Timoschenko – Das Massaker von Odessa ist gerechtfertigt

Sonntag, 4. Mai 2014 , von Freeman um 09:00

Spätestens seit der Veröffentlichung des abgehörten Telefongespräches zwischen Julia Timoschenko und Nestor Shufrych vom 18. März wissen wir, der „Liebling des Westen“ ist ein blutrünstiges Monster das alles russische hasst. Damals sagte sie, sie will Präsident Putin in den Kopf schiessen, Russland mit Atombomben dem Erdboden gleichmachen und in ein verbranntes Feld verwandeln. Sie sagte „wir sollten Waffen nehmen und die verdammten Katsaps (Russen) töten, zusammen mit ihren Anführern.“ Mit dem Massaker von Odessa, bei dem 46 Menschen starben, hat sich Timoschenkos Wunsch erfüllt. Sie ist sogar hergegangen und hat die Verbrennung von Menschen gerechtfertigt, als „Schutz administrativer Gebäude“ und den Überfall der Nazi-Schergen auf das Anti-Maidan-Lager als „friedliche Demonstration“ bezeichnet.

Folgende Fotos zeigen die Brandopfer, so wie sie tot im ausgebrannten Gewerkschaftsgebäude gefunden wurden. Wo ist der Aufschrei und die Verurteilung des Westens jetzt?

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Timoschenko: Verbrennung in Odessa war Schutz von Verwaltungsgebäuden

Timoschenko: Verbrennung in Odessa war Schutz von Verwaltungsgebäuden

STIMME RUSSLANDS Die ukrainische Ex-Regierungschefin und Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko hat die Verbrennung von Menschen in Odessa als Schutz von Verwaltungsgebäuden und den Überfall der Radikalen auf ein Anti-Maidan-Lager als eine friedliche Demonstration bezeichnet.

„In Odessa konnten wir durchhalten und uns verteidigen, weil Stadtbewohner uns halfen, als eine friedliche proukrainische Demonstration überfallen worden war. Wir konnten auch Verwaltungsgebäude schützen“, sagte Timoschenko nach Angaben ihrer Vaterlandspartei am Samstag.

Die Zivilbürger, die bei einem Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben gekommen waren, bezeichnete sie als „Angehörige von Diversionstruppen, die gekommen waren, um Einwohner von Odessa zu töten“.

Am Freitagabend hatten die Radikalen aus dem sogenannten Rechten Sektor einige Dutzend Anhänger der Föderalisierung in der Ukraine im Gewerkschaftshaus von Odessa blockiert und mit Molotow-Cocktails beworfen.

Rund 40 Menschen starben in den Flammen oder beim Sprung aus dem Haus. Insgesamt kamen bei den Ausschreitungen in Odessa 46 Menschen ums Leben. RIA Novosti/ STIMME RUSSLANDS

 

http://german.ruvr.ru/news/2014_05_03/Timoschenko-Verbrennung-in-Odessa-war-Schutz-von-Verwaltungsgebauden-2232/

Timoschenko nach abgehörtem Telefonat unter Druck

Julia Timoschenko: Hat sie Rußland mit Auslöschung gedroht? Foto:  picture alliance/AP Photo

Julia Timoschenko: Hat sie Rußland mit Auslöschung gedroht? Foto: picture alliance/AP Photo

KIEW. Die ukrainische Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko ist wegen eines abgehörten Telefonats unter Druck geraten. In dem Gespräch mit dem ehemaligen stellvertretenden Chef des ukrainischen Sicherheitsrates, Nestor Schufritsch, soll sich Timotschenko unter anderem über Rußlands Präsidenten Wladimir Putin abfällig geäußert haben.

Laut dem von russischen Nachrichtenagenturen verbreiteten Text soll die 53jährige gesagt haben: „Ich bin bereit, selbst eine Maschinenpistole zu nehmen und diesem Bastard in den Kopf zu schießen.“ Zudem drohte sie damit, ihre Beziehungen zu nutzen, „damit von diesem Rußland kein Stück verbrannte Erde übrig bleibt“. Die frühere Ministerpräsidentin bestätigte das Telefonat über den Kurznachrichtendienst Twitter bereits und entschuldigte sich für die Wortwahl. Schufritsch bestreitet dagegen, das Telefonat geführt zu haben.

G7-Staaten lassen Treffen mit Putin platzen

Zugleich warf Timoschenko dem russischen Inlandsgeheimdienst vor, das Telefonat teilweise manipuliert zu haben. Laut russischen Medien soll die Politikerin über die russische Bevölkerung in der Ostukraine gesagt haben: „Man sollte sie mit Nuklearwaffen erledigen.“ Kurz darauf ändert sich jedoch abrupt das Thema und die beiden sprechen über die Krim.

Unterdessen haben sich die G7-Staaten Rußland mit weiteren Konsequenzen wegen der Annektierung der Krim gedroht. „Diese klare Verletzung des Völkerrechts stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Rechtsstaatlichkeit weltweit und betrifft alle Staaten“, heißt es in einer am Montag verbreiteten gemeinsamen Erklärung. Ein ursprünglich in Sotschi geplantes Treffen mit Putin ließen die G7-Chefs platzen.

 

http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/timoschenko-nach-abgehoertem-telefonat-unter-druck/

Angela Merkels reiche Freunde

Julia Timoschenko auf einem Plakat in Kiev / Foto: GEOLITICO Julia Timoschenko auf einem Plakat in Kiev / Foto: GEOLITICO

 Die Politik überlässt Bilder nur ungern dem Zufall. Denn von ihnen gehen Botschaften aus. Nun gab es eines mit Angela Merkel, Julia Timoschenko und Vitali Klitschko… 

Manchmal gehen einem Presse-Fotos einfach nicht aus dem Kopf. Letzte Woche gab es eines vom Gipfel der konservativen europäischen Parteien in Dublin. Das saßen Kanzlerin Angela Merkel, die vor wenigen Wochen aus der Haft entlassene ukrainische Politikerin Julia Timoschenko und der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko in trauter Runde beieinander. Hinten im Bild war aber noch eine etwa steif dasitzende Frau zu sehen. Ich fragte mich, wer das wohl ist und las die Bildunterschrift. Dort stand, sie sei eine Dolmetscherin.

Also, das ist schon lustig, da sitzen drei gute Bekannte beieinander, die sich seit vielen Jahren kennen und nicht nur politisch eine Sprache sprechen, und die sollen plötzlich eine Dolmetscherin nötig haben, damit sie sich verstehen? Mag ja sein, dass diese Frau im Hintergrund Dolmetscherin ist, aber übersetzt hat sie den Dreien garantiert nicht. Und ein Journalist, der etwa auf Englisch Fragen stellte, war nicht da. Es handelte sich um einen reinen Fototermin.

Die “Gasprinzessin” und ihre “Ersparnisse”

Fangen wir mal bei der Sprache an: Julia Timoschenko ist im Osten der Ukraine aufgewachsen. Dort wird Russisch gesprochen. Ihre Muttersprache ist also Russisch. Ukrainisch lernte sie erst später. Ihre Tochter Jewhenija studierte übrigens an der London School of Economics. Wir können also davon ausgehen, dass die Mutter, die vorzugsweise Handtaschen und Jacken aus dem Hause Louis Vuitton trägt, sie dort in Verbindung mit einem Einkaufsbummel gelegentlich besucht hat und das eine oder andere Wort Englisch beherrscht.

Mit dem Geld, das sie in Politik verdient, kann Julia Timoschenko ihren aufwendigen Lebensstil übrigens nicht finanzieren. Sie zählt zum Kreis der ukrainischen Oligarchen. Ihr Vermögen machte sie als „Gasprinzessin“ zwischen 1995 und 1997. Damals setzte sie im Gashandel mit Russland zehn Milliarden Dollar jährlich um. Im Jahr 2007 wurde ihr Privatvermögen auf mehrere Hundert Millionen Dollar geschätzt. Wenn sie auf ihren Reichtum angesprochen wurde, sprach sie von „irgendwelchen Ersparnissen“. In ihrer Partei saßen damals – und vermutlich heute noch – weitere Millionäre aus der Stahl- und Spirituosenbranche. Unterstützt wurde sie vor ihrer Gefängnisstrafe auch von Igor Kolomojskij, einem Milliardär aus ihrer Heimat Dnepropetrowsk.

Politik als Racheprojekt

Es gibt viele, die behaupten, sie sei nicht ganz rechtmäßig zu ihrem Reichtum gekommen. Aus diesem Grund saß sie früher bereits kurzzeitig im Gefängnis. Vor zehn Jahren schrieb Interpol sie schließlich aufgrund eines russischen Haftbefehls zur Fahndung aus. Die Staatsanwälte in Moskau warfen ihr vor, als „Gasprinzessin“ ranghohe russische Militärs bestochen zu haben. Die Sache verlief im Sande. Bald schon wurde sie wieder im Kreml empfangen.

So zeigte die WAZ das Foto am 8.3.2014

So zeigte die WAZ das Foto am 8.3.2014

Timoschenko „betreibt ihre Politik als persönliches Racheprojekt“, sagt der Kiewer Politologe Wladimir Malinkowitsch. Sie schwanke zwischen Postsozialismus und rechtem Populismus mit staatlich diktierten Benzin- und Brotpreisen als eine Art ukrainische Evita Perón. „Doch ihre wahre Ideologie ist die Rückkehr zur Macht, für die sie viele Kompromisse einginge“, sagt Malinkowitsch.

Das Regime der Milliardäre

Das hätte er ebenso gut über Angela Merkel sagen können, die übrigens tadellos Russisch spricht. Als Schülerin gewann sie eine Russisch-Olympiade in Moskau und ihr Vater, Horst Kasner, war stolz darauf, dass seine Tochter bei einem Staatsbesuch in Russland mit Wladimir Putin fließend auf Russisch parlierte. Englisch spricht Angela Merkel freilich auch; erstens war ihre Mutter Englischlehrerin, zweitens nahm sie gleich nach der deutschen Einheit noch mal Unterricht genommen. Aber mit Timoschenko wird sie Russisch sprechen. Denn die Liebe der beiden zur russischen Kultur dürfte sie, die sich politisch eh schon nahe stehen, noch ein wenig mehr verbinden. Außerdem hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass die in der Haft schwer an einem rückenleiden erkrankte Timoschenko von Ärzten der Charité untersucht wurde. Am Wochenende war sie übrigens zur Behandlung in Berlin.

Tja, und Vitali Klitschko ist in Berlin ebenfalls ein gern gesehener Gast. Genau genommen, ist er längst so etwas wie der „deutsche Botschafter“ am Schwarzen Meer. Er tritt fast täglich vor deutsche Kameras – und spricht natürlich Deutsch. Wenn es stimmt, dass drei große wirtschaftliche Gruppen den politischen Markt der Ukraine beherrschen, wie die „Zeit“ 2007 schrieb, dann muss eigentlich auch Klitschko an irgendwelche Milliardäre angedockt sein. Wie könnte er sonst in diesem System mitmischen?

Nähe zur Distanz umdeuten

Entscheidungen des Parlaments seien vor allem eine Frage der Bezahlung der Abgeordneten, schrieb die Wochenzeitung. Und die Parteien „sind vor allem von Polittechnologen erstellte Wirtschaftsprojekte. Sie vertreten Sonderinteressen, handeln mit Parlamentssitzen und existieren so lange, bis der Geldgeber die Lust verliert.“ Wenn das so ist: wer bezahlt dann Klitschko? Darüber habe ich noch nichts gelesen.

Nun also saßen Julia Timoschenko und Vitali Klitschko gemeinsam mit Angela Merkel beim Foto-Termin in Dublin. Eine Dolmetscherin brauchten sie ganz sicher nicht. Darum lässt dieses Bild doch nur einen Schluss zu: Hier soll die Nähe der Fotografierten durch die Anwesenheit einer Dolmetscherin zumindest in eine sprachliche Distanz umgedeutet werden. Sonst käme vielleicht noch einer auf die Idee zu behaupten, die Merkel verstehe sich mit der Timoschenko und dem Klitschko so gut, dass die Drei glatt unter einer Decke stecken könnten! Oder?

Also, mich würde schon interessieren, was die so alles zu besprechen hatten…

Weiterführende Hinweise:

WAZ-Foto und Bericht: http://www.derwesten.de/politik/timoschenko-wird-wegen-bandscheibenvorfaellen-in-berlin-behandelt-id9094454.html

 

 

http://www.geolitico.de/2014/03/14/angela-merkels-reiche-freunde/

Ukraine: Fiktion und Wirklichkeit

Geschrieben von 9. März 2014

 

Von Osimandia

 

Kapitel 1: Fiktion

 

1984-20141Stellen Sie sich vor, die tschechische Regierung würde in einer gewaltsamen Revolution in die Flucht geschlagen und die internationale Presse würde berichten, der ehemalige Ministerpräsident sei ein Massenmörder an Demonstranten. Stellen wir uns weiter vor, der neue Ministerpräsident wäre ein in Tschechien wohnhafter Deutscher – nennen wir ihn einfach mal Strychnini – der schon in den Monaten zuvor zusammen mit

 

2Boris Becker die Revolution politisch aufgeheizt hätte. Boris Becker wäre während dieser Zeit als möglicher zukünftiger Präsident Tschechiens im Gespräch gewesen.

 

3Ein deutscher Milliardär hätte sich vor einigen Jahren mit kriminellen Methoden tschechisches Volksvermögen in Milliardenhöhe unter den Nagel gerissen und säße deswegen im Gefängnis.

 

4Strychnini, ein guter Freund von ihm, der ihn mit dem Vornamen anspricht, hätte seinen geflüchteten Vorgänger schon vor zwei Jahren im Tonfall einer freundlichen “Ach komm, das willst du doch nicht wirklich durchziehen”-Warnung unmissverständlich aufgefordert, diesen kriminellen Milliardär freizulassen – ungeachtet der Tatsache, dass es in einem Rechtsstaat eigentlich nicht Aufgabe des Regierungschefs ist, Urteile von Strafrichtern aufzuheben – und die gesamte Kamarilla aus westlicher Politik und Presse hätte in diese Forderung mit eingestimmt.

 

Aufgrund eines Votums des Parlaments wäre dieser deutsche Wirtschaftskriminelle dann jedoch kurz vor dem Sturz der alten tschechischen Regierung aus dem Gefängnis freigekommen und hätte sich Herrn Strychnini und Boris Becker bei ihrer Aufhetztour angeschlossen. Tschechische Nationalisten, die mit der Politik des bisherigen Ministerpräsidenten – vermutlich keineswegs zu Unrecht – unzufrieden gewesen waren, hätten Morgenluft gewittert, ihn loszuwerden und sich den drei Deutschen angeschlossen.

 

5Zwischenzeitlich würde der Tonbandmitschnitt eines abgehörten Telefongesprächs ins Internet gelangen, in den eine deutsche Mitarbeiterin des amerikanischen Außenministeriums dem amerikanischen Botschafter in der Ukraine Anweisungen gibt, wie weiter mit der Revolution vorgegangen werden sollte. Sie würde sich etwas unzufrieden mit den Leistungen Boris Beckers zeigen und eine vulgäre Bemerkung über die EU machen, die ihrer Ansicht nach zu schwächlich vorgeht.

 

6Ein in Frankreich ansässiger Deutscher, der sein Gastland bereits in den Libyenkrieg gehetzt hat und für überaus abfällige Äußerungen über französische Traditionen und Patriotismus bekannt ist, würde nach Prag reisen und dort eine vor schwülstigem nationalistischem Pathos triefende Rede halten.

 

7Derweil würde ein weltbekannter Funktionär einer deutschen NGO in den USA zetern, Deutsche in Tschechien seien  beunruhigt und möglicherweise sogar in Gefahr, obwohl unter den zahlreichen Toten nicht ein einziger Deutscher gewesen wäre. Er würde die tschechischen Nationalisten – einer davon der Vizepremier des deutschen Premierministers Strychnini – aufrufen, sie mögen sich sehr gut überlegen, ob sie sich Benes als Vorbild nehmen wollen oder vielleicht doch lieber einen Pfarrer aus jener Zeit, der meinte, tschechischer Nationalismus müsse alle Völker, insbesondere das deutsche mit einschließen.

 

8Der Führer einer anderen Nationalistengruppierung würde eilfertig zur deutschen Botschaft in Prag pilgern und dem Botschafter  versichern, dass seine Partei im allgemeinen und er in seiner Funktion als Regierungsmitglied im besonderen alles tun würden, um negative Äußerungen über Deutsche mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern und zu bestrafen.

 

9Auf der Facebook-Seite seiner Partei würde er Osama bin Laden, den wir für dieses fiktive Szenario kurz wiederauferstehen lassen, dazu aufrufen, die Gelegenheit zu nutzen, in China, dessen Regierungschef sich der Revolution gegenüber ablehnend gezeigt hätte, Terroranschläge zu verüben. Er würde weiterhin Chinesen als die Erzfeinde Tschechiens bezeichnen und frech behaupten, dass ein Krieg zwischen den beiden Ländern unvermeidlich sei – in der Gewissheit, die USA auf seiner Seite zu haben und damit womöglich einen Weltkrieg zu provozieren.

 

10Der Führer einer dritten nationalistischen Partei würde derweil einer um das Wohl ihrer Landsleute besorgten deutschen Journalistin versichern, dass kein Grund zur Besorgnis bestünde. Um seine Beruhigung zu untermauern, würde er ihr mitteilen, dass sich unter den Demonstranten Bundeswehrsoldaten befunden hätten, mit denen sie soch hervorragend verstanden und Schulter an Schulter gekämpft hätten.

 

Zu dem Zeitpunkt wäre auch so langsam bekannt geworden, dass die rund 100 getöteten Tschechen nicht von Regierungskräften, sondern von zwischen den Demonstranten verborgenen bewaffnete Milizen erschossen worden waren.

 

Spätestens an dem Punkt würde ich denken: Oh Gott, das waren doch hoffentlich nicht die Bundeswehrsoldaten! Denn wer außer militärisch geschultem Personal bringt so etwas unbemerkt aus einer Menge heraus fertig?

 

11Wer würde BEZWEIFELN, dass dies ein deutscher Staatsstreich, eine deutsche Übernahme von Tschechien wäre? Niemand, der noch bei Sinnen ist.

 

Und jetzt müssen Sie sich nur noch vorstellen, dass in allen Berichten der Mainstreampresse und in nahezu allen der alternativen Medien nicht einmal eine deutsche Beteiligung,  geschweige denn Urheberschaft, erwähnt werden würde.

 

Das können Sie sich nicht vorstellen?

 

Natürlich nicht, denn das ist ja auch absurd. Aber was in einer Fiktion absurd ist, muss noch lange nicht in der Realität absurd sein. Verlassen wir daher die Fiktion und wenden uns etwas weiter Richtung Osten.

 

Kapitel 2: Wirklichkeit

 

Arsnij Jatsenjuk mit Vitali Klitschko beim Revoluzzern

 

Arsnij Jatsenjuk mit Vitali Klitschko bei einer der jüdischen Lieblingsbeschäftigungen: Revoluzzern in anderer Leute Länder

 

1Der neue Premierminister der Ukraine ist Arsenij  Jazenjuk. 

 

Bevor er sich der Politik zuwandte, war er im Finanzsektor tätig und wurde bereits im Alter von 27 Jahren Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden der AT AvalBank, einer der größten Banken in der Ukraine. Die deutsche Wikipedia schreibt über ihn:

 

Er ist Katholik und gehört der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche an.

 

Das ist eine Minderheit in der überwiegend orthodoxen Ukraine, die uns später in diesem Artikel wieder begegnen wird. Die englische Wikipedia schreibt:

 

He was born into a family of Jewish-Ukrainian professors of the Chernivtsi University. (Er wurde in einer Familie eines jüdisch-ukrainischen Professoren der Universität Czernowitz geboren)

 

…und bezieht sich dabei auf einen gedruckten Band von Oxford Analytika  sowie auf einen Artikel von Ben Judah aus Kiew für die ETH Zürich aus dem Jahr 2009!

 

Vitali und Wladimir Klitschko

 

2Wie der Zufall es will, ist vermutlich auch Vitali Klitschko jüdischer Herkunft. Das Boulevardblatt Super-Illu schreibt:

 

Opa war bei Stalins Geheimpolizei, Vater Atomwaffen-General, Vitali und Wladimir sind die besten Boxer der Welt (…) Auf Ukrainisch bedeutet dieser Name „Der Rufer“. Die Vorfahren der Klitschkos sind Kosaken und Juden aus der Ukraine.

 

…und die Webseite Terragermania hat dazu einen auf ukrainisch erschienenen Artikel über Juden in der Boxgeschichte gefunden. Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland bekundete  gegenüber der Bildzeitung, seine Unterstützung für Klitschko  und sagte, dieser habe…

 

…schon einige Male seine persönliche Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft gezeigt.

 

Genaueres über die Art dieser persönlichen Verbundenheit blieb er allerdings schuldig. Weiterhin sagte er, Klitschko kämpfe…

 

…in diesen Wochen den Kampf seines Lebens für die Freiheit und gegen die Diktatur in der Ukraine. Er streitet leidenschaftlich für Gerechtigkeit und den Kurs in Richtung freies Europa. Er ist ein Held unserer Zeit, ein Kraftpaket an Courage.“

 

Doch Graumann warnt Klitschko zugleich auch vor Teilen der Opposition:

 

„Leider ist im Moment auch die rechtsradikale, faschistische und antisemitische Swoboda-Partei ein Teil der Oppositionsbewegung in der Ukraine. Vitali Klitschko muss daher sehr aufpassen, hier immer die richtige Distanz zu wahren.“

 

Julia Timoschenko zwischen Freialssung aus dem Gefängnis und Friseurtermin

Von der Gasprinzessin zur Märtyrerin; Julia Timoschenko nach der Freilassung aus dem Gefängnis und vor dem ersten Friseurtermin

 

3Die englischsprachige ukrainische Website ForUm  berichtete bereits im Januar 2012 über eine Dokumentation des russischen Fernsehsehnders NTV  über  Julia “die Eiserne” Timoschenko, in der ihre jüdischen Wurzeln enthüllt wurden, und die  hebräische Wikipedia  (übersetzt mit dem Google-Übersetzer) schreibt:

 

“Timoschenko wurde in Dnepropetrovsk, UdSSR (heute Ukraine) , Wladimir Iwanowitsch Grigian und Ludmila Tlgina geboren. Als sie zwei Jahre alt war , ihr Vater ihre Mutter scheiden und verließ die Familie. Er heiratete und hatte die Ehe im Jahr 1969 Jahr. Im Alter von 10 Julias Mutter änderte ihren Nachnamen Mgrigian Ltlgina .

Divisive ethnischen Herkunft und nicht eindeutig auf der Grundlage Timoschenko sagt sie [4] väterlichen Halb lettischen und ukrainischen mütterliche Hälfte, aber dieser Anspruch ist erstaunlich, dass ihr Großvater , Abram , überhaupt nicht häufig bei Letten . Viele behaupten, der Name ihrer Mutter, Tlgina , ist ein russischer Name ausgesprochen wird.

Väterliche Familienname, Grigian , können scheinbar implizieren armenischer Herkunft , aber im Jahr 2008 veröffentlichte er ein Politiker Dmitry Chubut, die in einem Dokument, sein Judentum von Timoschenko- Großvater von ihrem Vater erscheint. Die oben genannten Dokumente können lernen Slsva von Timoschenko nannte Abram Kalmanovitz ( Ben Kalman ) Kfitlmn [Kapitelmann] , die typisch jüdische Namen.”

 

Julia Timoschenko war zwar “nur” wegen Wirtschaftskriminalität verurteilt und inhaftiert worden, 2012 kam allerdings auch noch der durch Tonbandaufnahmen untermauerte Verdacht eines  schwerer wiegenden Verbrechen gegen sie auf, der allerdings nicht zu einer Verurteilung führte. Euroactiv berichtet:

 

Der ukrainische Geschäftsmann Jewgeni Schtscherban wurde im November 1996 erschossen, als er auf dem Flughafen im ostukrainischen Donezk seine Privatmaschine verließ. Er war  im Energiehandel ganz offensichtlich seinen Konkurrenten im Weg. Die Auftragskiller wurden verurteilt, doch die Auftraggeber blieben unerkannt. Schwere Vorwürfe konzentrieren sich immer mehr auf die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko.

 

4Im nachfolgenden englischsprachigen Video aus dem Jahr 2012 wendet sich Arsenij Jatsenjuk in einem eindringlichen Appell an den (inzwischen Ex-)Premierminister Janukowitsch, Julia freitzulassen.

 

 

Übersetztes Transkript (Es empfiehlt sich aber wegen Tonfall, Mimik und Gestik auf jeden Fall, das Video anzusehen)

 

Ich möchte mich zunächst zu der jüngste Strafsache äußern, die mit Julias Fall zusammenhängt. Sehen Sie:

 

  • Das ist schrecklich!
  • Und widerwärtig!

 

Wir können nicht die Zukunft mit der Europäischen Union gestalten, wenn wir nicht diesen Fall – Julias Fall – zu einer Lösung bringen. Janukowitsch kann sich nicht hinter irgendwas verstecken und sagen, dass alles in Ordnung ist.

 

  • Er hat die falsche Entscheidung getroffen!
  • Er muss das eingestehen!
  • Er muss Julia freilassen!
  • Diesen Schlamassel beenden!
  • Und das Land vorwärts bewegen!
  • Im Sinne der europäischen Integration!
  • Er hat das getan!
  • Er ist persönlich verantwortlich dafür!
  • Also muss er diese Sache auch ändern!

 

Wie wir mittlerweile wissen, hat Janukowitsch diese Aufforderung nicht ernst genommen. Das hat er jetzt davon! Wer nicht hören will, muss fühlen. Es ist nicht auszuschließen, dass dies auch eine Botschaft an andere europäische Marionetten ist, die Aktivitäten jüdischer Oligarchen nicht zu behindern. Man sollte als einfacher Privatmensch stets im Hinterkopf haben, dass nicht alles, was gesagt oder auch in den Medien berichtet wird, an uns gerichtet ist. Ich bin überzeugt, manches sind auch Botschaften an niederrangige NWO-Chargen wie z.B. Premierminister, Bundeskanzler und andere “Größen” der Politik, die wir oft nicht verstehen können und sicher auch in den meisten Fällen nicht einmal bemerken.

 

5Unlängst tauchte im Internet der Videomitschnitt eines Gesprächs von Victoria Nuland, der für Europa und Eurasien zuständigen Assistant Secretary of State im Dienst des US-Außenministeriums, auf, in dem sie dem amerikanischen Botschafter in der Ukraine Anweisungen zum weiteren Vorgehen beim Umbau der Ukraine erteilte, sich mit den Leistungen von Klitschko ein bisschen  unzufrieden zeigte und dem Wunsch Ausdruck verlieh, er möge nicht für ein Amt vorgesehen werden.

 

Klitschko hat – wie wir inzwischen wissen – zufällig auch in der neuen Regierung bislang kein Amt erhalten, obwohl er die ganze Zeit zuvor hoch dafür gehandelt worden war. Wikipedia schreibt über Victoria Nuland:

 

Nuland is the daughter of Yale bioethics and medicine professor Sherwin B. Nuland, the family’s original surname being Nudelman. One of Victoria’s grandfathers was Meyer Nudelman from a family of Jewish immigrants who came to New York City from the Russian Empire. (Nuland ist die Tochter von Yale Bioethik und Medizin-Professor Sherwin B. Nuland, der Familie ursprünglichen Nachnamen ist Nudelman. Einer der Großväter  Victorias war Meyer Nudelman aus einer Familie von jüdischen Einwanderern, die aus dem russischen Reich nach New York City kam.)

 

Auf manchen alternativen Webseiten wird behauptet, auch der amerikanische Botschafter in der Ukraine Geoffrey Pyatt sei Jude, das konnte ich aber weder verifizieren noch widerlegen. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür besteht, da die nichtjüdischen Botschafter der USA für weniger kultivierte Länder  wie zum Beispiel Libyen benötigt werden. Jüdische Botschafter sind hingegen gut geeignet, in europäischen Ländern wie zum Beispiel Belgien über den Unterschied zwischen verzeihlichem islamischen und bösartigem europäischen Antisemitismus aufzuklären.

 

Dieser Mitschnitt, der sicher eine peinliche unangenehme Panne darstellte, konnte auch von den Mainstreammedien nicht mehr ignoriert werden. Was tun? Glücklicherweise hatte Frau Nudelmann angesichts des ihrer Meinung nach zu zögerlichen Vorgehens der EU bei der Neugestaltung der Ukraine ein bisschen die Contenance verloren und deswegen  “Fuck the EU gesagt. So konnten sich die Medien und in deren Schlepptau das Volk auf diesen Ausrutscher stürzen und sich ausgiebigst darüber empören, was “diesen Amis” eigentlich einfällt, sich so vulgär über “uns” zu äußern. Auch die Bundeskanzlerin eilte zur Schadensbegrenzung herbei und konzentrierte sich auf die Ausdrucksweise, die sie als “absolut unakzeptabel” bezeichnete, und Frau Nudelmann entschuldigte sich. Nicht beim ukrainischen Volk für die anmaßende Einmischung – versteht sich – sondern bei den EU-Funktionären für das böse F-Wort.

 

Damit war der Blendscheinwerfer erstmal weg vom Inhalt.  Auch Vitali Klitschko, für den der Inhalt durchaus auch ein bisschen blamabel war, übte…

 

…“scharfe Kritik”…

 

…und lenkte weiter vom Inhalt ab, indem er seiner glasklaren Erkenntnis Ausdruck verlieh, dass…

 

 …die USA und die EU mit der Veröffentlichung provoziert werden sollen. Alle Seiten müssen jetzt besonnen reagieren und sollten nicht in diese Falle tappen.

 

Elmar Brok (CDU), Chef des Auswärtigen Ausschusses des EU-Parlaments, ist da ganz seiner Ansicht und hat auch schon eine hübsche Verschwörungstheorie parat, wer hinter der Veröffentlichung (Inhalt ist auch für ihn kein Thema) steckt. Er sagte gegenüber der Welt :

 

“Der Trick, Amerikaner und Europäer jetzt durch abgehörte Telefonate aufeinanderzuhetzen, ist die alte russische Art der Desinformationspolitik. Darauf dürfen wir jetzt nicht reinfallen.

 

spinne6Das Feuilleton der FAZ berichtete vor einigen Tagen über Bernard Henri Lévy, einen in Frankreich ansässigen jüdischen Philosophen und Publizisten, der immer besser als Europäer und insbesondere besser als die Deutschen zu wissen scheint, wem Europa helfen muss:  Zum Beispiel  den libyschen Rebellen  und jetzt auch den Rebellen in der Ukraine. Er ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich nach Kiew zu reisen und dort eine vor nationalistischem Pathos triefende Rede zu halten:

 

Volk des Majdan! Ihr habt mit nahezu nackten Händen die Berkut-Einheiten zurückgedrängt. Ihr habt allein oder nahezu allein Janukowitsch in die Flucht geschlagen. Ihr habt mit einer großen Völkern würdigen Selbstbeherrschung der Tyrannei eine historische Niederlage bereitet. (…) Ihr seid nicht nur Europäer, ihr seid die besten Europäer. (…) Ich verneige mich vor euren Toten. Ich verneige mich vor eurem Mut und sage euch noch freudiger als zuvor: „Willkommen in unserem gemeinsamen Haus!“

 

Die Erwähnung des allgegenwärtigen -Gottseibeiuns- darf natürlich bei einer solchen Gelegenheit auch nicht in der Mottenkiste bleiben. Über die russischen Aktivitäten auf der Krim sagt er:

 

Es ist dasselbe Argument, das Hitler 1938 vorschob, um in die Tschechoslowakei einzumarschieren, weil die Sudetendeutschen deutschsprachig seien. Aber ihr, das Volk des Majdan, seid da, um dieses neue Verbrechen zu verhindern.

 

Im Jahr 1986 war er (Bernard Henri Lévy) noch nicht ganz so begeistert europäischen Völkern, Vaterländern und dem ganzen altmodischen Plunder in ihrem Gefolge, sondern fand das im Falle von Frankreich vielmehr “furchtsam, verklemmt, armselig und widerwärtig”.

 

7Die Huffington Post gab Abe Foxman, dem Vorsitzenden der in den USA ansässigen Anti Diffamation League (ADL) Gelegenheit, seine Gedanken zur Lage in der Ukraine in einem Artikel zu veröffentlichen. Nachfolgend die auszugsweise Übersetzung davon.

 

In der Ukraine muss die neue Regierung die jüdische Gemeinde beschwichtigen

 

Die jüdische Gemeinde der Ukraine ist nervös. Die ultranationalistische Swoboda-Partei mit ihrer Geschichte des Antisemitsmus und als Plattform ethnischen Nationalismus’ erzielte bei der Wahl im Oktober 2012 mehr als 10 Prozent der Stimmen, war Teil der politischen Führerschaft der Maidan-Revolution während der vergangenen Monate und erhielt gerade diese Woche drei Ministerämter in der neuen ukrainischen Regierung.

 

Während sich die führenden Swoboda-Politiker zwar seit kurzem antisemitischer Äußerungen enthalten, ist es dennoch beunruhigend, dass Oleksandr Sych, Swobodas Chefideologie, zum Vizepremierminister ernannt wurde. Sychs Reden fokussierten sich über Jahre hinweg darauf, ukrainischen Nationalismus zu propagieren, der ihm zufolge beispielhaft von Stepan Bandera, einem Führer der ukrainischen nationalistischen Bewegung der 1930er und 1940er Jahre repräsentiert wird. Bandera war zu jener Zeit während des 2. Weltkriegs mit den Nazis in Einklang und an den Massenmorden an Juden und Polen durch ukrainische Partisanen beteiligt.

 

Sych hat auch geäußert, der ukrainische Nationalismus sei sowohl von dem “kommunistischen russischen Regime” als auch vom “liberalen Europa” bedroht. Die Ironie dabei ist, dass er durch eine Revolution ausgehend von einer plötzlichen Weigerung des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch, ein Abkommen mit der EU zu unterzeichnen, an die Macht gekommen war.

 

Interessanterweise haben die nationalistischen Gruppen, die auf dem Maidan gegen Regierungstruppen und die Polizei gekämpft haben, diese Woche eine bedeutende Geste gegenüber der jüdischen Gemeinschaft gemacht.

 

8Dimitri Jarosch, der Führer des “Rechten Sektors” traf sich mit dem israelischen Botschafter in der Ukraine, Reuven Din El, und sagte ihm, dass ihre Bewegung Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ablehne und nicht tolerieren werde. Er sagte, ihr Ziel sei eine demokratische Ukraine , eine transparente Regierung, die Beendigung der Korruption und Chancengleichheit für alle ethnischen Gruppen.

 

Die israelische Botschaft in der Ukraine berichtet auf Facebook über dieses Treffen:

 

Dimitri Jarosch betonte auch, dass jegliche Hassrede, und dabei insbesondere Antisemitismus, vom “Rechten Sektor” nicht nur verurteilt werde, sondern dass sie damit fortfahren würden, derartiges mit allen legitimen gesetzlichen Mitteln zu bekämpfen. Das Ziel der Bewegung sei, eine demokratische Ukraine und eine transparente Regierung aufzubauen, Korruption zu bekämpfen und für alle Nationen und Völker Chancengleichheit zu gewährleisten; sie hätten die Absicht, das Volk zu vereinen und einen Staat aufzubauen, der vom Volk regiert wird.

Die Gesprächsparteien kamen überein, eine Hotline einzurichten, um Provokationen zu vermeiden und aufkommende Streitfragen zu koordinieren. Die Führer der Bewegung betonten, dass jeglicher Ausdruck von Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit bestraft werden würde.

 

Über denselben Dimitri Jarosch,  der der so schöne Worte  zu sprechen und so schöne Hotlines einzurichten weiß,  berichtet Russia Today ,  er habe sich…

 

Doku Umarow

 

9 …auf der Seite des “Rechten Sektors” im sozialen Netzwerk VKontakte Russlands meistgesuchten Terroristen Doku Umarow dazu aufgefordert, gegen Russland aktiv zu werden. In der Erklärung wird ausgeführt, dass “viele Ukrainer mit der Waffe in der Hand” tschetschenische Militante in ihrem Kampf gegen Russland unterstützt haben, und dass “es jetzt an der Zeit ist, die Ukraine zu unterstützen”.

 

Die Botschaft, die mit “Führer des Rechten Sektors Dimitri Jarosch unterzeichnet ist, ruft Umarow in der Folge davon auf, “seinen Kampf aufzunehmen und die einmalige Chance zu ergreifen, Russland zu besiegen”. Jarosch gibt in diesem Aufruf seiner Meinung Ausdruck, dass Russland der “ewige Erzfeind” der Ukraine und ein Krieg zwischen den zwei Ländern “unvermeidlich” sei.

 

Umarow, der sowohl während der Tschetschenienkriege militiante Gruppen anführte als auch mehrere große Terroraktionen organisierte, ist der am meisten gesuchte Terrorist Russlands. Er hat die Verantwortung für mehrere Attentate auf russische Zivilisten übernommen, einschließlich der Bombenattentate auf die Moskauer Untergrundbahn im Jahr 2010 und des Bombenattentats auf den Internationalen Flughafen Domodedovo im Jahr 2011, bei denen Dutzende von Menschen den Tod fanden und Hunderte verletzt wurden.

 

Mittlerweile ist die Seite des Rechten Sektors, auf dem die Botschaft gepostet worden war, abgeschalten worden, weil sie die Nutzungsbedingungen des Sozialen Netzwerks mit dem Einstellen verbotener Inhalte verletzt hat. Die Seite hatte über 375.000 Follower gehabt und war zuvor dazu genutzt worden, die Aktionen der verschiedenen Zellen der Bewegung in der Ukraine zu koordinieren.

 

Der investigative Journalist Eric Draitser hat im Jahr 2013 berichtet, dass Doku Umarow vom amerikanischen und finnischen  Außenministerium sowie  dem National Endowment für Democracy finanziert worden sei.

 

Muster tauchen auf, Kreise schließen sich, die Fragen Was für Ukrainer haben tschetschischen Terrorismus wie unterstützt?” und “Wie passt diese Information zum Boston-Marathon-Attentat, das angeblich von tschetschenischen Terroristen verübt worden war?”  schießen in den Kopf. Man könnte Tage und Wochen, ja vermutlich den gesamten Rest seines Lebens,  damit verbringen, von einem Link zum anderen zu springen, und käme immer noch zu keinem Ende. Das Bild eines gigantischen furchterregenden Geflechts taucht vor dem geistigen Auge auf. Aber hier habe ich mich gezwungen aufzuhören. Zumindest für hier und heute.

 

Zurück zum Artikel von Abe Foxman:

 

10Am Tag zuvor interviewte die ukrainische-jüdische Journalistin Eleonora Groisman Sergej Mischenko, den Führer der “Spilna Sprava” und sagte ihm, dass die Juden der Ukraine wegen der Nationalisten besorgt seien. Mischenko erwiderte, dass Juden keinerlei Probleme haben werden und sich nicht sorgen sollten. Er fuhr weiter fort: “Auf dem Maidan waren Juden unter uns, die in der IDF dienten. Wir kamen hervorragend miteinander zurecht und kämpften Schulter an Schulter.”

 

Auch die Webseite Voltairenet berichtet über israelische Soldaten auf dem Maidan, kommandiert von vier ehemaligen israelischen Offizieren, die eine Kippa unter ihren Stahlhelmen tragen.

 

Abe Foxman weiter:

 

Im Novenmber 2013, nicht lange bevor die Anti-Janukowitsch-Proteste begannen, ehrte die ADL Erzbischof  Andrej Scheptiski, einen geistigen Führer der ukrainischen Katholiken, welcher der ukrainisch-griechisch katholischen Kirche von 1900 bis zu seinem Tod im Jahr 1944 vorstand. Erzbischof Scheptiski wurde posthum mit dem Jan Karski Courage to Care Award für seinen unerschrockenes Heldenmut, Juden vor dem Holocaust zu retten, ausgezeichnet.

Nachdem ich die Laudatio für Erzbischof  Scheptiskis Taten gehalten hatte, sagte ich:

Ich möchte mit Hinblick auf die heutige Situation in der Ukraine noch auf einen letzten Punkt zu sprechen kommen. Es gibt eine starke und wachsende nationalistische Bewegung. Sie steht vor der Wahl zweier Rollenmodelle: Dem des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera, der am 30. Juni 1944 in Lemberg einen unabhängigen Staat ausrief, nachdem die Nazis die sowjetische Armee vertrieben hatten und am nächsten Tag damit anfingen, Juden zu ermorden. Oder sie kann sich von dem ukrainischen Erzbischof Andrej Scheptyzkyj inspirieren lassen, der am 1. Juli, dem Tag nach der Unabhängigkeitserklärung schrieb, dass die neue Regierung – ich zitiere – “eine weise, gerechte Führung ausüben sowie Maßnahmen ergreifen möge, welche die Bedürfnisse und das Wohlergehen aller Bürger, die unser Land bewohnen, ohne Ansehen, welcher Religion, Nationalität oder sozialen Schicht sie angehören, berücksichtigt.

Der ukrainische Nationalismus von Erzbischof Andrej Scheptiski, eine des Mitgefühls und sogar der Liebe für seine jüdischen Nächsten, ist einer, den Juden rund um die Welt annehmen und unterstützen können. Und wir fordern alle, die von den Taten und Worten des Erzbischofs inspiriert sind, auf, mitzuhelfen, der zerstörerischen Strömung Banderas entgegenzutreten.

 

Ich habe mich ein wenig über Andrej Scheptiski kundig gemacht.

 

Er schrieb einen Brief an Himmler, in dem er ihn darum bat, ukrainischen Polizisten zu verbieten, Juden zu ermorden. Er gab Hirtenbriefe heraus, in denen er sein Volk, die griechisch-katholische Gemeinde der westlichen Ukraine, der lt. deutscher Wikipedia auch Arsenij Jatsenjuk angehört (s.o.) eindringlich aufforderte, ihre jüdischen Nächsten zu lieben, anstatt in den Reihen der Polizei zu dienen, die sie tötet. Mit Hilfe seines Bruders Klymentyi, dem Abt einer von ihm gegründeten Mönchsgemeinschaft, gab er in seiner Privatresidenz und Klöstern in Lemberg mehr als 100 Juden Unterschlupf. Schwer krank und an den Rollstuhl gebunden überlebte er bis 1944 ohne von den Deutschen behelligt zu werden, starb noch während der deutschen Besatzung im hohen Alter eines natürlichen Todes und wurde mit allen Ehren in einer Kirche beigesetzt. Dann kam die Rote Armee, die kurzerhand die griechisch-katholische Kirche auf ihrem Territorium eliminierte und seinen Bruder Klymentyi verhaftete, bis dieser 82-jährig im Jahr 1951 im Gefängnis verstarb.

 

Ukrainischen Nationalisten dürfte die Geschichte der Brüder Scheptyzkyj, sowie die Kommandostruktur der Roten Armee und Sowjetherrschaft besser bekannt sein als mir, sodass anzunehmen ist, dass sie die Botschaft verstanden haben, wem man besser nicht in die Suppe spuckt.

 

Abe Foxman weiter:

 

Wird Vizepremierminister Sych Bandera verwerfen und Europa umarmen? Wird Swoboda Juden als vollwertige Ukrainer akzeptieren und den Willkommensversicherungen der bewaffneten Nationalisten folgen? Oder werden die Versprechungen des Rechten Sektors und von Spilna Sprava von dem ethnischen Nationalisms von Swoboda überrannt werden?

Zwischenzeitlich werden die Sicherheitsvorkehrungen in jüdischen Einrichtungen ausgeweitet. Während der letzten zwei Wochen wurden zwei Juden in Kiew gewaltsam angegriffen und auf eine Synagoge in Zaporozhe wurden Molotowcocktails geworfen.

 

Wollen wir hoffen, dass die Synagoge noch steht und dass die zwei betroffenen Juden nicht gezwungen waren, nach den gewaltsamen Angriffen ein Heftpflaster zu tragen. Falls das doch der Fall sein sollte, ist es ihnen vielleicht ein Trost, dass eine solche Tragödie durchaus auch neue Wege eröffnen kann, zum Beispiel den zu dem wichtigen Posten eines Antisemitismusbeauftragten in der neuen Regierung.

 

Einige jüdischen Führer haben sogar die Möglichkeit einer Massenauswanderung aus der Ukraine ins Gespräch gebracht.

 

Ich bin recht zuversichtlich, dass dieses Bedrohungsszenario nicht eintreten wird. Ob die Ukrainer es überhaupt als Bedrohungsszenario betrachten würden, vermag ich nicht zu beurteilen. Abe Foxman hingegen kann sehr gut beurteilen, was die Aufgabe des neuen ukrainischen Ministerpräsidenten ist:

 

Die Zukunft der ukrainischen jüdischen Gemeinschaft könnte davon, wie Swoboda sich entscheidet, sowie von den Handlungen der demokratischen Politiker der Ukraine abhängen.

Premierminister Arsenij Jatsenjuk hat zusammen mit dem UDAR-Führer Vitali Klitschko Swoboda 2012 in die Oppositionskoalition gebracht. Jetzt, da er Swoboda in die Regierung gebracht hat, ist es die Aufgabe von Premierminister Jatsenjuk, sicherzustellen, dass Antisemitismus nicht toleriert wird und dass demokratische Normen eingehalten werden. Indem er diese Botschaft jetzt an das Volk der Ukraine sendet, wird der Premierminister die jüdische Gemeinde beruhigen und ein bewundernswertes Zeichen setzen.

Die Nationalisten der Ukraine dahin zu lenken, den Weg von Erzbischof Scheptiski zu gehen, ist ein grundlegender Test für die demokratischen Entwicklung der Ukraine und ein wichtiger Schritt nach vorne für das Land. Wenn er erreicht wird, mag die Zukunft für die jüdische Gemeinschaft der Ukraine strahlend und nicht düster aussehen.

 

Ich gehe davon aus, dass die Nationalisten der Ukraine wissen, welcher Weg der gesündere für sie ist, und dass sich die jüdische Gemeinde der Ukraine keine Sorgen machen muss. Ob das auch für Ukrainer und Russen gilt, ist vielleicht nicht ganz so sicher.

 

11Wer würde ANNEHMEN, dass dies ein jüdischer Staatsstreich, eine jüdische Übernahme der Ukraine ist? Wie es aussieht: So gut wie niemand.

 

Und so werden die Mainstreammedien und fast die gesamten alternativen Medien im Internet weiterhin debattieren und streiten, ob denn nun die Russen oder die Amis, die Ukrainer, die EU, Regierungskräfte oder  antisemtiische Neonazis, der Liberalismus, der Kommunismus, der Nationalismus, der Globalismus, der Faschismus oder irgendein anderer Blablaismus schuld an den Unruhen und den Toten sind – und dass die Deutschen in dieser Schuldigen-Liste  auf keinen Fall mal ausnahmsweise fehlen, dafür hat freundlicherweise die auf unserem Boden ansässige Konrad-Adenauer-Stiftung gesorgt. Sie werden sich verbal bis aufs Messer bekämpfen und vielleicht eines schlimmen Tages, den der Himmel verhüten möge,  auch weniger verbal und mit Kriegswaffen anstatt mit Messern. Aber in einer Sache werden sie sich wohl immer einig sein: Über Juden spricht man in solchen Zusammenhängen nicht.

 

Was Politik und Mainstreammedien angeht, habe ich den Grund dafür schon begriffen. Aber was anonyme alternative Medien angeht, würde ich ehrlich gern wissen: WARUM?

 

Quelle: As der Schwerter – Vielen Dank für diese hervorragende Arbeit!

 

Bemerkung: Trotz alledem ist die Frage der russischen Propaganda immer noch nicht zufriedenstellend beantwortet. Hier sollten wir uns noch intensiver damit beschäftigen, welche Rolle nun Rußland wirklich einnimmt. Steht Rußland mit dem Rücken zur Wand und ist in der selben Zwickmühle wie einst das Deutsche Reich, oder spielt hier Rußland die Rolle des “Bösen”, um eine mögliche militärische Auseinandersetzung nach Bedarf zu inszenieren? Stehen sie parat die ukrainische nationale Bewegung militärisch in die Knie zu zwingen, wenn sie zu stark an die Macht käme?

 

Allen Anschein nach wird die nationale Bewegung nach allen Regeln der jüdischen Kunst ausgenutzt, sie als Buhmann zu präsentieren und vermutlich auch eine entsprechende Desinformation darüber verbreitet wird. Der Mainstream hat längst in die Kerbe der russischen Berichterstattung geschlagen, um die nationale Bewegung zu diskreditieren. 

 

Fragen, die noch beantwortet werden müssen!

 

..

 

Ubasser

https://morbusignorantia.wordpress.com/2014/03/09/ukraine-fiktion-und-wirklichkeit/

Wer ist Julia Timoschenko ?


Sie hat sich in diversen Wahlkämpfen gern als eine Art „Mutter der Ukraine“ präsentiert. Trug sie ihre Haare im Jahre 2001 noch dunkelbrünett, so zeigt sie diese 2007 blond, allerdings gewellt und offen, als sei sie der US-amerikanischen Serie „Sex in the City“ entsprungen. Doch in den Wahlkämpfen hatte sie mit dem traditionellen blonden Haarkranz nationalistisch gepunktet. Die neue nationale „Mutter der Ukraine“ hatte erst mit 36 Jahren Ukrainisch gelernt, ihre Muttersprache ist wie jene ihrer Mutter Ludmila Telegina Russisch. Ihr Mädchenname ist jener ihres armenischstämmigen Vaters Grigjan. Also da war schon immer (und sehr deutlich spürbar) viel Aufgesetztes im Erscheinungsbild der Julia Timoschenko. Mindestens so viel wie an der vom Westen gesteuerten orangefarbenen (Konter)revolution in der Ukraine.

Das [Vor-]Leben der Julia G.

Julia Grigjan (verehelichte Timoschenko) wurde am 27. November 1960 in Dnjepropetrowsk in der damaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik geboren und war von Januar bis September 2005 und von Dezember 2007 bis März 2010 Ministerpräsidentin der Ukraine. Seit August 2011 befindet sie sich nun in Haft und leidet dort an einem Bandscheibenvorfall.

Sie wurde von ihrer Mutter erzogen und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Die Eltern trennten sich, als Julia drei Jahre alt war. Mit 24 schloss sie ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Dnipropetrowsk ab und arbeitete anschließend fünf Jahre als Wirtschaftsingenieurin bei der Maschinenbaufirma Lenin in ihrer Heimatstadt. Während des Studiums hat sie ihren  ukrainischen Ehemann Olexandr Tymoschenko kennengelernt und 1979 geheiratet. 1980 wurde die gemeinsame Tochter Jewhenija geboren. Herr Tymoschenko lebt als wohlbestallter Geschäftsmann im tschechischen „Exil“, wohin er sich wegen Untersuchungen seiner Geschäftsgebarungen begeben hat.  Erste geschäftliche Erfahrungen sammelte Julia T. mit einem Videoverleih. Dann gründete sie zusammen mit ihrem Mann eine Kooperative mit unklarer Geschäftsgebarung, dann leitete sie ein Jugendzentrum.

1991 wurde die Firma Ukrajinskyj bensin (Український бензин) gegründet, deren Schwerpunkt auf Erdölprodukten lag. Julija Tymoschenko war zunächst Geschäftsführerin, dann Direktorin des Unternehmens. 1992 war die Aktiengesellschaft bereits Monopolist auf dem Gebiet landwirtschaftlich genutzter Erdölprodukte.

Von 1995 bis 1997 war sie Chefin des Energiekonzerns EESU (Vereinte Energiesysteme der Ukraine). Gemeinsam mit ihrem Mann Olexandr betrieb sie das Unternehmen mit guten Beziehungen zu Russland. 2001 waren sie und ihr Mann einige Wochen lang unter dem Vorwurf der Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung in Untersuchungshaft. In Russland läuft gegen sie außerdem ein Verfahren wegen Bestechung von Militärs, deshalb war sie bis Anfang Dezember 2004 auf der Suchliste von Interpol. Das Vermögen der Timoschenkos wurde 2007 auf mehrere Hundert Millionen Dollar geschätzt.

Der politische Aufstieg der Julia T.

1996 wurde Tymoschenko mit großer Stimmenmehrheit (ausgerechntet) für den Wahlkreis Kirowograd in das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada (Верховна Рада, also Oberster Rat, vor 1991 Oberster Sowjet) gewählt. 1999 gründete sie gemeinsam mit ihrem langjährigen politischen Weggefährten Olexandr Turtschynow, von Wiktor Juschtschenko nach dessen Wahlsieg zum Leiter des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes Sluschba bespeky Ukrajiny, ernannt, die Partei Batkiwschtschyna, deren Vorsitzende sie bis heute ist.

Unter Ministerpräsident Wiktor Juschtschenko (Dezember 1999 bis Mai 2001) war sie dessen Stellvertreterin mit Verantwortung für den Energiebereich, wurde jedoch im Januar 2001 entlassen.

Bei den Parlamentswahlen 2002 trat ihre Partei erstmals in einem Bündnis mit anderen Parteien als Blok Juliji Tymoschenko (BJuT) an. Dieser erreichte 7,2 % der Wählerstimmen; seitdem führt Timoschenko die Rada-Fraktion ihres Blocks.

Regierungschefin, die erste

Nach der Amtseinführung von Präsident Wiktor Juschtschenko ernannte dieser sie am 24. Januar 2005 zur geschäftsführenden Ministerpräsidentin. Am 4. Februar 2005 bestätigte das Parlament die Ernennung. Am 8. September 2005 wurde Julia Timoschenko zusammen mit der gesamten ukrainischen Regierung von Präsident Juschtschenko entlassen (Nachfolger als Ministerpräsident wurde Jurij Jechanurow, der auf Betreiben Tymoschenkos vom ukrainischen Parlament seines Amtes wieder enthoben wurde). Der Block Julija Tymoschenko (BJuT) erhielt bei den Wahlen zur Werchowna Rada am 26. März 2006 22,3 % der Stimmen und wurde mit 129 Sitzen zweitstärkste Fraktion im neuen Parlament. Nach dreimonatigen Koalitionsverhandlungen scheiterte eine Neuauflage der Koalition der so genannten „orangefarbenen Revolution“ mit der Partei Juschtschenkos, Nascha Ukrajina. Die Wiederwahl Timoschenkos als Ministerpräsidentin scheiterte im Parlament, sie wurde daher Oppositionsführerin.

Regierungschefin, die zweite

Bei den Parlamentswahlen am 30. September 2007 erreichte BJuT knapp 31 % der Stimmen. Die Partei der Regionen (PR) des amtierenden Ministerpräsidenten Wiktor Janukowitsch erzielte jedoch mehr als 34 %. Dennoch wählte das neue Parlament Timoschenko zur Ministerpräsidentin. Sie hatte sich mit der drittgrößten Gruppierung im Parlament, der Wahlallianz Nascha Ukrajina – Narodna Samooborona (NU-NS) von Präsident Juschtschenko, auf die Bildung einer Koalitionsregierung geeinigt, sie verfügten im Parlament aber nur über eine dünne Mehrheit. Timoschenkos zweite Amtszeit als Regierungschefin war denn auch geprägt vom Konflikt mit der Opposition, aber auch von sich verstärkenden Differenzen mit Staatspräsident Juschtschenko, der sich kurz nach der Wahl zuerst für eine Koalition seiner Partei mit der Partei der Regionen Janukowitsch ausgesprochen hatte. Dieser Konflikt innerhalb des westlich gesteuerten Lagers artete zum Kampf um eine zukünftige Machtverteilung gedeutet.

Nachdem am 6. Juni 2008 zwei Abgeordnete des Regierungslagers erklärten, die Regierung nicht weiter stützen zu wollen, verlor Timoschenko ihre Mehrheit in der Werchowna Rada, dennoch wurstelte sie sich durch ein Misstrauensvotum.  In der Nacht zum 3. September 2008 beschloss die NU-NS-Fraktion der Werchowna Rada auf Druck Präsident Juschtschenkos, die Koalition zu verlassen. Das offizielle Ende verkündete der Parlamentspräsident am 16. September 2008, doch drei Monate später, am 9. Dezember 2008, einigten sich Juschtschenko und Tymoschenko auf Geheiß des Westens auf eine Fortsetzung ihres Bündnisses. Der neuen Koalition gehörte auch der Blok Lytwyna an, dessen chamäleonhafter Vorsitzender Wolodymyr Lytwyn, unter Gorbatschow ukrainischer KP-Apparatschik, später Kutschmas Stellvertreter, am selben Tag zum Parlamentspräsidenten gewählt wurde. Der Streit zwischen Präsident und Regierungschefin setzte sich aber fort – und so handelte Timoschenko im Winter 2008/2009 im Alleingang mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin neue Gaslieferverträge aus und versuchte dabei, den Zwischenhändler RosUkrEnergo aus dem Handel auszuschließen.

Im Jahr 2009 verhandelte Timoschenko auch mit Janukowitsch über eine mögliche große Koalition, scheiterte aber im Juni. Bei den Präsidentschaftswahlen 2010 landete sie in beiden Wahlgängen hinter Janukowitsch auf dem zweiten Platz, bezeichnete darauf – nach inzwischen international bewährtem Muster – unter Akklamation der westlichen Politiker wie der ihnen hörigen Journaille dies als Resultat von Unregelmäßigkeiten bei der Wahl. Eine Klage gegen das Ergebnis zog sie aber wieder zurück. Am 3. März 2010 wurde ihrer Regierung von der Mehrheit der Parlamentsabgeordneten das Misstrauen ausgesprochen. Tymoschenko lehnte es daraufhin sogar ab, bis zur Bildung eines neuen Kabinetts als kommissarische Ministerpräsidentin im Amt zu bleiben.

Amtsmissbrauch und Korruption

Nach dem Verlust ihres Regierungsamtes wurden gegen Timoschenko – wie auch gegen Mitglieder ihres Kabinetts – mehrere Strafverfahren eingeleitet: Ab Mai 2010 ermittelte die Staatsanwaltschaft erneut wegen des alten Verdachts, sie habe im Jahr 2003 versucht, Richter des Obersten Gerichtshofs der Ukraine zu bestechen. Ein zweites Verfahren wurde nach Veröffentlichung des Berichts von US-amerikanischen (sic !) Anwaltsfirmen eingeleitet. Sie hatten ihre zweite Regierungszeit untersucht und eindeutige Hinweise auf den Missbrauch öffentlicher Gelder, Betrug und Geldwäsche durch Beamte, mehrere Ministerien und private Unternehmen festgehalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte in drei Angelegenheiten:

1. die zweckfremde Verwendung von Einnahmen aus dem Handel mit Kohlendioxid-Rechten, 2. der Kauf von Rettungswagen zu überhöhten Preisen, 3. Amtsmissbrauch bei der Aushandlung von Verträgen über die Lieferung von Erdgas mit Russland.

Eine offizielle Anklage erfolgte am 20. Dezember 2010 mit dem Vorwurf der Veruntreuung von Staatsgeldern, am 24. Mai 2011 folgte eine weitere, lautend auf mutmaßlichen Amtsmissbrauch. Timoschenko bezeichnete die Verfahren gegen sie und mehrere ihrer früheren Minister als Versuch der Regierung, die Opposition zu „enthaupten“. Ende Juni 2011 reichte sie beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen ihre Strafverfolgung ein.

Im Zuge der Verhandlungen vor einem Kiewer Stadtgericht ließ der Richter, den sie während der Verhandlung wiederholt als Monster und Unmensch bezeichnete, sie am 5. August 2011 in Untersuchungshaft nehmen. Die EU und die USA haben das Verfahren natürlich prompt als politisch motiviert kritisiert und das Land vor Isolation gewarnt.

Am 11. Oktober 2011 wurde Timoschenko schuldig gesprochen. Sie wurde zu einer siebenjährigen Haftstrafe und außerdem zu einem Schadenersatz von 137 Millionen Euro verurteilt und darf im Anschluss an die Haftstrafe drei Jahre lang keine öffentlichen Ämter ausüben. Die EU, Russland und Deutschland kritisierten das Urteil in äußerst seltener Einmütigkeit scharf, die europäischen Medien plappern seitdem hinter ihren Herren hinterdrein Für den ehemaligen ukrainischen Präsidenten und ehemaligen Weggefährten Wiktor Juschtschenko ist der Schuldspruch hingegen nicht politisch motiviert. Die EU  setzt seither ein weitreichendes Freihandelsabkommen der EU sowie die Unterzeichnung des bereits ausgehandelten Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU aus. Gegen Timoschenko wird außerdem wegen des Verdachts auf Veruntreuung von 295 Millionen Euro in ihrer Zeit als Chefin des Energiekonzerns EESU (1995 bis 1997) ermittelt.  Die Generalstaatsanwaltschaft gab auch bekannt, dass es Hinweise auf eine Verwicklung Timoschenkos in den Mord am Abgeordneten und Geschäftsmann Jewhen Schtscherban im Jahre 1996 gebe. In den Mord soll auch ihr früherer enger Vertrauter und politischer Ziehvater Pawlo Lasarenko  involviert sein, der zur Zeit in den USA eine langjährige Gefängnisstrafe wegen Betrug und Geldwäsche verbüßt.

Am 15. November 2011 lehnte das ukrainische Parlament eine Gesetzesänderung ab, durch die  ihre Straftaten entkriminalisiert werden sollten. Am 23. Dezember 2011 bestätigte das Berufungsgericht die siebenjährige Haftstrafe. Timoschenko will nun an den Europäischen Menschengerichtshof gelangen, ohne vorher das ukrainische Kassationsgericht anzurufen.

Ende Dezember 2011 wurde Tymoschenko vom Untersuchungsgefängnis Lukjaniwska in die Frauenstrafanstalt Nr. 54 Katschanowka (Качановская исправительная колония № 54) im Norden der ostukrainischen Stadt Charkiw (Rajon Komintern) verlegt, wo sie ihre Haftstrafe absitzen soll. Ihr Ehemann Olexandr fand sich offensichtlich mit der Inhaftierung seiner Frau ab und erhielt in Tschechien politisches Asyl.



Erhärtung der Vorwürfe durch US-Gerichte

Die FAZ schreibt:

Bis „Sergej“ einen weiteren Packen hervorzieht. Diese Papiere sind anders. Sie kommen nicht von irgendwelchen Websites, tragen auch nicht unüberprüfbare russische Unterschriften. Die Papiere kommen aus Amerika. Unterschrieben hat sie kein Geringerer als Kenneth L. Wainstein, der spätere stellvertretende Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten.

Das Konvolut führt zurück zur Julija Timoschenko der späten neunziger Jahre. Die Frau, deren blonder Haarkranz seit der „Revolution in Orange“ weltweit zum Symbol des Kampfes gegen Korruption und Oligarchenherrschaft geworden ist, war damals weder blond, noch trug sie einen Haarkranz. Sie war ihren armenischen Wurzeln entsprechend brünett, trug das Haar offen und war weit davon entfernt, eine Erzfeindin der Oligarchen zu sein. Vielmehr war sie selbst eine. Geboren in der sowjetischen Rüstungsmetropole Dnipropetrowsk, war sie nach dem Zerfall der Sowjetunion im Schutz gewendeter Komsomol- und Nomenklatura-Seilschaften mit alerten, improvisierten Geschäften zuerst wohlhabend geworden, dann unermesslich reich. Gefördert vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und späteren Regierungschef Lasarenko, der wie sie aus Dnipropetrowsk kam, war die energische, gutaussehende Frau irgendwann auf eine Goldader gestoßen: Als Präsidentin der „Vereinigten Energiesysteme der Ukraine“ (EESU) hatte sie eine jener Zwischenhändlerpositionen erobert, die in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion bis heute so ergiebig sind wie Lizenzen zum Gelddrucken.

Ihr Konzern importierte künstlich verbilligtes Gas aus Russland und verkaufte es mit Milliardenprofiten auf dem streng regulierten ukrainischen Markt weiter. Durch den Zukauf weiterer Industrien war EESU kurz vor seiner Zerschlagung Ende der neunziger Jahre das vielleicht mächtigste Wirtschaftskonglomerat der Ukraine, die jugendliche „Gasprinzessin“ Timoschenko war die mächtigste Frau des postsowjetischen Raumes. Das Ende kam, als ihr Mentor Lasarenko dem Staatspräsidenten Kutschma zu mächtig wurde. Frau Timoschenkos Schutzpatron wurde gestürzt, der Multikonzern EESU verlor seine lukrativen Privilegien und wurde unter anderen Oligarchen aufgeteilt. Lasarenko floh mit falschen Pässen nach Amerika, wurde aber dort sofort verhaftet, weil er einen Teil der Schmiergelder, die ihm von seinen Schützlingen zugeflossen waren, über amerikanische Konten „gewaschen“ hatte. Er sitzt in Amerika eine mehrjährige Haftstrafe wegen Korruption, Erpressung und anderen Delikten ab.

Das Konvolut enthält einen 49 Seiten langen Antrag der Staatsanwaltschaft am Distriktsgericht Washington, 250 Millionen Dollar aus dem zusammengerafften Vermögen Lasarenkos einzuziehen. Nachforschungen im amerikanischen Justizministerium haben ergeben: Die Akte ist echt, sie entstammt einem laufenden Verfahren.

In diesem Antrag aus dem Jahr 2005 aber erscheint der Fall des korrupten Regierungschefs Lasarenko zugleich als ein Fall der Revolutionsikone Timoschenko. Die amerikanischen Staatsanwälte beschreiben, wie Lasarenko seinerzeit „Privatfirmen“ das „exklusive Recht“ verschaffte, vom russischen Staatskonzern Gasprom Gas für „Milliarden von Dollar“ zu erwerben und es in der Ukraine weiterzuverkaufen. Zu den Begünstigten hätten damals auch die „Vereinigten Energiesysteme der Ukraine“ gehört. EESU wiederum wurde „von Lasarenkos Partnerin Timoschenko und anderen kontrolliert“. Das Motiv des Regierungschefs für diese Günstlingswirtschaft wird wenige Absätze später klar: Die bei EESU entstehenden Milliardenprofite wurden offenbar geteilt. Hunderte von Millionen flossen nach Ansicht der amerikanischen Staatsanwälte aus Frau Timoschenkos Imperium in Lasarenkos Privatkasse. „Timoschenko und ihre Partner benutzten . . . Körperschaften unter ihrer Kontrolle . . ., um in den Jahren 1996 und 1997 Zahlungen von mindestens 162.000.000 Dollar an Lasarenko zu leisten.“ Konnte Frau Timoschenko also nur aufsteigen, weil sie sich zur Mittäterin eines korrupten Politikers machte? Auf alle Fälle hat sie damals ein unermessliches Vermögen ebenso schnell erworben wie wieder verloren – und das in einer Zeit, in der man in der Ukraine ohne Bestechung keinen Nachttopf bekam.


Der politische Ziehvater Lasarenko

Lasarenko wurde Ende der 1990er Jahre für die Partei Hromada ins ukrainische Parlament gewählt und führte hier die Fraktion seiner Liste an. Die spätere Premierministerin Julia Timoschenko zählte damals zu den Abgeordneten von Hromada, verließ jedoch 1999 gemeinsam mit ihrem politischen Weggefährten Olexandr Turtschynow die Partei.

Lasarenko wurde nach seit 1998 in den USA andauernden Ermittlungen wegen Geldwäsche in der Ukraine, der zerfallenen Sowjetunion bereits 2004 schuldig gesprochen, 2006 wurde das Strafmaß auf 9 Jahre Haft festgelegt. Davon hatte er bereits einige in Untersuchungshaft und Hausarrest in San Francisco abgesessen. Zusätzlich legte ihm das urteilende US-Gericht eine Geldstrafe von 10 Mio. US-$ auf. Lasarenkos Verteidiger kündigte Revision an. Zu seiner Verteidigung brachte er vor, es sei in der zerfallenden Sowjetunion ukrainischen Politikern nicht verboten gewesen, öffentliches Vermögen für Privatzwecke beiseite zu schaffen.

Am 20. Mai 2011 fällte das Bundesgericht des Staates Oregon in der Stadt Portland ein Urteil, demnach in den Staatshaushalt der Ukraine über 19 Mio. $ zurückgezahlt werden müssen, die von der Regierung Julia Timoschenko für den Erwerb von medizinischen Präparaten zu erhöhten Preisen über eine Kette von Mittelsmännern aufgewendet wurden.

Am 23. Mai bestätigte die Berufungsinstanz in den USA das Urteil aus erster Instanz und lehnte damit die Forderungen der Verteidigung ab.

[Quellen: Wikipedia; ukraine-nachrichten.de]


Pack schlägt sich

Wiktor Juschtschenko, ehemaliger Präsident der Ukraine und ehemaliger Verbündeter Timoschenkos und ehemaliger Günstling des Westens, 2010 in einem Interview mit dem Radio “Swoboda”:

“Ich kann noch einmal bestätigen, dass Timoschenko gemeinsam mit Lasarenko (ehemaliger Ministerpräsident der Ukraine und Gouverneur der Dnepropetrowsker Oblast, zur Zeit in den USA in Haft) Erzanreicherungskombinate besaßen und sie besaßen das größte Energieunternehmen die ‘Jedinyje Energetitscheskije Sistemy Ukrainy’, dass ihr dutzende und aberdutzende Besitztümer zugerechnet werden, aber auf wen sie ausgeschrieben sind und wie die Strafverfahren geschlossen wurden (kann ich ihnen nicht sagen) …”

Dabei erinnerte er an die Ereignisse des Jahres 2005, als Timoschenko, seinen Worten nach, am Anfang ihrer Amtszeit als Premierministerin mit der Bitte zu ihm kam, dass er den Befehl gibt die Ermittlungen gegen sie einzustellen.

“Timoschenko kam im Jahre 2005 mit einer Bitte zu mir: dass ich Maljarenko (dem damaligen Vorsitzenden der Werchowna Rada) Befehl gebe, das Strafverfahren über 8,6 Mrd. nichtgezahlter Steuern und Zinsen durch die ‘Jedinyje Energetitscheskije Sistemy Ukrainy’, welchen die jetzige Premierin vorsaß, einzustellen”. “Sie bettelte darum, dass Maljarenko auf meine Bitte hin diese Sache schließt. Sie kam zu mir, vielleicht sieben mal, und danach kam Maljarenko zu mir und sagte: ‘Wiktor Andrejewitsch (Juschtschenko), schützen sie mich vor der Premierin. Ich kann zu keiner öffentlichen Versammlung gehen, da die erste Frage die ich von Timoschenko höre ist: schließen sie die Strafsache”, sagte der Präsident.

Der Präsident hob ebenfalls hervor, dass man 2010 schwer von der Bekämpfung der Korruption reden konnte, wo die ehemalige Premierministerin “in der Mitte der 90er Jahre diese Korruption geschaffen hat”.

[Quelle: ukraine-nachrichten.de]


Dr. Sönke Paulsen über  Timoschenkos medizinisches Problem 

Die medizinische Strategie in der Behandlung von Bandscheibenvorfällen ist relativ leicht zu recherchieren. Sie besteht in einer effektiven Schmerztherapie mit Medikamenten und einer guten Physiotherapie durch Krankengymnasten. Wenn Nervenschädigungen mit Lähmungen auftreten, ist eine Operation angezeigt. Von einer Operation war aber nicht die Rede. Einhäupl sprach von einer komplexen Therapie. Dies spricht für die erste Behandlungsvariante.

Nun sind Bandscheibenvorfälle in aller Regel chronisch, d.h. sie bilden sich in aller Regel nicht zurück. Nur die Folgeerscheinungen können durch die Behandlung gebessert werden. Überall, auch in der Ukraine, gibt es unzählige Menschen mit Bandscheibenvorfällen. In der Ukraine gibt es Schmerzmedikamente und es gibt auch ausgebildete Krankengymnasten. Wo liegt also das Problem?

Möglicherweise wird aber auch die eigentliche Diagnose Timoschenkos verschwiegen. Es spricht einiges für eine sehr häufige psychiatrische Diagnose, die tatsächlich in der Ukraine nicht adäquat behandelt werden kann.

[Quelle: ukraine-nachrichten.de]


Ukrainer halten Timoschenkos Probleme für Luxus

Ob der internationale Protest gegen Timoschenkos Haftbedingungen jetzt noch zur Absage der im Juni geplanten Fußball-Europameisterschaft führen könnte? Daran glaubt niemand in der Hauptstadt Kiew.

„Vielleicht werden ein paar westliche Politiker wegbleiben. Aber das Turnier wird über die Bühne gehen“, meint der 61-jährige frühere Fabrikarbeiter Wladimir Puryk in Kiew. Und Timoschenko? „Sie hat doch alles: Essen, Medizin, ausländische Ärzte, Heizung. Bei mir ist die ganze Rente schon für die Nebenkosten in meiner Wohnung weg.“

Viele Menschen in der finanzschwachen Ex-Sowjetrepublik leben in ärmlichsten Verhältnissen. Selbst in früheren politischen Stammregionen Timoschenkos sind ihre Landsleute nach chaotischen Jahren ihrer Regierung nicht mehr gut zu sprechen auf sie. Seit Jahren sind die führenden Köpfe des Landes als kriminell verschrien.

[Quellen:  ukraine-nachrichten.de; www.focus.de]


Fotonachweis:

Bild 1: © Illustation Thilo Rothacker [www.faz.net] Bild 2:  © Keystone / AP ( www.nzz.ch) Bild 3: © Igor Kruglenko aka Ingwar lizenziert GDFL 1.2 ( www.focus.de ) Bild 4: © REUTERS/ Konstantin ( de.rian.ru)

 

http://www.kominform.at/article.php/20120502141838127

Frank Schumann: Der Fall Timoschenko

Frank Schumann: Der Fall Timoschenko

Frank Schumann: Der Fall Timoschenko

STIMME RUSSLANDS Im Zuge des Umsturzes in der Ukraine ist die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko aus der Haft gekommen. Auf dem Maidan in Kiew hat die 53-jährige angekündigt im Mai bei den Präsidentschaftswahlen kandidieren zu wollen und Nachfolgerin des gerade aus dem Amt gejagten Viktor Janukowitsch werden zu wollen. Wer ist die Frau mit dem Machtanspruch in Kiew? Darüber reden wir heute mit dem Verleger und Autor Frank Schumann, der die Ukraine regelmäßig besucht und über die „blonde Ikone der orangenen Revolution“ wie Timoschenko genannt wird, das Buch „Die Gauklerin – Der Fall Julia Timoschenko“ verfasst hat.

Es ist im Verlag Edition Ost erschienen, zu der Verlagsgruppe gehört auch Neues Leben, in dem gerade ein Band über die Klitschko-Brüder erschienen ist. Herr Schumann, liest man Ihr Buch aus dem Jahr 2012 über Julia Timoschenko, dann kann man sich eigentlich nicht vorstellen, dass diese Frau jemals wieder ein politisches Comeback erlebt. Waren Sie überrascht, als Sie Julia Timoschenko auf dem Maidan gesehen haben und sie dort ihren Machtanspruch artikulierte?

Also ja und nein. Überrascht deshalb, weil ich dachte dass doch noch mehr Zeit vergehen würde, ehe sie überhaupt wieder aus dem Gefängnis raus käme und wieder auf der politischen Bildfläche erscheinen würde. Überrascht nein, weil sie eine wirklich charismatische Politikerin ist und damit ist das Land nicht sonderlich reich gesegnet. Sie ist ein absoluter Polit-Profi, das hat man in den 20 Jahren als sie zunächst im wirtschaftlichen und dann im politischen Geschäft tätig war sehen können. Sie beherrscht das politische Handwerk außerordentlich gut und solche Leute gehen nicht unter. Also insofern halte ich das für durchaus folgerichtig, dass sie wieder auftaucht. Dass sie allerdings dort einen Anspruch anmeldet Präsidentin der Ukraine zu werden, das schien mir doch ein Alleingang zu sein und die Reaktionen darauf, im Inland wie auch im Ausland, bestätigten eigentlich diesen Eindruck, dass es ein Alleingang war. Also diese Offerte Präsidentin zu werden wird ja nicht nur mit Beifall begleitet. Aber ob sie´s wird, das steht ja noch in den Sternen.

Es heißt ja immer wieder Julia Timoschenko sei ein politischer Prozess gemacht worden. Weshalb ist die Frau vor zwei Jahren ins Gefängnis gekommen und 2011 verurteilt worden?

Dass es sich um einen politischen Prozess handelt, das ist ihre Interpretation gewesen. Also sagen wir mal, das ist ja nicht das erste Mal dass der Staatsanwalt gegen sie ermittelt hat. Sie hat ja auch schon um die Jahrtausendwende in Untersuchungshaft gesessen, die Staatsanwaltschaft hat im Jahr 2003 gegen sie ermittelt, es ging um dasselbe Delikt, also Sachveruntreuung im Amt, Korruption, Bereicherung. Und sie ist ja als sie 2005 schon mal Ministerpräsidentin war, von dem damaligen Präsidenten Juschtschenko aus dem Amt getrieben worden, weil ja auch dort, nicht nur dieser Eindruck entstanden ist, sondern nachweisbar war, dass sie sich bereichert hat und der Vorwurf lautete damals auch Veruntreuung. Als der Vorwurf das erste Mal aufkam wurde nachgewiesen, dass mindestens eine halbe Milliarde von ihr veruntreut wurde, also Gelder die beispielsweise auch von der EU gekommen sind um irgendwelche Zuckerreserven anzulegen. Da wurden nicht die 15.000 Tonnen Zucker angelegt wofür das Geld bestimmt war, sondern eben nur 5.000 und der Rest war dann einfach weg. Also sie hat dort immer wieder den Nachweis geführt dass sie nicht mit Geld umgehen kann, zumindestens nicht wenn es ihr eigenes war. Nachdem sie dieses Gasabkommen mit Russland geschlossen hat wurde noch unter dem Präsidenten Juschtschenko schon den Staatsanwalt gerufen und sie wurde aus dem Amt gejagt. Und dieser dort eingeleitete Prozess ist dann unter der neuen Administration, unter Janukowitsch 2010 fortgesetzt worden. Das heißt also, da waren bereits Prozesse im Gange. Sie konnte dann sozusagen schlecht dem Präsidenten Juschtschenko, der sie zur Ministerpräsidentin gemacht hat unterstellen, er habe ihr einen politischen Prozess machen wollen. Also sie hat es dann später sehr geschickt vermocht ihre privaten und politischen interessen zu verbinden. Das war ja auch eine der Thesen in meinem Buch, sie hat es also vermocht dieses private Interesse was sie hatte, aus dem Knast raus zu kommen, politisch zu garnieren. Und sie hat das dann in diesen objektiven Konflikt der zwischen Westeuropa und der Ukraine bestand eingebunden. Weil die neue Administration nicht so schnell in die EU wollte und schon gar nicht in die Nato, hat sie das sozusagen so thematisiert, dass also sie, die ja in die EU wollte, im Jahr 2007 hat sie das ja definitiv erklärt, in der Folge wurde dann die Fußballeuropameisterschaft an die Ukraine und Polen vergeben, hat sie also ihre Inhaftierung und ihre Verurteilung als Ausdruck einer Politik die gegen Europa gerichtet war erklärt. Im übrigen, der Ministerpräsident Lazarenko, der sie in den 90er Jahren protegiert hat, der ist in den USA bei seiner Einreise 1999 auch inhaftiert worden und anschließend zu 9 Jahren verurteil worden, wegen Geldwäsche und Korruption. Also wegen der gleichen Delikte für die Timoschenko zu sieben Jahren in der Ukraine verurteilt wurde, hat er in den USA neun Jahre gekriegt und die hat er auch abgesessen. Nun kann man sicherlich fragen, ob diese Haftstrafe zu der Timoschenko verurteil wurde, ob das überzogen war, ob´s nicht vielleicht mit drei oder vier Jahren abgegolten gewesen wäre, das ist eine andere Frage. Aber dass sie aus kriminiellen Gründen verurteilt worden ist, das ist unstreitig.

Gegen Frau Timoschenko ist eigentlich noch ein weiteres Verfahren anhängig. Man muss davon ausgehen, dass das durch die neue Regierung nicht fortgeführt wird. Worum geht es da? Die Vorwürfe da sind ja noch viel gravierender.

Da läuft noch kein Verfahren, es ist sozusagen immer noch im Prozess der Ermittlungen und der Anhörungen. Und zwar hat es 1996 einen Mord gegeben, einen Auftragsmord. Der Getötete hieß Scherban, war auch Abgeordneter, zugleich aber auch ein Unternehmer und der störte offensichtlich die Kreise von Lazarenko und anderen und der und seine Lebensgefährtin sind erschossen worden. Der Sohn der mit dabei war, den hab ich auch für mein Buch dort noch interviewt, war Zeuge, also die sind aus dem Flugzeug ausgestiegen und dann rollte dort ein Auto vor aus dem zwei ausstiegen und haben die dort erschossen. Das war, so wurde dann nachher ermittelt, ein bezahlter Auftragsmord. Insgesamt waren 11 Leute dort beteiligt, die sind dann aber auf merkwürdige Weise im Zuge der Ermittlungen sozusagen vom Leben zu Tode gekommen. Zwei sind rechtskräftig verurteilt worden, einige waren noch auf der Flucht und was das eigentlich spannende ist, das Geld was dort gezahlt worden ist für diesen Auftragsmord, ist über Konten in Zypern geflossen und das waren auch Konten von Timoschenko. Und nun suchen die Ermittlungsbehörden seit dem vergangenen Jahr den Nachweis, dass also Gelder die von ihrem Konto geflossen sind für diesen Auftragsmord bestimmt waren. Dass Geld geflossen ist, ist unstreitig, aber es ist schwer nachzuweisen, dass es genau für diesen Zweck bestimmt war und das wird sozusagen dort ermittelt. Also es sind mehrer Anläufe unternommen worden diesen Mord und die Hintergründe aufzuklären. Das ist 1996 passiert und es sind auch in der Zeit unter Juschtschenko schon Aufklärungsversuche unternommen worden und unter Janukowitsch sind sie fortgeführt worden. Im vergangenen Jahr ist dieses Verfahren in Kiew wieder aufgerollt worden und da hat sie sich konsequent geweigert dort zu erscheinen. Sie war in Charkow im Krankenhaus und weigerte sich konsequent dort angehört zu werden.

Spielt da vielleicht mit rein, dass die erste Ankündigung bei den Präsidentschaftswahlen im Mai kandidieren zu wollen, wieder relativiert wurde? Die Tochter von Julia Timoschenko hat heute in der ARD erklärt,es wäre noch gar nicht so sicher, ihre Mutter müsse jetzt erstmal zur Rehabilitation nach Deutschland kommen, sie soll an der Charité behandelt werden.

Also ich vermute mal dass man ihr zu verstehen gegeben hat, dass inzwischen was die Präsidentschaft betrifft andere Pläne geschmiedet worden sind. Es sind ja mehrere Bewerber im Rennen. Ich kann mich erinnern, als sie noch inhaftiert war, im Januar war das, als Klitschko erklärte, er wolle kandidieren, war der zweite Mitbewerber der anderen Oppositionspartei, nämlich der von der Timoschenko-Partei Jazenjuk der während ihrer Abwesenheit die Partei führte, dem wurden gleiche Ambitionen nachgesagt und er war wie es schien, wie einige aus seiner Umgebung auch bestätigten, sichtlich genervt dass Klitschko von sich aus das erklärt hat, ohne Rücksprache mit den anderen Oppositionsparteien gehalten zu haben. Also es waren schon zwei im Rennen und nun tauchte dann sozusagen völlig überraschend Frau Timoschenko auf und erklärte ein gleiches. Nun ist es durchaus üblich in einer ordentlichen Demokratie dass es mehrere Bewerber für ein Amt gibt und warum sollen nicht in der Ukraine drei oder vier Leute sich für das Amt des Präsidenten bewerben? Zunächst haben alle drei Oppositionsparteien versucht den Eindruck zu vermitteln, dass sie sich in der Opposition einig sind, jetzt wird aber offensichtlich erkennbar, dass es dort divergierende Interessen gibt, die nicht nur individueller Natur sind. Und nun kam Frau Timoschenko dort völlig überraschend frei und die hatte keiner mehr auf dem Schirm. Und die hat alles durcheinander gebracht und ich vermute mal, dass man ihr das auch zu verstehen gegeben hat und dass man jetzt plötzlich über ihre Tochter erklärt, dass ihre Gesundheit sozusagen vorrangig ist, kann ja sozusagen als ein indirekter Rücktritt von der Bewerbung angesehen werden.

Wenn man Ihr Buch liest, kann man so zwischen den Zeilen interpretieren, die Julia Timoschenko war oder ist eigentlich nicht so krank wie hier die Medien immer der Eindruck erweckt wurde. Als sie auf dem Maidan auf die Bühne kam, hat man ihr schon die Haft angesehen. Nichts desto trotz war sie am Tag darauf in der US-Botschaft ohne Rollstuhl unterwegs als sie dem US-Botschafter Geoffrey Pyatt gedankt hat.

Ein biblisches Wunder vielleicht. Naja, also die Beschwerden mit den Bandscheiben sind ja für einen Außenstehenden schwer nachprüfbar. Also wenn man Gelbsucht hat, dann sieht man das jemanden an, oder wenn einer Probleme mit den Knien hat, dann hinkt er, das sieht man auch, aber wenn er sagt, ich habe Beschwerden mit der Bandscheibe, ist es schwer nachprüfbar. Es gibt in der Tat Hinweise darauf, dass sie simuliert. Wobei ich mich nicht verbürgen möchte ob das zutrifft. Also sie hat möglicherweise doch was mit der Bandscheibe. Auf der anderen Seite, wie sie ihre eigene
kriminielle Vergangenheit politisiert, warum soll sie nicht auch eine Krankheit und ein Gebrechen dort politisieren. Also ich weiß, der Arzt der sie hier in der Charité behandelt hat, dem sagt man in der Tat gute Fähigkeiten nach, das ist der Doktor Harms und der hat andere mit den gleichen Leiden behandelt und die waren nach wenigen Behandlungen von ihren Leiden befreit. Während Frau Timoschenko dort nahezu zwei Jahre in diesem Krankenhaus in Charkow war, was ich ja selber auch besucht habe und man hat mir auch die physiotherapeutischen Anlagen gezeigt mit denen sie dort behandelt wurde, also man hat sich wirklich sehr um sie bemüht und das zwei Jahre lang. Es ist etwas ungewöhnlich, dass dort keine Gesundheitsfortschritte zu verzeichnen waren. Zumindestens hat sie das behauptet. Also kein Harm in meiner Seele, man kann ihr nicht vorwerfen dass sie simuliert, aber gänzlich ausschließen kann man es auch nicht.

Wir würden sagen, wir wünschen ihr gute Genesung wenn sie nach Berlin kommt. Nichts desto trotz, der Mann Berlins in Kiew ist ohnehin Vitali Klitschko, er ist von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung mit aufgebaut worden. Er hat in der BILD-Zeitung in den letzten Wochen der Proteste auf dem Maidan praktisch täglich eine Kolummne gehabt und hat „den Kampf seines Lebens“ geschildert wie er sagte. Wie populär ist der frühere Boxweltmeister in der Ukraine als Politiker?

Also nicht sonderlich. Ich glaube dass sein Einfluss und seine Aura aus der deutschen Perspektive maßlos überschätzt wird. Ich habe Freunde in der Ukraine die sich immer darüber lustig machen wenn er Erklärungen abgibt. In Interviews soll er doch ziemlich blass ausgesehen haben, also wenn es über die Stanz hinaus geht die ihm offensichtlich jemand in den Block geschrieben hat, dann hat er auch Schwierigkeiten mit der ukrainischen Sprache, was ja aus unserer Sicht völlig unerheblich ist, aber für Ukrainer offensichtlich nicht. Also er hat nicht diese Strahlkraft die ihm hier in Deutschland nachgesagt wird. Zum andern, ich meine, wir lieben alle Russen wenn sie Deutsch sprechen. Also ich kann mich erinnern als Putin hier im Deutschen Bundestag Deutsch gesprochen hat und es waren nur wenige Sätze, da haben sie ihn ja gefeiert ohne Ende und so ist es auch mit Klitschko. Der ja auch wie wir wissen, nicht nur in der Werbung Deutsch spricht, sondern auch sonst. Aber die Akzeptanz ist nicht sonderlich groß und sie hat auch erheblich gelitten, weil er auf dem Maidan versucht hat etwas auszugleichen und zwischen den radikaleren, neo-faschistischen Kräften, Stichwort rechter Sektor, und den moderateren Kräften zu vermitteln. Am Freitag ist er ja ausgepfiffen worden als er das Resultat der Gespräche mit Janukowitsch mitteilte. Er war sozusagen einer der sich aus Sicht der radikalen Kräfte angepasst hatte und das „standing“ ist nicht sonderlich groß. Ich weiß nicht genau, bei Umfragen lag er dann bei 15 Prozent oder 18 Prozent oder so was, das waren also ziemlich niederschmetternde Resultate. Also die Wahrscheinlichkeit, dass er Präsident wird, ist nicht sonderlich groß. Jetzt fragen Sie mich bitte nicht, wer wird es denn? Ich weiß es nicht.

Es gibt mehrere Bewerber, auffällig ist momentan finde ich, dass Oleg Tjahnybok von der offen rechten Swoboda-Partei seinen Anspruch noch nicht bekundet hat, obwohl das momentan für einen Außenstehenden die Partei, oder der politische Bereich ist, der am meisten Zulauf hat. Sie haben den rechten Sektor angesprochen, da war zu lesen, sie haben praktisch jeden Tag 500 Neueintritte. Wie gefährlich ist diese Bewegung?

Ich halte sie für sehr gefährlich weil sie ja sozusagen traditionell in der Ukraine, in der Westukraine verwurzelt ist. Das heißt also, das ist nicht so eine spontane Bewegung, sondern eine Bewegung die wirklich Jahrzehnte dort verwurzelt ist. Und die Beobachtung habe ich auch schon gemacht, dass der Tjahnybok kaum im Gespräch war. Interessanterweise, ich weiß nicht ob Sie das in den deutschen Medien beobachtet haben, als die ersten kritischen und distanzierenden Berichte auftauchten, wo diese Partei eigentlich her kommt und wenn dann die Protokollbilder von den Gesprächen der Oppositionsführer erschienen,da gehörte er ja mit dazu, in den deutschen Medien zeigte man die Bilder, aber namentlich wurden nur Klitschko und Jazenjuk erwähnt. Den Dritten erwähnte man schon gar nicht, obwohl er mit auf dem Foto war. Man hat inzwischen hier in Deutschland auch begriffen, um was für eine gefährliche Partei es sich dort handelt. Es ist ja auch absurd, Swoboda wurde in Deutschland ja sozusagen als Oppositionspartei eingeführt und auch positiv bewertet, weil sie ja sozusagen gegen Janukowitsch war und diese Partei, die Parlamentarier dieser Swoboda-Partei führten Gespäche hier in Dresden mit der NPD, über deren Verbot in der Bundesrepublik momentan nachgedacht wird. Das ist ja das absurde. Hier ist also eine Partei in Deutschland die man verbieten will weil sie sozusagen rassistisch, neo-faschistisch, extremistisch in jeder Hinsicht ist und die sprechen mit Swoboda und Swoboda ist dann aber in der deutschen Wahrnehmung eine demokratische Oppositionspartei. Also diesen Zwiespalt hat man inzwischen dort offensichtlich begriffen und jetzt finden die in den Medien nicht mehr statt. Mir ist sozusagen keine explizite Berichterstattung dort bekannt nachdem publik wurde, um was für eine Partei es sich handelt. Und es gab ja auch Äußerungen von jüdischen Gemeinden und Organisationen die gerade auf diese antisemitische Komponente hingewiesen haben. Schwierig die unter einen Hut zu bringen und warum die sich im Rennen um die Präsidnetschaft noch nicht vorgewagt haben, ich weiß es nicht. Tatsache ist aber, dass sie eine latente Gefahr für die Demokratisierung der ukrainischen Gesellschaft darstellen. Eindeutig. Sie haben eben einen großen Einfluss.

Gerade weil sie so einen großen Einfluss haben, hier in den Medien ist der Protest auf dem Maidan ja immer als friedliche Demonstration geschildert worden, gleichzeitig wurden Bilder vermummter Menschen gezeigt die ihre Molotow-Cocktails gefüllt haben, auf dem Maidan ist dazu aufgerufen worden Waffen zu bringen, das ist ein Widerspruch, so wie der rechte Sektor lange in der Berichterstattung vernachlässigt wurde, beziehungsweise klein geschrieben wurde. Es ist ja heute noch nicht von einer faschistischen Bewegung die Rede, der Auftand, der Umsturz wird als Revolution bezeichnet. Im Osten und Süden der Ukraine ist von einem faschistischen Umsturz in Kiew die Rede. Was ist denn jetzt eigentlich zutreffend? Ist es ein faschistischer Putsch der da schon stattgefunden hat, oder droht der erst noch?

Das ist ungefähr wie die Frage nach dem 17. Juni 1953 in der DDR. War es ein faschistischer Putsch oder ein Arbeiteraufstand? Sowohl als auch sage ich mal und so würde ich das auch interpretieren wollen. Dass also auf dem Maidan auch rechtsextreme Kräfte präsent waren, die nach meiner Beobachtung in den drei Monaten zunehmend in den Vordergrund traten mit ihren radikalen Forderungen. Offensichtlich waren diejenigen die mit legitimen Forderungen an ihre Regierenden auf dem Maidan angetreten sind, man muss ja nicht unterstellen, dass jeder der gegen diese Regierung und gegen Janukowitsch protestiert hat, dass der im Unrecht war. Also es gab durchaus Missstände in der Ukraine, das wollen wir hier mal festhalten. Die radikalen Kräfte haben es aber geschickt vermocht darzustellen, ihr könnt ja monatelang auf dem Maidan sitzen, es ändert sich nichts, das heißt, man muss schärfere Waffen nehmen, nicht nur verbal, sondern auch im Wortsinn und sie haben dann diesen Protest radikalisiert. Und sie bestimmten auch das Geschehen dort auf dem Maidan mit den brennenden Autoreifen, mit den Barrikaden, mit den Molotow-Cocktails und so weiter. Und das interessante ist ja, diese Frage ist ja nie gestellt worden, wer hat die Logistik dort besorgt? Dass dort ständig Autoreifen nachkamen, dass alle Menschen auf dem Maidan Lebensmittel und Kleidung erhielten, das waren doch nicht bloß Spenden. Da ist eine ausgeklügelte Logistik mit einem materiell potenten Hintergrund aktiv gewesen und da stellt sich zwangsläufig die Frage, wer hat das finanziert? Und wie ist das organisiert worden? Und da ist der Gedanke nicht abwegig, dass das Hinterland von extremen Kräften, also von Swoboda und vom rechten Sektor dort aktiv war.

Auffällig war, dass die eigentliche Gewalteskalation, also beispielsweise der versuchte Sturm auf das Parlament, bei dem es die ersten Toten gegeben hat, dass diese Zuspitzung während der olympischen Winterspiele begann, bis hin zum Umsturz, zu einem Zeitpunkt als Moskau wahrscheinlich zurückhaltender agierte als es das sonst getan hätte in der verbalen Verurteilung. Der Krieg in Georgien war während der Olympiade in Peking. Es zeigt doch offensichtlich, dass da wahrscheinlich tatsächlich größere Mächte im Hintergrund wirken und so etwas nicht spontan vor Ort passiert. Was ist eigentlich das größere Spiel, das geopolitische Spiel um die Ukraine?

Also ich glaube nicht dass es zufällig war, dass die Situation auf dem Maidan während der olympischen Spiele eskalierte. Man hatte durchaus im Kalkül, dass Moskau möglicherweise etwas zurückhaltender reagieren würde. Es stellt sich zwangsläufig die Frage, ist es dann noch eine innenpolitische Auseinandersetzung gewesen in der Ukraine, oder sind da nicht wie Sie zu Recht sagen auch andere Mächte im Spiel? Also nach meiner Einschätzung und das überrascht mich, dass das bei den Analysen der Politiker und Politikwissenschaftler überhaupt nicht in Erwägung gezogen wird. Die Rolle der USA beispielsweise in der Ukraine wird ja so gut wie ausgeblendet. Die sind ja allenfalls über den Botschafter Pyatt dort präsent. Ich stelle das jetzt nur als Frage in den Raum, warum war denn Frau Timoschenko gleich am ersten Tag dort in der amerikansichen Botschaft und nicht woanders? Also ich gehe davon aus, wenn man das in einem globalen Kontext sieht, die USA nehmen eine strategische Neuorientierung vor wie wir wissen, das Interesse geht jetzt zunehmend in den pazifischen Raum, da sind China und Russland als unmittelbare Gegner gegen die man Front macht und Europa ist für sie für die Zukunft uninteressant. Aber sie haben natürlich ein Interesse daran, dass Westeuropa, also EU und Russland und angrenzende Gebiete nicht zusammen kommen. Für die Amerikaner wäre es eine Katastrophe wenn es denn zu einem euro-asiatischen Block käme und deshalb haben die USA ein originäres Interesse, dass es auf diesem Kontinent brodelt und dass man sich dort nicht einig ist und sich nicht stimmig ist und dass dort ein Keil getrieben wird. Und da ist die Ukraine als Spaltpilz geeignet um wieder Front zu machen gegen die Russen.Das scheint mir der eigentliche Hintergrund zu sein. Also man hat in diesem Fall die Ukraine benutzt, um das tradierte Feindbild Westeuropa versus Russland neu zu beleben und das ist ja auch gelungen.

Die Ukraine, als das flachengrößte Land des Kontinents ist im übrigen auch rein riesiger Markt mit 45 Millionen Menschen, das braucht man nicht als Unruheherd. Aber da gibt es divergierende Interessen zwischen Westeuropa, er EU und den USA und das ist hier ausgebrochen. Und erstaunlicherweise wird das in der politischen Wahrnehmung immer ausgeblendet. Die USA und Westeuropa haben ein großes Interesse daran dass Frieden in der Ukraine herrscht, aber dass es dort unterschiedliche Interessen gibt, weil es unterschiedliche Ausgangslagen gibt, das wird nicht thematisiert. Das ist interessant.

Die Ukraine soll ja offensichtlich nicht zu Ruhe kommen. Jetzt verlagert sich der Konflikt hin zur Krim. Dort gab es eine Auseinandersetzung zwischen Maidan-Demonstranten wie sie genannt werden und der russisch-sprachigen Bevölkerung. Der russische Präsident Wladimir Putin hat heute die Armee seines Landes im Westen in ein Manöver geschickt, was hier als halbe Mobilmachung geschildert wurde. Wie ernst ist der Konflikt da?

Die Halbinsel Krim gehört zur Ukraine, aber auf der Halbinsel Krim gibt es auch Sewastopol und in Sewastopol liegt die russische Flotte, weil Russland keinen großen Militärhafen am Schwarzen Meer hat. Und wenn es jetzt abspaltende Bestrebungen gibt, die Krim aus der Ukraine rauszulösen, also wieder Russland zuzuschlagen, was im übrigen nicht gehen wird, ist natürlich der Hintergrund erkennbar. Es geht darum, dass Russland seinen Stützpunkt Sewastopol sichert und das sieht man natürlich im Westen genauso, wenn die Krim nach Russland gehen sollte, dann hat man keinen Zugriff mehr auf Sewastopol, was man objektiv aber noch hat, solange Sewastopol auf dem Staatsgebiet der Ukraine liegt. Von Sewastopol aus kann man das Schwarze Meer beherrschen und wir wissen wer die Anrainer am Schwarzen Meer sind, das ist der Nato-Staat Türkei, mit dem es aber momentan auch Probleme gibt, das sind Rumänien, Bulgarien als Mitglieder der EU. Das heißt, Russland hat ein natürliches strategisches Interesse sich in dieser Region auch militärisch zu behaupten und Flagge zu zeigen und das wird bei diesem Krim-Streit zur Disposition gestellt und das wird Russland nicht hinnehmen, was normal ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Konflikt nicht eskalieren wird, weil nämlich auch die EU daran interessiert ist, dass daran nicht gerührt wird. Also noch einen Krieg in Europa nach Jugoslawien glaube ich, das will niemand. Selbst den übelsten Scharfmachern in Westeuropa sollte man das nicht unterstellen.

Kommen wir noch einmal kurz zurück nach Kiew wo gerade um eine Übergangsregierung gerungen wird in die niemand so richtig gehen will, obwohl ja die Verfassung aus dem Jahre 2004 der neuen Regierung mehr Macht zuspricht als dem Präsidenten, will jeder aus der Opposition eigentlich auf den Präsidentenposten. Aber jeder der neuer Regierungschef und neuer Präsident wird, wird das alles berücksichtigen müssen. Das heißt, wo wird die Ukraine in einem Jahr oder in fünf Jahren stehen?

Eigentlich will keiner in diese Regierung, weil man weiß, das ist eine Regierung auf Abruf. Gleichwohl, ich hatte vor einer Stunde noch eine Gespräch mit einem Freund in Kiew der sagt, die Posten wären sozusagen schon gekauft und bezahlt, also sagen wir mal so, Staatssekretäre mit sechsstelligen Beträgen werden dann schon rübergereicht, aber eigentlich will niemand Verantwortung übernehmen, weil man weiß, es ist auf Abruf. Ich erwischte ihn gerade an einer Tankstelle, er tankte nochmal voll, weil sie wissen, morgen gehen die Benzinpreise hoch. Und die nationale Währung ist inzwischen auch schon extrem abgewertet worden, also für einen Euro zahlt man jetzt vierzehn Hrywnja, vor ein paar Wochen waren es noch acht oder zehn und das geht so weiter und die Folge wird dann sein, dass auch Importwaren teurer werden, das heißt die Lebenshaltungskosten werden sich dramatisch verteuern. Und wenn dann die Gehälter der Staatsbediensteten ausbleiben weil sie nicht bezahlt werden können, das Land steht ja kurz vor dem Bankrott, wenn die Renten nicht mehr gezahlt werden, dann werden die Leute möglicherweise wieder auf die Straße gehen. Das heißt also, es stehen extreme soziale Konflikte ins Haus und die werden den jeweils Regierenden angelastet. Die sogenannten Oppositionsparteien haben ja die Leute auf die Straße getrieben indem sie ihnen suggeriert haben, und der Westen hat sie auch in diesem Glauben gelassen, also wenn ihr morgen in der EU seid, dann wird es euch bald so gut gehen wie den Polen oder wie den Deutschen oder sonst was und man hat ihnen sozusagen ein Heilsversprechen gegeben und das war absehbar, dass sich das nicht einlösen lässt. Nur jetzt bricht das auf und nun haben sie aber die politische Verantwortung. Sie haben ja darum gekämpft die politische Verantwortung zu kriegen und da ist man nicht sonderlich scharf drauf die dann in konkreter Tagespolitik zu realisieren. Also die nächsten Wochen werden extrem hart werden und ich fürchte, dass die Zeit nicht allzu fern ist wo die Leute sich an die vergleichsweise ruhigen Tage unter Janukowitsch zurücksehnen. Also ich will das nicht bagatellisieren. Das ist so und wir wissen ja, dass das kollektive Gedächtnis eines Volkes nicht lange zurück reicht. Es ist in der Ukraine so wie bei den Deutschen.

Vielen Dank Frank Schumann. Er ist Autor des Buches „Die Gauklerin – der Fall Timoschenko“, das ich allen ans Herz legen möchte die verstehen wollen was in der Ukraine heute passiert, welche Machenschaften im Hintergrund wirken…

http://german.ruvr.ru/2014_02_28/Frank-Schumann-Der-Fall-Timoschenko-3028/

Ukraine: Politiker treten die Flucht an

Ukraine: Politiker treten die Flucht an

STIMME RUSSLANDS Während Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko eine emotionale Rede vor dem Maidan hält, versucht Präsident Viktor Janukowitsch womöglich, aus der Ukraine auszureisen. Die beiden ranghöchsten Politiker von Charkiw sind nach Russland gegangen.

Dem Berater des Chefs des ukrainischen Grenzdienstes Sergej Astachow zufolge haben die Grenzsoldaten einen Charterflug mit Viktor Janukowitsch an Bord am Samstag in Donezk verhindert. „Der Charterflug am Flughafen Donezk wurde nicht nach den Regeln abgefertigt“, teilte Astachow Journalisten mit.

Auf der Gangway begegneten den Grenzsoldaten bewaffnete Personen, die ihnen Geld für einen nicht abgefertigten Flug anboten. Als diese sich weigerten, kamen zwei Panzerwagen angefahren, woraufhin Viktor Janukowitsch aus dem Flugzeug ausstieg und in einer unbekannten Richtung davonfuhr. Wohin er fliegen wollte und wo er sich jetzt befindet, ist unklar.

Der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Michail Dobkin, und der Bürgermeister von Charkiw, Gennadi Kernes, haben die Ukraine verlassen. Nach Angaben der Pressesprecherin des amtierenden ukrainischen Innenministers, Natalia Statiwko, hatten die Politiker am Samstag die ukrainisch-russische Grenze überquert. Diese Information wurde später vom ukrainischen Grenzdienst bestätigt.

Zuvor hatten Dobkin und Kernes bei der Tagung der Abgeordneten der Südostgebiete der Ukraine und der Krim Reden gehalten. Die Teilnehmer der Tagung bezweifelten die Legitimität der Entscheidungen der Obersten Rada und versprachen, die Verfassungsordnung im Land wiederherzustellen.

Meldungen aus Kiew zufolge haben Freiwillige der Selbstverteidigung des Maidan in der Nähe des Flughafens „Kiew“ die Wagenkolonne des Chefs der Fraktion Batkiwschtschina, Arseni Jazenjuk, und von Ex-Premierministerin Julia Timoschenko zur Überprüfung angehalten, weil diese gegen die Verkehrsregeln verstoßen hatten.

Als Jazenjuk aus dem Auto ausstieg und Erklärungen abgeben wollte, erwiderten die Aktivisten, das Gesetz gelte für alle gleich. „Wir verstehen ja, es geht um Bewachung, aber wir wollen eine neue Ukraine bauen, wo es keine Günstlinge geben wird. Die Ausfahrt für alle ist da drüben“, sagten sie und deuteten in Richtung des von den Aktivisten errichteten Kontrollpunkts.

Tausende Anhänger der ukrainischen Opposition haben auf dem Maidan in Kiew mit Jubel die Ex-Premierministerin Julia Timoschenko begrüßt, die am Samstag aus der Haft entlassen worden war.

Timoschenko wandte sich, in einem Rollstuhl sitzend, mit einer emotionalen Rede an die Anwesenden. „Ihr seid Helden, ihr seid das Beste, was es in der Ukraine gibt“, sagte sie und brach in Tränen aus. Timoschenko forderte die Bürger auf, den Maidan nicht zu verlassen, und erklärte, sie werde ihre Arbeit sofort wiederaufnehmen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bei einem Telefongespräch mit US-Außenminister John Kerry am Samstag die Lage in der Ukraine erörtert, wobei er die rapide Verschlimmerung der Lage mit den Handlungen der Opposition in Zusammenhang brachte.

„Die illegalen extremistischen Gruppierungen weigern sich, die Waffen niederzulegen, und nehmen Kiew praktisch unter ihre Kontrolle. Die Oppositionsführer hindern sie nicht daran“, sagte Lawrow. John Kerry versprach, die Möglichkeiten Washingtons zur Einwirkung auf die Opposition zu nutzen, meldet das russische Außenministerium.

http://german.ruvr.ru/2014_02_23/Ukraine-Politiker-treten-die-Flucht-an-9791/

Dazu folgendes Video

Timoschenko Übersetzung Maidan 22 02 2014

 

 

keuronfuih

Veröffentlicht am 22.02.2014

Julia Timoschenko hielt eine sehr emotionale Rede auf dem Maidan am 22.02.2014. Das Ende der Revolution … Timoschenko im Rollstuhl, aber keiner in Deutschland soll erfahren, was sie wirklich sagte …

UKRAINE: EU will Schlappe mit Geheimdiensten ausbügeln

Mit heftiger westlicher Unterstützung unter dem Tisch stellte die pro-EU-Opposition heute in Kiew die Regierung auf die Probe. Das war vorhersehbar.
Tatsache bleibt: Russland und Ukraine müssen hier an einem Strang ziehen und verhindern, dass die Nato-EU erneut ein Land destabilisiert, über das diese westlichen Nachbarn offenbar anders keine Verfügungsgewalt etablieren können.

Christoph R. Hörstel

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Kiew: 5. Kolonne der Globalisten veranstaltet Krawalle

Die Hilfstruppen der Internationalen Finanzmafia, gesponsert vom US-State-Department und dem Kriminellen George Soros, veranstalten Randale in der Ukraine, deren Regierung das “Assozierungsabkommen” mit der EUdSSR nicht unterzeichnet hat. Als Leitfigur dient den Zersetzern der Nationalstaaten der Boxer Vitali Klitschko – und die Mafia-Lady Julia Timoschenko.

“Am Freitagabend versammelten sich zunächst etwa 10.000 Regierungsgegner auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz. Die Protestteilnehmer riefen Parolen wie „Revolution”. Die Aktivistin Ruslana Lyschischko verlas bei der Kundgebung eine Resolution: „Wir fordern Janukowitsch Rücktritt”, hieß es darin, und weiter: „Wir erklären, dass wir weiter für eine europäische Ukraine kämpfen.” Neben ihr standen die Oppositionsführer Jazenjuk und Box-Star Vitali Klitschko.

 Jazenjuk, der der inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko nahesteht, forderte die Prüfung „eines Verfahrens zur Absetzung des Präsidenten im Parlament und Wahlen vor 2015”. Klitschko sprach von „Hochverrat” und versicherte, er werde „alles tun”, damit die derzeitige Regierung entmachtet werde. Am Sonntag will die Opposition erneut demonstrieren…. ” http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/dutzende-verletzte-bei-protesten-in-kiew-article1770064.html

soros 490 UKRAINE: EU will Schlappe mit Geheimdiensten ausbügeln   StrassenterrorDer Rothschild-Knecht und Milliardär Soros hat die ganze Welt mit einem Spinnennetz von Gruppierungen überzogen, die weltweit unter dem Deckmantel von Humanität, Zusammenarbeit, “Good Government”, Freiheit und Nächstenliebe ihr Unwesen treiben. Ihr wahrer Auftrag: Zersetzung, Aushöhlung der Souveränität der Nationalstaaten, Unruhen stiften, UNO-Anträge einbringen, falsche Zeugnisse ablegen, die Klimalüge verbreiten, die Agenda 21 voranbringen, ”Farbenrevolutionen” durchführen und dabei mißliebige Regierungen zu Fall bringen. Sie unterminieren Staaten auf der ganzen Welt in generalstabsmäßig geplanten Aktionen und zersetzen dabei die Gesellschaften und ihre Sozialnormen. Derzeit stehen die Ukraine und Thailand im Fadenkreuz.

Die Ukraine ist für die NATO-EU ein Filetstück bei der Einkreisung Russlands. Da klingt es schon eher wie ein Hohn, dass NATO-Zombie Anders Fogh Rasmussen zum Verzicht auf Gewalt in der Ukraine aufruft: Nato-Generalsekretär ruft zum Verzicht auf Gewalt auf.

http://www.politaia.org/wichtiges/ukraine-eu-will-schlappe-mit-geheimdiensten-ausbuegeln-strassenterror/