Jetzt gehts an die Schließfächer

Mit der Vermögensabgabe droht ein Schnüffelstaat „DDR 2.0“. Zur besseren Erfassung des Reichtums sollen nach diesen SPD-Plänen die Banken verpflichtet werden, „Wert und Umfang der im Gewahrsam befindlichen Vermögensgegenstände ab 50.000 Euro“ zu melden. Das bedeutet: Auch Schließfächer sind nicht mehr sicher.

 

von Markus Schübel

Der Zusammenhang ist einfach: Je mehr der Staat seine Schulden mit der Aufnahme von neuen Schulden durch die Notenpresse bekämpft, desto verzweifelter wird er das Geld bei seinen „Bürgen“ (Bürgern) eintreiben. Vergessen Sie diesbezüglich nie den Spruch des Deutschen Bankiers Carl Fürstenberg: „Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.“

 

Steuererhöhungen und neue Steuern sind bereits am Horizont erkennbar. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer dürfte bei einer absehbaren großen Koalition von Seiten der Sozialdemokraten in Deutschland nächstes Jahr nach der Wahl eingefordert werden.

 

Interessant finden wir die ersten Details aus parteiinternen SPD-Beratungen: Dem- nach sollen auch Immobilienbesitzer zur Kasse gebeten werden, was mit steigenden Mieten natürlich nach unten abgewälzt und wiederum für Unmut der Mieter sorgen dürfte.

 

Wichtig für physische Gold– und Silberbesitzer: Zur besseren Erfassung des Reichtums sollen nach diesen SPD-Plänen die Banken verpflichtet werden, „Wert und Umfang der im Gewahrsam (Schließfach) befindlichen Vermögensgegenstände ab 50.000 Euro“ zu melden. Goldbesitzer sollte dies aufhorchen lassen. Ein Nachteil von Gold und Silber in physischer Form ist ja bekanntlich die fehlende Verzinsung. Zumindest in Zeiten realer Zinsen; in der aktuellen Nullzinspolitik verschwindet dieser Nachteil völlig.

 

Im Umkehrschluss ist der große Vorteil von Gold, dass sie mit seinem Besitz – aufgrund des fehlenden Zinsertrages – keine Erträge zu versteuern haben und somit auch keine Steuerhinterziehung begehen können! Dieses völlig legale Schlupfloch will und muss man bei Einführung einer Vermögenssteuer aber schließen. Denn bei einer reinen Ertragsbesteuerung fällt Gold durch das Raster – bei einer Vermögensbesteuerung nicht.

 

Je nachdem, was alles als „Vermögen“ deklariert werden soll, muss der Staat jeden Besitz im Zuge der Einführung einer Vermögenssteuer als Besteuerungsgrundlage erfassen. Dass angesichts deutscher Gründlichkeit unter die Vermögenssteuer nicht nur die Geld– und Depotwerte fallen, sondern vor allem (leicht zu erfassende) Immobilienwerte und wohl auch Schmuck, Gold und Silber, Kunstwerke und was sonst noch in Schließfächern lagert, scheint bereits jetzt absehbar.

 

Diese Entwicklung wird – sofern sie nicht gestoppt wird – zwangsläufig in einem Schnüffelstaat a‘la „DDR 2.0“ enden. Verkauft wird das Ganze damit, dass es ja nur „die Reichen“ trifft und dies ein solidarischer Beitrag zur Krisenbewältigung ist. Unsere Prognose: Viele Bundesbürger (die Masse) dürften sich bald wundern, dass Sie ebenfalls zu „den Reichen“ gehören.

 

Was sollte man als physischer Goldbesitzer tun? Zunächst nichts. Sie halten Ihr Gold und Silber ohnehin an verschiedenen sicheren Orten, wie Banksafe, privates Schließfach oder privatem Safe. Beobachten Sie jedoch genau, ob man Ihnen auch dieses letzte Stück finanzieller Freiheit wegnehmen (bzw. zunächst „erfassen“) möchte oder nicht. Sollte eines Tages das Vertrauen in die Papiergeldwährungen komplett verloren gehen, bleibt den Notenbanken ohnehin nichts anderes übrig, als eine Vertrauen stiftende Goldkomponente ein- zuführen. Dann ist es jedoch auch bis zum Goldverbot nicht weit.

www.rohstoffraketen.de

Bankunion: Eurozone vor finalem Kollaps?

Euro: 2-Jahres-Tief. Bund: Rekordhoch / Rendite Zehnjährige Rekordtief. Spanien: Totalbankrott. PIGS-Zinsen: Todeszone. Neues aus EU-Absurdistan: Bankunion.

 

von MIchael Mross

Der Stress in der Eurozone hat in den letzten Tagen dramatische Ausmaße angenommen. Ehrlich gesagt: Ich hätte zuvor nicht glauben können, dass der Euro eine solche tiefgreifende systemische Krise überhaupt überleben würde. Doch gerade heute steht die Gemeinschaftswährung erneut vor einer nie dagewesenen Zerreißprobe. Damit stellt sich erneut die Frage: Wie lange noch?
Alle Krisenparameter in der Eurozone stehen auf tiefrot. Die gesamte südliche Peripherie kann man praktisch als wertlos ausbuchen. War Griechenland  noch etwas, über das man „reden“ konnte, so sind die Experten angesichts des Tsunamis, der aus Spanien droht, sprachlos. Wie soll man Spanien retten? Wie kann man alle spanische Banken retten? Und der nächste Pleite-Kandidat steht schon vor der Tür: Italien.
Die Krisenparameter signalisieren ein baldiges Ende des Euro-Experiments:

  • Deutsche Zinsen 2jährige 0%, 10jährige 1,33% (Rekordtief)
  • Italien 6%, Spanien 6,7% (—> www.cds-info.com)
  • CDS auf Krisenländer explodieren
  • CDS auf Banken + 50% in einem Monat
  • Bankenkurse im Keller
  • Rettungspakete bisher: Null Effekt

Was bleibt jetzt noch?
Im Prinzip sind fast alle Karten ausgespielt. Eine Möglichkeit, die Krise zu entschärften ist ein Austritt Deutschlands aus dem Katastrophen-Club. Das wird aber politisch nicht zugelassen.
Wenn man am Euro dennoch festhalten will, könnte die EZB die PIGS-Banken komplett refinanzieren. Kostet etwa 3 Billionen Euro. Mit Marktwirtschaft hat dies jedoch nichts mehr zu tun. Außerdem könnte die EZB die PIGS-Staaten komplett aus der Notenpresse finanzieren. Wo das endet ist klar: Totaler Vertrauensverlust in Hinblick auf die EZB, Weimarisierung der gesamten Euro-Zone, Hyperinflation.
Jetzt kommt Brüssel auf eine neue Idee: die Bankunion. Es muss schon lichterloh brennen, um einen solch absurden Vorschlag zu machen. Es fehlen einem die Worte, einen solchen Wahnsinn überhaupt zu kommentieren. So etwas kann nur Köpfen von EUdSSR Politikern entspringen. Das ist Bankensozialismus pur. Es reißt die Tür sperrangelweit auf zu Moral Hazard und Betrug. Welche Bank hat dann noch Interesse an seriösem Geschäft, wenn am Ende eine europäische Bankhängematte alle Fehler bezahlt?
Am Ende kommt wahrscheinlich alles zusammen: EZB finanziert Banken und Staaten unbegrenzt. Dann kommt die Bankunion mit anschließendem totalen Vertrauensverlust in die Eurozone und Untergang des Euros.

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10139-bankunion-eurozone-vor-finalem-kollaps

Deutschland in Armut – Wie nach den beiden Weltkriegen

In Deutschland greift die Armut um sich. Nicht dass bereits die ganzen 99% arm wären, aber die Tendenz geht da hin. Es gibt kein Land in Europa, das in den letzten Jahren mehr an Arbeitsarmut und an Armut der Arbeitslosen zugenommen hat als Deutschland. Und das ist, bevor die Krise noch in Deutschland ankommt, die alle anderen in Europa bereits erfasst hat. Wenn erst einmal die ersten Billionen in der deutschen Kasse fehlen, weil man ja „den Euro“ retten muss, in Wirklichkeit die Banken, werden da noch ganz andere Sachen auf die verarmte Bevölkerung zu kommen. Und wie man dann behandelt wird, weiss man auch schon: Seht euch nur an, wie sie die Griechen behandeln.

Nicht die heute lebenden Deutschen (ausser den ganz Alten), aber Deutschland kennt Armut sehr gut. Nach beiden verlorenen Weltkriegen war die Armut so gross, dass Leute verhungerten oder nur deshalb nicht, weil es barmherzige Seelen gab, die Suppe ausschenkten. Ganz so weit ist es heute noch nicht, aber – wie gesagt – die Krise kommt ja auch erst.

Was mit Arbeitsarmut gemeint ist, erklärt die Hans-Böckler-Stiftung der Gewerkschaften so: Wer arbeitet, aber trotzdem nicht mehr als 60% des „mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens“ hat, ist in Arbeitsarmut.

Die Statistik, entnommen aus „Eurostat“, gibt den Überblick über die Entwicklung von 2004 bis 2009, also von vor „Hartz IV“ bis zum ersten Höhepunkt der Krise. Im europäischen Durchschnitt ist in diesem Zeitraum die Arbeitsarmut (Zahl der Arbeitsarmen) nur um 0,2% gestiegen, in Deutschland hingegen um 2,2 Prozent).

Im gleichen Zeitraum stieg in Deutschland die Armut der Arbeitslosen dank „Hartz IV“ um 29%, im EU-Durchschnitt dagegen nur um 5% – und das war 2009, schon mitten in der Krise.

Dies hat zu folgender Situation geführt (Zitat aus der Studie der Hans-Böckler-Stiftung) :

“2009 hatten 70 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland nur ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze – 25 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der 27 EU-Staaten.”

Dazu kann man in diesem Artikel auch noch eine Graphik bewundern, die zeigt, wie Deutschland in Europa vorne liegt, wenn es ums Abrutschen in die Armut geht.

Was Rot-Grün unter Schröder und Fischer (diese beiden Namen im Gedächtnis behalten!), auch mit heftigster Unterstützung von Union und FDP, da mit der Agenda 2010 auf dem Gewissen haben, ist schwerwiegend. Im Effekt läuft es aufs Gleiche hinaus, wozu vorher jeweils ein verlorener Weltkrieg nötig war.

Nur: Das war ja nur der Anfang. Was die jetzige Politik („rein zufällig“ sind es wieder diese vier Parteien) jetzt im Moment für Anschläge auf unseren Geldbeutel ausführen, ist noch weit schwerwiegender. Und dabei geht um keinen Euro, es geht darum, den Superreichen, die hinter den Banken und Komnzernen stehen, unser Geld zuzuschieben.

Also langsam müssen wir uns darauf einstellen, wir müssen auf der Strasse dagegen protestieren. Mein Vorschlag fürs erste: Sich den Montagsdemos anschliessen, die es noch in vielen Städten gibt, die aber dringend Zulauf brauchen.

Wie sie das finden? Einfach auf die Seite www.bundesweite-montagsdemo.com gehen, dort unter „Montagsdemoberichte“ auf „Kontakte zu Montagsdemos“ klicken und mit der nächstgelegenen Kontakt aufnehmen.

http://www.karl-weiss-journalismus.de/?p=1577