Türkei Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter

Von NEX24
Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im Sommer begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.
(Foto: AA)

Der friedliche Protest der Mütter von Diyarbakır gegen die PKK

Von Kemal Bölge – kboelge@web.de

In den verwinkelten Straßen der Millionenstadt Diyarbakır ist gerade der Ruf des Muezzins ertönt, als sich am Vormittag des 17. November 2018 der 17-jährige Murat* von seiner Mutter Nevin verabschiedet.

Die Mutter hatte Tee gekocht und mit den beiden anderen Kindern wurde gemeinsam gefrühstückt. Murat zieht danach seine Schuhe an und macht die Wohnungstür hinter sich zu. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass die Mutter ihren Sohn lebend gesehen hat. Wenige Kilometer entfernt im Stadtteil Bağlar, Selahattin Eyyubi Str. 343.

Hier befindet sich die Provinzparteizentrale der HDP, der verlängerte politische Arm der Terrororganisation PKK. Eine große Menschenmenge hat sich wieder vor dem Gebäude versammelt, die Polizei ist mit mehreren Hundertschaften vor Ort.
Vor genau 100 Tagen, am 3. September 2019, begann der Sitzstreik der Mütter von Diyarbakır, die sich gegen die Entführung und Verschleppung ihrer Kinder seitens der PKK stellen.

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https://nex24.news/2019/12/kommentar-die-deutsche-oeffentlichkeit-erfaehrt-nichts-ueber-die-mutigen-kurdischen-muetter/

Mit einer gewissen Genugtuung: Das russische Fernsehen über die Entwicklungen in Syrien

von https://www.anti-spiegel.ru

In der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag natürlich auch um die Situation in Syrien, wo die Türkei nach dem Rückzug der USA eine Invasion begonnen hat.

Ich habe darüber schon viel geschrieben. Meine Einschätzung der geopolitischen Interessen der beteiligten Länder und die Folgen der aktuellen Ereignisse habe ich schon am 11. Oktober veröffentlicht. Die internationalen Analysten kommen inzwischen zu den gleichen Schlüssen und auch das russische Fernsehen ist in seinem Beitrag im Großen und Ganzen zu den gleichen Ergebnissen gekommen: Die großen Gewinner der Ereignisse sind Syrien und Russland. Da das Thema in nächster Zeit aktuell bleiben dürfte, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Bei „Nachrichten der Woche“ haben wir bereits darüber gesprochen, dass die Türkische Invasion in Syrien weitreichende Folgen für die Region haben und sogar die Machtbalance in der Welt beeinflussen wird. Und so geschah es auch. Und es ging alles sehr schnell.

Am 9. Oktober drang die türkische Armee mit dem offiziellen Grund in Nordsyrien ein, eine Sicherheitszone für die Türkei zu schaffen und einen 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze von Terroristen zu säubern. Als Terroristen bezeichnet Erdogan sowohl die dort gefangenen IS-Banditen, als auch die Kurden, die diese Banditen in speziellen Lagern eingesperrt haben. Bis vor kurzem wurden die Kurden militärisch von den Vereinigten Staaten und politisch von Frankreich unterstützt.

Erdogan war all das wurscht und er marschierte ein. Russland rief zum Dialog auf, aber hat sich nicht aufgedrängt. Die syrische Armee rückte zwar vor, war aber zu weit weg. Um die aufständischen Kurden zu retten, hatte Assad nicht die Macht. Die Europäer protestierten, aber Erdogan interessieren die schon lange nicht mehr.

Präsident Trump war extravaganter als alle anderen. Am Tag der türkischen Invasion, am 9. Oktober, schrieb er einen kurzen und frechen Brief an Erdogan, in dem er den türkischen Präsidenten aufforderte, kein Narr zu sein, nicht gegen die Kurden zu kämpfen, sondern einen Deal zu machen, da ihr General Mazlum Abdi zu Zugeständnissen bereit sei.

„Machen Sie einen guten Deal. Sie wollen nicht dafür verantwortlich sein, Tausende von Menschen zu töten und ich will nicht für die Zerstörung der türkischen Wirtschaft verantwortlich sein, aber ich werde es tun. Ich habe bereits gezeigt, wozu ich in der Lage bin, als es um Pastor Branson ging“ schrieb Trump.

Trump warnt und droht zugleich, indem er an Andrew Branson erinnert. Das ist ein amerikanischer Pastor, der vor drei Jahren in der Türkei wegen des Verdachts der Spionage und des Terrorismus verhaftet wurde. Als Reaktion darauf verhängte Trump Sanktionen gegen Stahl und Aluminium aus der Türkei und brachte die türkische Lira zu Fall. Branson saß zwei Jahre in der Türkei im Gefängnis und kehrte erst im vergangenen Herbst in die Vereinigten Staaten zurück. Daran erinnert Trump, wenn er auf Branson verweist.

Weiter schrieb Trump an Erdogan: „Ich habe große Anstrengungen unternommen, um einige Ihrer Probleme zu lösen.“ Hier bezieht sich Trump offensichtlich auf die Tatsache, dass er die Kurden im Stich gelassen und sie Erdogan schutzlos überlassen und das als Dienst gegenüber dem türkischen Präsidenten ausgegeben hat. Tatsächlich hat er erkannt, dass die USA in Syrien nichts zu gewinnen haben und es an der Zeit ist, die Angelruten einzuholen.

Und dann ist da noch der kurdische General Mazlum Abdi: „General Mazlum will mit Ihnen verhandeln und ist bereit, ernsthafte Zugeständnisse zu machen, wie er sie noch nie gemacht hat. Unter der Bedingung der Vertraulichkeit schicke ich Ihnen eine Kopie seines Briefes, den ich soeben erhalten habe.“

Das heißt, Trump lässt die Briefe anderer Leute lesen. Insgeheim schreibt General Mazlum Abdi an Trump und der zeigt den Brief „im Vertrauen“ dem schlimmsten Feind des Generals: Erdogan. So viel zur Vertraulichkeit.

Hier ist noch das Ende des Briefes, in dem Trump Erdogan damit droht, der „Teufels“ zu werden: „Wenn nichts Gutes passiert, werden Sie als Teufel in die Geschichte eingehen. Seien Sie kein harter Typ. Seien Sie kein Narr.“

Trumps Brief erschien nur eine Woche nach Beginn der Invasion in der Presse. Am 16. Oktober postete eine Mitarbeiterin von Fox News ihn auf Twitter. Das US-Außenministerium bestätigte die Echtheit des Dokuments. Der türkischer Präsident, so wurde gesagt, habe Trumps Brief in den Mülleimer geworfen. Ich vermute, das ist so, den die Invasion begann trotzdem und es kam nicht zu Verhandlungen mit General Mazlum Abdi.

Und wie ist nun der heutige Stand der Dinge? Der türkische Angriff auf Nordsyrien dauerte etwas mehr als eine Woche. US-Vizepräsident Pence eilte in die Türkei, doch am 16. Oktober weigerte sich Erdogan trotzig, sich mit ihm zu treffen. Offenbar wollte er nicht in einem von Amerika vorgegebenen Ton sprechen. Als alles abgekühlt war, fand das Treffen mit Pence in Ankara am 17. doch noch statt. Sie haben vier Stunden lang geredet. Erdogan hat die Offensive für fünf Tage ausgesetzt und erlaubt den Kurden, sich hinter eine Linie 32 Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze entfernt zurückzuziehen. Die Kurden tun das auch ganz brav.

Und das sind nun die trockenen Fakten: Die Kurden ordnen sich Baschar al-Assad unter. Die syrische Armee übernimmt die Kontrolle über syrisches Territorium, das von rebellierenden Kurden und Amerikanern geräumt wurde. In der Stadt Mandschib patrouilliert bereits die russische Militärpolizei unter unserer Trikolore.

Wir haben schon gesagt, dass die türkische Invasion nicht unbedingt schlecht für Syrien ist. Und so ist es. Während der fünftägigen Pause der Offensive verlieren die Türken an Schwung und geben den Syrern Zeit, sich schneller zu bewegen. Das bedeutet, dass die syrische Armee bis zum Ende der fünftägigen Pause Zeit haben wird, vor den türkischen Truppen zu stehen.

Erdogan hatte nicht vor, gegen Assad zu kämpfen. Auch nicht, Territorium in Syrien zu besetzen. Die Situation für Erdogan ist nun: nehmen Sie Ihren Mantel und gehen Sie nach Hause. Auch die Amerikaner sind abgedampft.

Der französische Präsident Macron allerdings sah verärgert aus. Schließlich hat Frankreich die Kurden historisch immer unterstützt. Aber so unterstützt, dass es erwartete, dass andere sich der Hitze aussetzen. Vor allem die Amerikaner. Doch als Trump erkannte, dass er kein Interesse an den Kurden hat, war Macron überrascht.

Deshalb bezeichnete er die NATO auf einer Pressekonferenz am 18. Oktober in Brüssel als triviale Organisation. Das ist verständlich. Die Vereinigten Staaten haben innerhalb der NATO weder Frankreich noch irgendjemanden anderen vorgewarnt, dass sie Syrien verlassen. Innerhalb der NATO spuckt die Türkei auf die Proteste anderer NATO-Verbündeter wegen der Invasion und baut ihre Sicherheit allein auf, anstatt mit der NATO. Macron ist nicht ganz klar, wozu Frankreich so eine NATO braucht.

Was Trump betrifft, so hat er bereits vergessen, dass Erdogan, der seinen Brief weggeworfen hat, trotzdem die Invasion gestartet hat. Trump ist bereit, Erdogan so zu nehmen, wie er ist. Für Trump ist Erdogan kein „Teufel“ mehr, sondern ein Freund: „Ich möchte Präsident Erdogan einfach danken und ihm gratulieren. Er ist mein Freund. Und ich bin froh, dass wir kein Problem miteinander haben. Um ehrlich zu sein, er ist ein verdammt guter Führer“ sagte Trump.

Und was ist mit Russland? Es hat in dieser Situation nur Vorteile. Auf jeden Fall sind das die Einschätzungen, die man in der Welt hört. Schließlich haben wir unsere Position in Syrien und damit im gesamten Nahen Osten radikal und für uns völlig unblutig verbessert. Wir haben ein gutes Verhältnis zu allen gepflegt und einen Grundstein für die Zukunft gelegt. Einige sind wieder wütend darüber, andere sind eifersüchtig. Wie auch immer, Erdogan wird am 22. Oktober zu einem Treffen mit Putin nach Russland fliegen. Es wird einiges zu besprechen geben.

Ende der Übersetzung

https://www.anti-spiegel.ru/2019/mit-einer-gewissen-genugtuung-das-russische-fernsehen-ueber-die-entwicklungen-in-syrien/

 

 

Versehentlicher Übersetzungsfehler: Aus „Terroristen“ wurde „Kurden“

Von NEX24
(Archivfoto: tccb)

Kayseri – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hielt am Samstag eine Rede in der zentralanatolischen Stadt Kayseri und äußerte sich unter anderem zu der Anti-Terror-Offensive „Friedensquelle“ der türkischen Streitkräfte im Norden Syriens gegen den IS und dem syrischen Arm der Terrororganisation PKK, die YPG.

Erdogan sagte, dass die Türkei nach der mit den USA vereinbarten fünftägigen Waffenruhe ihre Militäroffensive dort weiterführen werde, wo sie aufgehört habe, falls die YPG bis zu dem Zeitpunkt die Sicherheitszone nicht verlassen haben sollte.

„In der Minute, wo die 120 Stunden enden, werden wir dort weitermachen die Köpfe der Terroristen zu zerquetschen, wo wir aufgehört haben“

Aufgrund eines kleinen Übersetzungsfehlers titelten Medien in Deutschland leider jedoch „Mitten im Waffenstillstand droht Erdogan, die Köpfe der Kurden zu zerquetschen“.

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https://nex24.news/2019/10/versehentlicher-uebersetzungsfehler-aus-terroristen-wurde-kurden/

ACHTUNG – Polizeipräsident Köln WARNUNG VOR GROßDEMO!

 

Carsten Jahn

Am 18.10.2019 veröffentlicht

ACHTUNG – Im Bereich Köln findet am Samstag die Großdemo der Kurden statt, zeitgleich wird es auch Demos von türkischen Gruppierungen geben. Der Polizeipräsident geht davon aus das es zu starken Auseinandersetzungen kommt.
Die Veranstalter morgen in Köln sind Aktionsbündnis Köln gegen rechts und die interventionistische Linke Köln.

#Köln, #NRW, #Kurdendemo, #Nachrichten, #Polizei, #Politik

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Trotz Waffenruhe in Nordsyrien: YPG führt Angriffe fort

Von NEX24
(Beispielfoto: Screenshot)

Ankara – Trotz des angekündigten Waffenstillstands in Nordsyrien habe der syrische Arm der Terrororganisation PKK, die YPG, ihre Angriffe fortgeführt, so das türkische Verteidigungsministerium.

In den vergangenen 36 Stunden habe es 14 Angriffe der YPG gegeben, teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Demnach fanden 12 der Angriffe in Ras al-Ayn und jeweils ein Angriff in Tal Abyad und einer in Tall Tamr statt.

Am Donnerstag einigten sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und der US-amerikanische Vizepräsident Mike Pence mit sofortiger Wirkung auf eine fünftägige Waffenruhe in Nordsyrien um den kurdischen Separatisten (YPG) den Rückzug aus dem Grenzgebiet zu ermöglichen.

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https://nex24.news/2019/10/trotz-waffenruhe-in-nordsyrien-ypg-fuehrt-angriffe-fort/

Linksfraktionsvize Dagdelen fordert: Erdogans Konten in der EU beschlagnahmen

(Archivfoto: Screenshot/Phoenix)

Die stellvertretende Linksfraktionsvorsitzende Sevim Dagdelen hat die Bundesregierung aufgefordert, wegen der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien persönliche Strafmaßnahmen gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan einzuleiten.

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https://nex24.news/2019/10/linksfraktionsvize-dagdelen-fordert-erdogans-konten-in-der-eu-beschlagnahmen/

 

Türkei: „Bosnische Mütter“ unterstützen türkische Anti-Terror-Offensive

Von NEX24
Der im Rahmen des Projektes „Bosnische und türkische Mütter Hand in Hand“ vorgenommene Solidaritätsbesuch sei auch deshalb organisiert worden, weil die bosnischen Mütterverbände nicht nur den Müttern von Diyarbakir Mut zusprechen, sondern auch der Türkei ihre Unterstützung im Kampf gegen den Terror zusichern wollten.
(Foto: AA)

Unterstützung für die Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“

Der im Rahmen des Projektes „Bosnische und türkische Mütter Hand in Hand“ vorgenommene Solidaritätsbesuch sei auch deshalb organisiert worden, weil die bosnischen Mütterverbände nicht nur den Müttern von Diyarbakir Mut zusprechen, sondern auch der Türkei ihre Unterstützung im Kampf gegen den Terror zusichern wollten.

Unterstützung für die Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“

Der Vorsitzende des Verbands der Bosniaken in Izmir, Hamza Yavuz, sagte, er sei mit insgesamt 17 zivilgesellschaftlichen Organisationen und deren Vertretern sowie mit etwa 100 Müttern aus Bosnien nach Diyarbakir angereist, um die Eltern zu unterstützen, deren Kinder von der PKK und HDP gewaltsam in die Berge verschleppt wurden.

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Kurdengenozid-Gräuelpropagandisten wollen Trump jagen

Bayern ist FREI

CNN und ABC verbreiteten alte Videos von US-Militaermanövern mit Untertiteln und Begleittexten, die von heutigen türkischen Gräueltaten und „Abschlachten“ kurdischer Zivilisten sprechen, genau jener Zivilisten, die mit den USA zusammen den IS besiegt hätten. Als der Schwindel auffliegt, haut auch Präsident Trump in die Kerbe und äußert sich vorwurfsvoll gegen die die Lügenmedien (Fake News Media).

Diese Fälschungen waren zu erwarten, denn die tiefstaatlich-leitmediale Parallelwelt benötigt sie dringend, nachdem die letzten zwei Verschwörungstheorien (Russiagate, Ukrainegate), mit der man die Amtsenthebung Trumps vorantreiben wollten, nach hinten losgegangen sind und weiterhin zu gehen drohen.
Umgekehrt können Trump und Pence sich jetzt zugute halten, den Vormarsch der Türken mit Sanktionsdrohungen gestoppt zu haben. Eine andere Erzählung ist ja nicht in Sicht. Es sei denn man wollte doch den politischen Prozess von Astana zur Kenntnis nehmen, aus dem der Westen sich ausgeschlossen hat, an dem die Türkei aber mitwirkt. Die Türken haben keinen Grund…

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Türkei: Bosnier unterstützen kurdischen Sitzstreik gegen PKK

von https://nex24.news

Nachdem sich in den letzten Wochen mächtige Kurden-Clans, Prominente, sowie Eltern aus dem benachbarten Iran den Protesten angeschlossen hatten, bekamen die Streikenden nun namhaften Besuch aus Bosnien-Herzegowina.

Gemeinsam gegen PKK: „Mütter von Srebrenica“ unterstützen „Mütter von Diyarbakir“

Seit dem 3. September führen die „Eltern von Diyarbakır“ nun schon vor der HDP-Zentrale in Diyarbakır einen Sitzstreik und protestieren lautstark gegen die Verschleppung sowie Rekrutierung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK und deren politischen Arm, HDP. Die türkische Regierung beschuldigt die HDP seit langem, Verbindungen zur PKK-Terrorgruppe zu besitzen.

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https://nex24.news/2019/10/tuerkei-bosnier-unterstuetzen-kurdischen-sitzstreik-gegen-pkk/

Das vom französischen Kolonialismus geplante Kurdistan

 

Entgegen einer landläufigen Meinung ist Rojava kein Staat für das kurdische Volk, sondern eine französische Fantasievorstellung der Zwischenkriegszeit. Ziel war es, einen Pseudo-Staat mit Kurden zu schaffen, der dem Großisrael entspricht, der mit Juden ins Auge gefasst wurde. Dieses koloniale Ziel wurde von den Präsidenten Sarkozy, Hollande und Macron wiederbelebt, bis zur ethnischen Säuberung der Region, um dort das kurdische Volk zu beherbergen.

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Präsident Francois Hollande und sein damaliger Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian empfingen im Elysée-Palast eine kurdische Delegation, in Anwesenheit von Bernard-Henri Lévy, der die Katastrophen in Tunesien, Ägypten und Libyen anordnete.
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Der französische Hochkommissar für die Levante, General Henri Gouraud, rekrutiert mit Hilfe der Türken 900 Mann aus dem kurdischen Millis-Clan, um die arabisch-nationalistische Rebellion in Aleppo und Raqqa niederzuschlagen. Diese Söldner kämpften als französische Gendarmen unter der Flagge der heutigen Freien Syrischen Armee (Telegramm vom 5. Januar 1921).
Quelle: Archives de l’armée de Terre française.

Das kurdische Volk hatte nie einen Traum von seiner Vereinigung, mit Ausnahme des Projekts des Fürsten von Rewanduz. Im 19. Jahrhundert wurde dieser von der deutschen Nationalauffassung inspiriert und wollte daher die Sprache vereinheitlichen. Noch heute gibt es mehrere (kurdische) Sprachen, die eine sehr ausgeprägte Trennung zwischen den Kurmandschi-, Sorani-, Zazaki- und Gurani-Clans verursachen.

Nach bisher unerschlossenen Dokumenten, über die der libanesische Intellektuelle Hassan Hamade derzeit ein verblüffendes Buch schreibt, verhandelte der Präsident des französischen Ministerrats, Léon Blum, 1936 mit dem Leiter der Jewish Agency, Chaim Weizmann und den Briten, über die Schaffung eines Großstaates Israel, von Palästina bis zum Euphrat, der daher die damals unter französischem Mandat stehenden Gebiete des Libanon und Syriens einbinden sollte. Dieses Projekt scheiterte aufgrund des wütenden Widerstands des französischen Hochkommissars in der Levante, Graf Damien de Martel. Frankreich – und wahrscheinlich das Vereinigte Königreich – erwogen damals, östlich des Euphrat einen Staat Kurdistan zu schaffen.

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Am 4. Februar 1994 empfing Präsident Mitterrand eine kurdische Delegation von Mitgliedern der türkischen PKK.

Die Kurdenfrage wurde erneut zu einer Priorität bei Präsident Francois Mitterrand. Mitten im Kalten Krieg wurde seine Frau Danielle zur „Mutter der Kurden [des Barzani-Clans]“. Am 14. und 15. Oktober 1989 organisierte sie in Paris ein Symposium mit dem Thema: „Die Kurden: Kulturelle Identität, Achtung der Menschenrechte“. Sie spielte eine verlogene Rolle, indem sie den Tod der Kurden des Dorfes Halabscha während des Irak-Iran-Krieges der Grausamkeit von Präsident Saddam Hussein anlastete, während die Berichte der US-Armee bezeugen, dass tatsächlich der Wind während einer schrecklichen Schlacht iranisches Gas verlagert hat [1]. 1992 half sie bei der Bildung einer kurdischen Marionettenregierung in der irakischen, von Angelsachsen besetzten Zone.

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Am 31. Oktober 2014 begleitete François Hollande Recep Tayyip Erdogan auf den Stufen des Elysée-Palastes. Ein anderer Gast hat sich gerade heimlich durch die Hintertür entfernt, der pro-türkische Kurde Salih Muslim.

Während der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy im Jahr 2011 schloss Alain Juppé mit der Türkei ein geheimes Protokoll zur Schaffung eines Pseudo-Kurdistans ab. Syrien reagierte nicht. Am 31. Oktober 2014 empfing Präsident François Hollande offiziell den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Elysée-Palast, angeblich mit dem Ko-Vorsitzenden der YPG, Salih Muslim, um die Zerstückelung Syriens vorzubereiten. Die kurdischen Kämpfer hörten auf, sich als Syrer zu betrachten und begannen ihren Kampf für ihre eigene Heimat. Syrien hörte sofort auf, ihre Gehälter zu zahlen.

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Am Ende der Schlacht von Kobane wechselte François Hollande die Seiten und bekundete seine Unterstützung für die Kurden, indem er am 8. Februar 2015 eine pro-US-Delegation der YPG im Elysée-Palast empfing.

Einige Monate später rief Präsident Barack Obama jedoch Frankreich zur Ordnung auf. Es stehe Paris nicht zu, ein Pseudo-Kurdistan gemäß seinen alten kolonialen Träumen auszuhandeln, sondern nur dem Pentagon, entsprechend dem ethnischen Plan Rumsfeld/Cebrowski. François Hollande beugt sich und empfängt eine pro-US-kurdische Delegation von Ain al-Arab („Kobane“ in kurdischer Sprache). Die Türkei aber weigert sich, sich Washington zu unterwerfen. Dies ist der Beginn einer langen Meinungsverschiedenheit zwischen den Mitgliedern der Atlantischen Allianz. In Anbetracht der Tatsache, dass die französische Kehrtwende gegen das Abkommen vom 31. Oktober 2014 verstößt, organisieren die türkischen Geheimdienste mit Daesch die Anschläge vom 13. November 2015 gegen Frankreich und vom 22. März 2016 gegen Belgien, das sich gerade auch auf Washington ausgerichtet hat. [2]. Präsident Erdogan wird die Attentate auf Belgien unmissverständlich verkünden, und seine Presse wird sie für sich beanspruchen. Schließlich organisierte Salih Muslim die Wehrpflicht für junge Kurden und baute seine Diktatur auf, während Ankara einen Haftbefehl gegen ihn erließ.

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Dekret zur Zwangskurdisierung Nordsyriens. Dieses Dokument, das von den assyrischen christlichen Opfern veröffentlicht wurde, zeugt von der ethnischen Säuberung durch die SDF unter US-Militäraufsicht.

Im Oktober 2015 gründete das Pentagon die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), eine Einheit türkischer und syrisch-kurdischer Söldner, darunter einige Araber und Christen, um ethnische Säuberungen durchzuführen, ohne öffentlich die Verantwortung dafür zu übernehmen. Die SDF vertreiben assyrische arabische und christliche Familien. Kämpfer aus dem Irak und der Türkei ließen sich in ihren Häusern nieder und nahmen ihr Land in Besitz. Der syrisch-katholische Erzbischof von Hassake-Nisibi, Erzbischof Jacques Behnan Hindo, wird mehrmals bezeugen, dass kurdische Führer vor ihm über einen Plan zur Ausrottung der Christen der „Rojava“ gesprochen haben. Französische Spezialeinheiten werden Zeuge dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit, ohne sich zu rühren. Am 17. März 2016 wurde die Autonomie von «Rojava“ (Pseudo-Kurdistan in Syrien) erklärt. [3]. Aus Angst vor der Verbindung zwischen der türkischen PKK und dem irakischen Barzani-Clan, die den Weg für die Schaffung eines Großkurdistans ebnen würde, schickte die irakische Regierung Waffen an die PKK, um die Barzanis zu stürzen. Das Ergebnis war eine Serie von Morden an kurdischen Führern durch gegnerische Clans.

Ende 2016 markierte der teilweise Rückzug der russischen Armee, gefolgt von der Befreiung Aleppos durch die syrische arabische Armee, die endgültige Umkehr des Krieges. Sie fallen im Januar 2017 mit der Ankunft von Präsident Donald Trump im Weißen Haus zusammen, dessen Wahlplattform ein Ende der Rumsfeld/Cebrowski-Strategie, ein Ende der massiven Unterstützung für Dschihadisten und den Abzug der NATO- und US-Truppen aus Syrien fordert. Frankreich erleichtert die Reise junger anarchistischer Kämpfer nach Rojava, welche, überzeugt die kurdische Sache zu verteidigen, aber für das Atlantische Bündnis kämpfen [4]. Nach Frankreich zurückgekehrt, werden sie sich als ebenso unkontrollierbar erweisen wie die jungen französischen Dschihadisten. So wird nach Angaben der DGSI (Innerer Abwehrdienst) einer dieser Kämpfer versuchen, während der Evakuierung des Flughafens Notre-Dame-des-Landes einen Gendarmerie-Hubschrauber abzuschießen [5].

Im Juni 2017 genehmigte Präsident Trump eine gemeinsame Operation der syrischen arabischen Armee (unter der Leitung von Präsident Baschar al-Assad) und der SDF (d. h. pro-amerikanischer kurdischer Söldner) zur Befreiung von Raqqa, der Hauptstadt von Daesch. [6]. Der Krieg ist vorbei, aber weder Frankreich noch Deutschland sehen das so.

Allmählich entglitt den Vereinigten Staaten die Kontrolle über die YPG, und sie interessierten sich nicht mehr dafür. Die Terrororganisation wird dann zu einem französischen Spielzeug, wie die Muslimbruderschaft eine britische Marionette ist.

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Diese wurde Karte von der Agentur Anadolu im Januar 2019 veröffentlicht. Sie lässt 9 französiche Militärbasen in Rojava erkennen, von denen 8 von Präsident Emmanuelle Macron eingerichtet wurden.

Die Türkei ließ daraufhin ihre offizielle Agentur Anadolu eine Karte der französischen Militärstützpunkte in Rojava veröffentlichen, deren Zahl unter der Präsidentschaft von Emmanuel Macron auf neun erweitert wird. Bis dahin war nur das Zementwerk Lafarge bekannt. Ankara will betonen, dass Frankreich entgegen seinen offiziellen Erklärungen und im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten weiterhin für die Teilung Syriens ist.

Im Februar 2018 enthüllte der UN-Botschafter der Russischen Föderation, Vassily Nebenzia, dass die syrischen Kurden gerade 120 Daesch-Führern Amnestie gewährt und in die YPG aufgenommen hätten.

Seit September 2018 bereitet Präsident Trump den Abzug der US-Truppen aus ganz Syrien vor [7]. Die Aufgabe von „Rojava“ ist an die Bedingung geknüpft, dass die iranische Route, die dieses Gebiet überqueren könnte, um den Libanon zu erreichen, abgeschnitten wird. Dazu wird sich Präsident Erdogan auch im August bekennen. Die US-Soldaten überwachten dann die Zerstörung der kurdischen Verteidigungsstrukturen. Ein Abkommen wurde am 16. September von Russland, der Türkei und dem Iran gebilligt. Daher steht das Ende dieses Pseudo-Kurdistans bevor. Frankreich versteht überhaupt nicht, was geschieht, und ist fassungslos, wenn dann türkische Truppen brutal in diesen pseudoautonomen Staat eindringen und die Bevölkerung, die ihn illegal besetzt, flieht.

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Von sich selbst sehr eingenommen und von der Realität völlig abgekoppelt, versichert Jean-Yves le Drian am Set von France 2, dass Frankreich seine Ziele in Syrien ohne Risiko verfolgt.

Außenminister Jean-Yves le Drian, der am 10. September zu France2 eingeladen wurde, versucht die Franzosen hinsichtlich der Folgen dieses Fiaskos zu beruhigen. Er versichert, dass Frankreich die Situation kontrolliert: Die in Rojava inhaftierten Dschihadisten werden nicht freigelassen, sondern in diesem Gebiet vor Gericht gestellt, obwohl es vor Ort keine Institutionen mehr gibt. Er fährt fort mit der Behauptung, dass Präsident Erdogan Frankreich unnütz bedrohe. Schließlich weigert er sich, eine Frage zur Mission der französischen Armee vor Ort zu beantworten, mitten in dem Debakel.

Wenn man auch das Schicksal ausblendet, das die inhaftierten Dschihadisten und die Zivilbevölkerung, die dieses Land gestohlen haben, erwartet, hat man keine Nachricht über das Schicksal der Soldaten der neun französischen Militärstützpunkte. Sie sind im Kreuzfeuer, zwischen der türkischen Armee, die Präsident Hollande verraten hat, und der YPG, die Präsident Macron aufgegeben hat und die der Arabischen Republik Syrien erneut die Treue geschworen hat.

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

[1] “A War Crime Or an Act of War?”, Stephen C. Pelletiere, The New York Times, January 31, 2003.

[2] Nach Ansicht von Anti-Terror-Experten wurden diese Angriffe nicht mit einem Modus operandi durchgeführt, der mit dem der anderen von Daesh behaupteten Anschläge vergleichbar ist, sondern tragen die Spur einer akribischen militärischen Organisation, einem Kriegsakt, der von einem Staat verübt wird. „Der Beweggrund der Attentate von Paris und Brüssel“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Sabine, Voltaire Netzwerk, 28. März 2016.

[3] „Deklaration von Rojava für ein föderales Syrien“, Übersetzung Ralf Hesse, Voltaire Netzwerk, 17. März 2016.

[4] „Die Anarchisten-Brigaden der NATO“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 12. September 2017.

[5] « Ces revenants du Rojava qui inquiètent les services de renseignement », Matthieu Suc et Jacques Massey, Médiapart, 2 septembre 2019.

[6] “Secret Russian-Kurdish-Syrian military cooperation is happening in Syria’s eastern desert”, Robert Fisk, The Independent, July 24, 2017.

[7] “Trump eyeing Arab ‘boots on the ground’ to counter Iran in Syria”, Travis J. Tritten, Washington Examiner, September 29, 2018.

https://www.voltairenet.org/article207964.html

Syrien befriedet sich

Bayern ist FREI

Die Aufregung um Erdoğans Vorstoß in Nordsyrien war fast überflüssig. Wer russische Medien las, wusste mehr. Syriens Arabische Armee (Assad) übernimmt mit russischer Unterstützung jetzt an Stelle der Kurden die Grenzregion Syriens zur Türkei, und alle sind zufrieden, auch Erdoğan.

Die unter russischer Moderation in Astana erarbeitete Nachkriegsordnung kommt nun schnell zum Zuge. Die Parteien, einschließlich Türken, haben sich jahrelang getroffen. Die Stellung der USA war unhaltbar. Deutschland und Frankreich waren eingeladen aber zogen sich abrupt zurück. Der Prozess war für die USA unbequem. Jetzt ist der ganze Westen draußen vor der Tür. Der Wiedereintritt Syriens in die Arabische Liga scheint nach Putins Besuch in Riad, der zu umfassender Kooperation führte, nun auch unter Dach und Fach zu sein. Mit der Wiederherstellung der vollen syrischen Staatlichkeit ist dem IS auch der Boden entzogen. Nur Westeuropa wird sich weiter in seinem Weltbild einbunkern. Gerade erst hat es wieder die Russland-Bumerang-Sanktionen…

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