Zweites Treffen von Kim Jong Un und Moon Jae-in

Nach der überraschenden Absage eines unter anderem vom Präsidenten der Republik Korea, Moon Jae-in, vorbereiteten Treffens mit dem Staatschef der DVR Korea Kim Jong Un durch US-Präsident Trump vorgestern haben sich am heutigen Samstag Kim Jong Un und Moon Jae-in überraschend getroffen.

Wie ein von der Präsidentschaft der Republik Korea veröffentlichres Foto deutlich machte, war das Treffen betont herzlich.

Das Bild sagt eigentlich schon alles. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete dazu, dass Kim Jong Un und Moon Jae-in bei dem Treffen ihre Meinungen zur Umsetzung der bei ihrem ersten Treffen ausgehandelten Deklaration von Panmunjom vom 27. April sowie zu einem erfolgreichen USA-DVRK-Gipfel ausgetauscht haben. Wie Xinhua berichtete, hatten die beiden Staatschefs damals unter anderem ausgehandelt, die koreanischen Halbinsel komplett zu denuklearisieren und die gegenwärtige Waffenstillstandsvereinbarung in einen Friedensvertrag umzuwandeln.

Die neue innerkoreanische Herzlichkeit legt nahe, dass die DVR Korea und die Republik Korea ihr Programm zur Vereinbarung von Frieden in Korea unabhängig von der Positionierung der USA dazu weiter vorantreiben werden. Die gegenwärtige Stimmung in der Republik Korea hatte ein amerikanisch-koreanischer Professor namens Joseph Yi in Südkorea nach der Absage Trumps an den Gipfel mit Kim in einem Leserbrief an die New York Times so beschrieben, dass die meisten Leute in Südkorea „bestürzt“ über das Verhalten von Präsident Trump seien und Trump der seltene US-Präsident sei, der es fertiggebracht habe, das „nordkoreanische Regime“ im Vergleich mit den USA als stabiler und reifer aussehen zu lassen. Sollte diese Einschätzung zutreffend sein, müsste Moon Jae-in reichlich Rückendeckung von der südkoreanischen Bevölkerung bekommen, wenn er notfalls eben auch ohne die USA einen Friedensvertrag mit der DVR Korea aushandelt und dazu auch praktische Schritte unternimmt.

War made easy – Wenn Amerikas Präsidenten lügen

So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren.
Sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge,
wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten.

Und ihre Methoden glichen sich … Diese „Gehirnwäsche mit Tradition“ hat der
amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden
Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben diese Geschichte in einem
wunderbar eindrucksvollen Film erzählt. Wie man sich den Krieg leicht macht.

Norman Solomon zeigt, sogar Sprache und Rhetorik der Präsidenten war nahezu identisch,
wenn die Kriegsmaschinerie in Gang gesetzt wurde und das amerikanische Volk jubelnd
zur Seite stehen sollte. Der Film zeigt sogar auch, wie Reporter und Moderatoren
zeitgleich die Sprache der Präsidenten übernahmen. Politik und Medien, das zeigt
der Film, arbeiten Hand in Hand. Der Film wurde vom Oscar-Preisträger und Friedensaktivist
Sean Penn gesprochen. Die deutsche Fassung in der Reihe die story spricht
sein Synchronsprecher Tobias Meister.