Eine (etwas andere) Weihnachtsgeschichte: Teil 2 – Julfest und Rauhnächte

Tagebuch eines Deutschen

Julfest-02.jpg Das Sonnenrad wird ins Tal hinunter gerollt, als Symbol der Wiedergeburt des Lichts

Gibt es irgendwo ein Gesetz, das besagt, man dürfte nach einer gewissen Zeitspanne die alten Bräuche und Rituale nicht mehr wiederbeleben?

NEIN!Gibt es nicht! Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, wenn wir uns diesem Teil unserer Identiät wieder voll und ganz zuwenden. Je mehr die Zeit voranschreitet, desto offensichtlicher wird es, daß uns der verdrehte, lebensunerdrückende Schwarz-Weiß-Glaube der christlichen Kirche an den Rand der Vernichtung geführt hat.

Wie war das überhaupt möglich? Wie konnten wir so schnell die alten Bräuche und Traditionen vergessen? Uns von der Verbundenheit zur Natur und der Spiritualiät abwenden?

Es waren einfache, aber geniale Methoden von den christlichen Verbrechern und ihren Missionaren:

  1. Adaptierung der germanischen Feste und Anpassung selbiger zu deren eigenen, dunklen Zwecken: Germanische Feste wurden in christliche umbenannt, ebenso wie Heilige der Germanen.
  2. Zerstörung von heiligen Orten: Bau von…

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Julfest / Wintersonnenwende

Jul bedeutet soviel wie Sonnenrad / Besprechung mit den Toten.

Einige im Norden gepflegte Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in dem Julfest – z.B. das Verbrennen des
Julblockes am Herdfeuer oder das zauberkräftige Julbrot. In Schweden gibt es heute noch den Julklapp,
ein Geschenk das heimlich vorbereitet und anschließend mit einem lautem Schrei in die Stube geworfen wird.

Während der Jultage wurden auch die Juleide ( Eidsbruderschaften, Gemeinschaftsbindungen und Militärische Bündnisse)
neu geschworen, damit sie auch im neuen Jahr Bestand hatten.

Im Allgemeinen wurden Frey und Odin sehr verehrt.
Der letzte Tag des Julfestes jedoch war der Frigg oder Freyja gewidmet.

Diese beiden wichtigen Daten im Jahr geht man seit Ur-Zeiten mit den sogenannten Sonnenwendfeiern an.
Die Sonnenwendfeier gilt heute vor allem als altgermanisches Volksfest, da sie in Mitteleuropa bis zur
Neuzeit sehr beliebt war.

Neben den Germanen gelten auch die Kelten und Slawen als eifrige Sonnenwendfeierer.
Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die Kulte um die Sonnenwende von kirchlicher
Seite bekämpft und verboten.

Doch der Sonnenwendkult war im Bewusstsein der Menschen so stark verankert, dass man ihn nicht auslöschen konnte.
Deshalb drückte die Kirche der Sonnenwendfeier  einen christlichen Stempel auf.

Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest Johannis des Täufers auf die Sommersonnenwende gelegt und in das Johannisfest umbenannt.

Der mit der Sommersonnenwende verbundene Brauch des Sonnenfeuers wurde zum Johannisfeuer.
Auch für die Wintersonnenwende wusste die Kirche ein Ersatz zu finden. So wurde aus dem germanischen Julfest das
christliche Weihnachtsfest mit dem kleinen Jesus in der Krippe.

Diese Idee kam den Kirchenfürsten um das 4. Jahrhundert.

Das germanische Jul war also am Tag der Wintersonnenwende.

Vater, gib dem Sohn sie weiter , Mutter deiner Maid !

Flamm auf! Flamm auf! Feuer der Höhe, du Sonnenruf!

In jubelndem Aufstieg, in strahlendem Schweben, in reifender Wende kreist ewig das Jahr.

Wir grüßen die Sonne, wir grüßen das Leben! Wir grüßen des Schicksals allmächtigen Lauf!

Seht dort, und dort!

Auf Bergen und Warten steht Feuerblumen im nächtlichen Garten, greifen Feuerhände hinauf !