarden US-Dollar an Mehrkosten möglich

Deutschland hingegen könnte im Fall eines Anstiegs des Ölpreises auf 100 US-Dollar davon ausgehen, künftig zusätzliche 34 Milliarden US-Dollar in seine Versorgung investieren zu müssen, schreibt die „Welt“ weiter – in einer Zeit, in der Politik, Medien und die sogenannte Zivilgesellschaft unisono nach Wegen suchen, preiswerte und versorgungssichere Energieträger aus ideologischen Gründen durch kostspieligere und unstete Energieträger zu ersetzen.

Immerhin wäre ein Preisniveau dieser Art immer noch 50 US-Dollar von jenem entfernt, das der Ölpreis Ende der 2000er Jahre kurz vor dem Ausbruch der Finanzmarktkrise erreicht hatte.

https://www.epochtimes.de/politik/welt/nach-huthi-angriff-auf-oel-raffinerie-droht-wirtschaftskrise-usa-waeren-geruestet-deutschland-nicht-a3003479.html

Mit deutschen Waffen gegen Völkerrecht

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Die neuste militärische Offensive der Saudis gegen die jemenitische Hafenstadt Hudaida verschärft die humanitäre Krise in dieser Region um ein Vielfaches. Systemmedien berichten kaum über die schlimmste humanitäre Katastrophe der heutigen Zeit. Deutschland jedoch erhöht wieder die Exportgenehmigungen für Waffen und Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien.

Vergangenes Jahr veröffentlichte Amnesty International (AI) einen Bericht über die Kriegsverbrechen, die im Jemen von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien begangen werden. Menschen verschwinden oder werden teils bis zum Tod gefoltert – sexuelle Gewalt und andere Formen der Misshandlung sind an der Tagesordnung. In geheimen Gefängnissen werden Menschen jahrelang ohne Anklage inhaftiert. Doch die meisten dieser Verbrechen bleiben straffrei. Amnesty International fordert die USA als auch die jemenitische Regierung auf, diese Verbrechen zu unterbinden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind Teil einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, die seit März 2015 dort einen Krieg gegen den Jemen führt. Das Land ist zum Schlachtfeld geostrategischer Interessen geworden. Der Iran soll auch im Jemen den „schiitischen Halbmond“ anführen, so die Begründung für den Krieg.

Die Militärkoalition der VAE und Saudi-Arabien hat eine Luft-, Land- und Seeblockade über den gesamten Jemen verhängt. Dadurch wird der jemenitischen Bevölkerung seit vier Jahren der Zugang zu Hilfslieferungen verwehrt und zugleich alle Fluchtwege abgeschnitten. Die Invasoren jedoch werden von den USA, Großbritannien und Frankreich in Form von logistischer militärischer Hilfe als auch durch die Entsendung von „Spezialkräften“ unterstützt. Viele weitere Staaten – dazu gehört auch Deutschland – gehören mit ihren Rüstungsexporten in Milliardenhöhe nach Saudi-Arabien und in die VAE ebenfalls zu den Unterstützern dieses völkerrechtswidrigen Krieges.

Die Vereinten Nationen sprechen vom Jemen sogar von der größten humanitären Katastrophe unserer Zeit. Durch die Invasion und den Krieg sind inzwischen drei Viertel der Bevölkerung, die bereits vor dem Krieg als arm galt, auf humanitäre Hilfe angewiesen. 11 Millionen Menschen sind vom Tod bedroht, 8 Millionen befinden sich an der Schwelle zur Hungersnot und 17 Millionen gelten als ernährungsunsicher.

Die Begründung der Saudis für die Blockade des Jemen lautet: Angeblicher Schmuggel iranischer Waffen in den Jemen und dadurch die Gefahr, selbst zum Ziel von Angriffen aus dem Jemen zu werden. Die Raketen, die der Jemen tatsächlich auf Saudi-Arabien abgeschossen hat, galten der Selbstverteidigung gegen den brutalen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Saudi-Arabiens.

Die Bundesregierung unterstützt letztlich seit vier Jahren eine Politik, die dem Jemen eine selbstbestimmte politische und wirtschaftliche Entwicklung versagt und eine politische Lösung verhindert hat. Stattdessen verhindert die Bundesregierung durch die fortgeführten Waffenlieferungen aus deutschen Rüstungskonzernen die Beendigung der größten humanitären Katastrophe unserer Zeit. Unterstützt wird die Bundesregierung in ihrer Politik durch die Medien, die dieses Thema weitgehend unbeachtet lassen und die Bundesregierung dafür kaum zur Rechenschaft ziehen.

https://www.watergate.tv/mit-deutschen-waffen-gegen-voelkerrecht/

Der offene Brief eines syrischen Flüchtlings wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre heuchlerische Syrienpolitik vor.

 

Sabolive 16

Am 31.01.2019 veröffentlicht

Der offene Brief eines syrischen Flüchtlings wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre heuchlerische Syrienpolitik vor.

Ein Kommentar von Karin Leukefeld.

Der Syrer Majd Abboud hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. In den letzten Monaten suchte er in Deutschland und der Schweiz dringend nach Medien, die bereit wären seinen Brief zu veröffentlichen. Meist erhielt er nicht einmal eine Antwort. Abboud ist 42 und von Beruf Zahnarzt. 2015 kam er nach Deutschland und wohnt jetzt in Saarbrücken. Sein Vorwurf an Merkel: die Voraussetzungen für Integration seien auch nach drei Jahren immer noch nicht gegeben. Grund: Deutschland komme seinen Gästen zu weit entgegen und weise Islamisten zu wenig in ihre Schranken. Auch die Sicht der Bundesregierung auf den Syrienkrieg sei tendenziös, da so genannte „Rebellen“ einseitig idealisiert würden. […] (Text vermittelt durch Karin Leukefeld.)

Offener Brief eines syrischen Flüchtlings an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

da das Ende Ihrer Amtszeit in Sicht ist, möchte ich dies zum Anlass nehmen, Ihnen ganz herzlich dafür zu danken, dass Sie mir und meinen Landsleuten Hilfe in der Not geleistet und Ihr Land für vor Krieg und Terror fliehende Menschen geöffnet haben. Dadurch haben Sie uns sehr viel Leid erspart, wir sind hier in Sicherheit und haben die Möglichkeit, in Frieden zu leben. Außerdem habe ich es immer als große Chance für uns Syrer empfunden, im Kontakt mit Europäern eine neue Kultur kennenzulernen, die uns neue Perspektiven eröffnet und es uns ermöglicht, unseren Horizont zu erweitern.

Leider habe ich in Erfahrung gebracht, dass die Voraussetzungen für echte Integration kaum gegeben waren und es auch heute noch, nach drei Jahren, nicht sind. Vielmehr empfand ich die sogenannte Integration eher als Einbahnstraße: Deutschland kam den Geflüchteten sehr stark entgegen, forderte von jenen aber kein Entgegenkommen ein. Erschwerend kam hinzu, dass die deutsche Identität für Zugewanderte kaum zu erkennen ist. Es scheint, als ob sich das Land dafür schäme und deswegen Schwierigkeiten hat, seine Werte zu vermitteln.

In krassem Gegensatz hierzu ist anzumerken, dass viele Geflüchtete über ein übersteigertes, vielfach radikales Zugehörigkeitsgefühl dem Islam gegenüber verfügen, und oftmals dem Staat und der Gesellschaft schon in Syrien Probleme bereitet haben. Ich war voller Hoffnung, dass Sie, Frau Merkel, es schaffen würden, ein friedliches Miteinander zwischen beziehungsweise mit den Zugewanderten zu ermöglichen, was wir in Syrien aufgrund der zunehmenden Radikalisierung und der westlichen Investition in den politischen Islam nicht erreicht haben.

Über Ihre Motive wurde ja immer viel spekuliert, und meistens wurde diese Frage damit beantwortet, dass Sie aus Humanität und christlicher Nächstenliebe gehandelt hätten.

Doch wenn von Menschlichkeit die Rede ist, dann hätten Sie die neulich von Ihnen verlängerten Sanktionen gegen Syrien beenden sollen. Denn darunter leiden seit Jahren immer noch Millionen von Menschen, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen.

Schließlich haben auch diese Menschen Nächstenliebe verdient. Auch in einer echten Demokratie, für die Sie ja immer werben, dürfen diese Menschen ihre politische Einstellung haben, ohne dafür bestraft zu werden

 

Für eine Handvoll Dollar: Saudis setzen im Jemenkrieg sudanesische Kindersoldaten ein

Für eine Handvoll Dollar: Saudis setzen im Jemenkrieg sudanesische Kindersoldaten ein
Sudanesische Kindersoldaten, Februar 2018
Der Jemenkrieg schafft es nicht aus dem Schatten der internationalen Berichterstattung. Dass sich nun heraustellte, dass Saudi-Arabien bei seinem verheerenden Feldzug auch auf Kindersoldaten aus dem Sudan setzt, wird daran mutmaßlich wenig ändern.

Auch wenn zuletzt vor allem die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien in Schweden die spärlichen Schlagzeilen bestimmten, geht der Jemenkrieg bereits in sein viertes Jahr und hat nichts an Brutalität eingebüßt. Der vom Goliath Saudi-Arabien und seiner Koalition geführte Krieg unter dem Feldherrn Mohammed bin Salman ist die größte humanitäre Katastrophe der jüngeren Zeitgeschichte. Zwölf Millionen Menschen stehen am Rand einer Hungersnot, 85.000 Kinder verloren nach aktuellen Angaben ihr Leben im Kampf des absolutistischen Königreichs gegen vermeintlich vom Iran logistisch unterstützte Huthi-Rebellen.

Wie sich nun herausstellte, greift Saudi-Arabien bei seinem Krieg nicht nur auf prominente Unterstützung seitens der transatlantischen Gemeinschaft zurück. Gern gesehen in den Reihen der Koalitionssoldaten sind auch Söldner aus aller Herren Länder. Der Petrodollar macht es möglich. Diese fließen auch in den Sudan, den nunmehr drittgrößten Flächenstaat Afrikas. Der von der sogenannten internationalen Gemeinschaft geächtete Sudan unter Staatschef Umar al-Baschir steht im Jemenkrieg eng an der Seite des saudischen Königshauses.

14.000 sudanesische Kämpfer unterstützen zu jedem Zeitpunkt in bald vier Jahren“ den Jemenkrieg als Teil der saudischen Koalition, weiß die New York Times zu berichten.

Bei den gekauften Sudanesen handelt es sich überwiegend um ehemalige Darfur-Kämpfer, die sogenannten „Dschandschawid“. Unter ihnen seien demnach viele Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahre. Sie sind wesentlich billiger zu haben als etwa US-Söldner, die ebenfalls in den Reihen der Koalition Dienst tun.

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Einige der Familien der ehemaligen „schnellen Eingreiftruppe“, berüchtigt für ihr brutales und erbarmungsloses Vorgehen in Darfur, sind derart verzweifelt, dass sie demzufolge auch auf Bestechung zurückgreifen, um ihre Söhne gegen Bares in den Dienst der Saudis zu stellen. Der Anteil der Kinder in den Reihen der sudanesischen Jemen-Söldner schwankt dabei zwischen 20 und mehr als 40 Prozent.

Die Saudis haben uns gesagt, was wir mithilfe der Telefone und Geräte tun sollen. Sie haben nie mit uns gekämpft“, sagte Mohamed Suleiman al-Fadil, ein 28-jähriges Mitglied des Stammes der Bani Hussein, das Ende letzten Jahres aus dem Jemen zurückkehrte.

Nach Angaben eines weiteren Kämpfers, der in den Kampf um die Hafenstadt Hudaida verwickelt war, verheizten die Saudis ihre Söldner aus dem Sudan „wie Feuerholz“. Während die sudanesischen Söldner ins Feuer geschickt würden, zögen es die saudischen und emiratischen Kommandanten dabei vor, sicheren Abstand zur Front zu halten. Die Kommunikation finde aus weiter Distanz über Headsets und GPS statt, gaben Soldaten der Koalition an.

Dass die Monarchie am Persischen Golf auf Kindersoldaten zurückgreift, wird von offizieller Seite jedoch bestritten:

Die Behauptungen, dass es in den Reihen der sudanesischen Streitkräfte Kinder gibt, sind fiktiv und unbegründet“, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Malki in der Erklärung.

Vielmehr sei demnach das Gegenteil der Fall. Zumindest erklärte al-Malki Anfang Dezember während einer Pressekonferenz, dass die Militärkoalition 102 „Kinderrekruten“ aus den Fängen der Huthi-Guerilla „befreit und rehabilitiert“ habe.

Auch wenn sich die Angaben nicht verifizieren lassen, scheint eines sicher. Mit dem von saudischer Seite angebotenen Sold können die Huthis sicherlich nicht mithalten. „Sie kämpfen im Jemen, weil sie wissen, dass sie im Sudan keine Zukunft haben“, erklärt der Wirtschaftsberater Hafiz Ismail Mohamed.

Wir exportieren Soldaten für den Kampf, als wären sie Ware, die wir in Fremdwährung umtauschen.

Mohamed beklagt den Zustand der sudanesischen Wirtschaft, wo ein qualifizierter Arzt höchstens 500 US-Dollar im Monat verdiene, während selbst ein unerfahrener Rekrut für einen Monat Söldnereinsatz 655 US-Dollar erhalte – plus 10.000 US-Dollar Bonus nach sechsmonatiger Dienstzeit.

https://deutsch.rt.com/international/81894-fur-zwei-handvoll-dollar-saudis-jemenkrieg-kindersoldaten/

Israelischer Angriffskrieg gegen Syrien

 

Inoffiziellen Meldungen zufolge hat die syrische Luftabwehr am heutigen Mittwoch Abend erneut eine Rakete abgeschossen, die das Apartheidregime von Tel Aviv auf die syrische Hauptstadt Damaskus geschossen haben soll.

Und wie bereits beim gestrigen israelischen Raketenangriff auf Damaskus soll die zionistische Luftwaffe auch heute wieder nahe der syrischen Grenzen und über dem israelisch besetzten Golan zahlreiche Flüge unternehmen, die anscheinend der Einschüchterung der Bevölkerung oder der Verwirrung der syrischen Streitkräfte dienen sollen. Zeitlich abgestimmt dem israelischen Raketenangriff auf Damaskus beschossen am heutigen Abend von Israel unterstützte Terroristen die nahe der Damarkationslinie zum besetzten Golan liegende Al-Baath-Stadt mal wieder mit Granaten.

Diese israelischen Akte der Aggression und des Terrors gegen Syrien sind inzwischen schon so alltäglich, dass sie in den Nachrichten kaum noch erwähnt werden, zumal Syrien und seine Partner bislang noch nie zurückgeschossen haben. Der israelische Luftwaffenchef hat im letzten Jahr denn auch eher beiläufig zugegeben, dass das zionistische Regime in den letzten Jahren beinahe Hundert mal Angriffskriegshandlungen in Form von Bombenangriffen gegen Syrien verbrochen hat. Israelische Verbrechen gegen Syrien wie das heutige könnten also reine Routine sein.

Allerdings wurde heute gemeldet, dass das zionistische Regime im besetzten Golan nahe der Demarkationslinie zum souveränen Syrien gerade Dutzende Panzer aufgefahren hat. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass das zionistsiche Regime gegenwärtig nicht nur wie üblich Angriffe aus der Luft und verdeckte Operationen mit Terroristen, Söldnern und verdeckt operierenden Spezialtruppen gegen Syrien plant, sondern diesmal auch eine Offensive am Boden mit regulären israelischen Panzertruppen zu unternehmen gedenkt.

Dafür würde auch sprechen, dass Zionistenführer Netanjahu nach seinem Besuch in Moskau heute erklärt hat, es sei unwahrscheimlich, dass Russland versuchen werde, zukünftige israelische Militäraktionen in Syrien zu begrenzen. Frühere Spekulationen diesbezüglich hätten sich stets als falsch erwiesen, und deshalb habe er keine Grundlage zu denken, dass es „diesmal“ anders sein werde, fügte Netanjahu hinzu. Diese Worte könnten auf eine Invasion mit Bodentruppen zum Zweck der weiteren Ausdehnung von Israel gemünzt sein, denn nachdem Israel seine letzte Gebietsausdehnung mit der international nicht anerkannten Annexion des 1967 von zionistischen Truppen besetzten syrischen Golan abgeschlossen hat, steht nun natürlich die nächste Runde des Landraubes in Syrien auf der großisraelischen Agenda. zu der Annahme, dass das zionistische Regime gerade eine neue Runde der militärischen Gebietsausdehnung „Israels“ in Syrien plant, passt auch, dass das zionistische Militär gestern Reservisten mobilisiert hat und in Erwartung einer größeren militärischen Konfrontation Schutzräume im besetzten Golan für Zivilisten geöffnet hat.

Wie schon beim israelischen Angriffskrieg 1967 sieht es so aus, dass das israelische Regime seinen zum Zweck des Landraubes geführten Angriffskrieg international mal wieder als „Präventivkrieg“ vermarkten will, diesmal, so grotesk das auch klingen mag, gegen eine völkerrechtlich völlig legale Präsenz Irans in Syrien. Netanjahu könnte dabei darauf hoffen, dass ihn ein erfolgreicher Syrienfeldzug innenpolitisch stärken wird. Sollte Netanjahu seinen Krieg gegen Syrien jedoch verlieren, kann der Feldzug, so es ihn denn geben wird, für „Israel“ und Netanjahu persönlich natürlich auch nach hinten losgehen.

In Syrien selbst wurde heute im Süden von Damaskus die Evakuierung von Terroristen aus Beit Sahem und Babila abgeschlossen, während die Armee in Camp Yarmouk und Hajar Aswad weiter gegen die Terrorgruppe ISIS vorgerückt ist.

Im Norden der Provinz Homs wurde heute die Evakuierung von Terroristen zwar aus logistischen Gründen einstweilen unterbrochen, doch die Abgabe der Waffen durch die Terroristen ging weiter.

Nachtrag Donnerstag 01:10h: Anders als bei früheren israelischen Aggressionen haben die syrischen Streitkräfte diesmal auf israelische Einheiten im besetzten Golan zurückgeschossen. Das zionistische Regime eskalaliert gegenwärtig weiter durch vom libaneischen Luftraum begangene Angriffe mit Marschflugkörpern auf Damaskus. Die Hasbara verbreitet derweil die total verlogene Behauptung, Iran habe Israel angegriffen.

Selbst wenn das heute Nacht so wäre, so wäre da trotzdem noch die Vorgeschichte zu berücksichtigen, dass Israel in den letzten Tagen, Monaten und Jahren eigenen Angaben zufolge rund 100 direkte und offene militärische Aggressionen in Form von Luft- und Raketenangriffen gegen Syrien begangen hat, zuletzt gestern gegen angeblich iranische Ziele in Syrien.

Nachtrag Donnerstag 01:20h: Syrien reagierte auf den Marschflugkörperangriff anscheinend mit Luftabwehr und einem weiteren Beschuss von zionistischen Besatzungstruppen im Golan.

Nachtrag Donnerstag 01:45h: In „Israel“ wurde angeblich ein Zensurbefehl über den Krieg an die Medien erlassen.

Nachtrag Donnerstag 02:00h: „Israel“ greift mit UAVs und mit Raketen weiter Damaskus an. Syrien reagiert mit Luftabwehr.

Nachtrag Donnerstag 02:50h: In Damaskus sind gegenwärtig überall Explosionen zu hören. Die meisten der israelischen Raketen fängt die syrische Luftabwehr SANA zufolge ab.

Einige israelische Delilah-Marschflugkörper scheinen aber Ziele in und um Damaskus zu treffen.

Von Israel unterstützte Terroristen nahe der Demarkationslinie zum Golan sollen unterdessen eine Offensive am Boden gestartet haben, die die syrische Armee abgewehrt hat. Israel schießt derweil mit Raketen auf verschiedene syrische Armeepositionen in der Gegend.

Nachtrag Donnerstag 04:00h: Soeben melden inoffizielle Quellen, dass Israel einen Wohnblock in Muadamiyah nahe Damaskus getroffen hat, und es laut lokalen Gesundheitsbehörden mehrere Opfer gebe. Weiterhin soll Israel Zivilisten im Damaszener Stadtbezirk Jaramana getroffen haben, und außerdem ein Munitionsdepot der syrischen Armee und eine Radarstation der syrischen Luftabwehr, die heute außerordentliches leistet.

Ein israelischer Militärsprecher drohte Syrien unterdessen an, dass Israel mit „extremer Seriosität“ reagieren werde, falls Syrien es wage, als Reaktion auf die israelischen Angriffe zurückzuschießen. Die syrische Armee hat derweil eine weitere Salve Raketen auf israelische Besatzungstruppen im syrischen Golan abgefeuert. Feindmedien berichten von großen Explosionen in der Gegend des 1948 von Zionisten okkupierten Ort Tiberias im Norden Palästinas nahe dem besetzten syrischen Golan. Die israelischen Besatzungstruppen haben angeordnet, nahe der Grenze zum Libanon Schutzräume für Zivilisten zu öffnen. Hisbollahs Raketeneinheiten sind kampfbereit.

Reuters meldet anders als die meisten westlichen Hasbara-Outlets im Kleingedruckten übrigens, dass sowohl syrische Medien als auch die „Beobachtungsstelle“ in England übereinstimmend mitteilen, dass Auslöser des gegenwärtigen Konfliktes zwischen Israel und Syrien offenbar war, dass syrische Armeepositionen vom Gebiet des israelisch besetzten Golan aus mit Raketen beschossen wurden.

Und noch eine Nachricht von gestern aus einem anderen Teil Asiens. Der 92-jährige Mahathir Mohamad hat überraschend die Wahlen in Malaysia gewonnen. Mahathir Mohamad ist legendär.

 

 

 

 

 

Die zionistischen Möchtegern-Weltherrscher können da einmal mehr sehen, dass immer mehr Menschen ihren globalen Terror gründlich satt haben, selbst in von Palästina weit entfernten Ländern wie Malaysia.

Nachtrag Donnerstag 04:40h: Im Moment scheint es wieder relativ ruhig zu sein, aber es ist durchaus möglich, dass das nur eine logistische Pause bis zur nächsten israelischen Angriffswelle in einigen Minuten ist.

Wael meint, Syrien habe mit Gegenangriffen ein Iron-Dome-Radar in Safad, 3 israelische Vorposten, einen Helicopter-Platz bei Um Fahem und eine Position nahe Jerusalem getroffen. 24 Resistance Axis meldet, dass die syrischen Streitkräfte nich einige weitere Ziele der israelischen Besatzungskräfte beschossen haben:

Außerdem gibt es noch eine unbestätigte Meldung, dass die israelische Luftwaffe vom Libanon aus Ziele in der Provinz Homs nahe Qusair angegriffen haben soll, wobei die syrische Luftabwehr möglicherweise nicht nur israelische Raketen, sondern auch zwei israelische Flieger abgeschossen hat.

Auffällig ist ansonsten, dass „Israel“ seine in den vergangenen Jahrzehnten in der ganzen Region gefürchtete Luftwaffe heute Nacht offenbar nicht in den syrischen Luftraum geschickt hat. Die syrische Luftabwehr scheint mittlerweile also so gut zu sein, dass das zionistische Regime sich das nicht mehr traut.

Nachtrag 05:20h: Die vom saudisch-wahhabitsichen Terrorregime angeführte und von der westlichen Terrorgemeinschaft unterstützte Koalition hat übrigens im Jemen mal wieder Zivilisten mit Bombenangriffen massakriert.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/05/09/israelischer-angriffskrieg-gegen-syrien/

Umsturz in Aden

Saudische und andere Medien meldeten am heutigen Sonntag, dass Separatisten in der vom in Riyad exilierten Ex-Präsidenten Hadi zur temporären Hauptstadt erklärten südjemenitischen Hafenstadt Aden nach blutigen Auseinandersetzungen das Hauptquartier der von Hadi einsetzten „Regierung“ und andere Regierungsgebäude eingenommen haben.

 

 

Während der von Ex-Präsident Hadi als saudischer Statthalter in Aden eingesetzte „Regierungschef“ Ahmed bin Dagher einen Putsch beklagte und dazu weiter ausführte, die Entscheidung, wie es weitergehe, liege bei den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die nun die wahre Macht in Aden ausüben würden, gab Ex-Präsident Hadi aus dem saudischen Exil seinen Kräften in Aden zwischenzeitlich den Befehl, das Feuer einzustellen und sich in ihre Basen zurückzuziehen.

 

 

AP berichtet, dass die Kräfte, die die Macht in Aden übernommen haben, vom von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten und bewaffneten separatistischen „Südlichen Übergangsrat“ – auf Englisch Southern Transitional Council, kurz STC – seien. Außerdem seien dabei Kräfte des von Hadi Ende 2015 zum Gourverneur von Aden ernannten STC-Präsidenten Aidarus al-Zoubaidi, der den STC nach seiner Absetzung als Gouverneur im April 2017 gegründet hat, sowie Kräfte von Shallal al-Shayae, der unter al-Zoubaidi Polizeichef von Aden war. Der iranische TV-Sender PressTV meldete heute morgen, dass in Aden mit Saudi Arabien liierte Söldner gegen von den VAE unterstützte Separatisten kämpfen würden, und sich damit ein Riss in der saudisch geführten Kriegskoalition gegen den Jemen vertiefen würde.

Der jemenitische Journalist Nasser Arrabyee sieht die Auseinandersetzungen allerdings etwas anders, nämlich als Fortsetzung eines am 13. Januar 1986 im damaligen „sozialistischen“ Südjemen mit einem Massaker im Politbüro begonnenen Bürgerkrieges zwischen als „Tughma“ und „Zumra“ bekannten Stammesverbänden. Den auf das Massaker des zu den Zumra gehörenden damaligen Präsidenten Ali Nasir Muhammad an den Tughma-Führern im Politbüro folgenden südjemenitischen Bürgerkrieg hatten die Tughma zwar gewonnen, aber nach der jemenitischen Wiedervereinigung gewannen die Zumra, deren bekanntestes Gesicht heute der in Saudi Arabien exilierte Ex-Präsident Hadi ist, mithilfe der Kräfte des Nordjemens im jemenitischen Bürgerkrieg 1994 wieder die Oberhand, was unter den Tughma eine breite Basis für eine erneute Sezession des Südjemen vom Nordjemen geschaffen hat. Schon seit dem südjemenitischen Bürgerkrieg 1986 stehen die Tughma den VAE und dem Libanon nahe, während die Zumra Ägypten und Saudi Arabien nahestehen. Der Anführer der „Rebellen“, die heute die Macht in Aden übernommen haben, ist Nasser Arrabyee zufolge der zu den Tughma gehörende Shallal al-Shayae, dessen Vater Ali Shayae zu den prominenten Opfern des Massakers im Politbüro am 13. Januar 1986 gehörte. Folgt man dieser Auffassung, so verfolgt die von Stammesverbänden der Tughma dominierte Unabhängkeitsbewegung für den Südjemen also weniger das Ziel des Separatismus als Ziel, sondern sieht die separatistische Bewegung eher als Mittel zum Zweck, um sich in der Stammesfehde gegen die Stammesverbände der Zumra durchsetzen zu können.

Die Probleme der saudisch-geführten Kriegskoalition gegen den Jemen macht das alles nicht geringer. Zunächst mal stellt sich die Frage, ob die im Kern aus Saudi Arabien und den VAE bestehende Kriegskoalition gegen den Jemen sich bezüglich des Konfliktes in Aden überhaupt zusammenraufen kann. Und wenn die Saudis sich mit den Emiratis einigen, stellt sich weiterhin die Frage, ob sie ihre Schützlinge der Tughma und Zumra dazu bringen können, wieder Krieg gegen die Kräfte der Regierung in Sanaa zu führen anstatt ihre Energie in Kämpfen gegeneinander aufzubrauchen. Und des Weiteren stellt sich die Frage, wie die Saudis und Emiratis mit dem heutigen Sturz der Zumra-Regierung in Aden durch die Tughma-Kräfte umgehen. Versuchen sie die Tughma von der Macht in Aden wieder zu vertreiben, müssen sie damit rechnen, im Südjemen einen langen Krieg gegen die Stammeskräfte der Tughma führen zu müssen, was gewaltige Kräfte bindet, die dann nicht mehr für den Krieg gegen Sanaa zur Verfügung stehen. Lassen sie die Tughma hingegen an der Macht in Aden, so verliert ihr Exilpräsident Hadi jeden Anschein einer Herrschaft über den Jemen, die Tughma können ihr Projekt der Wiederabspaltung des Südjemen vorantreiben und sich für den Krieg gegen den Nordjemen unzuständig erklären und die Zumra könnten lieber einen Krieg um Aden als Krieg gegen Sanaa führen wollen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden, könnte für die Saudis und die Emiratis schwer werden, selbst wenn sie sich zusammenraufen können.

Für die Regierung in Sanaa, die jüngst einige Probleme damit hatte, die Fronten gegen die saudisch geführte Koalition zu halten, sind dies ausgesprochen erfreuliche Nachrichten, und möglicherweise gelingt es ihr, ein anti-saudisches Bündnis mit den Tughma zu schmieden, falls es das nicht schon geben sollte.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2018/01/28/umsturz-in-aden/

Ein Hoffnungsschimmer für den Jemen?

 

Papst Franziskus beklagte in seiner Ansprache vor dem heutigen Weihnachtssegen unter anderem „Kriegsstürme“, die über die Welt hinwegfegen, sowie und ein „inzwischen überholtes Entwicklungskonzept,“ dass „zum Niedergang des Menschen, des Sozialgefüges und der Umwelt führt,“ forderte Frieden und Mitgefühl für die Flüchtlinge der Kriege und betete für „eine geschwisterlichere und solidarischere Zukunft.

Papst Franziskus sprach dabei direkt Jerusalem und das ganze Heilige Land, Syrien, Irak, Südsudan, Somalia, Burundi, die Demokratische Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Nigeria und den Jemen an, wo, wie er es ausdrückt, „ein großenteils vergessener Konflikt mit tiefgreifenden humanitären Folgen für die Bevölkerung im Gange ist, die an Hunger leidet und mit der Ausbreitung von Krankheiten konfrontiert wird.“ Angesichts eines Papstes, von dem so deutliche Worte gegen die Kriegstreiber kommen, ist es vermutlich kein Wunder, dass die zionistisch geprägte deutsche Tagesschau am Heiligabend mit Papstkritik als Topnachricht aufmachte.

Im Jemen selbst warfen hingegen heute praktisch zur selben Zeit, wo Papst Franziskus den Weihnachtssegen sprach, Kampfflugzeuge der saudisch geführten Koalition US-amerikanische oder britische Bomben auf das Gebäude der Zollbehörde in der rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Stadt Dhammar ab, was der Tagesschau nicht einmal eine Randnotiz wert war.

Der österreichische Standard meldet hingegen: Viele Tote bei Luftangriffen im Jemen – Opfer waren offenbar ausschließlich Zivilisten. Bis zum Nachmittag wurden aus dem Jemen dann 27 Tote und 60 Verletzte durch Luftangriffe der saudisch geführten Koalition in Dhammar, Sanaa, Zabaid und Saada gemeldet. Das wurde in westlichen Medien zwar unter den Tisch fallen gelassen, aber immerhin, es wird in westlichen Medien inzwischen, wenn auch spärlich und oft nur knapp, ab und an über den nunmehr mehr als 1000 Tage andauernden saudischen Krieg gegen den Jemen berichtet.

Und es gibt inzwischen auch deutliche westliche Aufrufe an die Saudis, den Krieg gegen den Jemen zu beenden. Selbst im führenden zionistischen Hasbara-Outlet „Washington Post“ erschien letzte Woche ein Meinungsartikel des ehemaligen britischen Außenministers David Miliband, wo dieser die Saudis dazu aufforderte, die Blockade der Häfen und die Kriegshandlungen zu beenden und eine Verhandlungslösung unter Beteiligung der Houthis zu akzeptieren, was er damit begründete, dass der Krieg dem Image der USA, Britanniens und Saudi Arabiens schade und die Bevölkerung des Jemen in die Arme des Iran treibe. Und am Heiligabend legte die Redaktion der Washington Post noch eine Schippe gegen Saudi Arabien drauf: in einem Leitartikel nannte sie den mächtigen saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, dessen Werk der Krieg gegen den Jemen ist, schon im Titel einen Prinz der Scheinheiligkeit. Die saudisch-zionistische Achse scheint also zu bröckeln.

Und der dem saudischen Regime nahestehende einflussreiche saudische Kolumnist Abdulrahman Al-Rashed ging heute in einem Artikel bei Arab News auf die Vorschläge von David Miliband zur sieglosen Beendigung des Krieges gegen den Jemen ein und wies sie nicht durchweg zurück. Zwar steht der Artikel unter dem Titel „Warum diese Jemen-‚Lösung‘ unmöglich ist,“ doch im Artikel schreibt er dann trotzdem, „die (saudisch geführte) Koalition mag die Vorschläge von Miliband akzeptieren müssen, um Anschuldigungen zu entgehen…“ Das bedeutet zwar noch nicht, dass Mohammed Bin Salman bereit ist, die Bombardierung des Jemen zu beenden, aber es ist immerhin schon mal ein ganz neuer Ton aus Saudi Arabien.

Wichtig ist es nun, ganz wie es Papst Franziskus heute vorgemacht hat, nicht zum saudischen Verbrechen gegen die Bevölkerung des Jemen zu schweigen, und damit Druck auf das saudische Regime zu machen, damit es diesen desaströsen Krieg nun auch hoffentlich wirklich bald abbricht. Die erwähnten Artikel in der Washington Post und bei Arab News legen nahe, dass es einen tiefen Riss in der Kriegsfront gegen Jemen gibt, und es gilt zu versuchen, den möglichst schnell für die Herstellung von Frieden im Jemen zu nutzen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/12/25/ein-hoffnungsschimmer-fuer-den-jemen/

Mann für Vergewaltigung und Tötung eines dreijährigen Mädchens aus nächster Nähe mit Maschinengewehr erschossen

Der 41-jährige Muhammad al-Maghrabi, der die dreijährige Rana Yahya Al-Matari am ersten Tag des Festes des Fastenbrechens in seiner Behausung vergewaltigte und tötete, wurde in Jemen nach dem Scharia-Gesetz mit einem Maschinengewehr aus nächster Nähe getötet.

Hunderte versammelten sich am Montag auf dem größten Platz in der Hauptstadt Sanaa und viele filmten die Hinrichtung mit ihren Mobiltelefonen, die in ganz Jemen live übertragen wurde.

Bilder zeigen, wie der Kindesvergewaltiger auf einem Teppich am Boden liegt, während seine Hände hinter seinem Rücken zusammengebunden sind, als ein Polizeibeamter ein Gewehr im Stil eines AK47 gegen seinen Rücken hält und das Feuer eröffnet.

Al-Maghrabis Hände waren hinter seinem Rücken zusammengebunden, als er aus dem Gefängniswagen herauskam (Bild: Reuters/Khaled Abdullah)

Er wurde in einem gepanzerten Wagen auf den Hauptplatz in Sanaa gebracht, bevor ihn Soldaten auf den Boden legten, um das Urteil zu vollstrecken (Picture: Reuters/Khaled Abdullah)

Als tausende von zusammengeströmten Menschen zusahen, feuerte ein Soldat Schüsse auf Maghrabis Rücken ab, wodurch er sofort getötet wurde (Picture: Reuters/Khaled Abdullah)

Maghrabi lag mit auf dem Rücken zusammengebundenen Händen auf dem Boden, bevor ein über ihm stehender Soldat das Feuer eröffnete (Picture: Reuters/Khaled Abdullah)

Eine Menschenmenge mit tausenden von Leuten, die Kameras trugen, versammelte sich, um bei der Hinrichtung zuzusehen (Picture: Reuters/Khaled Abdullah)

Fernsehkameras strahlten die Vollstreckung des Urteils im ganzen Land aus, während Zuschauer sie mit ihren Mobiltelefonen filmten (Picture: Reuters/Khaled Abdullah)

Die Scharia ist in Jemen der Ursprung aller Rechtsprechung. Nach dem Gesetz wird Mord mit der Todesstrafe geahndet, obwohl die Familie des Opfers das Recht hat, die Bestrafung zu verringern. Obwohl Enthauptungen an der Tagesordnung sind, legt die Scharia nicht fest, auf welche Weise das Todesurteil vollstreckt werden soll.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/man-shot-dead-with-machine-gun-at-point-blank-range-for-raping-killing-a-3-year-old-girl/

http://derwaechter.net/mann-fuer-vergewaltigung-und-toetung-eines-dreijaehrigen-maedchens-aus-naechster-naehe-mit-maschinengewehr-erschossen

Bundesregierung genehmigt mehr Waffen für Saudi Arabien

 

Der wesentliche Grund für die Hungersnot und Cholera-Epidemie im Jemen ist der nunmehr schon über zwei Jahre andauernde saudisch-geführte Krieg gegen den Jemen, in dessen Rahmen von der saudischen Marine auch der Hafen von Hodeidah blockiert wird, über den dringend Nahrung, Wasseraufbereitungsanlagen sowie Impfstoffe und Medikamente gegen Cholera an die Bevölkerung des Jemen geliefert werden müssten.

Saudi Arabien erhofft sich von der Blockade, die Bevölkerung des Jemen, die gegen die saudische Marionettenregierung nicht zuletzt wegen ihrer offenen Kollaboration mit Al Kaida rebelliert hatte, durch Hunger und Cholera zur bedingungslosen Kapitulation zu zwingen, und sie dazu zu bringen, die Terrorherrschaft der saudisch-geführten Al-Kaida-Banden über den Jemen erneut zu akzeptieren.

In den letzten Wochen hat sich im Zusammenhang mit dem saudisch-katarischen Machtkampf ein bisschen was getan, was der Bevölkerung des Jemen einen kleinen Hoffnungsschimmer geben könnte, dass die Zeit des saudischen Terrors in Jemen in absehbarer Zeit zu Ende gehen könnte. So hat der Katar gehörende reichweitenstarke TV-Sender Al Jazeera in den letzten Wochen plötzlich seine Berichterstattung zum Jemen geändert und berichtet nun regelmäßig darüber, dass der saudische Krieg gegen den Jemen ein totales Desaster ist, nicht nur, aber besonders auch in humanitärer Hinsicht.

Und in den USA hat der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im US-Senat, Bob Corker, vor zwei Wochen erklärt, er habe ein vorübergehendes Waffenembargo gegen die Staaten der Region, einschließlich Saudi Arabien, verhängt, bis der Streit mit Katar gelöst ist, und nun nochmal nachgelegt mit der zutreffenden Feststellung, dass Saudi Arabien Hauptterrorsponsor ist. Bis der saudisch-katarische Streit beigelegt ist, kann es noch Jahrzehnte dauern, sodass auch das Waffenembargo des US-Senats gegen Saudi Arabien praktisch ein Unbefristetes werden könnte, womit die Saudis sich aus Mangel an Waffen und Minution gezwungen sehen könnten, ihren Krieg gegen den Jemen einzustellen. Recht schwach ist die saudische Marine, sogar so schwach, dass es ihr im ersten Jahr des Krieges nicht gelungen ist, eine Blockade von Hodeidah durchzusetzen.

In dieser Situation kommt nun heute die deutsche Bundesregierung Saudi Arabien durch eine Genehmigung zur Lieferung von vier „Patrouillenbooten“ dabei zu Hilfe, den US-Waffenexportstopp zu durchkreuzen und die zur Erzeugung von Hungersnot und Cholera-Epidemie verhängte Blockade gegen Hodeidah mit deutschen Patrouillenbooten noch verstärken zu können.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/07/13/bundesregierung-genehmigt-mehr-waffen-fuer-saudi-arabien/

Saudi Arabien bestach die USA mit 200 Millarden Dollar für den Krieg im Jemen

Für www.AHTribune.com, 19. April 2017

Saleh al-Qarshi sagte am Diensteag gegenüber FNA:

„Washington bat das saudische Regime vor kurzem um mehr Geld für dessen Verteidigung, woraufhin Riad 200 Milliarden Dollar an die USA überwies, um deren Kosten an der Beteiligung am Krieg im Jemen zu begleichen.

Und das ganze unabhängig von den riesigen Summen, die Saudi Arabien bereits an das US Finanzministerium für den Schutz der Krone zahlt.“

Laut al-Qarshi enthüllte der ehemalige saudische Geheimdienstchef Turki al-Feisal im letzten Jahr, dass sein Land die schlecht verzinsten US Staatsanleihen kaufte, um die US Wirtschaft zu unterstützen.

In relevanten Berichten von letzter Woche hiess es, dass Saudi Arabien die kürzlichen Luftschläge gegen die al-Shayrat Luftwaffenbasis in der syrischen Provinz Homs sponserte, und dass Riad sogar weitere Mittel zusagte, falls Donald Trump mit den Angriffen gegen Syrien weitermachen würde. Eine diplomatische Quelle in der Nähe der saudischen Herrscherfamilie sagte am Sonntag:

„Saudische Offizielle, die nach der Wahl von Trump nicht allzu optimistisch waren entschieden sich dazu, den amerikanischen Geschäftsmann mit Geldmitteln in eine Kooperation zu schmeicheln.“

In Bezug auf den Telefonanruf durch den saudischen König mit Trump gleich nach dem US Angriff gegen Syrien meinte die Quelle, dass der Anruf nicht nur den Zweck hatte, Glückwünsche zum Angriff auszurichten, sondern der saudische König auch die Hoffnung äußerte auf weitere US Angriffe auf Syrien.

Laut der Quelle unterstrich König Salman auch die Bereitschaft seines Landes, Washington mit großen finanziellen Anreizen auszustatten, um weitere Luftangriffe auf Syrien zu fliegen.

Auch andere Quellen nahe der saudischen Familie sagten, dass Trump seine Mitarbeiter anwies, die Gesamtkosten für weitere Raketen- und Luftangriffe gegen Syrien zu berechnen und sie an Riad weiterzuleiten.

Am 7. April verschossen die Vereinigten Staaten 59 Tomahawk Raketen auf ein syrisches Flugfeld in Shayrat nahe der Stadt Homs.

Donald Trump sagte, der Angriff sei eine Antwort auf einen angeblichen Chemiewaffeneinsatz im syrischen Idlib am 4. April, für den Washington die syrische Regierung verantwortlich macht.

Die syrische Opposition behauptete, dass loyal zu Präsident Bashar al-Assad stehende Truppen die Chemiewaffen gegen Menschen in der nordwestlichen Provinz einsetzten und dabei fast 80 Personen töteten und und 200 weitere verletzten. Der syrische Präsident dagegen sagte, seine Regierung würde seit ihrer Zerstörung von 2013 über keine Chemiewaffen mehr verfügen. Er wies auch die Behauptung zurück, Chemiewaffen gegen das eigene Volk einzusetzen.

Im Original: Saudi Arabia Bribed US into Yemen War with $200bln