Deutschland stimmt gegen Israel, aber die Deutschen dürfen es nicht wissen

Immer mehr lässt die mehr oder minder gleichgeschaltete Einheitspresse in Deutschland das Tal der Ahnungslosen der ehemaligen DDR aufleben und der deutschen Bevölkerung werden sehr wichtige Informationen vorenthalten.

Gestern war der Vertreter des rassistisch-zionistischen Regimes Netanjahu bei der Bundeskanzlerin, und in den Medien wurde darauf verwiesen, dass die Stimmung nicht ganz so herzlich sei wie sonst, da sich Deutschland bei der Abstimmung zu Palästina in der UN-Vollversammlung enthalten hat. Dass Deutschland bei einer ganz anderen aktuellen Frage zu Israel sich nicht nur enthalten hat, sondern gleich gegen Israel gestimmt hat, kann man bisher in keinem einzigen deutschen Blatt nachlesen.

In einigen sehr wenigen Meldungen von Zeitungen, die eine dapd-Meldung übernommen hatten, hieß es vor zwei Tagen: „Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Israel mit überwältigender Mehrheit aufgefordert, sein Atomprogramm offenzulegen und UN-Inspektoren Zugang zu gewähren. Israel solle „ohne weitere Verzögerung“ dem Atomwaffensperrvertrag beitreten, hieß es in einer Resolution, die am Montag mit 174 gegen sechs Stimmen bei sechs Enthaltungen angenommen wurde.“

Nicht mitgeteilt wurde, wer die sechs Gegenstimmen waren und wer die sechs Enthaltungen, so dass kein Bürger Deutschlands wissen konnte, wie Deutschland abgestimmt hat. Inzwischen ist das offizielle Dokument der UN im Internet veröffentlicht: http://www.un.org/News/Press/docs//2012/ga11321.doc.htm (siehe dort ANNEX XXXVII).

Gegen die Resolution haben gestimmt: Israel, USA, Kanada, Marschall Inseln, Mikronesien, Palau. Enthalten haben sich: Australien, Kamerun, Elfenbeinküste, Äthiopien, Indien, Panama. Und abwesend waren Armenien, Burundi, Äquatorial Guinea, Kiribati, Nauru, Seychellen, Tonga. Deutschland gehörte tatsächlich und amtlich dokumentiert zu den Staaten, die Israel mit aufgefordert haben, sein Atomprogramm offenzulegen! Diese Nachricht ist derart sensationell und brisant, dass sie der gesamten Bevölkerung Deutschlands vorenthalten wird! Nun stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass einer doch technisch so weit entwickelten Bevölkerung im 21. Jahrhundert derart wesentliche und bedeutsame Nachrichten vorenthalten werden können. Die Antwort auf diese Frage steckt im Mediensystem, das rein kapitalistisch ausgerichtet ist und entsprechend abhängig vom Kapital.

Es gibt in Deutschland keine freie oder gar “unabhängige“ Presse. Fast alle Journalisten sind “abhängig“. Größter Arbeitgeber im Bereich Presse ist der sich selbst zur bedingungslosen Unterstützung des Zionismus verpflichtete Springer-Konzern. Wie soll es unter solchen Umständen möglich sein, dass eine Nachricht, die gegen Israel gerichtet ist, den Weg zum deutschen Bürger findet? Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass solch eine Entwicklung extrem Demokratie-gefährdend ist und dem eigenen Grundgesetz widerspricht, in dem es in Artikel 5 der Grundrechte heißt: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“

Wenn es aber jene allgemein zugänglichen Quellen im Bereich der Nachrichten gar nicht mehr gibt, weil der Kapitalismus sie verschlungen hat, dann kann sich auch niemand daraus ungehindert unterrichten. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten stehen hierbei ganz offensichtlich unter dem Einfluss der großen imperialistisch orientierten Medien, denn auch sie haben kein einziges Wort über das sensationelle Stimmverhalten Deutschlands veröffentlicht, nicht einmal im Zusammenhang mit Netanjahus Besuch!

Quelle: http://www.muslim-markt.de

Deutlich mehr Einbürgerungen im vergangenen Jahr

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Insgesamt erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 106.900 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft. 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2009 stiegen die Einbürgerungen um 11,2 Prozent.

Den größten Anteil stellen mit 26 Prozent (28.100 Personen) türkische Staatsangehörige. Es folgen Personen aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo (6.309), dem Irak (4.790) und Polen (4.281). Die Eingebürgerten waren im Durchschnitt 30 Jahre alt und lebten seit etwa 16 Jahren in Deutschland.

Afrikaner wollen deutsche Staatsbürgerschaft

Die meisten Ausländer (74 Prozent) erwarben die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund eines mindestens achtjährigen Aufenthalts in der Bundesrepublik. In 10.800 Fällen (zehn Prozent) wurden ausländische Ehegatten und minderjährige Kinder miteingebürgert. An dritter Stelle folgten Einbürgerungen von Ausländern, die einen deutschen Ehe- oder Lebenspartner haben.

Von den seit mehr als acht Jahren in Deutschland lebenden Ausländern nahmen 2011 2,3 Prozent das Angebot war, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Die höchsten Werte hatten dabei Einwanderer aus Kamerun mit 29,6 Prozent, dem Irak (21 Prozent) und Nigeria (14 Prozent).

 

 

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M54e8ca76751.0.html